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	<title>Dausariyya - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Grullab am 25. Februar 2026 um 21:16 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate|NS=26.877|EW=49.818|name=Dausariyya|map=right|type=landmark|dim=25|region=SA}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dausariyya&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|دوسرية|d=Dausariyya}}, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dosariyah&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dawsariyyah&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dosarije&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Archäologie|archäologische]] Fundstelle in der [[Saudi-Arabien|saudi-arabischen]] [[Provinz asch-Scharqiyya]], die in das späte 6. und frühe 5. Jahrtausend v. Chr. des arabischen [[Neolithikum]]s datiert. Aus Dausariyya stammen die ersten Funde von  [[Obed-Zeit|Obed-Keramik]] in [[Saudi-Arabien]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde.jpg|mini|Bemalte Keramik im Obed-Stil &amp;amp; Silexwerkzeug]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Fundstelle befindet sich ca. 12&amp;amp;nbsp;km südlich von [[al-Dschubail]] in einem Dünengebiet, etwa 800 m von der Küste des [[Persischer Golf|Persischen Golfs]] entfernt. Heute erscheint Dausariyya als ein etwa Nord-Süd orientierter, 2 m hoher Hügel. Eine Anhöhe im Osten versperrt die direkte Sicht auf den Persischen Golf. Südlich der Fundstelle erstreckt sich die Ebene der [[Sabcha]] as-Summ. Die umgebende Landschaft ist von Sanddünen und spärlicher Vegetation geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Entdeckt wurde Dausariyya durch Grace Burkholder im Jahr 1968. Über ein weites Gebiet verstreut fand sie an der Oberfläche der Fundstelle große Mengen bemalter und unbemalter [[Keramik]]scherben, Steinwerkzeuge aus [[Feuerstein|Silex]] und [[Obsidian]], [[Muschelschale]]n, Knochen von [[Säugetiere|Säugern]] und [[Fische]]n sowie [[Gips]]. Noch im gleichen Jahr klassifizierte [[Geoffrey Bibby]] die Keramik als Obed-zeitlich und empfahl aufgrund dieser Entdeckung eine weitergehende Untersuchung der Fundstelle. Im Rahmen erster Ausgrabungen im Jahr 1972 konnte [[Abdullah H. Masry]] in Dausariyya eine Abfolge von mindestens sieben [[Horizont (Geologie)|Siedlungshorizonten]] bis zu einer Tiefe von 2,50 m nachweisen, die durch fundarme Schichten [[Stratigraphie (Archäologie)|stratigraphisch]] getrennt waren. Zum Schutz der Fundstelle wurde im Anschluss an diese Untersuchungen ein massiver Zaun errichtet.&lt;br /&gt;
Seit 2010 finden erneute Ausgrabungen durch ein saudisch-deutsches Team des [[Dammam#Kultur und Sehenswürdigkeiten|Dammam Regional Museums]] und der [[Universität Tübingen]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungslage ==&lt;br /&gt;
Das Fundspektrum sowie stratigraphische Beobachtungen während der Ausgrabungen datieren die Hauptphase der Besiedlung in Dausariyya in das Arabische Neolithikum bzw. die Obed-Zeit Südmesopotamiens. Bestätigt wird diese Datierung durch die [[Radiokarbonmethode|direkte Datierung]] von Muschelschalen, welche die Fundstelle in das späte 6. und frühe 5. Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr. datieren. Außer einer [[Islamische Archäologie|islamzeitlichen]] Scherbe von der Oberfläche deutet wenig auf eine spätere Besiedelung hin. Mit Ausnahme einzelner neuzeitlicher Hinterlassenschaften an der Oberfläche ist die Fundstelle ungestört. Darüber hinaus sind die [[Erhaltungsbedingungen für organisches Material]] äußerst gut. Aufgrund dieser günstigen Bedingungen ist Dausariyya für die Erforschung des Neolithikums auf der [[Arabische Halbinsel|arabischen Halbinsel]] besonders geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Keramik und Funktion der Siedlung ==&lt;br /&gt;
Das Fundspektrum in Dausariyya weist sowohl Elemente des lokalen arabischen Neolithikums als auch Einflüsse aus Süd-[[Mesopotamien]] auf. Insbesondere große Mengen an Obed-Keramik, welche aus Süd-Mesopotamien importiert wurde, deuten auf weiträumige kulturelle Kontakte hin. Etwa 25 % der Keramik aus Dausariyya ist durch eine sehr grobe [[Magerung]] gekennzeichnet. Diese „Grobware“ (Coarse Ware) wird als lokal hergestellt angesehen.&lt;br /&gt;
