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	<title>Dastgah - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T16:18:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dastgah&amp;diff=1867333&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 11. März 2026 um 10:30 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-11T10:30:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dastgah&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dastgāh&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{faS|دستگاه&amp;amp;lrm;|d=dastgāh}}; wörtlich übersetzt: „Ort der Hand“,&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser Begriff entspricht daher unmittelbar dem arabischen Äquivalent &amp;#039;&amp;#039;Maqām&amp;#039;&amp;#039; (= „Ort, auf dem [in diesem Sinnzusammenhang] die Hand auf dem Griffbrett der Laute errichtet ist“).&amp;lt;/ref&amp;gt; aber auch „System“, „Modus“, auch „Schema“, „Anlage“, „Instrument“, „Werkzeug“) ist ein unter anderem durch seine Tonabstände (Intervalle der zugrundeliegenden Tonleiter) charakterisiertes [[Modale Tonleitern|modales System]] in der [[Iranische Musik#Klassische persische Musik|traditionellen persischen Kunstmusik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt prinzipiell sieben &amp;#039;&amp;#039;Dastgāhs&amp;#039;&amp;#039; (persischer Plural: &amp;#039;&amp;#039;dastgāh-hā&amp;#039;&amp;#039;) sowie fünf davon abgeleitete, &amp;#039;&amp;#039;Āwāz&amp;#039;&amp;#039; genannte weitere Modi ({{faS|متعلقات&amp;amp;lrm;|DMG=mota‘lleqāt|de=die Zugehörigen}}). Daneben sind noch über 50 weitere Modusformen erhalten. Ein Dastgāh bzw. Āwāz ist ein durch seine tonale Substanz (der auch als &amp;#039;&amp;#039;Māye&amp;#039;&amp;#039;, {{faS|مايه&amp;amp;lrm;|de=Wesen, Grundlage}}, bezeichneten modalen Skala) und seine dazugehörigen Grundmelodien oder (Melodie-)Motive bzw. jeweils als &amp;#039;&amp;#039;[[Guscheh]]&amp;#039;&amp;#039; ({{faS|گوشه&amp;amp;lrm;|DMG=gūše|de=Winkel, Ecke}}) im Sinne einer Art von Melodietypen, charakterisiertes System,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jean During, Zia Mirabdolbaghi |Datum=1991 |Seiten=60–63 |Titel=From scale to Āvāz |Sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf dessen Basis der Musiker improvisiert und deren Tradition im [[Radif#In den Radifs benutzte Guschehs|Radif-System]] ihren Niederschlag fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Dastgāh enthält sieben grundlegende Tonstufen (Makrointervalle; Ganz- und Halbtöne) und dazu viele variable Töne (Mikrointervalle&amp;lt;ref&amp;gt;Edith Gerson-Kiwi: &amp;#039;&amp;#039;The Persian Doctrine of Dastga-Composition. A phenomenological study in the musical modes.&amp;#039;&amp;#039; Israel Music Institute, Tel-Aviv 1963, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt;; fälschlich „Vierteltöne“ genannt), die für die Verzierung (in der Vokalmusik als [[melisma]]tisches &amp;#039;&amp;#039;[[Tahrir (Musik)|taḥrīr]]&amp;#039;&amp;#039; bekannt) der Musik sowie zur [[Modulation (Musik)|Modulation]] verwendet werden. Jeder Dastgāh ist ein bestimmtes modales Variationsobjekt für die Entwicklung und vorbestimmt durch die vorhergehende Ordnung von [[Sequenz (Musik)|Sequenzen]]. Dabei gibt es etwa 365 &amp;#039;&amp;#039;Guscheh&amp;#039;&amp;#039; genannte „atomare“ Melodien bzw. „melodische Ideen“ in Form von melodischen Linien mit bestimmten Motiven und Rhythmen,&amp;lt;ref&amp;gt;Nasser Kanani 2012, S. 183–188&amp;lt;/ref&amp;gt; welche in einer Art „zyklischer Entwicklung“ ({{faS|تكامل&amp;amp;lrm;|DMG=takāmol}}) innerhalb eines Dastgāh aufeinanderfolgen. Ein Musiker lernt diese durch Erfahrung und Zuhören. Die ganze Sammlung von Guschehs in allen Dastgāhs wird &amp;#039;&amp;#039;[[Radif]]&amp;#039;&amp;#039; genannt. Während des Treffens des &amp;#039;&amp;#039;Inter-governmental Committee for the Safeguarding of the Intangible Heritage&amp;#039;&amp;#039; der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] am 28. September 2009 in [[Abu Dhabi]] wurden Radifs offiziell in die [[UNESCO]]-Liste [[Immaterielles Kulturerbe|immateriellen Kulturerbes der Menschheit]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The Radif of Iranian music: Inscribed in 2009 on the Representative List of the Intangible Cultural Heritage of Humanity&amp;#039;&amp;#039;, [http://www.unesco.org/culture/ich/index.php?RL=00279 UNESCO].