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	<title>Danzers Orpheum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T15:30:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Danzers_Orpheum&amp;diff=1981778&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Martin Demel: /* Neue Wiener Bühne */Richtigstellung (Namensgleichheit).</title>
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		<updated>2025-09-26T10:11:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Neue Wiener Bühne: &lt;/span&gt;Richtigstellung (Namensgleichheit).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Vienna Wasagasse33.jpg|mini|Danzers Orpheum, erhaltene Fassade in der Wasagasse 33]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Wiener Buhne01.jpg|mini|Die Bühne nach Gabor Steiners Renovierung seit 1900]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Danzers Orpheum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein ehemaliges Theater im 9. [[Wien]]er Gemeindebezirk [[Alsergrund]] an der Wasagasse 33. Es fasste nach 1900 etwa 900 Sitzplätze, 20 Logen und 450 Stehplätze. Das Theater war hauptsächlich für die Genres [[Operette]], [[Varieté]] und [[Revue]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Harmonietheater ==&lt;br /&gt;
Ein Konsortium von Börsenspekulanten, deren gemeinsames Kapital unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Harmonie&amp;#039;&amp;#039; gebündelt war, erbaute die „stattliche“, Liechtensteinstraße und Wasagasse verbindende Harmoniegasse. Nach deren Fertigstellung erwarben die Finanziers im Wege der Schauspielerin und Theaterdirektorin [[Amalie Pasqualati]] (1818–1903) eine „sehr ausgedehnte“ Theaterkonzession&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|vtl|24|12|1865|06|AUTOR=Kratz &amp;amp; [[Strakosch (Familie)|(Alexander) Strakosch]]|An die P. T. Bewohner Wiens!|ZUSATZ=Nr. 294/1865|ALTSEITE=6 (unpaginiert), unten links.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem Ziel, durch das Einrichten eines „Kunsttempels“ dem Häuserensemble größeren Wert zu verleihen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vtl|24|01|1866|01&amp;quot;/&amp;gt; Diese Häuser in der dann so benannten &amp;#039;&amp;#039;Harmoniegasse&amp;#039;&amp;#039; sind ein Frühwerk [[Otto Wagner]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theater wurde 1864/65 anstelle des sogenannten Engelhauses erbaut und, als sechste Bühne Wiens,&amp;lt;ref name=&amp;quot;vtl|24|01|1866|01&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|vtl|24|01|1866|01|AUTOR=|Die Eröffnung des Harmonietheaters|ZUSATZ=Nr. 18/1866 (VII. Jahrgang)|ALTSEITE=1 (unpaginiert) unten.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; am 20. Jänner 1866 unter dem der [[Verkehrsfläche]] entsprechenden Namen &amp;#039;&amp;#039;Harmonietheater&amp;#039;&amp;#039; eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wrz|21|01|1866|07|AUTOR=|Harmonietheater|ZUSATZ=Nr. 18/1866|ALTSEITE=221, Mitte oben.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere das (nicht mehr erhaltene) Bühnenhaus geht auf Pläne Otto Wagners zurück. Bis Mai 1867 stand es unter der Leitung der Konzessionsinhaberin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ÖBL|7|334|334|Pasqualati und Osterberg,  Amalia Freifrau von|E(dgar) Marktl}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das „recht geschmackvoll dekorierte“ Theater mit nur einer [[Galerie (Theater)|Galerie]] und 20 Logen fasste 800 Zuschauer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|vtl|13|01|1866|03|AUTOR=|Wiener Local-Zeitung. (…) Das sechste Theater Wiens|ZUSATZ=Nr. 9/1866 (VII. Jahrgang)|ALTSEITE=3 (unpaginiert), Spalte 3 unten.