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	<title>Datenklo - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T20:56:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Datenklo&amp;diff=98165&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-02-09T19:02:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Akustikkoppler CCC Datenklo.jpg|mini|hochkant=1.7|CCC-Modem: Die Schaumstoff-[[Muffe]]n be&amp;amp;shy;ste&amp;amp;shy;hen aus Rohrdämm-Material aus dem [[Sanitär]]bereich.]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Datenklo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde ursprünglich ein Selbstbau-[[Akustikkoppler]] des [[Chaos Computer Club]]s bezeichnet, dessen Bauanleitung 1985 in der [[Hackerbibel]] veröffentlicht wurde&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=13515376|Titel=Schwarz-Schilling: Toll, woll|Jahr=1985|Nr=38}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und bis Mitte 1988 eine Verbreitung von mehr als 25.000 Exemplaren erreichte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gail Schares |url=http://chaosradio.ccc.de/media/dossier/1988-08-01-business_week-creative_chaos.pdf |titel=Cover Story: A German Hacker’s Club that promotes creative chaos |hrsg=[[Bloomberg Businessweek|Businessweek]] |datum=1. August 1988 |format=pdf; 1,1&amp;amp;nbsp;MB |zugriff=20. November 2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende der 1990er-Jahre etablierte sich der Begriff für die mobilen Toilettenhäuschen, die auf verschiedenen Hackercamps für Netzwerk-Infrastruktur genutzt wurden und in denen [[Router]], [[Switch (Netzwerktechnik)|Switche]] und [[Wireless Access Point|WLAN-Accesspoints]] witterungsgeschützt untergebracht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Modems ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CCCModemplatine.jpg|mini|hochkant=0.9|CCC-Modem: unbestückte [[Leiterplatte]]]]&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Datenklo war ein per Bauanleitung selbst zu bauendes [[Telefonmodem]]. Auch als &amp;#039;&amp;#039;CCC-Modem&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, war es eine kostengünstige, aber illegale Alternative zu den wenigen in dieser Zeit von der [[Deutsche Bundespost|Deutschen Bundespost]] zugelassenen Modems. Es wurde Mitte 1984 in Reaktion auf die recht restriktive Gesetzgebung im Bereich der [[Telekommunikation]] in [[Deutschland]] entwickelt und bot eine mit 300&amp;amp;nbsp;[[Deutsche Mark|DM]] (nach heutiger Kaufkraft {{Inflation|DE|300|1984}}&amp;amp;#8239;€) günstige Möglichkeit, [[Datenfernübertragung]] zu betreiben. Für [[Modem]]s bestand damals in Deutschland noch ein [[Endgerätemonopol]], private Geräte waren verboten. Es gab zunächst nur Mietgeräte der [[Deutsche Bundespost|Bundespost]]. Anfang 1987 betrug die Gebühr für ein [[Bildschirmtext|BTX]]-MultiTel&amp;amp;nbsp;1 monatlich 48&amp;amp;#8239;DM (nach heutiger Kaufkraft {{Inflation|DE|48|1987}}&amp;amp;#8239;€) und für ein &amp;#039;&amp;#039;MultiTel&amp;amp;nbsp;2&amp;#039;&amp;#039; 78&amp;amp;#8239;DM (nach heutiger Kaufkraft {{Inflation|DE|78|1987}}&amp;amp;#8239;€).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/11/000/1100028.pdf| titel=Antwort der Bundesregierungen auf die kleine Anfrage der Grünen: Wirtschaftlichkeit des Bildschirmtext-Dienstes der Deutschen Bundespost| zugriff=20. November 2009|hrsg= bundestag.de| datum= 3. März 1987| format=PDF; 369&amp;amp;nbsp;kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das erste im Mai 1988 mit [[Fernmeldetechnisches Zentralamt|FTZ]]-Zulassung versehene Modem kostete als Tischmodell 1950&amp;amp;nbsp;DM (nach heutiger [[Kaufkraft (Währung)|Kaufkraft]] etwa {{Inflation|DE|1950|1988|r=-1}}&amp;amp;nbsp;€). Die Bundespost-Modems entsprachen den internationalen Normen der [[Comité Consultatif International Téléphonique et Télégraphique|CCITT]] (heute [[Internationale Fernmeldeunion#ITU-T|ITU-T]]), viele