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	<title>Danzón - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T17:26:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-22T21:30:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Danzón&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Tanz, der sich aus dem französischen [[Kontratanz|Contredanse]] entwickelte, der seinerseits im 17. Jahrhundert aus dem englischen Country Dance hervorgegangen ist. Beim Aufstand gegen die französische [[Kolonialmacht]] 1791 auf [[Haiti]] flüchteten viele schwarze Landarbeiter auf die Nachbarinsel [[Kuba]] und brachten die Musik und ihre dazugehörigen Tänze mit (z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Menuett]], den [[Rigaudon|Rigodón]] und die Lanzeros).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Danzón in Kuba ==&lt;br /&gt;
Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich daraus die „Danza“, eine vornehme Salonmusik. Sie wurde in [[Charanga]]s gespielt, die einem klassischen europäischen Orchester ähneln: [[Geige]]n, [[Bratsche]]n, [[Cello|Celli]], [[Kontrabass]] und [[Flöte]]. Die europäischen [[Pauke]]n wurden durch die kreolischen [[Timbales]] ersetzt. Als weitere [[Rhythmus (Musik)|Rhythmushalter]] kamen der [[Güiro]], ein ausgehöhlter [[Flaschenkürbis]] mit Kerben, auf dem hin- und hergeschrappt wird, und die [[Tumbadora]] hinzu (auch bekannt als [[Conga (Trommel)|Congas]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine stärker rhythmisierte Variante bildete sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Danzón: 1879 erschien mit &amp;#039;&amp;#039;Las Alturas de Simpson&amp;#039;&amp;#039; von [[Miguel Failde]] der erste Danzón. Benannt hat ihn der Komponist nach dem [[Barrio]] Simpson in seiner Heimatstadt [[Matanzas]]. In die „orquestas danzoneras“ wurden in der Nachfolge zunehmend auch [[Piano]], [[Klarinette]], [[Trompete]], [[Posaune]], [[Ophikleide]] und das Bombardino (eine Art [[Euphonium]]/kleine [[Tuba]]) aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegungen im Danzón sind ruhig, elegant und ausdrucksstark, ähnlich wie im [[Tango (Standardtanz)|Tango]]. Typisch für den Danzón ist seine Vierteilung im [[Rondo (Musik)|Rondo]] nach dem Schema AB-AC-AD-AE, wobei nach der Einleitung (A), die dann immer wieder als [[Refrain]] wiederholt wird, eine Ausweitung von bis zu drei verschiedenen Themen erfolgen kann (B-C-D), die bekannte Melodien aus Liedern, Hymnen, Opern zitieren und dann variieren, was den Danzón sehr vielseitig macht. Das Ende des Stückes gipfelt meistens in einem leicht beschleunigten und lebendigen Finale (E), dem [[Montuno]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch im [[Geschichte Kubas|Kuba der Kolonialzeit]] unterlag auch der Tanz der ethnischen Zugehörigkeit. Der Danzón war der weißen Oberschicht vorbehalten und in den exklusiven Privatclubs [[Havanna]]s zu Hause. Erst Ende der zwanziger Jahre wurde er zunehmend auch von der schwarzen Bevölkerung aufgegriffen und zu einem mehr und mehr [[Synkope (Musik)|synkopierten]] [[Musikstil]] weiterentwickelt. Insbesondere nach der [[Kubanische Revolution|kubanischen Revolution]] hat der Danzón in Kuba zunehmend an Bedeutung verloren. Als letztes Orchester, das ihm treu blieb (und nicht wie die meisten anderen Anfang der 50er Jahre zum [[Cha-Cha-Cha]] umschwenkte), gilt das von Antonio María Romeu (1876–1955), das nach dessen Tod von seinem Sohn geleitet wurde und unter dem Namen seines langjährigen Sängers Barbarito Diez (1909–1995) auftrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannteste kubanische Danzón ist &amp;#039;&amp;#039;Almendra&amp;#039;&amp;#039; von Abelardo Validez. &amp;#039;&amp;#039;[[Ensemble (Musik)|Conjuntos]] musicales cubanos&amp;#039;&amp;#039; der