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Am Eröffnungsabend wurden vier einaktige „Novitäten“, zwei Lustspiele sowie zwei Operetten gegeben, darunter &amp;#039;&amp;#039;Ein Abenteuer auf Vorposten&amp;#039;&amp;#039; von [[Hippolyth Kneissler]] (1831–1883; Pseudonym für Erik Nessl) mit der Musik von [[Francisco Asenjo Barbieri]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster [[Kapellmeister]] des Hauses war [[Carl Ferdinand Konradin]] (1833–1884), Zweiter Kapellmeister [[Carl Millöcker]]. [[Ludwig Anzengruber]] trat hier als Schauspieler auf. Am Spielplan standen [[Posse]]n und [[Wiener Operette]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theater hatte eine [[Singspielhalle]]n-Konzession und durfte nur [[Einakter]] aufführen. Während das [[Theater an der Wien]] die vornehmen Operetten für das Großbürgertum aufführte, waren hier die leichteren Operetten unter anderem von [[Ernst Reiterer]] zu sehen, ähnlich wie im [[Strampfer-Theater]] oder im [[Fürst-Theater]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Im neunten Wiener Gemeindebezirk, [[Alsergrund]], erinnert die &amp;#039;&amp;#039;Harmoniegasse&amp;#039;&amp;#039;, ursprüngliche Namensgeberin der Bühne, an das Theater.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vtl|24|01|1866|01&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Danzers Orpheum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1872 wurde das Theater von dem Gastwirt Eduard Danzer übernommen, der ihm den Namen &amp;#039;&amp;#039;Danzers Orpheum&amp;#039;&amp;#039; gab und hauptsächlich Varieté-Programme veranstaltete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1900 wurde das Theater von [[Gabor Steiner (Theaterdirektor)|Gabor Steiner]] übernommen, im [[neubarock]]en Stil glänzend ausstaffiert und als Winterspielstätte des Vergnügungsparks [[Venedig in Wien]] eingerichtet. Eröffnet wurde es mit der Operette &amp;#039;&amp;#039;Venus auf Erden&amp;#039;&amp;#039; von [[Paul Lincke]] in Anwesenheit des Bürgermeisters [[Karl Lueger]]. Die Konzession wurde erweitert, und es konnten auch Revuen mit größerem Bühnenaufwand gegeben werden. [[Edmund Eysler]] arbeitete hier als [[Korrepetitor]]. 1903 wurde hier die Operette &amp;#039;&amp;#039;Die schöne Griechin&amp;#039;&amp;#039; des späteren Hollywood-Komponisten [[Max Steiner]] aufgeführt. Bis 1904 wurde hier [[Fritzi Massary]] zum Star. [[Karl Tuschl]], der hier zuvor schon als Schauspieler und Regisseur gewirkt hatte, übernahm 1907 von Gabor Steiner die Theaterleitung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwb|02|10|1910|12|Wiedereröffnung von Danzers Orpheum}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Wiener Bühne ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;2&amp;quot; heights=&amp;quot;180&amp;quot; widths=&amp;quot;150&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Moloch 1910 poster.jpg|Plakat für die Uraufführung: &amp;#039;&amp;#039;Der Moloch&amp;#039;&amp;#039; von [[Leo Birinski]] am 21. Jänner 1910.&lt;br /&gt;
Narrentanz Vienna 1912 poster.jpg|Plakat für die Wiener Premiere: &amp;#039;&amp;#039;Narrentanz&amp;#039;&amp;#039; von Leo Birinski am 28. September 1912.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
1908 übernahm Robert Wiener das Theater, gründete die &amp;#039;&amp;#039;Neue Wiener Bühne&amp;#039;&amp;#039; und widmete sich fortan dem Schauspiel. Zum Beispiel erlebte hier im Jänner 1910 die [[Tragödie]] &amp;#039;&amp;#039;Der Moloch&amp;#039;&amp;#039; von [[Leo Birinski]] ihre Uraufführung. Der Regisseur [[Emil Geyer]] machte das Theater ab 1912 zu einer literarischen Bühne für das [[Expressionismus|expressionistische]] Drama und führte Autoren wie [[Georg Kaiser]] und [[Ferdinand Bruckner]] auf. Eine der elf gleichzeitigen Premieren erlebte hier am 28. September 1912 die [[Tragikomödie]] &amp;#039;&amp;#039;Narrentanz&amp;#039;&amp;#039; von Leo Birinski. Als Schauspieler wirkten hier [[Alexander Moissi]] und [[Hermann Romberg (Schauspieler)|Hermann Romberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. September 1922 übernahm [[Eugen Robert]] (1877–1944), Direktor der &amp;#039;&amp;#039;[[Robertbühnen]]&amp;#039;&amp;#039; in Berlin, die Leitung und führte das Theater zusammen mit der [[Renaissancetheater (Wien)|Renaissancebühne]]  in den &amp;#039;&amp;#039;Verband der Robertbühnen in Berlin und Wien&amp;#039;&amp;#039;; Emil Geyer wurde dessen Vize-Direktor. Die künstlerische Leitung von Renaissancebühne und Neuer Wiener Bühne übernahm der Bühnenautor [[Siegfried Geyer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwg|27|06|1922|08|NAME=Neues Wiener Tagblatt. Demokratisches Organ|Theater, Kunst und Literatur. (…) Dr. Eugen Robert (…)|ZUSATZ=Nr. 174/1922 (LVI. Jahrgang)|ALTSEITE=8, Spalte 1.