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	<title>Dat Erdmänneken - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T16:22:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dat_Erdm%C3%A4nneken&amp;diff=1019380&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stoll: wl; umgestellt</title>
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		<updated>2025-04-03T09:46:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wl; umgestellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sprookjes uit de nalatenschap van Moeder de Gans - KW BJ 26563 - before045 (cropped).jpg|mini|Illustration von [[Gerardus Johannes Bos]], 1870]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dat Erdmänneken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Märchen]] ([[Aarne-Thompson-Uther-Index|ATU]] 301). Es steht in den &amp;#039;&amp;#039;[[Grimms Märchen|Kinder- und Hausmärchen]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Brüder Grimm]] an Stelle 91 (KHM 91) auf [[Niederdeutsche Sprache|Plattdeutsch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Ein reicher König verwünscht denjenigen, der von seinem Baum einen Apfel nähme. Die jüngste Tochter sagt, er werde sie wohl damit nicht meinen, pflückt einen und bietet ihn auch ihren zwei Schwestern. Da versinken sie unter die Erde. Der König verspricht dem, der sie fände, eine der drei zur Frau. So kommen drei Jägersburschen in ein Haus, wo Speisen immer warm stehen, die sie schließlich essen. Sie losen, dass immer zwei die Töchter suchen, während einer dableibt. Die ersten zwei werden dabei von einem Männchen verprügelt, das erst um Brot bittet, und sie dann anfällt, wenn sie es ihm aufheben wollen. Der Jüngste tut es nicht, sondern verhaut es. Da zeigt es ihm einen trockenen Brunnen, in den er sich allein herablassen muss, da seine Gesellen es mit ihm unehrlich meinen. Unten müssen die Königstöchter drei Drachen die Köpfe kraulen, die muss er abschlagen. Er erzählt es den Brüdern, die sich mit dem Seil hinabwinden, aber gleich wieder hochziehen lassen. Der Jüngste aber befreit die Königstöchter. Er lässt sie hinaufziehen, dann legt er statt sich selbst einen Stein in den Korb. Die Brüder kappen das Seil und lassen sich vom König mit den Töchtern verheiraten, die nichts verraten dürfen. Der Jüngste geht unten umher, bis er eine Flöte findet. Als er die bläst, kommen Erdmännchen, die ihn hinauftragen. Als er ins Schloss kommt, fallen die Töchter in Ohnmacht. Der König lässt sie dem Ofen ihr Geheimnis verraten und belauscht sie. Die bösen Brüder werden gehängt, der Jüngste mit der Jüngsten verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grimms Anmerkung ==&lt;br /&gt;
Grimms Anmerkung notiert „Aus dem Paderbörnischen“ (von [[Ludowine von Haxthausen]]) und vergleicht eine Variante „aus der Gegend von Köln am Rhein“ (wohl von derselben): Die drei Königstöchter gehen beim Fest beim Gartenspaziergang abends verloren, wer sie findet, soll sie heiraten. Drei Ritter kommen auf der Suche im Wald zu einem prächtigen, aber leeren Schloss mit nur einem rohen Stück Fleisch als Speise. Der Jüngste brät es, während die anderen Wein holen. Er lässt ein Erdmännchen mit am Feuer sitzen und den Braten wenden, das immer von der Brühe nascht, bis er es am Bart packt und verjagt. Morgens seilen sie ihn in ein Loch ab. Dort befreit er die Prinzessinnen, indem er auf Rat des Männchens drei Drachen ihre drei, sieben und neun Köpfe abhaut, die sie lausen mussten. Die Gesellen ziehen sie hoch und wollen ihn unten lassen. Er ruft die Erdmännchen mit einem Glöckchen und einer Flöte, sie machen ihm eine Treppe. Oben schlägt er mit einer Rute, sie verschwinden.&lt;br /&gt;