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Noruz and Iranian radifs registered on UNESCO list&amp;#039;&amp;#039;, Tehran Times, 1 October 2009, [http://www.tehrantimes.com/index_View.asp?code=204443].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Persian music, Nowruz make it into UN heritage list&amp;#039;&amp;#039;, Press TV, 1 October 2009, {{Webarchiv |url=http://www.presstv.ir/detail.aspx?id=107504&amp;amp;sectionid=351020105 |text=Archivierte Kopie |wayback=20160105021848 |archiv-bot=2022-10-21 15:40:50 InternetArchiveBot}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Nowruz became international&amp;#039;&amp;#039;, in Persian, BBC Persian, 30. September 2009, [http://www.bbc.co.uk/persian/arts/2009/09/090930_mg_nowrooz_global_register.shtml].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dastgāh hängt mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Maqam (Musik)|Maqam]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Klassische Arabische Musik|arabischen Musik]], dem aserbaidschanischen &amp;#039;&amp;#039;[[Mugham]]&amp;#039;&amp;#039;, dem tadschikischen &amp;#039;&amp;#039;[[Tadschikische Musik#Schaschmaqam|Schaschmaqom]]&amp;#039;&amp;#039; („sechs Maqame“) und dem [[Uighuren|uighurischen]] &amp;#039;&amp;#039;On Ikki Muqam&amp;#039;&amp;#039; („zwölf Maqame“) zusammen, wobei der Dastgah im Gegensatz zum Maqam und anderen nichtpersischen Konzepten immer formal an den Radif gebunden ist. Alle genannten Systeme haben ihre Wurzeln in der Musik der [[Sassaniden]], die in der ganzen islamischen Welt aufgrund der [[Islamische Expansion|arabischen Invasion]] im 7. Jahrhundert bekannt wurde. Theoretische Grundlagen des persischen Musiksystems finden sich ab dem 9. Jahrhundert vor allem in arabischsprachigen, zum Teil griechische Termini nutzenden, Werken (z. B. von [[al-Kindī]], [[Al-Farabi]] oder [[Avicenna]] sowie [[Al-Masʿūdī]], der – wie auch [[Ibn Chordadhbeh]] – bereits „sieben königliche Modi“, {{arS|الطرق الملوكية&amp;amp;lrm;|DMG=aṭ-ṭuruq al-mulūkiyya}}, erwähnte).&amp;lt;ref&amp;gt;Edith Gerson-Kiwi 1963, S. 10, 23 und 25&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das (seit [[Safi ad-Din al-Urmawi]] traditionell) zwölfteilige System&amp;lt;ref&amp;gt;During et al.: &amp;#039;&amp;#039;The Art of Persian Music.&amp;#039;&amp;#039; 1991, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Dastgāhs (bzw. gemäß Mirza Abdollah&amp;lt;ref&amp;gt;Nasser Kanani: &amp;#039;&amp;#039;Traditionelle persische Kunstmusik: Geschichte, Musikinstrumente, Struktur, Ausführung, Charakteristika.&amp;#039;&amp;#039; 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Gardoon Verlag, Berlin 2012, S. 192 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; sieben Dastgahs und fünf davon abgeleiteten Awaz&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.awamusik.de/dastgah.htm Awamusik.de: &amp;#039;&amp;#039;Independent Persian Music.&amp;#039;&amp;#039;, 2004]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Nasser Kanani 2012, S. 194 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;) und den darin enthaltenen Guschehs blieb nahezu unverändert, bis es im neunzehnten Jahrhundert festgeschrieben wurde, insbesondere durch Mīrzā ‘Abdollāh Farāhānī (1843–1918). Seit dieser Festschreibung wurde kein weiterer Dastgāh (und keine neue große Guscheh) entwickelt, da das vorhandene Modalrepertoire als „in sich vollkommen“ betrachtet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Persischsprachige Kulturzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Rūdakī&amp;#039;&amp;#039; Nr. 51 (1353/1974), Gespräch mit dem Setār-Meister A. Ebadi: „Unsere Musik war so, wie sie jetzt ist“ ({{faS|موسيقى ما همان بوده كه هست&amp;amp;lrm;|mūsīqī-ye mā hamān būde ke hast}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb benötigt ein Dastgah-Musiker keine neuen Modalformen, sondern er bezieht seine Melodien aus dem vorhandenen Repertoire, dem &amp;#039;&amp;#039;Radīf des Mīrzā ‘Abdollāh&amp;#039;&amp;#039;. Aber auf Grund seiner Improvisationsfähigkeit, die er aus der Atmosphäre im Augenblick der Musikausübung schöpft, entstehen neue Melodien, die das Publikum in Spannung versetzen.&lt;br /&gt;
