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	<title>Daniel Schiebeler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T00:33:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Daniel_Schiebeler&amp;diff=250282&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bosta: /* Gedichte */ lf</title>
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		<updated>2025-11-29T02:30:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gedichte: &lt;/span&gt; lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daniel Schiebeler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. März]] [[1741]] in [[Hamburg]]; † [[19. August]] [[1771]] ebenda) war ein deutscher [[Schriftsteller]] und [[evangelisch|evangelischer]] [[Geistliches Lied|Kirchenlieddichter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Kaufmanns besuchte in Hamburg die &amp;#039;&amp;#039;[[Gelehrtenschule des Johanneums]]&amp;#039;&amp;#039; und wurde zudem von einem Privatlehrer unterrichtet, der ihn zur massenhaften Lektüre von [[Roman]]en verleitete. Bereits als Jüngling war er dadurch der [[Englische Sprache|englischen]], [[Französische Sprache|französischen]], [[Italienische Sprache|italienischen]] und [[Spanische Sprache|spanischen]] Sprache mächtig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Göttingen]] (ab 1763) und [[Leipzig]] (ab 1765) studierte er ohne wirkliches Interesse [[Rechtswissenschaft]], 1768 promovierte er in der Messestadt mit der Dissertation &amp;#039;&amp;#039;De modo poenarum&amp;#039;&amp;#039;. Noch im selben Jahr fand Schiebeler eine Anstellung als juristischer [[Kanoniker]] beim [[Domkapitel]] in Hamburg. Sein Leben war jedoch von zunehmender Kränklichkeit bestimmt, die sein Umfeld als [[Hypochondrie]] abtat. Mit gerade einmal 30 Jahren fiel er der [[Tuberkulose|Schwindsucht]] zum Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Libretti ===&lt;br /&gt;
Schiebeler schrieb zahlreiche [[Libretto|Libretti]], die von namhaften Komponisten vertont wurden. Bereits mit achtzehn Jahren entwarf er den Text von &amp;#039;&amp;#039;Basilio und Quiteria&amp;#039;&amp;#039;, dem die bekannte Episode „Die Hochzeit des Camacho“ aus [[Miguel de Cervantes|Cervantes’]] &amp;#039;&amp;#039;[[Don Quijote]]&amp;#039;&amp;#039; zugrunde lag. Auf die Idee kam er durch sein intensives Studium der [[Spanische Sprache|spanischen Sprache]] und [[Spanische Literatur|Literatur]]. Um seinen hohen Qualitätsansprüchen zu genügen, arbeitete er sogar mit dem spanischsprachigen Originaltext einer 1744 von [[Gregorio Mayans y Siscar]] herausgegebenen Ausgabe. Sein Konzept stellte er dem renommierten, damals fast 80 Jahre alten Komponisten [[Georg Philipp Telemann]] vor, der Gefallen daran fand und sich bereit erklärte, die Musik zu komponieren. Schiebeler bemühte sich um eine dramatische Gestaltung seines finalen Librettos, indem er es in fünf Szenen einteilte und die dritte Szene, fast wörtlich von Cervantes übernommen und den gespielten Kampf zwischen Reichtum und Liebe darstellend, als [[Ballett]] konstruierte. Seine fertige Version enthielt außerdem präzise Bühnenanweisungen. Telemann änderte das Libretto jedoch rigoros, damit sich der Text besser für die Musik eignete, die ihm vorschwebte. Er entfernte die komplette dritte Szene und korrigierte darüber hinaus den Text, damit das [[Versmaß]] besser zu seiner Partitur passte. Solche Details hatte der junge und unerfahrene Schiebeler nicht bedacht. Unter dem neuen Titel &amp;#039;&amp;#039;Don Quichotte auf der Hochzeit des Comacho&amp;#039;&amp;#039; wurde das vertonte Stück als [[Oper]] am 5. November 1761 im [[Hamburg]]er Konzertsaal „Auf dem Kamp“ uraufgeführt. Schiebelers &amp;#039;&amp;#039;Basilio und Quiteria&amp;#039;&amp;#039; fand 1770 noch als Singgedicht für das Theater Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Johann Adam Hiller]] formulierte Schiebeler das zwei Akte umfassende Libretto zu der romantisch-komischen Oper &amp;#039;&amp;#039;Lisuart und Dariolette oder Die Frage und die Antwort&amp;#039;&amp;#039;, wobei er sich an [[Charles-Simon Favart]]s &amp;#039;&amp;#039;La Fée Urgèle&amp;#039;&amp;#039; orientierte. Das Werk wurde am 25. November 1766 im Theater am Rannstädter Thore zu Leipzig erstmals aufgeführt. Später entstand eine Fassung mit drei Akten, die man unter dem verkürzten Titel &amp;#039;&amp;#039;Lisuart und Dariolette&amp;#039;&amp;#039; dem Leipziger Publikum am 7. Januar 1767 präsentierte. Sein einaktisches [[Nachspiel]] &amp;#039;&amp;#039;Die Muse&amp;#039;&amp;#039; wurde am 3. Oktober desselben Jahres zusammen mit Hillers [[Operette]] &amp;#039;&amp;#039;Der Dorfbalbier&amp;#039;&amp;#039; uraufgeführt. Hiller schuf außerdem die [[Lied|Weise]] zu seinem Adventslied &amp;#039;&amp;#039;Er kommt, er kommt, der starke Held, voll göttlich hoher Macht&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Zeit am Hamburger Domkapitel verfasste er die dramatische Dichtung für das [[Oratorium]] &amp;#039;&amp;#039;[[Die Israeliten in der Wüste]]&amp;#039;&amp;#039;, das [[Carl Philipp Emanuel Bach]] vertonte und der Öffentlichkeit am 1. November 1769 in der Hansestadt vorgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gedichte ===&lt;br /&gt;
