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	<title>Daniele Manin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Daniele_Manin&amp;diff=425153&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hans-Jürgen Hübner: /* Literatur */ Cozzi</title>
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		<updated>2026-02-14T08:18:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Cozzi&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Daniele Manin (1859).jpg|mini|Daniele Manin (1859)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daniele Manin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Mai]] [[1804]] in [[Venedig]]; † [[22. September]] [[1857]] in [[Paris]]) war maßgeblich an der [[Revolutionen 1848/1849|Revolution von 1848]] in Venedig beteiligt, wo unter seiner Führung die von [[Kaisertum Österreich|Österreich]] unabhängige Republik [[Repubblica di San Marco]] proklamiert wurde. Rekurrierend auf die ehemalige – bis 1797 bestehende – [[Republik Venedig]] wird Manin von einigen Autoren auch mit dem Beinamen „Der letzte [[Doge von Venedig|Doge]]“ versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Revolution in Venedig stand im Zusammenhang mit den liberalen und [[Radikaldemokratie|radikaldemokratischen]] Aufständen für ein [[Risorgimento|unabhängiges Italien]] und war Teil der [[Märzrevolution#Italienische Provinzen und Staaten|Märzrevolutionen]] gegen die herrschenden Fürstenhäuser und die [[Restauration (Geschichte)|restaurationspolitische]] Ordnung seit dem [[Wiener Kongress]] von 1815.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Manin war der Enkel eines Rechtsanwalts jüdischer Herkunft. Seine Großeltern, Samuele Medina di Verona und Allegra Moravia Medina, waren konvertierte Juden, die mit der Taufe 1759 wie üblich den Namen des Taufpaten [[Bischof]] Lodovico Manin, eines Bruders des letzten [[Doge von Venedig|Dogen]] von [[Republik Venedig|Venedig]], [[Ludovico Manin]] (1789 bis 1797), annahmen. Daniele Manin studierte Rechtswissenschaften an der [[Universität Padua]]. Er wurde dort bereits mit 17 Jahren [[Promotion (Doktor)|promoviert]] und ließ sich in seiner Vaterstadt als Rechtsanwalt nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tafel Daniele Manin bearbeitet.jpg|mini|Tafel am Geburtshaus von Daniele Manin in Venedig]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Daniele Manin.jpg|mini|Das Grab von Daniele Manin an der Piazzetta dei Leoni]]&lt;br /&gt;
Daniele Manin war sehr angesehen, sprach neben [[Venetische Sprache (romanisch)|Venezianisch]] [[Italienische Sprache|Italienisch]], [[Latein]], [[Griechische Sprache|Griechisch]], [[Hebräische Sprache|Hebräisch]], [[Französische Sprache|Französisch]] und [[Deutsche Sprache|Deutsch]]. Er arbeitete an der Vorbereitung der Eisenbahnverbindung nach Venedig (&amp;#039;&amp;#039;Ferrovia ferdinandea&amp;#039;&amp;#039;) mit, wirkte eifrig für die [[politische Bildung]] seines Volkes, unterstützte den Anführer der Nationalbewegung, [[Giuseppe Mazzini]], kritisierte die über große Teile Norditaliens herrschende [[Kaisertum Österreich|österreichische]] Regierung öffentlich und betrieb die Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Società Nazionale Italiana&amp;#039;&amp;#039; mit. Am 21. Dezember 1847 überreichte er der [[Lombardei|lombardischen]] Generalkongregation eine Petition, worin von der österreichischen Regierung gefordert wurde, dem Königreich Lombardo-Venetien Unabhängigkeit zu gewähren.&lt;br /&gt;