Jeder Dastgāh wird mit einem spezifischen Gemütszustand (in der mittelalterlichen Musiktheorie und [[Humoralpathologie|humoralpathologisch]] ausgerichteten Musiktherapie auch mit [[Vier-Elemente-Lehre|Elementen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lloyd Miller (Musiker)|Lloyd Miller]]: &amp;#039;&amp;#039;Persian Music.&amp;#039;&amp;#039; Eastern Arts, Salt Lake City/Utah 1991 (Schur/Feuer, Mahur/Wind, Segah/Wasser usw.).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Tierkreiszeichen des Zodiak)&amp;lt;ref&amp;gt;Tschahargah/Widder, Daschti/Krebs, Segah/Waage, Tork/Steinbock, Homayun/Stier, Mahur/Löwe, Schur/Skorpion, Afschari/Wassermann, Esfahan/Zwillinge, Abu-&amp;#039;Ata/Jungfrau, Nawa/Schütze, Rast-Pandschagh/Fische. Vgl. During et al.: &amp;#039;&amp;#039;The Art of Persian Music.&amp;#039;&amp;#039;, S. 77 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Verbindung gebracht und dieser ist mitentscheidend für die im Rahmen einer Aufführung entstehenden und sich wechselseitig beeinflussenden Stimmungen bei Musizierenden und Zuhörern.&amp;lt;ref&amp;gt;Nasser Kanani: &amp;#039;&amp;#039;Die persische Kunstmusik. Geschichte, Instrumente, Struktur, Ausführung, Charakteristika. (Mussighi&amp;#039;e assil&amp;#039;e irani)&amp;#039;&amp;#039;. Förderkreis der Freunde Iranischer Kunst und Traditioneller Musik, Berlin 1978, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Terminologie des Dastgāhs ==&lt;br /&gt;
In heute gebräuchlichen Klassifikationen des persischen Dastgāh-Systems, das sich ähnlich auch in anderen Musiktraditionen wie z. B. in der Musik [[Turkestan]]s findet, werden &amp;#039;&amp;#039;Abū ‘aṭā&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Afšārī&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bayāt-e tork&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Daštī&amp;#039;&amp;#039; als Subklassen (pers. pl. &amp;#039;&amp;#039;mota‘alleqāt&amp;#039;&amp;#039;) des Dastgāhs &amp;#039;&amp;#039;Schur&amp;#039;&amp;#039; (persisch &amp;#039;&amp;#039;dastgāh-e schur&amp;#039;&amp;#039;) angesehen. Dasselbe gilt für den &amp;#039;&amp;#039;Bayāt-e eṣfahān&amp;#039;&amp;#039; als Subsystem (pers. sg. &amp;#039;&amp;#039;mot‘alleqe&amp;#039;&amp;#039;) des Dastgāhs &amp;#039;&amp;#039;Homāyun&amp;#039;&amp;#039;. Dadurch reduziert sich die Anzahl an grundlegenden Dastgāhs bzw. Dastgāh-Familien auf sieben. Die Subklassen im konventionellen System werden &amp;#039;&amp;#039;Āwāz&amp;#039;&amp;#039; (آواز), &amp;#039;&amp;#039;Naġme&amp;#039;&amp;#039; (نغمه) oder selten auch &amp;#039;&amp;#039;Māye&amp;#039;&amp;#039; (مايه) genannt, zuweilen auch „Molḥaqāt“&amp;lt;ref&amp;gt;Edith Gerson-Kiwi 1963, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder „Mota‘alleqāt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Nasser Kanani 2012, S. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Dastgāh bzw. Āwāz hat einen Ton als melodischen Ausgangspunkt, der &amp;#039;&amp;#039;Schāhed&amp;#039;&amp;#039; (شاهد = „Zeuge“) genannt wird&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ardavantaheri.com/?q=de/node/481 Ardavan Taheri: &amp;#039;&amp;#039;Das heutige System der traditionellen Musik im Iran (Die Anmerkung zum Radif)&amp;#039;&amp;#039;.]&amp;lt;/ref&amp;gt; und als Rezitations- oder Repetitionston engräumig umspielt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kanani-199&amp;quot;&amp;gt;Nasser Kanani 2012, S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiteres tonales Zentrum ist der Halteton &amp;#039;&amp;#039;īst&amp;#039;&amp;#039; (ايست), welcher das Ende eines Melodiebogens kennzeichnet, aber oft mit dem &amp;#039;&amp;#039;Schāhed&amp;#039;&amp;#039; identisch ist. Vor allem dieser Ton ist ein besonderes Erkennungsmerkmal eines Modus.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean During, Zia Mirabdolbaghi (1991), S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein um ungefähr eine Vierteltonstufe alternierender Ton (persisch &amp;#039;&amp;#039;motaġayyer&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb der Grundskala (Māye oder persisch auch &amp;#039;&amp;#039;gām&amp;#039;&amp;#039;, möglicherweise als Terminus technicus entlehnt von französisch &amp;#039;&amp;#039;gamme&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Hormoz Farhat: &amp;#039;&amp;#039;The Dastgāh Concept in Persian Music.