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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Daptomycin</id>
	<title>Daptomycin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T12:37:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Daptomycin&amp;diff=1197378&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Antonsusi: /* top */ Vorlagenfix: Entferne veraltete Parameter mit AWB</title>
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		<updated>2026-03-01T14:21:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;top: &lt;/span&gt; Vorlagenfix: Entferne veraltete Parameter mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Protein&lt;br /&gt;
|Name            = &lt;br /&gt;
|Bild            = Daptomycin_1XT7.png&lt;br /&gt;
|Bild_legende    = Stäbchenmodell nach {{PDB|1XT7}} (NMR)&lt;br /&gt;
|PDB             = &amp;lt;!-- {{PDB2|1YY1}}, {{PDB2|ABCD}} --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Groesse         = 11 Aminosäuren, 1621&amp;amp;nbsp;Da&lt;br /&gt;
|Kofaktor        = &lt;br /&gt;
|Precursor       = &lt;br /&gt;
|Struktur        = &lt;br /&gt;
|Isoformen       = &lt;br /&gt;
|HGNCid          = &lt;br /&gt;
|Symbol          = &lt;br /&gt;
|AltSymbols      = &lt;br /&gt;
|OMIM            = &lt;br /&gt;
|UniProt         = &lt;br /&gt;
|MGIid           = &lt;br /&gt;
|CAS             = {{CASRN|103060-53-3|KeinCASLink=1}}&lt;br /&gt;
|CASergänzend    = &lt;br /&gt;
|ATC-Code        = {{ATC|J01|XX09}}&lt;br /&gt;
|DrugBank        = BTD00111&lt;br /&gt;
|Wirkstoffklasse = [[Antibiotikum]]&lt;br /&gt;
|TCDB            = &lt;br /&gt;
|TranspText      = &lt;br /&gt;
|EC-Nummer       = &lt;br /&gt;
|Kategorie       = &lt;br /&gt;
|Peptidase_fam   = &lt;br /&gt;
|Inhibitor_fam   = &lt;br /&gt;
|Reaktionsart    = &lt;br /&gt;
|Substrat        = &lt;br /&gt;
|Produkte        = &lt;br /&gt;
|Homolog_fam     = &lt;br /&gt;
|Taxon           = &lt;br /&gt;
|Taxon_Ausnahme  = &lt;br /&gt;
|Orthologe       = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daptomycin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Antibiotikum]] und der erste auf dem Markt befindliche Vertreter der Gruppe der cyclischen Lipopeptide. Daptomycin ist der aktuell am stärksten bakterizide antibiotische Wirkstoff auf dem Markt. Der [[Arzneistoff]] wird vor allem bei Haut- und Weichteilinfektionen mit [[Gram-Färbung|grampositiven]] &amp;#039;&amp;#039;Problemkeimen&amp;#039;&amp;#039; (zum Beispiel [[Methicillin|Methicillin-resistenter &amp;#039;&amp;#039;Staphylococcus aureus&amp;#039;&amp;#039;]], kurz MRSA) eingesetzt. Zurzeit (12/2009) ist der Wirkstoff in der Regel auch dann noch wirksam, wenn Reserveantibiotika wie [[Linezolid]] oder [[Vancomycin]] aufgrund von Resistenzen zu einem Therapieversagen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Daptomycin.svg|mini|Strukturformel]]&lt;br /&gt;
Daptomycin ist ein [[Cyclopeptide|zyklisches]] [[Lipopeptid]]. Es besteht aus einem Aminosäurering und einer Decanoyl-Seitenkette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsmechanismus ==&lt;br /&gt;
Daptomycin wirkt bakterizid. Das Lipopeptid wird Calcium-abhängig in die [[Zellmembran]] von grampositiven Bakterien eingebaut. Dadurch kommt es zur Ausbildung von Membranporen, durch die vor allem Kalium-Ionen ausströmen. Damit entsteht eine [[Depolarisation (Physiologie)|Depolarisation]] des [[Membranpotential]]s. Weiterhin wird nach experimentellen Befunden&amp;lt;ref&amp;gt;La Plante K.L., Rybak M.J. &amp;#039;&amp;#039;Daptomycin - a novel antibiotic against Gram-positive pathogens&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Expert Opin Pharmacother]]&amp;#039;&amp;#039;. 2004 Nov;5(11): 2321–2331.&amp;lt;/ref&amp;gt; die bakterielle DNA-, RNA- und Proteinsynthese gestört, was den bakteriziden Effekt der Substanz bedingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig und interessant ist, dass der Einbau der Poren ausschließlich in die Membran, nicht aber in die [[Zellwand]] erfolgt. Dadurch kommt es nicht zu einer Zelllyse. Daptomycin ist damit ein bakterizid wirksames Antibiotikum ohne Zelllyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftler der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universitäten Bonn]] und [[Universität_von_Amsterdam|Amsterdam]], der [[Ruhr-Universität Bochum]], der [[Newcastle University|Universität