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	<title>Das Kaffeehaus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Das_Kaffeehaus&amp;diff=997213&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.3</title>
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		<updated>2023-04-08T16:27:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.3&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Drama&lt;br /&gt;
|T = Das Kaffeehaus&lt;br /&gt;
|OT = La bottega del caffè&lt;br /&gt;
|Gattung = [[Lustspiel]] in drei Akten&lt;br /&gt;
|OS = [[Italienische Sprache|Italienisch]]&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsch von Herbert Meier. {{Webarchiv|text=www.vvb.de |url=http://www.vvb.de/werke/data/2691/showWerk |wayback=20110711173243 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.felix-bloch-erben.de/index.php5/pid/192/stueck/Kaffeehaus/Action/showPlay/fbe/101/ www.felix-bloch-erben.de – weitere deutsche Fassung von Lola Lorme]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Autor = [[Carlo Goldoni]]&lt;br /&gt;
|LitVorl =&lt;br /&gt;
|EJahr = 1750&lt;br /&gt;
|UA = 2. Mai 1750&lt;br /&gt;
|UAort = [[Mantua]]&lt;br /&gt;
|OrtZeit = [[Venedig]], 18. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|Pers = *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eugenio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Kaufmann&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vittoria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seine Ehefrau&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Graf Leandro/Flaminio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Hochstapler und Falschspieler&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lisaura&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Tänzerin und Geliebte Flaminios&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Placida&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Flaminios Ehefrau&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pandolfo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Spielcasinobesitzer&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Don Marzio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Adeliger aus [[Neapel]]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ridolfo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Kaffeehausbesitzer&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trappola&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Freund des Ridolfo&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das Kaffeehaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: {{lang|it|&amp;#039;&amp;#039;La bottega del caffè&amp;#039;&amp;#039;}}) ist eine Prosa[[komödie]] in drei [[Akt (Theater)|Akten]] von [[Carlo Goldoni]], die im April 1750 entstand und am 2. Mai [[Literaturjahr 1750|1750]] in [[Mantua]] uraufgeführt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.classicitaliani.it/intro_pdf/Goldoni/intro027.pdf |wayback=20170610193810 |text=Classici italiani |archiv-bot=2023-04-08 16:27:58 InternetArchiveBot }} (PDF; 23&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
Ort der Handlung ist ein kleiner Platz, eine {{lang|it|&amp;#039;&amp;#039;Piazzetta&amp;#039;&amp;#039;}} in [[Venedig]], an dem ein [[Spielcasino]], eine [[Herberge]] und ein [[Kaffeehaus]] liegen, das von dem rechtschaffenen Ridolfo geleitet wird, einem ehemaligen Diener, der sich mit Hilfe seines alten Dienstherrn selbstständig gemacht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ihn und seine Kunden dreht sich das Stück: um den jungen Kaufmann Eugenio, den Sohn von Ridolfos früherem Brotherren, der sein Vermögen verspielt und seine junge Frau Vittoria vernachlässigt. Daher ist er mit ihr zerstritten. Fortwährend wird er von Flaminio aus [[Turin]], der als Graf Leandro auftritt und dem unerfahrenen Eugenio beim Spielen das Geld abnimmt, betrogen. Die Tänzerin Lisaura, der der falsche Graf Leandro die Ehe versprochen hat, obgleich er mit Placida verheiratet ist, stellt die nächste Handlungsfigur dar. Weitere Akteure sind der geldgierige Spielhöllenbesitzer Pandolfo und schließlich der aufdringliche, geschwätzige Don Marzio, ein [[Neapel|neapolitanischer]] [[Adliger]], der selbst vor Verleumdungen nicht zurückschreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer beim Spiel durchzechten Nacht kommt Eugenio übelgelaunt ins Kaffeehaus. Er hat wieder einmal alles verloren, ja er muss sogar noch Spielschulden begleichen. In der Notlage springt der gute Kaffeehausbesitzer Ridolfo ein, macht Eugenio aber Vorhaltungen wegen seines liederlichen Lebenswandels. Da erscheint, als Pilgerin verkleidet, die unglückliche Placida, die ihren durchgebrannten Ehemann Flaminio in [[Venedig]] vermutet.&lt;br /&gt;