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 1990, ISBN 0-521-30542-X, S. 23. Andererseits bedeutet dieser Begriff als persisches Stammwort auch „Schritt“, was durchaus mit „Tonschritt“ (Tonleiter) gleichzusetzen ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; kennzeichnet vor allem die beiden Mot‘alleqāt &amp;#039;&amp;#039;Afšārī&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Daštī&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kanani-199&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die den Melodiebogen abschließende und die musikalische Spannung auflösende [[Kadenz (Instrumentalkonzert)|kadenzierende]] Melodieformel&amp;lt;ref&amp;gt;Nasser Kanani: &amp;#039;&amp;#039;Die persische Kunstmusik. Geschichte, Instrumente, Struktur, Ausführung, Charakteristika. (Mussighi&amp;#039;e assil&amp;#039;e irani)&amp;#039;&amp;#039;. Förderkreis der Freunde Iranischer Kunst und Traditioneller Musik, Berlin 1978, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; heißt &amp;#039;&amp;#039;Forūd&amp;#039;&amp;#039; (wörtl. „Landung“), da der Melodie-„Flugbogen“ wieder zur „Landung“ ansetzt&amp;lt;ref&amp;gt;Nasser Kanani 2012, S. 201.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Edith Gerson-Kiwi 1963, S. 21 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mehrdad Pakbaz: &amp;#039;&amp;#039;Persische Modalstrukturen und ihre frühislamischen Quellen.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Universität für Musik und Darstellende Kunst, Wien 2011, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; und somit allmählich zur tonalen Ausgangsebene des betreffenden Dastgāhs zurückkehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Nettl: &amp;#039;&amp;#039;The Radif of Persian Music. Studies of Structure and Cultural Context in the Classical Music of Iran.&amp;#039;&amp;#039; Elephant &amp;amp; Cat, Champaign/Illinois 1987, verbesserte 2. Aufl. 1992, S. 19 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Dastgāhs mit ihren Āwāz ==&lt;br /&gt;
=== Tonskalen ===&lt;br /&gt;
Gegenüber den europäischen Tonskalen des Dur-Moll-Systems verfügt das in den Dastgahs verwendete iranische System über mehr Töne, was sich etwa bei der höheren Zahl an Bünden pro Oktave bei iranischen Lauten (etwa 16 Bünde für die erste Oktave) im Vergleich zu üblichen Gitarren (12 Bünde) zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hossein Alizadeh]]: &amp;#039;&amp;#039;Setâr Teaching Methodology. An Elementary Course.&amp;#039;&amp;#039; Mahoor Institute of Culture and Art, (1998) 8. Auflage. Teheran 2007, ISBN 964-6409-33-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das (temperierte) Dur-Moll-System hat folgenden Tonvorrat:&lt;br /&gt;
* C Cis D Dis E F Fis G Gis A Ais H&lt;br /&gt;
Dem iranischen System stehen theoretisch folgende Töne zur Verfügung:&lt;br /&gt;
* C C&amp;gt; Cis Dp D&amp;gt; Dis Ep E F F&amp;gt; Fis Gp G&amp;gt; Gis Ap A&amp;gt; Ais Bp B H&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Erläuterung: in den folgenden Skalen gilt B=H und Bb=B; is: um einen Halbton erhöht; b: um einen Halbton erniedrigt; p [„koron“]: um grob einen Viertelton (etwas genauer: um 2/3 eines Halbtons)&amp;lt;ref&amp;gt;Das Intervall C-Dp z. B. variiert, abhängig von der Skala, aber auch von zeit- und personengebundener Aufführungspraxis, zwischen 136 und 152 [[Cent (Musik)|Cent]].&amp;lt;/ref&amp;gt; erniedrigt; &amp;gt; [„sori“]: um grob einen Viertelton (genauer: um 1/3 eines Halbtons) erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Tonvorrat werden folgende Tonskalen bzw. Dastgahs gebildet.&lt;br /&gt;
In Klammern exemplarisch dazugehörige – hier auf den Anfangston C transponierte&amp;lt;ref&amp;gt;Ella Zonis: &amp;#039;&amp;#039;Classical Persian Music.&amp;#039;&amp;#039; 1973, S. 56 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; – Tonskalen (bestehend aus zwei [[Tetrachord]]en), welche auch abhängig von Autor bzw. Komponist und musikalischem, örtlichen sowie zeitlichem Kontext variieren können.&amp;lt;ref&amp;gt;Ella Zonis 1973, S. 52–58 (&amp;#039;&amp;#039;The Persian Scale&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Schur (Dastgah)|Schur]] شور (C Dp Eb F – G Ab Bb C; auch D Ep F G Ap Bb c d)&lt;br /&gt;
