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	<title>Datenveränderung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T17:00:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Datenver%C3%A4nderung&amp;diff=753558&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BlackEyedLion: /* Tatbestandsmerkmale */ Tippfehler (Komma)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Datenver%C3%A4nderung&amp;diff=753558&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-05-18T20:53:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tatbestandsmerkmale: &lt;/span&gt; Tippfehler (Komma)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Datenveränderung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in Deutschland gemäß {{§|303a|StGB|dejure}} des Strafgesetzbuches ([[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]]) ein [[Vergehen]], das mit [[Freiheitsstrafe (Deutschland)|Freiheitsstrafe]] bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bestraft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Jegliches rechtswidrige Verändern, Löschen, Unterdrücken oder Unbrauchbarmachen fremder Daten ist nach dem deutschen Strafrecht eine Datenveränderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortlaut ==&lt;br /&gt;
Der Wortlaut von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;§ 303a StGB&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist (seit der letzten Änderung zum 11. August 2007):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesetzestext|(1) Wer rechtswidrig Daten (§ 202a Abs. 2&amp;amp;nbsp;– [[Ausspähen von Daten]]) löscht, unterdrückt, unbrauchbar macht oder verändert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) Der Versuch ist strafbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3) Für die Vorbereitung einer Straftat nach Absatz 1 gilt § 202c entsprechend.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tathandlungen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Löschen&amp;#039;&amp;#039; ist das unwiederbringliche Unkenntlichmachen von Daten, d.&amp;amp;nbsp;h. die Daten sind nicht wiederherstellbar. Von &amp;#039;&amp;#039;Unterdrücken&amp;#039;&amp;#039; spricht man, wenn dem Berechtigten der Zugriff auf seine Daten unmöglich gemacht wurde. &amp;#039;&amp;#039;Unbrauchbarmachen&amp;#039;&amp;#039; bedeutet, dass Daten nicht mehr bestimmungsgemäß gebraucht werden können. Ein &amp;#039;&amp;#039;Verändern&amp;#039;&amp;#039; von Daten liegt vor, wenn sich ihr Informationsgehalt ändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tatbestandsmerkmale ==&lt;br /&gt;
Die Norm erfasst inhaltliche Änderungen von Daten. Die Tat ist vollendet, sobald ein Einwirkungserfolg eingetreten ist. Eines Vermögensschadens bedarf es nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Mitsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Strafrecht Besonderer Teil 2&amp;#039;&amp;#039;. Springer, 2001, ISBN 3-540-41266-2, S. 201.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei muss es sich nicht um fremde Daten handeln, aber um Daten, die einem fremden Nutzungsrecht unterliegen. So ist die Datenveränderung nach § 303a StGB im reinen internen Bereich nicht möglich, wenn der Handelnde aufgrund seiner Rechtsposition umfassenden Zugriff auf die veränderten Daten hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Speichert: &amp;#039;&amp;#039;Praxis des IT-Rechts&amp;#039;&amp;#039;. Vieweg Friedrich + Sohn, 2004, ISBN 3-528-05815-3, S. 313.&amp;lt;/ref&amp;gt; Geschützt sind nur solche Daten, die einem anderen zugeordnet sind. Eine strafbare Tat liegt nur dann vor, wenn sich die Handlung des Täters auf fremde Daten bezieht, an denen also das unmittelbare Recht des Anderen auf Verarbeitung, Löschung oder Nutzung besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;Kai Kochmann: &amp;#039;&amp;#039;Schutz des „Know-how“ gegen ausspähende Produktanalysen&amp;#039;&amp;#039;. Gruyter, 2009, ISBN 3-89949-686-8, S. 149.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Tatbestandsmerkmal der Rechtswidrigkeit entfällt, wenn der Täter selbst Verfügungsberechtigter ist oder mit Einverständnis des Verfügungsberechtigten auf die Daten einwirkt. Insofern wirkt die Nutzungserlaubnis an den Daten als tatbestandsausschließendes Einverständnis.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark A. Zöller: &amp;#039;&amp;#039;Strafrecht Besonderer Teil I&amp;#039;&amp;#039;. Berliner Wissenschafts-Verlag, 2007, ISBN 978-3-8305-1353-7, S. 184.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strafantrag ==&lt;br /&gt;