Außerdem sind seine Komischen [[Romanze (Literatur)|Romanzen]] hervorzuheben, welche 1767 in &amp;#039;&amp;#039;Romanzen mit Melodien&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht wurden. Der [[Singspiel]]einlage sehr nahestehend, sind diese vor allem als Zwischenstufe von [[Bänkelsang|Bänkellied]] und [[Ballade (Gedicht)|Balladenvertonung]] anzusehen. Als einer der ersten seiner Zeit schrieb er [[Travestie (Literatur)|Travestie]]n auf [[antike]] Stoffe, beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Pandora|Pandore]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Proserpina]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Ariadne]] und [[Theseus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Pyreneus]] und die [[Musen]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der Flötenspieler [[Agamemnon]]s&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Hero und Leander|Leander und Hero]]&amp;#039;&amp;#039;. Vor allem bei Letzterem lässt sich schon anhand des umgestellten Titels – Vorlage war das berühmte griechische Liebespaar Hero und Leander – die Intention des Autors erkennen, den [[Mythos]] ins Lächerliche zu ziehen. Diese dem [[Rokoko (Literatur)|Rokoko]] zuzuordnende Romanze zeigt ebenso den Umschlag von komischer Romanze zu ernster Ballade. Zur selben Zeit versuchte sich auch [[Ludwig Hölty]] an einer Tradierung dieses Stoffes. Angeregt wurden beide vermutlich von einer possenhaften, in Spanisch verfassten Romanze des [[Luis de Góngora]]. Zwei Jahre nach Schiebelers Tod erschien der Band &amp;#039;&amp;#039;Auserlesene Gedichte&amp;#039;&amp;#039; mit einigen seiner Dichtungen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; font-style:italic;&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Du forderst ein Sonett von mir;&lt;br /&gt;
Du weißt, wie schwer ich dieses finde.&lt;br /&gt;
Darum, du lose Rosalinde,&lt;br /&gt;
Versprichst du einen Kuß dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist, um einen Kuß von dir,&lt;br /&gt;
Das sich Myrtill nicht unterstünde?&lt;br /&gt;
Ich glaube fast, ich überwinde;&lt;br /&gt;
Sieh, zwei Quadrains stehn ja schon hier!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einmal hört es auf zu fließen!&lt;br /&gt;
Nun werd ich doch verzagen müßen!&lt;br /&gt;
Doch nein, hier ist schon ein Terzett!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun beb ich doch – wie werd ich schließen?&lt;br /&gt;
Komm Rosalinde, laß dich küssen! –&lt;br /&gt;
Hier, Schönste, hast du dein Sonett.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige seiner Werke fanden auch Aufnahme in evangelische Kirchengesangbücher. So findet man im Altenburgischen Gesangbuch aus dem Jahr 1871 unter Liednummer 26 sein [[Advent|Adventslied]] &amp;#039;&amp;#039;Er kommt, er kommt, der starke Held&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige ===&lt;br /&gt;
Andere Werke waren &amp;#039;&amp;#039;Clemens an seinen Sohn Theodorus&amp;#039;&amp;#039; (1764) und &amp;#039;&amp;#039;Die Großmut des Scipio&amp;#039;&amp;#039; (1767).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|31|176|178|Schiebeler, Daniel|[[Erich Schmidt (Literaturwissenschaftler)|Erich Schmidt]]|ADB:Schiebeler, Daniel}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117227714}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|117227714}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|517}}&lt;br /&gt;
* Libretto zu &amp;#039;&amp;#039;Lisuart und Dariolette, oder Die Frage und die Antwort; eine romantisch-comische Oper&amp;#039;&amp;#039;. Breitkopf, Leipzig 1768 ({{archive.org|lisuartunddariol00hill}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117227714|LCCN=n90706343|VIAF=34720965}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schiebeler, Daniel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Norddeutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Librettist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenlieddichter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Georg Philipp Telemann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftsteller (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1741]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1771]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schiebeler, Daniel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller und evangelischer Kirchenlieddichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. März 1741&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. August 1771&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bosta</name></author>
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