** Āwāz-e [[Abu ʿAtā]] ابوعطا (C Dp Ep F&amp;gt; – Gp Ap Bp C)&amp;lt;ref&amp;gt;Ella Zonis 1973, S. 73&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Āwāz-e [[Afschārī]] افشاری (C D Ep F – G A/Ab Bb C)&lt;br /&gt;
** Āwāz-e [[Bayāt-e Tork]] بیات ترک (C D E F – G A Bp C)&lt;br /&gt;
** Āwāz-e [[Daschtī]] دشتی&lt;br /&gt;
* [[Nawā]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Nava&amp;#039;&amp;#039;) نوا (C D Eb F – G Ap Bb C; bzw. D Ep F G A Bb c d)&lt;br /&gt;
* [[Segāh|Sehgāh]] سه&amp;amp;zwnj;گاه (C Dp Ep F – Gp Ap Bp C; auch: C D Ep F – G Ap Bb C; bzw. Ep F G Ap Bb c dp eb)&amp;lt;ref&amp;gt;Ella Zonis 1973, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hossein Alizadeh: &amp;#039;&amp;#039;Târ and Setâr Teaching Method. An Intermediate Course.&amp;#039;&amp;#039; (دستور تار  و سه تار), Mahoor Institute of Culture and Art, 2. Auflage. Teheran 2003, ISBN 964-6409-70-9, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Tschahārgāh]] چهارگاه (C Dp E F – G Ap B C; bzw. G Ap H c dp e f)&lt;br /&gt;
* [[Homāyun]] همایون (C Dp E F – Ab Bb C; bzw. D Ep F G Ap H c d)&lt;br /&gt;
** auch als eigene modale Systeme differenziert von Homāyun:&amp;lt;ref&amp;gt;During (2006), S. 297&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;during-74&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Āwāz-e [[Bayāt-e Esfahān]] oder einfach Āwāz-e Esfahān اصفهان (C D Eb F – G Ap B/Bp C)&lt;br /&gt;
** [[Schuschtari (Tonsystem)|Schuschtari]]&lt;br /&gt;
* [[Māhur]] ماهور (C D E F – G A B C; bzw. G A H c d e f)&lt;br /&gt;
* [[Rāst-Pandschgāh]] (oder einfach Rāst)&amp;lt;ref&amp;gt;Im Radif des Mirzâ Abdollâh bezeichnen Rāst und Pandschgāh zwei Guschehs innerhalb des Dastgāh Rāst-Pandschgāh&amp;lt;/ref&amp;gt; راست&amp;amp;zwnj; پنجگاه (wie Māhur; oder C D E F G A Bb c d&amp;lt;ref&amp;gt;Hossein Alizadeh: &amp;#039;&amp;#039;Târ and Setâr Teaching Method. An Intermediate Course.&amp;#039;&amp;#039; 2003, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ali-Naghi Vaziri]] unterteilte 1913 das Dastgāh-System in Bezug auf die tonale Verwandtschaft in lediglich vier Haupt-Familien (&amp;#039;&amp;#039;Dastgāh-hā-ye assli&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Nasser Kanani 2012, S. 196 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei Sehgah auch als eigenständig betrachtet werden kann&amp;lt;ref&amp;gt;Edith Gerson-Kiwi 1963, S. 11–14 und 32&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Schur (mit Nawā)&lt;br /&gt;
* Tschahārgāh&lt;br /&gt;
* Homāyun&lt;br /&gt;
* Māhur (mit Rāst-Pandschgāh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Charakteristika der einzelnen Dastgāh-hā ===&lt;br /&gt;
* Schur („Gefühl“, „Emotion“): Die Intervallstruktur der für die iranische Musik charakteristischsten, ursprünglich (von [[Qutb ad-Din asch-Schirazi]]) auch &amp;#039;&amp;#039;Nowruz&amp;#039;&amp;#039; genannten, Skala von &amp;#039;&amp;#039;Dastgāh-e Schur&amp;#039;&amp;#039; ähnelt einer Molltonleiter, deren II. Stufe um einen „Viertelton“ erniedrigt ist.&lt;br /&gt;
** Enthaltene Guschehs (hier nur Beispiele&amp;lt;ref&amp;gt;Im Radif des Mirza Abdollah hingegen stehen für Schur 34 Guschehs zur Verfügung.&amp;lt;/ref&amp;gt;): &amp;#039;&amp;#039;Pischdarāmad&amp;#039;&amp;#039; (eine Art [[Präludium|Vorspiel]]) und &amp;#039;&amp;#039;Tschahārmezrāb&amp;#039;&amp;#039; (eine Art [[Zwischenspiel|Intermezzo]]), &amp;#039;&amp;#039;Āwāz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{faS|آواز&amp;amp;lrm;}}, &amp;#039;&amp;#039;Gesang&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Vokalmusik&amp;#039;&amp;#039;); vgl. arabisch [[Taksim (Musik)|Taqsīm]]&amp;lt;/ref&amp;gt; (ein liedartiges Stück, meist ohne festes [[Metrum (Musik)|Metrum]])&amp;lt;ref&amp;gt;Edith Gerson-Kiwi 1963, S. 17 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Nasser Kanani: &amp;#039;&amp;#039;Traditionelle persische Kunstmusik: Geschichte, Musikinstrumente, Struktur, Ausführung, Charakteristika.