Er wurde deshalb am 18. Januar 1848 verhaftet, aber am 17. März nach heftigen Protesten in Venedig und der Nachricht vom Aufstand in [[Mailand]] freigelassen. Daniele Manin hielt danach eine Rede, worin er u.&amp;amp;nbsp;a. sagte, dass bewaffneter Aufstand mitunter nicht nur ein Recht sei, sondern unter gewissen Umständen „zur Pflicht“ werde. Er drängte darauf, sich von der österreichischen Fremdherrschaft frei zu machen. Seine Haltung war umstritten und es ist auch nicht völlig klar, ob er wirklich einen bewaffneten Aufstand wollte. Daniele Manin lehnte es ab, dem vom &amp;#039;&amp;#039;Podestà&amp;#039;&amp;#039; [[Giovanni Correr]] einberufenen beratenden Ausschuss beizutreten, der helfen sollte, „den Unvorhersehbarkeiten des Augenblicks“ zu begegnen. Er zog sich schmollend zurück und wurde am Morgen des 22. März 1848 mit der Nachricht vom Aufstand der Arsenalarbeiter aus dem Bett geholt. Er kam erst hinzu, als das [[Arsenal (Venedig)|Arsenal]] schon von venezianischen Patrioten besetzt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Militärgouverneur Graf [[Ferdinand Zichy|Zichy]] kapitulierte am 22. März 1848, 18.00 Uhr, und zog mit den Truppen ab. Am folgenden Tag wurde die [[Repubblica di San Marco|Republik]] proklamiert und Daniele Manin zum Ministerpräsidenten und Minister des Äußern ernannt. Nachdem im Mai 1848 in der [[Lombardei]] und in [[Venetien]] ein [[Plebiszit]] zugunsten des Anschlusses an das [[Königreich Sardinien|Königreich Sardinien-Piemont]] ausgegangen war, trat Daniele Manin am 3. Juli 1848 zugunsten von [[Jacopo Castelli]] zurück mit der Begründung, er könne nicht als Untertan einem König dienen. Am 4. Juli 1848 wurde der Beschluss gefasst, sich dem Königreich Sardinien-Piemont anzuschließen.&lt;br /&gt;
Am 11. August 1848 erhielt Daniele Manin angesichts der Belagerung Venedigs durch österreichische Truppen vom demokratisch gewählten venezianischen Stadtparlament „unbegrenzte Vollmachten“. Er hielt die innere Ordnung aufrecht, begeisterte die Einwohner zum Widerstand gegen die [[Kaiserlich-Königliche Armee (1806–1867)|österreichischen Truppen]] und hielt die Stadt gegen die Österreicher bis zum August 1849. Am 23. August wurde die Stadt erobert und damit die anderthalb Jahre existierende Stadtrepublik zerschlagen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Daniele Manin by Luigi Borro.jpg|mini|Daniele Manin als Motiv der Bronzestatue von [[Luigi Borro]] aus dem Jahr 1875 in der Mitte des Campo Manin in Venedig]]&lt;br /&gt;
Daniele Manin wurde zusammen mit 39 anderen Führern der Revolution am 24. August ausgewiesen. Im Pariser [[Exil]] arbeitete er als italienischer Sprachlehrer und Journalist. Dort gab er zunehmend seine radikaldemokratische Haltung auf und forderte in Zeitschriftenartikeln eine Mäßigung der Nationalbewegung und den Anschluss der oberitalienischen Territorien an das Königreich Sardinien-Piemont. Kurz vor seinem Tod gründete er am 1. August 1857 den &amp;#039;&amp;#039;Italienischen Nationalverein&amp;#039;&amp;#039;, in dem sich die zahlreichen zersplitterten Strömungen der italienischen Nationalbewegung zusammenschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manin starb am 22. September 1857 in Frankreich. Nach dem Anschluss Venetiens an das [[Königreich Italien (1861–1946)|Königreich Italien]] wurden seine Gebeine 1868 nach Venedig übergeführt und an der Nordfassade des [[Markusdom]]s feierlich beigesetzt. Am 22. März 1875 wurde auf dem dann so genannten Campo Manin gegenüber seinem ehemaligen Wohnhaus sein Standbild enthüllt. Bereits 1861 war eine Statue Manins in Turin errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adolfo Bernardello: &amp;#039;&amp;#039;Venezia 1848: arte e rivoluzione.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Società e storia 96.&amp;#039;&amp;#039; 2002, S. 279–288.&lt;br /&gt;
* [[Giorgio Candeloro]]: &amp;#039;&amp;#039;Storia dell´Italia moderna.&amp;#039;&amp;#039; Bd. III: &amp;#039;&amp;#039;La Rivoluzione nazionale&amp;#039;&amp;#039;, 1846–1949, 2. Auflage, Mailand 1991.&lt;br /&gt;
