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	<title>Daumenkino - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-11T18:27:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daumenkino&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Englische Sprache|englisch]] &amp;#039;&amp;#039;flip book&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Blättern|Abblätterbuch]], das sich&amp;amp;nbsp;– wie das [[Kino]]&amp;amp;nbsp;– die [[Beta-Bewegung|stroboskopische Bewegung]] zunutze macht und dem Betrachter ermöglicht, eine Sequenz von [[Einzelbild (Film)|Einzelbildern]] als fortlaufende Bildfolge zu betrachten. Durch das schnelle Abblättern einer Ansammlung zusammengehöriger Phasenbilder entsteht im Gehirn die Illusion einer vollständigen Bewegung. Die rezipierte Geschichte ist vom Betrachter im Hinblick auf die Geschwindigkeit interaktiv beeinflussbar. Das [[Daumen]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;kino kann als Vorläufer der [[kinematograph]]ischen [[Projektion (Optik)|Projektion]] angesehen werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Flip Book - Messi Example.webm|mini|hochkant|Video: Szene mit Fußball&amp;amp;shy;spielern (10&amp;amp;nbsp;Sekunden; 2016)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnungen ==&lt;br /&gt;
Im Deutschen waren früher die Bezeichnungen „Abblätterbuch“ und „Taschenkino“ gebräuchlich, inzwischen hat sich das Wort „Daumenkino“ mehrheitlich durchgesetzt. Die [[Vereinigte Staaten|US-amerikanische]] Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;flip book&amp;#039;&amp;#039; (vom Verb &amp;#039;&amp;#039;to flip over&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;to flip through&amp;#039;&amp;#039; „durchblättern“) ist auch in Frankreich gebräuchlich (ebenso &amp;#039;&amp;#039;folioscope&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;kineograph&amp;#039;&amp;#039;). In Großbritannien heißt es dagegen &amp;#039;&amp;#039;flick book&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;flicker book&amp;#039;&amp;#039;. Der eindeutige Bezug zum Kino lässt sich bereits in weiteren älteren [[Englische Sprache#Geografische Verbreitung|angelsächsischen]] Bezeichnungen finden wie &amp;#039;&amp;#039;thumb cinema, flip movie, fingertip movie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;living picture book&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=KÄTHE BRANDT |Titel=Der Daumen schüttelt nicht nur Pflaumen |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2005-05-09 |ISSN=0931-9085 |Seiten=4 |Online=https://taz.de/Der-Daumen-schuettelt-nicht-nur-Pflaumen/!611804/ |Abruf=2023-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Linnet kineograph 1886.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Der Kineograph&amp;#039;&amp;#039; (Illustration von John Barnes Linnet 1886)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ein früher Vorläufer des &amp;#039;&amp;#039;Daumenkinos&amp;#039;&amp;#039; wird die Miniaturenfolge der Handschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Codex Palatinus germanicus 67|Cod. Pal. germ. 67]]&amp;#039;&amp;#039; aus der [[Werkstatt des Ludwig Henfflin]] angesehen (um 1470).&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Schnurr: [https://www.zeit.de/2004/16/A_Daumenkino/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Daumenkino des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039;] Wie 600 Jahre alte Bilder im Computer das Laufen lernten. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 16, 2004, 7. April 2004, abgerufen am 2. April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Präsentation von Bildern der Handschrift als „Daumenkino“-Trickfilm geben Spyra/Effinger: &amp;#039;&amp;#039;[https://digi.ub.uni-heidelberg.de/de/bpd/glanzlichter/oberdeutsche/henfflin/cpg67.html#Kap3 Cod. Pal. germ.&amp;amp;nbsp;67]&amp;#039;&amp;#039;, UB-Heidelberg, 09/2008; abgerufen am 7. April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erste nach heutigem Empfinden daumenkinoartige Buchwerke finden sich dann um 1600. Doch schreiben einige erst dem Franzosen Pierre Hubert Desvignes die Idee des ersten Daumenkinos um 1860 zu, zumindest im Hinblick auf die Animation verschiedener Bildphasen. John Barnes Linnett, ein Drucker aus Birmingham, erhielt dann das erste Patent für ein „flip book“ unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;The Kineograph a new optical Illusion&amp;#039;&amp;#039; am 18. März 1868 (British Patent, Nr. 925).&amp;lt;ref&amp;gt;Pascal Fouché: [https://www.flipbook.info/historique.php &amp;#039;&amp;#039;Historique des Flip books.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;flipbook.info.&amp;#039;&amp;#039; 2019, abgerufen am 24. November 2019 (französisch). Ebenda als Scans die [[Patentschrift]] von 1868: [https://www.flipbook.info/brevets/brevet_linnett.htm &amp;#039;&amp;#039;A.D. 1868, 18th March N° 925: Producing Optical Illusions.&amp;#039;&amp;#039;] 20. Juni 2009 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1894 konnte auch der deutsche Filmpionier [[Max Skladanowsky]] seine ersten Probeaufnahmen zunächst nur als Daumenkino betrachten, da es für das in der von ihm selbst konstruierten [[Filmkamera]] „Kurbelkasten 1“ belichtete [[Fotografischer Film|Filmmaterial]] noch keinen [[Projektor]] gab. Zweifellos waren die kleinen Daumenkinos wichtige Geburtshelfer des Films; sie leiteten den Übergang von der Fotografie zum Kino ein. Alle wichtigen Filmpioniere experimentierten mit ihnen, etwa [[Eadweard Muybridge]], Étienne-Jules Marey, die Brüder [[Max Skladanowsky|Skladanowsky]] in Berlin, die [[Brüder Lumière]] in Lyon und [[Thomas Alva Edison|Thomas Edison]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--BELEGE ?