Gegenwart, die sich noch dem Danzón widmen, sind &amp;#039;&amp;#039;Orquesta Aragón&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;La Orquesta de Rodrigo Prats&amp;#039;&amp;#039;. Der Danzón gilt nicht nur offiziell als kubanischer [[Nationaltanz]], sondern wurde im November 2013 von den kubanischen Behörden auch zum „Immateriellen Erbe der Nation“ erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |url=https://www.notimerica.com/cultura/noticia-cuba-declaran-baile-nacional-cuba-danzon-patrimonio-inmaterial-20131125185758.html|title=Declaran al baile nacional de cuba, el danzón, &amp;#039;Patrimonio Inmaterial&amp;#039;|language=es |author=[[Europapress]]|publisher=Notimérica|work= |date=2013-12-17|accessdate=2023-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Danzón in Mexiko ==&lt;br /&gt;
Große Wertschätzung genießt der Danzón dagegen bis in die Gegenwart in [[Mexiko]]. Anfang des 20. Jahrhunderts gelangte er nach [[Yucatán (Halbinsel)|Yucatán]] und [[Veracruz Llave|Veracruz]], wohin kubanische Aussiedler zunehmend vor den Unruhen um die Unabhängigkeit von [[Spanien]], dem [[Spanisch-Amerikanischer Krieg|Spanisch-Amerikanischen Krieg]] und der darauffolgenden [[Hegemonie|Hegemonialherrschaft]] der [[USA]] flohen. 1920 erreichte der Danzón schließlich [[Mexiko-Stadt]], wo der „Salón México“ gegründet wurde, der mit Abstand berühmteste Tanzsalon des Danzón.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Danzón wurde in Mexiko nicht nur begeistert aufgenommen, sondern von zahlreichen mexikanischen Komponisten, Arrangeuren und Orchestern weiterentwickelt. Das [[Saxophon]] fand Zugang in die Tanzorchester, die zu den populären Danzón-Tanzwettbewerben aufspielten. Der bekannteste mexikanische Danzón ist &amp;#039;&amp;#039;Nereidas&amp;#039;&amp;#039; von Amador Pérez Torres aus [[Oaxaca]] (siehe auch den Film &amp;#039;&amp;#039;Ustedes los ricos&amp;#039;&amp;#039;, 1948).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen Zentren des Danzón liegen heute in [[Veracruz (Veracruz)|Veracruz]] (im [[Barrio]] La Guaca, insbesondere zwischen Calle Manuel Doblado und 1° de Mayo) und [[Mexiko-Stadt]] (Salón México, Salón California, Salón Los Ángeles). Zahlreiche Filme und Theaterstücke zeugen von seiner Beliebtheit, die daher rührt, dass die Tanzpartner im Tanz die Zugehörigkeit zu ihrer jeweiligen sozialen Klasse überwinden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im modernen Latin-[[Ska]] wird der Danzón in Mexiko gerne zitiert, zum Beispiel von der Gruppe [[Los de Abajo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kubanische Musik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
*[http://cinemexicano.mty.itesm.mx/peliculas/danzon.html &amp;quot;Danzón&amp;quot;, der Film (1991)]&lt;br /&gt;
*[http://cinemexicano.mty.itesm.mx/peliculas/salon1948.html &amp;quot;Salón México&amp;quot; (1948)]&lt;br /&gt;
*[http://cinemexicano.mty.itesm.mx/peliculas/salon1995.html &amp;quot;Salón México&amp;quot; (Remake 1995)]&lt;br /&gt;
*[http://www.tcunam.org.mx/repertorio/danzon2.html Danzón im Theater]&lt;br /&gt;
*[https://danzoteca.es.tl/ danzoteca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4474574-6|LCCN=sh2009009519}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Danzon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftstanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Kuba)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Mexiko)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stilrichtung der Lateinamerikanischen Musik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinamerikanischer Tanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationaltanz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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