&amp;#039;&amp;#039; 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Gardoon Verlag, Berlin 2012, S. 214–221&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;Gereyli&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Husseini&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Chārā&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mollā Nāzi&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerson-Kiwi 1963, S. 12 f. und 17–22&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den kurzen Guschehs gehören &amp;#039;&amp;#039;Zirkesch-e Salmak&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;Zirkesch&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;Golriz&amp;#039;&amp;#039;, zu den langen &amp;#039;&amp;#039;Salmak&amp;#039;&amp;#039; (manchmal mit &amp;#039;&amp;#039;Zirkesch&amp;#039;&amp;#039; zu einer Guscheh verbunden), &amp;#039;&amp;#039;Razawi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schahnāz&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Nettl (1992), S. 20 und 98&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Awāz-e Abu ’Atā (früher auch &amp;#039;&amp;#039;Awāz-e Dastān-e ‘Arab&amp;#039;&amp;#039; genannt): Als einer der vier „Satelliten“ von Schur (Molḥaqāt-e Schur)&amp;lt;ref&amp;gt;Edith Gerson-Kiwi 1963, S. 24–30&amp;lt;/ref&amp;gt; hat diese Skala dieselbe tonale Basis wie Schur, aber einen heitereren Charakter.&lt;br /&gt;
** Guschehs in Abu ’Atā: &amp;#039;&amp;#039;Tschahārmezrāb&amp;#039;&amp;#039; (mit &amp;#039;&amp;#039;Arche parane&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;Āwāz&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Sayachi&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hidschāz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;maqam&amp;#039;&amp;#039; arabischen Ursprungs; vgl. Edith Gerson-Kiwi 1963, S. 27–29&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;Tschahār pāre&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;deutsch: „Vier Teile“&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;Gabri&amp;#039;&amp;#039; (mit abschließendem &amp;#039;&amp;#039;Forud&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Āwāz-e Afschārī: Von ähnlich tragischem Charakter wie Schur, aber etwas weniger traurig.&amp;lt;ref&amp;gt;During et al.: &amp;#039;&amp;#039;The art of persian music.&amp;#039;&amp;#039; 1991, S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Awāz-e Bayāt-e Tork (auch &amp;#039;&amp;#039;Bayāt-e Zand&amp;#039;&amp;#039;): Charakterisierende Melodiefiguren (Guscheh-hā) sind &amp;#039;&amp;#039;Schekasteh&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Masnawi&amp;#039;&amp;#039;. Das Temperament dieses Dastgāh vermag es, „sowohl Frivolität und Sinnlichkeit als auch Religiosität und Enthaltsamkeit auszudrücken“, so dass sowohl weltliche Aufführungen dieses Modus stattfinden als auch die Anwendung durch den Muezzin beim Ruf zum Gebet sowie in den Gesängen der [[Derwisch]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;Nasser Kanani 2012, S. 152 und 201 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;During et al.: &amp;#039;&amp;#039;The Art of Persian Music.&amp;#039;&amp;#039; 1991, S. 72 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Āwāz-e Daschtī: etwa 10 Guschehs enthaltend.&lt;br /&gt;
* Āwāz-e Bayāt-e Kord: Große „Guscheh“ (enthält die kleinen Guschehs &amp;#039;&amp;#039;Hadschi Hoseyni&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Baste-negār&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Katār&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Korāi&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Khatschi Kahatisch (1962), S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;) innerhalb von Schur, Merkmale der namensgebenden kurdischen Musik enthaltend und sehr &amp;#039;&amp;#039;Daschti&amp;#039;&amp;#039; ähnelnd.&amp;lt;ref&amp;gt;During et al.: &amp;#039;&amp;#039;The Art of Persian Music.&amp;#039;&amp;#039; 1991, S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Nawā: Bereits von [[Avicenna]] beschriebener und seither unverändert tradierter Modus von ruhigem und meditativem Charakter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;during-74&amp;quot;&amp;gt;During et al.: &amp;#039;&amp;#039;The Art of Persian Music.&amp;#039;&amp;#039; 1991, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Sehgāh: Viele 3/4-Ton-Intervalle enthaltend; im Orient weit verbreiteter, dem europäischen Hörempfinden jedoch ungeläufiger Modus.&lt;br /&gt;
* Māhur: Die Skala von &amp;#039;&amp;#039;Dastgāh-e Māhur&amp;#039;&amp;#039; (verbunden mit der Empfindung von Heiterkeit und Fröhlichkeit) entspricht bezüglich ihrer Intervallstruktur der „abendländischen“ Durtonleiter. Māhur enthält etwa 50 Guschehs.&lt;br /&gt;