Gemäß {{§|303c|StGB|dejure}} StGB wird die Tat in den Fällen der §§ 303 bis 303b StGB nur auf [[Strafantrag (Deutschland)|Antrag]] verfolgt, es sei denn, dass die [[Strafverfolgungsbehörde]] wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält. Wird ein Antrag gestellt, erhebt die Strafverfolgungsbehörde allerdings auch nur dann Anklage, wenn sie ein (einfaches) öffentliches Interesse bejaht ({{§|376|StPO|dejure}} StPO). Andernfalls hat der Verletzte die Möglichkeit, [[Privatklage]] zu erheben ({{§|374|StPO|dejure}} Abs. 2 StPO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfasste Delikte in der polizeilichen Kriminalstatistik (§§ 303a, 303b StGB) ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |  Anzahl der Delikte&amp;lt;br /&amp;gt;(&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;§§ 303a, 303b StGB&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;br /&amp;gt;in Deutschland (PKS 2003–2015)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003 || 1.705&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004 || 3.130&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005 || 1.609&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2006 || 1.672&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007 || 2.660&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 || 2.207&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009 || 2.276&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010 || 2.524&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011 || 4.644&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2012 || 10.587&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2013 || 12.766&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2014 || 5.667&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015 || 3.537&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2016 || 4.422&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2017 || 3.596&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2018 || 2.875&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;Ab 2014 nur noch erfasst, wenn konkrete Anhaltspunkte&amp;lt;br /&amp;gt; für eine Tathandlung innerhalb Deutschlands vorliegen.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2015/Zeitreihen/hinweiseZuDenDaten_pdf.pdf |titel=Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 – Zeitreihen – Hinweise zu den Zeitreihen |werk= |hrsg=[[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamt]] |seiten=15 |datum= |format=PDF; 92 kB |abruf=2019-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der deutschen [[Polizeiliche Kriminalstatistik (Deutschland)|polizeilichen Kriminalstatistik]] (PKS) wurden 2018 insgesamt 2.875 Delikte von Datenveränderung bzw. Computersabotage erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2018/pks2018_node.html |titel=Polizeiliche Kriminalstatistik 2018 |werk= |hrsg=[[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamt]] |datum= |abruf=2019-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Computerstraftaten überwiegen männliche erwachsene Tatverdächtige ab 21 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand von Statistiken (PKS, Verurteiltenstatistik usw.) lässt sich das genaue Ausmaß der Delikte nicht ermitteln. Wegen unterschiedlicher Erfassungszeiträume/-daten und anderen Einflussfaktoren, sind diese Statistiken in Deutschland nicht vergleichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
In der Rechtswissenschaft wurde die Vorschrift als Straftatbestand „ohne erkennbaren Unrechtskern“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eric Hilgendorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Recht durch Unrecht? Interkulturelle Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Juristische Schulung]]&amp;#039;&amp;#039; (JuS), Heft 9/2008, S.&amp;amp;nbsp;761–767 (S.&amp;amp;nbsp;766 Fn.&amp;amp;nbsp;59).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Stellungnahme des [[Bundesrat (Deutschland)|Bundesrates]] zum Entwurf des Strafrechtsänderungsgesetzes zur Bekämpfung der [[Computerkriminalität]] wurde gerügt, dass § 303a StGB vielfach wegen seiner [[Strafrechtlicher Bestimmtheitsgrundsatz (Deutschland)|erheblichen Unbestimmtheit (Art. 103 II GG)]] kritisiert wird. Die Unbestimmtheit bezieht sich z.&amp;amp;nbsp;B. auf die Frage, woran die Verfügungsberechtigung über Daten festzumachen ist. Gerade bei Daten in vernetzten Systemen ist dieses Problem weitgehend ungeklärt. Daraus lassen sich Bedenken hinsichtlich der Verfassungsmäßigkeit der Norm herleiten. Allerdings erscheint fraglich, ob der Gesetzgeber derzeit in der Lage ist, das Problem zu lösen. In der rechtswissenschaftlichen Literatur hat sich bislang kein Lösungsansatz eindeutig durchsetzen können, und für die Rechtspraxis scheint das Problem keine große Rolle zu spielen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eric Hilgendorf]]: {{Webarchiv|url=http://www.gesmat.bundesgerichtshof.de/gesetzesmaterialien/16_wp/straendg_computer/Stellungnahme_Hilgendorf.pdf |wayback=20140709081639 |text=&amp;#039;&amp;#039;Datenveränderung&amp;#039;&amp;#039;. |archiv-bot=2023-12-09 15:23:34 InternetArchiveBot }} (PDF; 44&amp;amp;nbsp;kB) In: &amp;#039;&amp;#039;Kurze Stellungnahme zum Entwurf eines Strafrechtsänderungsgesetzes zur Bekämpfung der Computerkriminalität&amp;#039;&amp;#039; für die öffentliche Anhörung im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages am Mittwoch, dem 21. März 2007, S. 7; abgerufen am 5. Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Computersabotage|Computersabotage § 303b StGB]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.rrzn.uni-hannover.de/hacking_viren-strafe.html Strafbarkeit von Hacking und Computerviren.] Uni Hannover&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Datenveranderung}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Besondere Strafrechtslehre (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Computer- und Internetkriminalität|*]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BlackEyedLion</name></author>
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