Obed-Keramik findet sich in einer Vielzahl von neolithischen Fundstellen an der Südküste des Persischen Golfes. Während jedoch an vielen dieser Fundstellen nur wenige Keramikscherben gefunden wurden, verweisen große Mengen an importierter Obed-Keramik, aber auch Funde von Obsidian, auf die Bedeutung von Dausariyya innerhalb eines weitläufigen sozialen und ökonomischen Netzwerkes. &lt;br /&gt;
Einzelne, bis über 50&amp;amp;nbsp;cm mächtige archäologische Horizonte, die zum Großteil aus Schalen von [[Perlmuschel|Perlausternschalen]] der Spezies &amp;#039;&amp;#039;Pinctada radiata&amp;#039;&amp;#039; bestehen, können einen Hinweis auf Perlenfischerei geben. Ob es sich bei Dausariyya um eine dauerhaft bewohnte Siedlung oder eine periodisch von Hirtennomaden genutzte Station für Handel, Fischerei, o.&amp;amp;nbsp;ä. handelt, ist Gegenstand der aktuellen Untersuchungen an der Fundstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Geoffrey Bibby]]: &amp;#039;&amp;#039;Looking for Dilmun.&amp;#039;&amp;#039; Knopf, New York 1969, ISBN 0-3944-3400-5&lt;br /&gt;
* Geoffrey Bibby: &amp;#039;&amp;#039;Preliminary survey in East Arabia 1968.&amp;#039;&amp;#039; Gyldendal, Copenhagen 1973, ISBN 87-00-91091-0&lt;br /&gt;
* Grace Burkholder: &amp;#039;&amp;#039;Ubaid Sites and Pottery in Saudi Arabia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archaeology 25&amp;#039;&amp;#039; (4), s. 264–269, 1972&lt;br /&gt;
* Robert Carter &amp;amp; Harriet Crawford: &amp;#039;&amp;#039;Maritime Interactions in the Arabian Neolithic. The Evidence from H3, As-Sabiyah, an Ubaid-related site in Kuwait.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 2010, ISBN 978-90-04-16359-1&lt;br /&gt;
* Philipp Drechsler: &amp;#039;&amp;#039;Places of contact, spheres of interaction. The Ubaid phenomenon in the central Gulf area as seen from a first season of reinvestigations at Dosariyah (Dawsāriyyah), Eastern Province, Saudi Arabia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the Seminar for Arabian Studies 41.&amp;#039;&amp;#039; 2011&lt;br /&gt;
* Philipp Drechsler: Paläolithikum – Neolithikum: Natur- und Kulturraum. In: Roads of Arabia – Archäologische Schätze aus Saudi-Arabien. [Ausstellungskatalog]. Hrsg.: Museum für Islamische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin. Berlin 2011, ISBN 978-3-88609-721-0, S. 59–65.&lt;br /&gt;
* Abdullah Hassan Masry: &amp;#039;&amp;#039;Prehistory in northeastern Arabia. The Problem of Interregional Interaction.&amp;#039;&amp;#039; Kegan Paul International, London and New York 1997, ISBN 0-7103-0536-2&lt;br /&gt;
* L.J. Oates, D. Kamilli, H. McKerrel: &amp;#039;&amp;#039;Seafaring Merchants of Ur?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Antiquity 51&amp;#039;&amp;#039; s. 221–234, 1977&lt;br /&gt;
* M. Roaf, J. Galbraith: &amp;#039;&amp;#039;Pottery and p-values: &amp;#039;Seafaring merchants of Ur?&amp;#039; re-examined.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Antiquity 68&amp;#039;&amp;#039; (261), s. 770–783, 1994&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://gepris.dfg.de/gepris/OCTOPUS/?module=gepris&amp;amp;task=showDetail&amp;amp;context=projekt&amp;amp;id=159166007 Projektseite der DFG]&lt;br /&gt;
* [http://www.geo.uni-tuebingen.de/arbeitsgruppen/urgeschichte-und-naturwissenschaftliche-archaeologie/aeltere-urgeschichte-quartaeroekologie/mitarbeiter/drechsler/research.html Projektseite Universität Tübingen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Alter Orient)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Saudi-Arabien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Provinz asch-Scharqiyya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinzeitlicher Fundplatz in Asien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grullab</name></author>
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