In einer „Erzählung aus dem Hanöverischen“ (wohl von [[Georg August Friedrich Goldmann]]) kommen die Prinzessinnen beim Baden fort. Der Dritte klemmt dem Alten den Bart mit der Axt in ein Holz. Er reißt sich los, sie folgen der Blutspur zur Erdhöhle. Auf das Flöteblasen bringt ein schöner Mann die Prinzessinnenkleider. Der Held wird Schneidergeselle, bis ihn die Jüngste am bestellten Brautkleid erkennt.&lt;br /&gt;
Eine Fassung „aus Steinau im Hanauischen“ unterscheidet sich von der Paderbörnischen nur so weit, dass die Drachen Riesen sind. Die Töchter verstecken den Helden unter dem Bett, er muss eine schwere Stange aufheben und die betrunkenen Riesen töten. Das Männchen zeigt ihm einen unterirdischen Bach als Ausgang, die Prinzessinnen erkennen ihn an ihren Oberkleidern und Goldringen. Die zwei bösen Brüder werden hingerichtet.&lt;br /&gt;
Die Brüder Grimm vergleichen KHM 166 &amp;#039;&amp;#039;[[Der starke Hans]]&amp;#039;&amp;#039;, „Ungarisch bei [[Georg von Gaal|Gaal]] Nr.5“ und besonders die [[Siegfried der Drachentöter|Siegfriedsage]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Otto Ubbelohde - Dat Erdmänneken.jpg|mini|Illustration von [[Otto Ubbelohde]], 1909]]&lt;br /&gt;
Zu den drei Brüdern mit dem verachteten Jüngsten siehe z.&amp;amp;nbsp;B. KHM 63 &amp;#039;&amp;#039;[[Die drei Federn]]&amp;#039;&amp;#039;. Ihr Essen parallelisiert hier den [[Sündenfall]] der drei Töchter (vgl. {{B|Gen|3}}). Zum [[Josefsgeschichte|Josefsmotiv]] vom Brunnen als Eingang der Jenseitswelt ({{B|Gen|37}}) vgl. KHM [[Frau Holle|24]], [[Das blaue Licht|116]], [[Der Eisenofen|127]]. Zum Kraulen der Drachenköpfe vgl. KHM [[Die vier kunstreichen Brüder|129]], zur Ofenbeichte KHM [[Die Gänsemagd|89]]. Zum Schlusssatz von den gläsernen Schuhen vgl. KHM [[Hans heiratet|84]], [[Der Okerlo|70a]] und später [[Ulrich Jahn]]s Nr. 12 &amp;#039;&amp;#039;[[Vom Königssohn, der noch zu jung zum Heiraten sein sollte]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[Die drei Musikanten]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Ludwig Bechstein]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Märchenbuch]]&amp;#039;&amp;#039; (in der Ausgabe von 1845 auch &amp;#039;&amp;#039;[[Die Nonne, der Bergmann und der Schmied]]&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;[[Das winzige, winzige Männlein]]&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[Neues deutsches Märchenbuch]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Der Metzgergesell]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Johann Wilhelm Wolf]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Hausmärchen (J.W. Wolf)|Deutsche Hausmärchen]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Das Männchen Sonderbar]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Ulrich Jahn]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Volksmärchen aus Pommern und Rügen]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer ähnlichen [[Roma]]-Version besiegt der jüngste Sohn Hans in der Unterwelt drei Riesen, aus deren drei Schlössern er drei Damen holt. Um wieder an die Oberwelt zu gelangen, hilft ihm nun das kleine alte Männlein, das Hans und seine beiden Brüder zuvor verprügelt hatte. Die Version stammt aus [[John Sampson]]s &amp;#039;&amp;#039;German Gypsies&amp;#039;&amp;#039; und wurde von dem Zigeuner Matthew Wood erzählt. Der deutsche Titel lautet &amp;#039;&amp;#039;Die drei Brüder und der Zwerg&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walther Aichele]] und [[Martin Block (Ethnologe)|Martin Block]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Die Märchen der Weltliteratur]] – Zigeunermärchen&amp;#039;&amp;#039;. Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf / Köln 1962, S. 314–319, 386–387.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnlicher Stoff ist in den Varianten des Märchens &amp;#039;&amp;#039;[[Der Apfelbaum des Königs]]&amp;#039;&amp;#039; zu lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Otto Ubbelohde - Dat Erdmänneken 2.jpg|mini|Illustration von [[Otto Ubbelohde]], 1909]]&lt;br /&gt;
