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	<title>Das Siegesfest - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T05:52:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2025-04-15T06:34:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das Siegesfest&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein 13-strophiges Gedicht, das im Mai 1803 von [[Friedrich von Schiller]] geschrieben und alsbald veröffentlicht worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;In: &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1804.&amp;#039;&amp;#039; S. 116–121&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Absicht des damals 44-Jährigen nach war es als ein „Tafellied“ gedacht, also als ein gedankenvolles Gesellschaftslied für eine gebildete Männerrunde.&amp;lt;ref&amp;gt;Laut Schillers Brief vom 24. Mai 1803 an [[Goethe]] für dessen sog. „Mittwochskränzchen“ (vgl. Georg Kurscheidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schiller. Werke und Briefe in zwölf Bänden. Band 1: Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-618-61210-9, S. 1104); Schiller verglich es insoweit mit seinem eigenen, kurz darauf entstandenen Lied &amp;#039;&amp;#039;[[An die Freude]]&amp;#039;&amp;#039; (ebd.).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Thema, aus dem ältesten europäischen Epos, aus der &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Homer]] stammend, ist entsprechend ernst: die [[Schalheit]] (Hohlheit, Hinfälligkeit) [[krieg]]erischer Siege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese tut Schiller an einem fiktiven Siegesfest dar&amp;lt;ref&amp;gt;Homers „Ilias“ endet vor der Eroberung der Stadt Troja.&amp;lt;/ref&amp;gt;, das die nach dem  [[Trojanischer Krieg|Trojanischen Krieg]] siegreich mit ihrer Flotte heimfahrenden Griechen feiern, nachdem sie endlich, nach zehnjähriger Belagerung, die mächtige Stadt [[Troja]] erobert, verbrannt und geplündert haben, die Männer erschlagen und die Frauen versklavt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::&amp;#039;&amp;#039;[[Priamos|Priams]] Feste war gesunken,&amp;lt;br&amp;gt;Troja lag in Schutt und Staub,&amp;lt;br&amp;gt;Und die Griechen, siegestrunken,&amp;lt;br&amp;gt;Reich beladen mit dem Raub,&amp;lt;br&amp;gt;Saßen auf den hohen Schiffen,&amp;lt;br&amp;gt;Längs des [[Hellespont]]os Strand,&amp;lt;br&amp;gt;Auf der frohen Fahrt begriffen&amp;lt;br&amp;gt;Nach dem schönen Griechenland.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
::::&amp;#039;&amp;#039;Stimmet an die frohen Lieder!&amp;lt;br&amp;gt;Denn dem väterlichen Herd&amp;lt;br&amp;gt;Sind die Schiffe zugekehrt,&amp;lt;br&amp;gt;Und zur Heimath geht es wieder.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::&amp;#039;&amp;#039;Und in langen Reihen, klagend&amp;lt;br&amp;gt;Saß der Trojerinnen Schaar,&amp;lt;ref&amp;gt;Zu diesem Motiv vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[Die Troerinnen]]&amp;#039;&amp;#039; des Euripides.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Schmerzvoll an die Brüste schlagend,&amp;lt;br&amp;gt;Bleich, mit aufgelöstem Haar;&amp;lt;br&amp;gt;In das wilde Fest der Freuden&amp;lt;br&amp;gt;Mischten sie den Wehgesang,&amp;lt;br&amp;gt;Weinend um das eigne Leiden&amp;lt;br&amp;gt;In des Reiches Untergang.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