* [[Gaetano Cozzi]]: &amp;#039;&amp;#039;Venezia e le sue lagune e la politica del diritto di Daniele Manin&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Gino Benzoni]], Gaetano Cozzi (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Venezia e l’Austria&amp;#039;&amp;#039;, Venedig 1999, S. 323–341.&lt;br /&gt;
* Pietro Galletto: &amp;#039;&amp;#039;La vita di Daniele Manin e l’epopa veneziana del 1848–49.&amp;#039;&amp;#039; Treviso 1999.&lt;br /&gt;
* [[Paul Ginsborg]]: &amp;#039;&amp;#039;Daniele Manin and the Venetian Revolution of 1848/49.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge 1979.&lt;br /&gt;
* Maria Laura Lepscky Mueller: &amp;#039;&amp;#039;La famiglia di Daniele Manin.&amp;#039;&amp;#039; Venezia 2005.&lt;br /&gt;
* Vincenzo Marchesi: &amp;#039;&amp;#039;Storia documentata della rivoluzione e della difesa di Venezia negli anni 1848–49, tratta da fonti italiane ed austriche.&amp;#039;&amp;#039; Istituto Veneto di Arti Grafiche, Venezia 1913.&lt;br /&gt;
* Sergio Marinelli: [[Giuseppe Mazzariol]], Fernando Mazzocca (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Il veneto e l’Austria.&amp;#039;&amp;#039; Milano 1989.&lt;br /&gt;
* Alessandro Pascolato: &amp;#039;&amp;#039;Manin e Venezia nel 1848-49.&amp;#039;&amp;#039; Alfieri &amp;amp; Lacroix, Milano 1916.&lt;br /&gt;
* [[Volker Reinhardt (Historiker)|Volker Reinhardt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die großen Familien Italiens&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 485). Kröner, Stuttgart 1992, ISBN 3-520-48501-X.&lt;br /&gt;
* Simonetta Soldani: &amp;#039;&amp;#039;Annäherung an Europa im Namen der Nation. Die italienische Revolution 1846-1849.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dieter Dowe]], Heinz-Gerhardt Haupt, Dieter Langewiesche et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Europa 1848. Revolution und Reform&amp;#039;&amp;#039;, Bonn 1998, S.&amp;amp;nbsp;125–166.&lt;br /&gt;
* Eugen Semrau: &amp;#039;&amp;#039;Österreichs Spuren in Venedig. Mit Beiträgen von Antonio A. Rizzoli und [[Miguel Herz-Kestranek]].&amp;#039;&amp;#039; Wien/Graz/Klagenfurt 2010.&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Manin, Daniel|16|373|377|}}&lt;br /&gt;
* [[Alvise Zorzi]]: &amp;#039;&amp;#039;Österreichs Venedig. Das letzte Kapitel der Fremdherrschaft 1798 bis 1866.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Ital. von Heinz-Georg Held und Claudia Piras. Düsseldorf/Hildesheim 1990 (Original unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Venezia Austriaca.&amp;#039;&amp;#039; Roma/Bari 1985).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118781553|LCCN=n/86/8607|VIAF=134735}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Manin, Daniele}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Venedig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (venezianische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (italienische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Revolutionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Risorgimento)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1804]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1857]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Manin, Daniele&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Daniele Medina&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Advokat und Revolutionsführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Mai 1804&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Venedig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. September 1857&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankreich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hans-Jürgen Hübner</name></author>
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