[[Datei:La bottega del caffè.jpg|mini|Zeitgenössische Kaffeehausszene des 18. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
Eugenio bietet ihr seine Hilfe an und bringt sie in der Herberge unter. Inzwischen hat sich auch Vittoria im Schutz eines Maskenkostüms auf die Suche nach ihrem Eugenio gemacht. Mit Schrecken sieht sie, dass dieser ihre Ohrringe an Don Marzio verpfändet hat, der sie nun überall herumzeigt. Der hinzukommende Eugenio erkennt seine maskierte Frau nicht und will sie einladen, worauf sie sich zu erkennen gibt und droht, ihn zu verlassen und ihre Mitgift zurückzufordern. Eugenio ist aber noch lange nicht von seinem Laster geheilt und bald wieder gezwungen, um Geld zu betteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch diesmal erweist sich der treue Ridolfo als Retter in der Not, obgleich dies nur bewirkt, dass der Unverbesserliche nochmals an den [[Spieltisch]] zurückkehrt. Als er nun eine kleine Summe gewinnt, lädt er alle Anwesenden großzügig zum Essen ein. Doch die allgemeine Freude in der Tafelrunde wird durch das Auftreten von Placida gestört, die von draußen die Stimme ihres treulosen Flaminio erkannt hat. Auch die verzweifelte Vittoria erscheint wieder auf der Bildfläche und bietet ihrem Mann mutig die Stirn, als er gegen sie handgreiflich werden will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der allgemeinen Verwirrung ist es wieder der gute Ridolfo, der Frieden stiftet und die zerstrittenen Paare aussöhnt. Inzwischen wird der Spielhöllenbesitzer Pandolfo betrügerischer Machenschaften verdächtigt und kann dank der Geschwätzigkeit des Don Marzio überführt werden. Pandolfo landet im [[Gefängnis]]; aber der allgemeine Unmut richtet sich nicht gegen ihn, sondern gegen den [[Denunziant]]en, der nun, als &amp;quot;Spion&amp;quot; angeprangert, die Stadt unter Schimpf und Schande verlassen&lt;br /&gt;
muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung im Gesamtwerk Goldonis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alessandro Longhi - Ritratto di Carlo Goldoni (c 1757) Ca Goldoni Venezia.jpg|mini|hochkant|Carlo Goldoni (Porträt von [[Alessandro Longhi (Maler)|Alessandro Longhi]])]]&lt;br /&gt;
Primär ging es Goldoni darum, das farbenfrohe und lebhafte Milieu einer in erster Linie bürgerlichen Gesellschaft vorzustellen. Sein nächstes Ziel war es nach dem mäßigen Erfolg des vorangegangenen Stückes (in der Übersetzung des 18. Jahrhunderts &amp;#039;&amp;#039;Die rachsüchtigen Weiber&amp;#039;&amp;#039;, gemeint ist aber wohl &amp;#039;&amp;#039;Damenklatsch&amp;#039;&amp;#039;, {{lang|it|&amp;#039;&amp;#039;I pettegolezzi delle donne&amp;#039;&amp;#039;}}) die „Einheit des Ortes“ zu wahren, obwohl er weiterhin an seinem Erfolg zweifelte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Diesesmal werden die unerbittlichen Kunstrichter wohl mit mir zufrieden seyn müssen; aber werden sie es auch mit der Einheit der Handlungen seyn? Werden sie nicht finden, daß der Stoff des Stücks zusammengesetzt, und das Interesse getheilt ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Carlo Goldoni: &amp;#039;&amp;#039;Goldoni über sich selbst und die Geschichte seines Theaters&amp;#039;&amp;#039;, 2. Theil, aus dem Französischen übersetzt und mit einigen Anmerkungen versehen von Georg Schaz, Verlag der Dykischen Buchhandlung, Leipzig 1788, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er selbst sah sich als glücklich an, weil es ihm gelungen sei, mehrere Handlungen an einem Ort in eine wesentliche Verbindung zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Hösle ordnete Carlo Goldoni in diesem