Hobby-Benutzer verlangten aber nach einfacheren Standards, zum Beispiel nach Modems der Firma [[Hayes Communications|Hayes]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www-old.toppoint.de/der-verein/geschichte/modems.htm| titel=Die Post und die nicht zugelassenen Modems: Bundespost lässt erstes 300/1200/2400-bit/s-Modem zu| zugriff=26. Dezember 2016|hrsg= toppoint.de| datum= 22. Mai 1988}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang der Neunziger kostete das [[Zyxel]] U1496-Modem mit Postzulassung ca. 1000,- DM, ohne Zulassung nur ungefähr die Hälfte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Urs Mansmann |Titel=Legal, illegal, total egal: Warum verbotene Modems so beliebt waren |Sammelwerk=c’t |Band=2021 |Nummer=27 |Datum=2021-10-18 |ISSN=0724-8679 |Seiten=42–43 |Online=https://www.heise.de/select/ct/2021/27/2110412173272047790 |Abruf=2026-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|weitere Preisentwicklung ab 1988}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentraler Baustein des CCC-Modem ist der AM7910 (FSK-Modem-Chip, unterstützt Bell 103/113/108/202 und CCITT V.21/V.23) von [[AMD]], der auf einem einzigen Chip ein asynchrones [[Frequenzumtastung]]s-Modem mit Übertragungsraten von 300 bis 1200 [[Baud]] realisiert und voll kompatibel mit den Bell- und CCITT-Standards V.21 und V.23 ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.datasheetcatalog.com/datasheets_pdf/A/M/7/9/AM7910.shtml| titel=AM7910 datasheet | zugriff=18. November 2009|hrsg= [[AMD]]| datum= 16. Mai 1989}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Namen erhielt der [[Akustikkoppler]] durch die als Verbindungselement und zur Geräuschabschirmung vorgesehenen Gummimuffen, bei denen es sich um [[Dichtung (Technik)#Statische Dichtungen|Gummidichtungen]] handelte, die im Sanitärbereich zwischen Spülwasserrohr und [[Toilette]]nbecken verwendet wurden,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Glaser |url=https://www.berliner-zeitung.de/archiv/der-chaos-computer-club-wird-25-mit-ihm-ein-stueck-deutscher-computergeschichte-ungebremster-datendrang-li.811205 |titel=Der Chaos Computer Club wird 25 - mit ihm ein Stück deutscher Computergeschichte: Ungebremster Datendrang |werk=Berliner Zeitung |datum=2006-09-11 |sprache=de |abruf=2024-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Glaser]]: [http://www.fuzo-archiv.at/artikel/1610379v2 &amp;#039;&amp;#039;„Datenklo“ mit Gummimuffen&amp;#039;&amp;#039;] auf futurezone.orf.at&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie in Anlehnung an das Kunstwort „Datenfön“, einer umgangssprachlichen Bezeichnung für Akustikkoppler, basierend auf der einst populären Dataphon-Baureihe S21 der Firma Woerltronic aus [[Cadolzburg]]. Die Größe ist dabei so gewählt, dass ein Lautsprecher mit 66&amp;amp;nbsp;mm Durchmesser in die Gummidichtung passt und sich diese passgenau über eine Telefonhörermuschel stülpen lässt. Letzteres ist laut Bauanleitung wichtig für die Abschirmung von Umgebungsgeräuschen.&lt;br /&gt;
== Camp-Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CCCamp 2007 Datenklo.jpg|mini|hochkant=1.2|Datenklo auf dem [[Chaos Communication Camp|Camp 2007]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Bedeutung von Modems und Netzzugängen über analoge Telefonleitungen zurückging, wurde der Name für die aus [[Mobile Toilettenkabine|mobilen Toilettenhäuschen]] gebauten Netzwerk-Verteilstellen auf Outdoor-Hackerveranstaltungen wiederverwendet. Beim ersten [[Chaos Communication Camp]] 1999 wurden ein gutes Dutzend mobile Dixitoiletten verwendet, um Netzwerktechnik wettergeschützt über dem Gelände zu verteilen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefan Krempl |Titel=CCC-Sommercamp: Rau(s)chende Datenklos |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=1999-08-10 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/netzwelt/web/ccc-sommercamp-rau-s-chende-datenklos-a-34659.html |Abruf=2026-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; beim Folgecamp 2003 wurde das System erneut eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Markus Becker |Titel=CCC-Sommercamp: Datenklo macht Hacker froh |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2003-08-08 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/netzwelt/web/ccc-sommercamp-datenklo-macht-hacker-froh-a-260513.html |Abruf=2026-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Camp 2015 wurden 34 Datenklos installiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Patrick Beuth |Titel=Chaos Communication Camp: Internet, wie es sein sollte |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |Datum=2015-08-15 |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/digital/internet/2015-08/cccamp-internet-gigabit |Abruf=2026-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mch2022-datenklo.jpg|mini|Datenklo mit LED-Statusinformation auf dem MCH2022]]&lt;br /&gt;
Die mobilen Toiletten wurden als „perfekter Ort für Outoor-Netzwerkknoten“ von anderen europäischen Camps übernommen, weil sie Belüftung und Witterungsschutz bieten und dabei mobil und einfach abschließbar sind. Spätere Iterationen verfügten über LED-Lichtinstallationen, die Aufschluss über die Verfügbarkeit des Netzwerks gaben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Annalee Newitz |url=https://gizmodo.com/live-as-if-you-are-already-in-the-future-at-hacker-camp-5339096 |titel=Live As If You Are Already In The Future At Hacker Camp |werk=Gizmodo |datum=2009-08-17 |sprache=en-US |abruf=2026-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Formfaktor erlaube die Unterbringung eines kompletten [[Rack]]s voller Switche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Elliot Williams |url=https://hackaday.com/2015/08/14/chaos-communication-camp-2015-dispatch-from-day-one/ |titel=Chaos Communication Camp 2015: Dispatch From Day One |werk=Hackaday |datum=2015-08-15 |sprache=en-US |abruf=2026-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das britische EMF-Camp übernahm neben den Toilettenhäuschen auch den deutschen Begriff &amp;#039;&amp;#039;Datenklo&amp;#039;&amp;#039; für die Infrastruktur.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Victoria Turk |url=https://www.vice.com/en/article/inside-uks-electromagnetic-field-festival/ |titel=Not Your &amp;#039;Traditional Hacker Camp&amp;#039;: Inside Electromagnetic Field Festival |werk=VICE |datum=2014-09-02 |sprache=en-US |abruf=2026-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff wurde von den Medien häufig aufgegriffen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Judith Horchert |Titel=Chaos Communication Camp: Hacker-Zeltlager in Brandenburg beginnt |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2019-08-21 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/chaos-communication-camp-hacker-zeltlager-in-brandenburg-beginnt-a-1282946.html |Abruf=2026-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hackaday bezeichnete die Datenklo-Beschreibung als obligatorisch für einen Hackercamp-Bericht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Im Spiel [[Saints Row#Saints Row: The Third|Saints Row: The Third]] findet man die moderne Version des Datenklos in Form mehrerer Toilettenhäuschen am nordwestlichen Rand der Karte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.hnf.de/dauerausstellung/ausstellungsbereiche/computer-fuer-alle-1980-2000/hacker-datenreisende-zu-verbotenem-wissen.html Datenklo im Heinz-Nixdorf-Museum]&lt;br /&gt;
* [http://runningserver.com/?page=rs.datenklo Datenklo-Nachbauprojekt und Dokumentation]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chaos Computer Club]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hacken (Phreaking)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Modem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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