Newcastle]] und des [[Deutsches Zentrum für Infektionsforschung|Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF)]] haben 2016 in einer Studie nachgewiesen, dass Daptomycin die Zellwand-Synthese der Bakterien hemmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Online=http://www.pnas.org/content/early/2016/10/21/1611173113 |Titel=Daptomycin inhibits cell envelope synthesis by interfering with fluid membrane microdomains |Autor=Anna Müller, Michaela Wenzel, Tanja Schneider, Leendert W. Hamoen et al. |Sammelwerk=[[PNAS]] |Jahr=2016-10-24 |DOI=10.1073/pnas.1611173113}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakokinetik ==&lt;br /&gt;
Das Mittel muss [[intravenös]] verabreicht werden, da es [[enteral]] nicht ausreichend resorbiert wird. Dabei kann die Substanz als 30-Minuten-Infusion und als 2-Minuten-Injektion verabreicht werden. Es liegt als Pulver vor und sollte für 7–14 Tage einmal am Tag verabreicht werden (Dosierung siehe Beipackzettel). Eine Penetration der [[Blut-Hirn-Schranke|Blut-Hirn-]] und der [[Plazentaschranke]] erfolgt nur in geringem Ausmaß. Die Ausscheidung erfolgt vor allem unverändert [[Niere|renal]], so dass bei einem niereninsuffizienten Patienten eine Verlängerung des Dosierintervalls ([[Renale Clearance|Clearance]] &amp;lt; 30 ml/min) notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt eine konzentrationsabhängige Pharmakokinetik vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es finden keine nennenswerten Interaktionen mit den mischfunktionellen Oxidasen der Leber ([[Cytochrom P450|Cytochrom P450 Oxidasen]], CYPs) statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Daptomycin ist ausschließlich gegen Gram-positive Bakterien aktiv. Bei Verdacht auf Mischinfektionen mit Gram-negativen und/oder bestimmten anaeroben Bakterien, sollte Daptomycin nur gemeinsam mit entsprechenden Antibiotika angewendet werden. Zugelassene Indikationen sind:&amp;lt;ref&amp;gt;Fachinformation Cubicin.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen (cSSTI)&lt;br /&gt;
* Rechtsseitige infektiöse [[Endokarditis]] (RIE) aufgrund von &amp;#039;&amp;#039;[[Staphylococcus aureus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Staphylococcus aureus&amp;#039;&amp;#039;-[[Bakteriämie]], assoziiert mit RIE oder mit cSSTI.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Auswertung von nicht-interventionellen Studien CORE und EUCORE (CUBICIN Outcome Registry) stehen Daten für die Therapie der Rechts- und Linksseitigen Endokarditis, der Katheterassoziierten Bakteriämie sowie für die Therapie der [[Osteomyelitis]] zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daptomycin ist für die Therapie von [[Pneumonie]]n nicht geeignet, da es von Alveolar[[surfactant]] inaktiviert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Behandlung von Kindern mit Daptomycin stehen Daten zur Verfügung. Daptomycin ist für die Behandlung von Infektionen bei Kindern im Alter von 1 bis 17 Jahren zugelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nebenwirkungen ==&lt;br /&gt;
Es treten gelegentlich [[Obstipation]], Übelkeit, Reaktionen an der Injektionsstelle und Kopfschmerzen auf (je bei etwa 5 % der Behandelten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In sehr seltenen Fällen tritt unter Therapie eine Erhöhung der CPK ([[Creatin-Kinase|Kreatinphosphokinase]]) auf, die bis zum 5fachen toleriert werden kann. Ein weiterer Anstieg spricht für eine Skelettmuskelschädigung. So wurden während der Erprobung der Substanz in einer zweimal täglichen Dosierung bei einigen wenigen Patienten erhöhte CPK-Werte gemessen, in Einzelfällen kam es zur [[Rhabdomyolyse]] (Auflösung von Skelettmuskulatur&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.fachinfo.de/pdf/009597|titel=Fachinformation zu Cubicin (Daptomycin)|autor=Novartis, seit 1. Juni 2016 MSD SHARP &amp;amp; DOHME|hrsg=Novartis, seit 1. Juni 2016 MSD SHARP &amp;amp; DOHME|datum=November 2015|sprache=de|zugriff=2016-05-31|offline=ja|archiv-url=https://web.archive.org/web/20160531072819/http://www.fachinfo.de/pdf/009597|archiv-datum=2016-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Die CPK-Erhöhung wird in der einmal täglichen Dosierung sehr selten beobachtet.&lt;br /&gt;