--&amp;gt;Ab 1897 vermarktete der englische Filmtechniker [[Henry William Short]] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Filoscope&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ein Daumenkino in einem Metallhalter, bei dem ein kurzer Hebel das Abblättern erleichtern sollte. Ähnliche Metallblätteretuis finden sich auch bei dem Daumenkinoproduzenten Léon Beaulieu. Auch der Filmkonzern [[Gaumont]] ließ 1909 eine Blätterhilfe patentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--BELEG ?--&amp;gt;Laut dem Nachrichtenmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; soll es lange vor der Erfindung des Papiers das erste handbetriebene Kino gegeben haben. Als Zeichenunterlage dienten den frühen [[Cartoon]]isten [[Tonminerale|Tonschüsseln]], die man mit dem Daumen in Drehung versetzen konnte. Trotzdem gelten die Tonschüsseln nicht als Daumenkino. Die Bildchen auf der Schüsselwand erweckten die optische [[Illusion]] eines fortlaufenden Films. Diese Tonschüsseln werden „[[Zoetrop]]“ genannt. Eng verwandt mit dem Daumenkino ist auch beispielsweise das sogenannte „[[Mutoskop]]“, wobei die einzelnen Phasenbilder auf einer drehbaren Achse angeordnet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen frühen Vorläufer des Daumenkinos fanden iranische Archäologen in [[Schahr-e Suchte]]: Auf einer Schüssel aus der [[Bronzezeit]] sind mehrere Bilder einer Ziege gemalt. Sobald die Schüssel gedreht wird, wirkt es so, als ob das Tier springen und nach Blättern schnappen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Meldung: [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-56299145.html &amp;#039;&amp;#039;Archäologie: Kino der Bronzezeit.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 13, 22. März 2008, abgerufen am 9. April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center centered&amp;quot; caption=&amp;quot;Beispiele&amp;quot; widths=&amp;quot;200&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daumenkino kol.jpg|Daumenkino mit [[Charlie Chaplin]]&lt;br /&gt;
Animation vase 2.jpg|Schüssel aus [[Schahr-e Suchte]]&lt;br /&gt;
Vase animation.svg|Umzeichnung der Bilderfolge&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum erlangte das Daumenkino 1968 neue Popularität durch den mit drei [[Deutscher Filmpreis|Bundesfilmpreisen]] ausgezeichneten Kinofilm &amp;#039;&amp;#039;[[Zur Sache, Schätzchen]]&amp;#039;&amp;#039;. In der Kinokomödie brachte Schauspieler [[Werner Enke]] mit selbst gezeichneten Daumenkinos seine Filmpartnerin [[Uschi Glas]] zum Lachen. Die Daumenkinos erschienen über mehrere Minuten in Großaufnahme im über sechs Millionen Mal besuchten Film und erlangten dadurch größere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und der Presse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler Volker Gerling hat das Format der „Daumenkinographie“ entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt; https://www.daumenkinographie.de/Theorie/theorie.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daumenkinofestivals ==&lt;br /&gt;
Die [[Akademie Schloss Solitude]] in [[Stuttgart]] richtete 2004 das erste internationale Daumenkinofestival aus. Die Künstlergruppe [[Böller und Brot]] kombinierte erstmals die Struktur eines Filmfestivals mit dem Printmedium Daumenkino. Seit 2005 gibt es unabhängig davon auch ein österreichisches Daumenkinofestival, das in [[Linz]] stattfindet. 2005 fand auch in der [[Kunsthalle Düsseldorf]] eine Daumenkino-Ausstellung statt, an der sich über hundert Künstler aus aller Welt beteiligten und viele historische Daumenkinos gezeigt wurden; hier gab es einen umfangreichen Katalog. Im März 2006 fand das erste Daumenkino-Festival in Hannover statt. 2007 und 2009 erfolgten große Daumenkinoausstellungen in [[Rennes]] und im [[Centre Georges-Pompidou]] in [[Paris]]. 2009 organisierte Famusfilm in Berlin einen Daumenkino-Contest.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.slashcam.de/kalender/Daumenkino-Wettbewerb-2009-562.html &amp;#039;&amp;#039;Daumenkino Wettbewerb 3. April 2009 / Berlin&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein jährlich wiederkehrender Daumenkinowettbewerb ist die &amp;#039;&amp;#039;Napa Flip Book Competition&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
{{Bildfrequenz |Zeittafel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schacks Verlag]] (ehemaliger Spezialverlag für Daumenkinos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wiebke K. Fölsch: &amp;#039;&amp;#039;Buch Film Kinetiks, Zur Vor- und Frühgeschichte von Daumenkino, Mutoskop &amp;amp; Co. (Livre Film Cinétique, Préhistoire du flip book, mutoscope &amp;amp; co.; Book Film Kinetics, On the Pre- and Early History of Flick Books, Mutoscopes &amp;amp; Similar Devices) &amp;#039;&amp;#039;, Verlag Freie Universität Berlin, 2011, ISBN 978-3-929619-64-5, deutsch mit Zusammenfassungen in Englisch und Französisch&lt;br /&gt;
* Daniel Gethmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Daumenkino.&amp;#039;&amp;#039; Katalog der gleichnamigen Ausstellung der [[Kunsthalle Düsseldorf]] vom 7. Mai bis 17. Juli 2005. Edition Snoek, Köln 2005, ISBN 3-936859-26-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Flipbook}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Daumenkino}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4441141-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmtechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finger]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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