Zusammenhang folgendermaßen ein: „Der Venezianer hat zwar nur selten wie die großen französischen [[Aufklärung|Aufklärer]] [[Polemik|polemisch]] und engagiert zu den gesellschaftlichen Fragen und Konflikten seiner Zeit Stellung genommen, aber er hat sie wie nur wenige andere in Bühnenhandlung umgesetzt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Hösle: &amp;#039;&amp;#039;Carlo Goldoni. Sein Leben, sein Werk, seine Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München 1993, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Hermann Wiegmann sah Goldoni mit dieser Komödie „als Theatermann durch und durch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Wiegmann: &amp;#039;&amp;#039;Abendländische Literaturgeschichte. Die Literatur in Westeuropa von der griechischen und römischen Dichtung der Antike bis zur modernen englischen, französischen, spanischen, italienischen und deutschen Literatur. &amp;#039;&amp;#039;Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2003, S. 367.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Casa goldoni.jpg|mini|hochkant|Palazzo Centani, Geburtshaus Goldonis in Venedig]]&lt;br /&gt;
Somit ist Goldoni noch kein moderner Bühnendichter im eigentlichen Sinn, er setzt sich jedoch immer kritikbewusst mit dem noch eminent vom Adelsdünkel geprägten sozialen Klima seiner Geburtsstadt Venedig auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldoni selbst war von dem Erfolg seines Stücks angetan: „Dieses Lustspiel erhielt einen glänzenden Beyfall: die Vereinigung und der Contrast der Charaktere konnten ihre Wirkung nicht verfehlen. Der Charakter des Verläumders wurde auf mehrere bekannte Personen ausgedeutet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carlo Goldoni: &amp;#039;&amp;#039;Goldoni über sich selbst und die Geschichte seines Theaters.&amp;#039;&amp;#039; 2. Theil, aus dem Französischen übersetzt und mit einigen Anmerkungen versehen von Georg Schaz, Verlag der Dykischen Buchhandlung, Leipzig 1788, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine dieser Personen hätte sich besonders ihm gegenüber entrüstet und ihm gar mit einem [[Duell]] gedroht. Da man allerdings eher neugierig auf die von Goldoni versprochenen 16 Stücke in einem Jahr war, schenkte der vermeintlich Beleidigte ihm „großmütig“ das Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hintergrund dieser Aussage Goldonis war seine {{lang|fr|„Tour de force“}}, als er in der Spielzeit 1750/51 seinem Impresario Medebach vertraglich die Inszenierung von 16 neuen Stücken am [[Teatro Sant’Angelo]] zusagte – darunter einige seiner besten Werke, neben dem besagten {{lang|it|&amp;#039;&amp;#039;La bottega del caffè&amp;#039;&amp;#039;}} auch {{lang|it|&amp;#039;&amp;#039;Il bugiardo&amp;#039;&amp;#039;}} (&amp;#039;&amp;#039;Der Lügner&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Hösle: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte der italienischen Literatur&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 1995, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ekkehard Eickhoff: &amp;#039;&amp;#039;Venedig, spätes Feuerwerk: Glanz und Untergang der Republik, 1700-1797&amp;#039;&amp;#039;. Klett-Cotta, Stuttgart 2006, S. 165.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits [[Gotthold Ephraim Lessing]] empfand, dass [[Voltaire]] bei seinem Stück &amp;#039;&amp;#039;[[Das Kaffeehaus oder die Schottländerin]]&amp;#039;&amp;#039; deutliche Anleihen bei Goldoni gemacht habe, so sei Don Marzio das „Urbild des Frélon“. Wäre Marzio jedoch lediglich ein „bösartiger Kerl“, so sei Frélon „zugleich ein elender Skribent“, den Voltaire von einem ihm selbst verhassten Journalisten ähnlichen Namens abgeleitet habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Lessings Werke. Herausgegeben von Georg Witkowski. Kritisch durchgesehene und erläuterte Ausgabe. 