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 31. Mai 1924 lief die Theaterkonzession von Eugen Robert ab, was die Wiedereröffnung der wegen Abgabenschuld behördlich geschlossenen Renaissancebühne verhinderte, über ein Dutzend Klagen auf Abfertigung gegen Robert nach sich zog und das Ende der &amp;#039;&amp;#039;Robertbühnen Wien&amp;#039;&amp;#039; bedeutete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theater wurde 1925 nochmals zum Unterhaltungstheater umfunktioniert. Es war erfolglos. Um die Jahreswende 1927/28 pachtete [[Emil Richter-Roland]] (1876–1948) das Haus, das er gemeinsam mit seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Fürstenhof (Wien)|Rolandbühne]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Leopoldstadt|2]]., [[Praterstraße#Bauten|Praterstraße 25]]) führen wollte. Die von der Rolandbühne übersiedelten Stücke fanden jedoch zu wenig Publikum, und so wurde das Theater mit 29. April 1928 bleibend geschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|tag|28|04|1928|07|NAME=Der Tag|Bühne und Kunst. (…) Schließung der neuen Wiener Bühne. Wiedereröffnung frühestens am 1. September|ZUSATZ=Nr. 1941/1928 (VII. Jahrgang)|ALTSEITE=7, Spalte 1.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach wurden Zuschauerraum und Bühne abgetragen und 1934 an der Gassenfront Wohnungen eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Institut für kunst-und musikhistorische Forschungen |url=https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_H/Harmonietheater.xml |titel=Harmonietheater |datum=2002 |zugriff=2019-02-03 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Neue Wiener Bühne&amp;#039;&amp;#039; hieß auch ein Kleintheater in der Josefsgasse 12, das nach 1945&amp;lt;!--1957–1960--&amp;gt; in Betrieb war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Wien Geschichte Wiki|Neue_Wiener_Bühne_(8)|Neue Wiener Bühne, Josefsgasse}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{OeML|Harmonietheater|Harmonietheater|AH}}&lt;br /&gt;
* Hans Pemmer: &amp;#039;&amp;#039;Das Harmonietheater. 14. Sonderausstellung des Heimatmuseums Alsergrund vom 22. Mai bis 26. Juni 1966&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Heimatkunde des IX. Wiener Gemeindebezirks&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 1. Heimatmuseum Alsergrund, Wien 1966, [http://permalink.obvsg.at/AC04721981 OBV].&lt;br /&gt;
* [[Norbert Rubey]], Peter Schoenwald: &amp;#039;&amp;#039;Venedig in Wien. Theater- und Vergnügungsstadt der Jahrhundertwende&amp;#039;&amp;#039;. Ueberreuter, Wien 1996, ISBN 3-8000-3542-1, S. 27 f.&lt;br /&gt;
* Gotthard Böhm: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Neuen Wiener Bühne&amp;#039;&amp;#039;. Zwei Bände. Dissertation. Universität Wien, Wien 1966, [http://permalink.obvsg.at/AC06369566 OBV].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Neue Wiener Buehne}}&lt;br /&gt;
* {{Wien Geschichte Wiki|Neue_Wiener_Bühne|Neue Wiener Bühne, Wasagasse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!---== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48.2195618 |EW=16.3589146 |type=landmark |region=AT-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Theater in Wien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Theatername (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theatergebäude in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Operettentheater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Varieté]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innere Stadt (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1928]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martin Demel</name></author>
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