Unter Therapie mit Daptomycin ist eine regelmäßige Kontrolle (einmal pro Woche) der CPK empfohlen. Zudem sollte bei gleichzeitiger Gabe von anderen Medikamenten, die ebenfalls mit einer CPK-Erhöhung einhergehen (zum Beispiel HMG-CoA-Reduktase-Hemmer, &amp;#039;&amp;#039;[[Statin]]e&amp;#039;&amp;#039;), eine engmaschigere Kontrolle der CPK erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Resistenzen ==&lt;br /&gt;
Da es sich um einen relativ neuen Arzneistoff handelt (Zulassung in Deutschland 2006), gibt es noch keine nennenswerte [[Antibiotikum-Resistenz|Resistenzproblematik]] gegenüber Daptomycin. Zwar sind aufgrund der von anderen Antibiotika abweichenden Struktur und des neuartigen Wirkungsmechanismus selten [[Kreuzresistenz]]en mit anderen derzeit auf dem Markt befindlichen Antibiotika (12/2009) zu beobachten. Jedoch konnte eine Studie, welche die Empfindlichkeit von &amp;#039;&amp;#039;Staphylococcus aureus&amp;#039;&amp;#039; gegenüber Daptomycin in Vancomycin-resistenten Isolaten untersuchte, zeigen, dass der Resistenzmechanismus bedingt durch die positive Nettoladung beider Substanzen zu Kreuzresistenzen führt, welche weiterhin zu Therapieversagen führen können.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Sakoulas, J. Alder, C. Thauvin-Eliopoulos, R. C. Moellering, G. M. Eliopoulos: &amp;#039;&amp;#039;Induction of daptomycin heterogeneous susceptibility in Staphylococcus aureus by exposure to vancomycin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Antimicrobial agents and chemotherapy.&amp;#039;&amp;#039; Band 50, Nummer 4, April 2006, S.&amp;amp;nbsp;1581–1585, {{DOI|10.1128/AAC.50.4.1581-1585.2006}}, PMID 16569891, {{PMC|1426932}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Staphylococcus aureus&amp;#039;&amp;#039; kann weiterhin durch Mutationen und regulatorische Anpassung seiner [[Zellmembran]] und [[Zellwand]] Resistenzen gegenüber Daptomycin erwerben.&amp;lt;ref&amp;gt;U. Bertsche, S. J. Yang, D. Kuehner, S. Wanner, N. N. Mishra, T. Roth, M. Nega, A. Schneider, C. Mayer, T. Grau, A. S. Bayer, C. Weidenmaier: &amp;#039;&amp;#039;Increased cell wall teichoic acid production and D-alanylation are common phenotypes among daptomycin-resistant methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA) clinical isolates.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;PloS one.&amp;#039;&amp;#039; Band 8, Nummer 6, 2013, S.&amp;amp;nbsp;e67398, {{DOI|10.1371/journal.pone.0067398}}, PMID 23785522, {{PMC|3681945}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handelsnamen ==&lt;br /&gt;
Daptomycin ist in Europa, Australien, Brasilien, USA unter dem Namen Cubicin im Handel erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.infektio.de/antiinfektiva/neueinführungen-kurzbeschreibungen/daptomycin/ Daptomycin - eine neue Therapieoption bei Infektionen mit grampositiven (Problem-) Keimen] (Zeitschrift für Chemotherapie, Heft 4, Berlin 2006)&lt;br /&gt;
* [http://www.medicom.cc/medicom-media/docs/pdfs/PDF-Sonderdruck/Sonderdruck_Novartis_IN-A2009.pdf Empfehlungen zum Einsatz von Daptomycin bei schweren Infektionen] (IntensivNews 2009)&lt;br /&gt;
* [http://www.aerztekammer-bw.de/25/10praxis/88arzneimitteltherapie/0917.pdf Therapieoptionen bei schweren Infektionen durch grampositive Erreger] (Chemotherapie-Journal 2009)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Steenbergen, J.N., &amp;#039;&amp;#039;et al.&amp;#039;&amp;#039; (2005): &amp;#039;&amp;#039;Daptomycin: a lipopeptide antibiotic for the treatment of serious Gram-positive infections.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J. Antimicrob. Chemother.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 55, S. 283–288. PMID 15705644 [http://jac.oxfordjournals.org/cgi/reprint/55/3/283.pdf PDF].&lt;br /&gt;
* V. G. Fowler et al.: &amp;#039;&amp;#039;Daptomycin versus standard therapy for bacteremia and endocarditis caused by Staphylococcus aureus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;New England Journal of Medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 335, 2006, S. 653–665.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4555516-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arzneistoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Peptid-Antibiotikum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Cyclopeptid]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Antonsusi</name></author>
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