* Rāst(-Pandschgāh): Zu persisch &amp;#039;&amp;#039;rāst&amp;#039;&amp;#039; (‚gerade, recht, einfach, direkt, ordentlich‘), tonal sehr ähnlich aufgebaut wie Māhur. Pandschgāh ist der Name einer kleinen Guscheh.&amp;lt;ref&amp;gt;During et al.: &amp;#039;&amp;#039;The Art of Persian Music.&amp;#039;&amp;#039; 1991, S. 74 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Tschahārgāh (von persisch &amp;#039;&amp;#039;tschahār&amp;#039;&amp;#039;, ‚vier‘, ursprünglich bezogen auf die vierte Stufe der Skala): Guschehs sind, ähnlich wie bei Sehgāh, &amp;#039;&amp;#039;Darāmad&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zābol&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hesār&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mochālef&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Muye&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Maghlub&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Mansuri&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Nettl: &amp;#039;&amp;#039;The Radif of Persian Music. Studies of Structure and Cultural Context in the Classical Music of Iran.&amp;#039;&amp;#039; Elephant &amp;amp; Cat, Champaign/Illinois 1987, verbesserte 2. Aufl. 1992, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Homāyun (‚glückverheißend‘,&amp;lt;ref&amp;gt;Ella Zonis 1973, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt; so benannt seit dem 14. Jahrhundert) entspricht in seiner Grundform einer Molltonleiter und ist auch in der Türkei und in Aserbaidschan verbreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;during-74&amp;quot; /&amp;gt; Dazugehörige Guschehs (etwa 40) sind beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;Bāwi&amp;#039;&amp;#039; (ein weniger als 15 Sekunden dauerndes Motiv), &amp;#039;&amp;#039;Tschakāwak&amp;#039;&amp;#039; (‚Lerchengesang‘) und &amp;#039;&amp;#039;Bīdād&amp;#039;&amp;#039; (‚Ungemach‘)&amp;lt;ref&amp;gt;Nasser Kanani 2012, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie &amp;#039;&amp;#039;Oschāq&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Leylī wa Madschnūn&amp;#039;&amp;#039; und die längerdauernde, auch unabhängig von Homayun vorgetragene, Guscheh &amp;#039;&amp;#039;Schuschtari&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Ella Zonis 1973, S. 85 und 104&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* (Āwāz-e) Bayāt-e Eṣfahān (benannt nach der Stadt [[Isfahan]]): &amp;#039;&amp;#039;Mota‘alleqe&amp;#039;&amp;#039; des Dastgāhs &amp;#039;&amp;#039;Homāyun&amp;#039;&amp;#039;, wird als klagend und melancholisch wahrgenommen&amp;lt;ref&amp;gt;Nasser Kanani: &amp;#039;&amp;#039;Traditionelle persische Kunstmusik: Geschichte, Musikinstrumente, Struktur, Ausführung, Charakteristika.&amp;#039;&amp;#039; 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Gardoon Verlag, Berlin 2012, S. 228–230&amp;lt;/ref&amp;gt; und ähnelt dem &amp;#039;&amp;#039;[[Moll#Harmonisches Moll|harmonischen Moll]]&amp;#039;&amp;#039;, allerdings mit einer um einen „Viertelton“ erhöhten VI. Stufe und von etwas weniger düster-traurigem Charakter als Homāyun.&amp;lt;ref name=&amp;quot;during-74&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Raga]]&lt;br /&gt;
* [[Kirchentonart]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hossein Alizadeh]]: &amp;#039;&amp;#039;Târ and Setâr Teaching Method. An Intermediate Course.&amp;#039;&amp;#039; (دستور تار  و سه تار), Mahoor Institute of Culture and Art, 2. Auflage. Teheran 2003, ISBN 964-6409-70-9, insbesondere S. 18–21, 31, 39, 49, 61, 71, 83 f., 97 f., 111, 121, 131 und 143.&lt;br /&gt;
* Mehdi Barkechli: &amp;#039;&amp;#039;La gamme de la musique iranienne.&amp;#039;&amp;#039; (Thèse de sciences) Paris 1948&lt;br /&gt;
* Mehdi Barkechli: &amp;#039;&amp;#039;Les systèmes de la musique traditionnelle de l&amp;#039;Iran (Radif)&amp;#039;&amp;#039;, Teheran 1352 A.H.S. (1973/74)&lt;br /&gt;
* [[Jean During]]: &amp;#039;&amp;#039;The Radif of Mirzâ Abdollâh. A Canonic Repertoire of Persian Music&amp;#039;&amp;#039;. Mahoor Institute of Culture and Art, Teheran 2006, insbesondere S. 290–301.&lt;br /&gt;
* Jean During, Zia Mirabdolbaghi, Dariush Safvat: &amp;#039;&amp;#039;The Art of Persian Music&amp;#039;&amp;#039;. Mage Publishers, Washington DC 1991, ISBN 0-934211-22-1, S. 47 f., 57–63, 72–81 und 90 f.&lt;br /&gt;