4. Band, = &amp;#039;&amp;#039;Laokon oder über die Grenzen der Mahlerey und Poesie. Hamburgische Dramaturgie&amp;#039;&amp;#039;, 1. Theil, Voß, Berlin, 1766; Bibliographisches Institut, Leipzig/Wien 1911, S. 391f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der modernen sozialen Analyse der Rolle des &amp;#039;&amp;#039;Don Marzio&amp;#039;&amp;#039; kann man jedoch auch folgern, dass dieser durch die „Enteignung der Sprache“ zum „primär zerstörerischen Motor der Handlung“ wird,&amp;lt;ref&amp;gt;Iris Hafner: &amp;#039;&amp;#039;Ästhetische und soziale Rolle. Studien zur Identitätsproblematik im Theater Carlo Goldonis&amp;#039;&amp;#039;. Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1994, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt; ohne den jedoch das Stück seine Auflösung nicht erfahren würde.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Otto-stamp.jpg|mini|hochkant|Hans Otto, Briefmarke der DDR, 1975]]&lt;br /&gt;
[[Dino Buzzati]] ließ in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Un amore&amp;#039;&amp;#039; (1964) &amp;#039;&amp;#039;La bottega del cafe&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
eine bewusste Würdigung erfahren: Als Antonio Laide in ihrer Wohnung besuchen will, trifft er diese nicht an. Um sich die Zeit zu vertreiben, blättert er kurz in einem [[Mickey Mouse|Topolino]]-Comic und schaut sich im Fernsehen das besagte Stück an.&amp;lt;ref&amp;gt;Antonella Wittschier: &amp;#039;&amp;#039;Neue Wege zu Dino Buzzati&amp;#039;&amp;#039;. [[Peter Lang Verlag]], Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2010, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antonella Wittschier sieht dann auch die Parallelen beider Werke. „Das Venedig des Settecento und die [[Metropole]] [[Mailand]] des Novecento liegen zudem auf einer (...) [[oberitalien]]ischen Achse der Dominanz, der Progressivität und der Zukunft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Antonella Wittschier: &amp;#039;&amp;#039;Neue Wege zu Dino Buzzati&amp;#039;&amp;#039;. [[Peter Lang Verlag]], Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2010, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; Indem Buzzati für seinen Protagonisten Antonio Dorigo die Darstellungsform des populären Fernsehens wählt, setzt er gleichsam ein literarisches Signal für die Moderne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutschsprachige Schauspieler, die mit den Rollen des Stückes besonderen Erfolg hatten, waren beispielsweise [[Hans Otto]] Mitte der 1920er Jahre als &amp;#039;&amp;#039;Eugenio&amp;#039;&amp;#039; bei den Kammerspielen in [[Hamburg]],&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Liebe: &amp;#039;&amp;#039;Verehrt, verfolgt, vergessen. Schauspieler als Naziopfer&amp;#039;&amp;#039;. Mit Audio-CD, Beltz, Weinheim 2005, S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Charakterdarsteller [[Erich Fiedler]] als &amp;#039;&amp;#039;Graf Leandro&amp;#039;&amp;#039; während der 1930er Jahre im Ensemble der Komischen Oper in [[Berlin]]&amp;lt;ref&amp;gt;Horst O. Hermanni: &amp;#039;&amp;#039;Von Dorothy Dandridge bis Willy Fritsch: Das Film ABC&amp;#039;&amp;#039;. Norderstedt 2009, S. 305.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Margit Carstensen]] 1969 in der Rolle der &amp;#039;&amp;#039;Vittoria&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.steffi-line.de/archiv_text/nost_buehne/03c_carstensen.htm&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Darsteller, die in ihrer Vita ausdrücklich auf ihre Rolle darin verweisen, sind [[Michael Dangl]], [[Nicolaus-Johannes Heyse]], [[Winfried Hübner]] und [[Uwe-Karsten Koch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Fotografie]] und [[Plakat]]kunst regte das Stück 1970 [[Frieder Grindler]] für das [[Zimmertheater Tübingen|Tübinger Zimmertheater]] in Anlehnung an die von [[John Heartfield]] entwickelte Bildsprache zu einer drastischen [[Fotomontage|Foto-Realmontage]] an, bei der bei einem [[Einstellungsgröße #Nahe Einstellungen (close-ups)|Close-up]] eines weiblichen Mundes die tropfende Tülle einer [[Kaffeekanne]] herausragte. Bei einer Ausstellung im [[Museum Folkwang]] in [[Essen]] im Mai 2011 wurde dieses Bild im Rahmen einer Ausstellung zur Plakatkunst Frieder Grindlers und [[Volker Pfüller]]s besonders hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Achim Lettmann: [http://www.wa.de/nachrichten/kultur-nrw/theaterplakate-grindler-pfueller-museum-folkwang-essen-1227295.html &amp;#039;&amp;#039;Theaterplakate von Grindler und Pfüller im Museum Folkwang Essen.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Westfälischer Anzeiger]]. 2. Mai 2011. Abgerufen am 3. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adaptionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ritrat ad Rainer Werner Fassbinder SW.svg|mini|hochkant|Rainer Werner Fassbinder]]&lt;br /&gt;