[[Hans-Jörg Uther]] urteilt, das Märchen stelle in gängigen Motiven und Mythologismen Stationen menschlicher Reifung dar und hätte sich als Prototyp für Interpretationen geeignet, nur habe der Dialekttext wohl niemanden interessiert. Dass man das Grundnahrungsmittel Brot nicht erbetteln und fallenlassen soll, spreche für die streng christliche Auffassung der Brüder Grimm, wie auch in KHM [[Die Kornähre|194]], [[Gottes Speise|205]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9783110194418|Seite=208–211}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vgl. z.&amp;amp;nbsp;B. {{B|Gen|3|19}}, {{B|Mt|4|3}}, {{B|Mt|26|26}}, {{B|Joh|6|48}}, {{B|1 Kor|10|16}}. Für [[Regina Kämmerer]] will das Männchen Hans‘ moralische Haltung, Empörung und Beherztheit prüfen, die wir brauchen, um die Dämonen im Leben zu besiegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Regina Kämmerer: &amp;#039;&amp;#039;Märchen für ein gelingendes Leben.&amp;#039;&amp;#039; KVC-Verlag, Essen 2013, S. 68–70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Vom tapferen Schmied]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;O Statecnem Kovari&amp;#039;&amp;#039;) nach [[Božena Němcová]]s Märchen &amp;#039;&amp;#039;Der unerschrockene Mikesch&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Božena Němcová: &amp;#039;&amp;#039;Das goldene Spinnrad&amp;#039;&amp;#039;, S. 103–122; Paul List-Verlag Leipzig, o.A.; ca. 1960.&amp;lt;/ref&amp;gt; ČSSR 1983 mit [[Pavel Kříž]] als Schmied Mikesch, [[Jan Króner]] als Köhler Ondra und [[Martina Gasparovicová]] als Mikeschs Prinzessin; Božena Němcovás Märchen &amp;#039;&amp;#039;Der unerschrockene Mikesch&amp;#039;&amp;#039; variiert die Motivik von AT&amp;amp;nbsp;301 und bildet damit eine nahe Erzählform zu Grimms &amp;#039;&amp;#039;Dat Erdmänneken&amp;#039;&amp;#039;; beide Märchen umschreiben die Thematik der &amp;#039;&amp;#039;drei geraubten Prinzessinnen&amp;#039;&amp;#039; und darüber hinaus die Bewährung in der Unterwelt und den Verrat am Erdloch. Der Film integriert in Němcovás Märchen allerdings auch das Motiv des &amp;#039;&amp;#039;Riesen ohne Herz&amp;#039;&amp;#039;, das in Grimms Märchen nicht &amp;#039;&amp;#039;Dat Erdmänneken&amp;#039;&amp;#039;, aber &amp;#039;&amp;#039;[[Die Kristallkugel]]&amp;#039;&amp;#039; zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3538069433|Seite=460–464}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3150031931|Seite=174–178, 482}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783110194418|Seite=208–211}}&lt;br /&gt;
* [[Walther Aichele]] und [[Martin Block (Ethnologe)|Martin Block]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Die Märchen der Weltliteratur]] – Zigeunermärchen&amp;#039;&amp;#039;. Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf / Köln 1962, S. 314–319, 386–387.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* [http://www.maerchenlexikon.de/Grimm/khm-texte/khm091.htm Märchenlexikon.de: &amp;#039;&amp;#039;Das Erdmännchen&amp;#039;&amp;#039; auf Hochdeutsch]&lt;br /&gt;
* [http://www.maerchenlexikon.de/at-lexikon/at301.htm Märchenlexikon.de zu &amp;#039;&amp;#039;Die drei geraubten Prinzessinnen&amp;#039;&amp;#039; AaTh 301]&lt;br /&gt;
* [https://ia802906.us.archive.org/5/items/kinder_und_hausmaerchen_2003_librivox/maerchen_091_grimm_128kb.mp3 &amp;#039;&amp;#039;Dat Erdmänneken&amp;#039;&amp;#039; gelesen (12:34)] ([[LibriVox]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Erdmanneken #Dat}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grimms Märchen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Niederdeutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stoll</name></author>
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