::::&amp;#039;&amp;#039;Lebe wohl, geliebter Boden!&amp;lt;br&amp;gt;Von der süßen Heimath fern&amp;lt;br&amp;gt;Folgen wir dem fremden Herrn.&amp;lt;br&amp;gt;Ach, wie glücklich sind die Todten!&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieses Versmaß hält sich jede Strophe, zunächst wird immer acht Zeilen lang (in [[Reim#Reime nach der Silbenzahl|weiblichen, dann männlichen]] [[Kreuzreim]]en) ein Schicksalsaspekt angesprochen, dann folgen, davon abgesetzt, vier résumierende Zeilen in [[Reim#Umarmender Reim, Blockreim|umarmenden Reimen]]. Man kann den einzelnen oft ergreifenden Strophen jeweils ein besonderes Motiv zuordnen: &amp;#039;&amp;#039;Die Wenigsten kehren überhaupt zurück, – Viele sind daheim nicht mehr willkommen. – Wer verloren hat, erntet auch nur, was er gesät hat. – Die Besten sind geblieben, – und nicht selten haben sie sich selbst ums Leben gebracht. – Bleiben wird keinem das Leben, allenfalls der große Name, – und dem, der die Seinen beschirmen wollte, einzig diese Ehre. – Bei den grässlichen Erinnerungen hilft nur der Wein – und das gezielte Vergessen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre der Schlussstrophe wird der gefangenen trojanischen Seherin [[Kassandra (Mythologie)|Kassandra]] in den Mund gelegt, auf der – wie Schillers Leser oder Sänger von 1804 sehr wohl wussten – der [[Fluch]] lag, stets alles richtig vorauszusehen, ohne dass ihr aber je einer glauben werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::&amp;#039;&amp;#039;Und von [[Apoll|ihrem Gott]] ergriffen,&amp;lt;br&amp;gt;Hub sich jetzt die Seherin,&amp;lt;br&amp;gt;Blickte von den hohen Schiffen&amp;lt;br&amp;gt;Nach dem Rauch der Heimath hin:&amp;lt;br&amp;gt;Rauch ist alles ird’sche Wesen;&amp;lt;br&amp;gt;Wie des Dampfes Säule weht,&amp;lt;br&amp;gt;Schwinden alle Erdengrößen,&amp;lt;br&amp;gt;Nur die Götter bleiben stät.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
::::&amp;#039;&amp;#039;Um das Roß des Reiters schweben,&amp;lt;br&amp;gt;Um das Schiff die Sorgen her;&amp;lt;br&amp;gt;Morgen können wir’s nicht mehr,&amp;lt;br&amp;gt;Darum laßt uns heute leben!&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schiller lässt es Kassandra sagen, und damit: Keiner wird dies beherzigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Rezeption ==&lt;br /&gt;
Nach der großen deutschen Tradition des evangelischen Kirchenliedes im 16./17. Jahrhundert, das vielen Empfindungen Stimme gegeben hatte, war seit der [[Aufklärung (Literatur)#Aufklärung in Deutschland|Aufklärung]] das &amp;#039;&amp;#039;weltliche&amp;#039;&amp;#039; Besinnungslied eine gern akzeptierte Form, etwa bei den [[Freimaurer]]- und [[Studentenlied]]ern. Einen großen Hallraum gaben diesem Gedicht nicht nur Schillers Wortgewalt, sein damals auf dem Höhepunkt stehender Ruhm und sein baldiger Tod (1805), sondern auch die kriegerische Zeit. Der Sieger dieser Jahre war [[Napoléon I.|Napoleon]], nach dem [[Schlacht von Marengo|Triumph von Marengo]] hatte er 1802 für Frankreich auch den [[2. Koalitionskrieg]] mit einem Siegfrieden beendet – aber mehr und mehr Kriege sollten folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem aufkommenden deutschen [[Chauvinismus]] und [[Imperialismus]] im späten 19. Jahrhundert war der [[Pazifismus|pazifistische]] Impuls des Gedichtes nicht vereinbar; so trat seine Botschaft zurück; nach schweren Niederlagen wurde es allerdings wieder gelesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* Georg Kurscheidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schiller. Werke und Briefe in zwölf Bänden. Band 1: Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-618-61210-9, S. 343–347&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.autoren-gedichte.de/schiller/das-siegesfest.htm &amp;#039;&amp;#039;Das Siegesfest&amp;#039;&amp;#039; von Friedrich Schiller]&lt;br /&gt;
* [https://www.projekt-gutenberg.org/schiller/gedichte/chap056.html Projekt Gutenberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Kriegsliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pazifismus]]&lt;/div&gt;</summary>
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