Eine erste Fernsehadaption erfolgte im deutschsprachigen Raum [[Filmjahr 1964|1964]] durch [[Hermann Leitner]], in der [[Christian Wolff (Schauspieler)|Christian Wolff]] den &amp;#039;&amp;#039;Eugenio&amp;#039;&amp;#039; verkörperte, [[Monika Peitsch]] die &amp;#039;&amp;#039;Vittoria&amp;#039;&amp;#039; und [[Hans Clarin]] die Nebenrolle des &amp;#039;&amp;#039;Trappolo&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.imdb.com/title/tt1281848/fullcredits#cast&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rainer Werner Fassbinder]] adaptierte das Stück in der Folge seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Antiteater]]&amp;#039;&amp;#039;-Konzeptionen sowohl für die Bühne als auch für das Fernsehen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Barnett: &amp;#039;&amp;#039;Rainer Werner Fassbinder And the German Theatre.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge/New York 2005, S. 130.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Stück erfuhr in der modernisierten Inszenierung von Fassbinder und [[Peer Raben]] im September 1969 am [[Theater Bremen|Schauspielhaus Bremen]]&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.deutsches-filmhaus.de/bio_reg/f_bio_regiss/fassbinder_leben.htm&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Darstellern aus [[Bremen]] und der [[Antiteater|Antiteater-Gruppe]] insbesondere eine Umdeutung der Rolle des &amp;#039;&amp;#039;Don Marzio&amp;#039;&amp;#039;, der bei ihm mehr zu einer [[Melancholie|melancholischen]] Figur im Stile [[Arthur Schnitzler]]s wurde. Das Stück bildete die Basis für die Fernsehproduktion, die auf Video in einem Studio des [[WDR]] in [[Köln]] im Februar 1970 aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.deutsches-filmhaus.de/filme_einzeln/f_einzeln/fassbinder/fassbinder_k-l/kaffeehaus_das.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fassbinderfoundation.de/node.php/de/news_detail/200]{{Toter Link|date=2018-04 |archivebot=2018-04-05 16:20:29 InternetArchiveBot |url=http://www.fassbinderfoundation.de/node.php/de/news_detail/200 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es war somit Fassbinders sechster Spielfilm.&amp;lt;ref&amp;gt;Wallace Steadman Watson: &amp;#039;&amp;#039;Understanding Rainer Werner Fassbinder: film as private and public art.&amp;#039;&amp;#039; The University of South California Press, Columbia 1996, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Brigitte Peucker: &amp;#039;&amp;#039;A Companion to Rainer Werner Fassbinder.&amp;#039;&amp;#039; Wiley-Blackwell, Oxford 2012, S. 521.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jane Shattuc: &amp;#039;&amp;#039;Television, tabloids, and tears: Fassbinder and popular culture.&amp;#039;&amp;#039; University of Minnesota Press, Minneapolis 1994, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter W. Jansen]], [[Wolfram Schütte]]: &amp;#039;&amp;#039;Rainer Werner Fassbinder&amp;#039;&amp;#039; (Fischer Cinema; 11318). 5. Aufl. Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt/M. 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Spaich: &amp;#039;&amp;#039;Rainer Werner Fassbinder. Leben und Werk&amp;#039;&amp;#039;. Beltz Verlag, Weinheim 1992&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitwirkende der Fernsehinszenierungen waren [[Margit Carstensen]] (&amp;#039;&amp;#039;Vittoria&amp;#039;&amp;#039;), [[Ingrid Caven]] (&amp;#039;&amp;#039;Placida&amp;#039;&amp;#039;), [[Hanna Schygulla]] (&amp;#039;&amp;#039;Lisaura&amp;#039;&amp;#039;), [[Kurt Raab]] (&amp;#039;&amp;#039;Don Marzio&amp;#039;&amp;#039;), [[Harry Baer]] (&amp;#039;&amp;#039;Eugenio&amp;#039;&amp;#039;), [[Günther Kaufmann]] (&amp;#039;&amp;#039;Leander&amp;#039;&amp;#039;), [[Peter Moland]] (&amp;#039;&amp;#039;Pandolfo&amp;#039;&amp;#039;) und