* Hormoz Farhat: &amp;#039;&amp;#039;{{Google Buch |BuchID=NiMhWnYDuQMC |Linktext=The Dastgāh Concept in Persian Music |KeinText=Ja}}&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, Cambridge 1990, ISBN 0-521-30542-X. (aus der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Cambridge studies in ethnomusicology.&amp;#039;&amp;#039;), insbesondere S. 19–21.&lt;br /&gt;
** Dazu: &amp;#039;&amp;#039;Rezension von Stephen Blum&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ethnomusicology&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 36, Nr. 3 (Herbst 1992), S. 422–425. {{JSTOR|851875}}&lt;br /&gt;
* Edith Gerson-Kiwi: &amp;#039;&amp;#039;The Persian Doctrine of Dastga-Composition. A phenomenological study in the musical modes.&amp;#039;&amp;#039; Israel Music Institute, Tel-Aviv 1963&lt;br /&gt;
* Nasser Kanani: &amp;#039;&amp;#039;Die persische Kunstmusik. Mussighi&amp;#039;e assil&amp;#039;e Irani.&amp;#039;&amp;#039; Dissertationsdruck Höpfner GmbH, Berlin 1978 (30 Seiten), insbesondere S. 6–8 und 28–30&lt;br /&gt;
* Nasser Kanani: &amp;#039;&amp;#039;Traditionelle persische Kunstmusik: Geschichte, Musikinstrumente, Struktur, Ausführung, Charakteristika.&amp;#039;&amp;#039; 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Gardoon Verlag, Berlin 2012, S. 192–226&lt;br /&gt;
* Khatschi Khatschi: &amp;#039;&amp;#039;Der Dastgah. Studien zur neuen persischen Musik&amp;#039;&amp;#039;. Regensburg 1962 (= Kölner Beiträge zur Musikforschung, 19)&lt;br /&gt;
* Lloyd Clifton Miller: &amp;#039;&amp;#039;Persian Music. A Study of Form and Content of Persian Āvāz, Dastgāh &amp;amp; Radif&amp;#039;&amp;#039;. Eastern Arts, Salt Lake City UT 1995, (University of Utah, Dissertation, 5. Dezember 1991)&lt;br /&gt;
* Lloyd Miller: &amp;#039;&amp;#039;Persian Music.&amp;#039;&amp;#039; Eastern Arts, Salt Lake City/Utah 1991, S. 16–27.&lt;br /&gt;
* Mohammad Taqhi Massoudieh: &amp;#039;&amp;#039;Āwāz-e Šur. Zur Melodiebildung in der persischen Kunstmusik.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 1968&lt;br /&gt;
* Bruno Nettl: &amp;#039;&amp;#039;The Radif of Persian Music. Studies of Structure and Cultural Context&amp;#039;&amp;#039;. Elephant &amp;amp; Cat, Champaign IL 1987&lt;br /&gt;
* Forṣat Šīrāzī ({{faS|فرصت شيرازى}}): &amp;#039;&amp;#039;Buḥūru’l-alḥān. Āhanghā wa āwāzhā&amp;#039;&amp;#039; ({{fa|بحور الالحان. آهنگها و آوازها|de=Die Meere/Metren der Melodien. Melodien und Gesangsmodi}}), Bombay 1905 (persisch).&lt;br /&gt;
* Ella Zonis: &amp;#039;&amp;#039;Classical Persian Music. An Introduction&amp;#039;&amp;#039;. Harvard University Press, Cambridge MA 1973, ISBN 0-674-13435-4&lt;br /&gt;
* Ella Zonis: &amp;#039;&amp;#039;Contemporary Art Music in Persia&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Musical Quarterly&amp;#039;&amp;#039;. Jg. 51, Nr. 4 (Oktober 1965), S. 636–648. {{JSTOR|741053}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.lianrecords.com/pgs/p_m_theory.html Lian Records: &amp;#039;&amp;#039;Persian Music Theory&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Beispiel einer Solodarbietung auf einer &amp;#039;&amp;#039;[[Setar (Saiteninstrument)|Setār]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Ahmad Ebādi]] in folgenden Dastgahs: [http://www.iranian.com/ram/Ebadi/1.ram &amp;#039;&amp;#039;Segāh&amp;#039;&amp;#039;], [http://www.iranian.com/ram/Ebadi/2.ram &amp;#039;&amp;#039;Chahārgāh&amp;#039;&amp;#039;], [http://www.iranian.com/ram/Ebadi/3.ram &amp;#039;&amp;#039;Homāyoun&amp;#039;&amp;#039;], [http://www.iranian.com/ram/Ebadi/4.ram &amp;#039;&amp;#039;Esfahān&amp;#039;&amp;#039;], [http://www.iranian.com/ram/Ebadi/5.ram &amp;#039;&amp;#039;Afshāri&amp;#039;&amp;#039;].&lt;br /&gt;
* [http://www.farsidjani.bplaced.com/mehrdad-farsidjani/new-page-2.html Mehrdad Farsidjani: &amp;#039;&amp;#039;Radif. Die Klassische Musik Irans&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Erläuterungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Aserbaidschan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Iran)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tonleiter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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