Peer Raben (&amp;#039;&amp;#039;Ridolfo&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.imdb.com/title/tt0065930/fullcredits#cast&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausgestrahlt wurde die Produktion erstmals am 18. Mai [[Filmjahr 1970|1970]] auf [[WDR 3]] (weitere Sendungen im [[Hessischer Rundfunk|Hessischen Rundfunk]] und im [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunk]] folgten) und nach Italien, Polen, Frankreich und in die Vereinigten Staaten verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neu inszeniert wurde Fassbinders Theateradaption im Vorfeld von Goldonis 300. Geburtstag 2006 im Rahmen der 38. [[Biennale di Venezia|Biennale di Teatro]] in Venedig im &amp;#039;&amp;#039;Teatro delle Tese Vergini&amp;#039;&amp;#039; durch [[Ferdinando Bruni]] und [[Elio de Capitani]].&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Lettenbauer: [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/526019/ &amp;#039;&amp;#039;Das Kaffeehaus. Die 38. Biennale di Teatro in Venedig bringt Rainer Werner Fassbinders Goldoni-Adaption auf die Bühne.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Deutschlandradio]], 28. Juli 2006. Abgerufen am 3. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;5 Stücke von Goldoni&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Italienischen übersetzt von H. C. Artmann. Mit einem Nachwort von Franz Schuh. Residenz Verlag, Salzburg 2001.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/rezension-belletristik-die-gefuehlte-mittagsglocke-183965.html Rezension: „Die gefühlte Mittagsglocke“.] In: [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]], 25. Oktober 2002, Nr. 248, S. 36. Abgerufen am 2. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Richard Bletschacher: &amp;#039;&amp;#039;Carlo Goldoni. Zur 300. Wiederkehr seines Geburtstages am 25. Februar 1707.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Ausflüge. Einundzwanzig Essays : Geschichte, Literatur und bildende Künste betreffend.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 2010, S. 174ff.&lt;br /&gt;
* Elettra Ercolino: &amp;#039;&amp;#039;Carlo Goldoni, La bottega del caffè.&amp;#039;&amp;#039; Rizzoli 2003.&lt;br /&gt;
* [[Rainer Werner Fassbinder]]: &amp;#039;&amp;#039;Antitheater: Fünf Stücke nach Stücken.&amp;#039;&amp;#039; (nach Goethe: Iphigenie auf Tauris; nach Sophokles: Ajax; nach Gay: Die Bettleroper; nach Goldoni: das Kaffeehaus; nach Lope de Vega: Das brennende Haus), Verlag der Autoren, Frankfurt am Main 1986.&lt;br /&gt;
* Johannes Hösle: &amp;#039;&amp;#039;Carlo Goldoni. Sein Leben, sein Werk, seine Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München 1993.&lt;br /&gt;
*Roberto Alonge: &amp;#039;&amp;#039;Goldoni. Dalla commedia dell&amp;#039;arte al dramma borghese&amp;#039;&amp;#039;. Garzanti, Mailand 2004.&lt;br /&gt;
*Robert Fajen: &amp;#039;&amp;#039;Die Verwandlung der Stadt. Venedig und die Literatur im 18. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Fink, Paderborn 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.archive.org/stream/carlogoldoniaufd00mathuoft/carlogoldoniaufd00mathuoft_djvu.txt Ludwig Mathar: &amp;#039;&amp;#039;Carlo Goldoni auf dem deutschen Theater des XVIII. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Inauguraldissertation der philosophischen Fakultät Sekt. I der-Ludwig-Maximilians-Universität München. 1909] auf [[Archive.org]]&lt;br /&gt;
* [http://www.fassbinderfoundation.de/de/filme_detail.php?id=9 &amp;#039;&amp;#039;Das Kaffeehaus&amp;#039;&amp;#039;], Film- und Hintergrundinformationen, Rainer Werner Fassbinder Foundation, Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kaffeehaus, Das}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Carlo Goldoni]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Italienisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komödie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Venedig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Commedia dell’arte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:La bottega del caffè (Goldoni)]]&lt;/div&gt;</summary>
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