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	<title>Damals war es Friedrich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T19:59:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Damals_war_es_Friedrich&amp;diff=858868&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Inhalt */</title>
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		<updated>2025-11-26T19:10:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Inhalt&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Damals war es Friedrich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Kinder- und Jugendliteratur|Jugendbuch]] des deutschen Schriftstellers [[Hans Peter Richter]], das 1961 beim Sebaldus-Verlag veröffentlicht wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JE&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=1001 Kinder- und Jugendbücher – Lies uns, bevor Du erwachsen bist! |Hrsg=Julia Eccleshare |Auflage=1. |Verlag=Edition Olms |Ort=Zürich |Datum=2010 |Umfang=960 |ISBN=978-3-283-01119-2 |Online=https://www.librarything.com/work/9066684}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1969 erschien eine überarbeitete Fassung des [[Roman]]s. Er zählt zu den bekanntesten deutschen Jugendbüchern zum Thema [[Nationalsozialismus]] und wird häufig als [[Schullektüre]] gelesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Die Hauptfigur des Buches ist ein 1925 geborener jüdischer Junge namens Friedrich, der in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] lebt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bpb&amp;quot; /&amp;gt; Die gesamte Geschichte wird aus der [[Ich-Erzähler]]-Perspektive eines anderen Jungen erzählt, dessen Name nicht genannt wird. Dieser erzählt in einem zurückhaltenden, kaum wertenden Tonfall, der den Schrecken der Ereignisse noch verstärkt. Anfangs ist alles noch friedlich, er wohnt mit Friedrich im selben Haus (das dem Hausbesitzer H. Resch gehört) und er ist eine Woche älter als sein bester Freund, mit dem er sehr viel spielt. Aber als [[Adolf Hitler|Hitler]] [[Machtergreifung|an die Macht kommt]], muss Friedrich merken, dass sich für ihn als [[Judentum|Juden]] mit der Zeit vieles zum Schlechten wendet und der Nachbarsjunge immer weniger Zeit hat, um sich um seinen Freund zu kümmern, und den Geschehnissen der Zeit ausgeliefert ist. Am Ende stirbt Friedrich bei einem [[Luftkrieg#Bombenangriffe auf Deutschland|Bombenangriff]], weil der [[Blockleiter|Blockwart]] Resch ihm den Zutritt zum [[Schutzraum|Luftschutzkeller]] verweigert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel bezieht sich auf das Motto, das dem Buch vorangestellt ist:&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;Damals waren es die Juden&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;Heute sind es dort die [[Schwarze]]n, hier die Studenten&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;Morgen werden es vielleicht die Weißen, die [[Christentum|Christen]] oder die Beamten sein&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Addendum|Anhang]] des Buches enthält einige Anmerkungen und Erklärungen zum Judentum und den historischen Ereignissen. In einer [[Zeitleiste|Zeittafel]] werden historische Daten zwischen der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 und der [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kapitulation Deutschlands]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] am 8. Mai 1945 aufgelistet, darunter [[Novemberpogrome 1938|Pogrome]] und Verordnungen zur Entrechtung der Juden während der [[Liste antijüdischer Rechtsvorschriften im Deutschen Reich 1933–1945|Judenverfolgung im Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Figuren ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Schneider&amp;#039;&amp;#039; ist ein normales, „zufällig jüdisches“ Kind, das eine Reihe von positiven Eigenschaften zeigt: Friedrich ist friedlich, höflich und dankbar. 1934 muss er die allgemeine Schule verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Erinnerungsarbeit: Grundlage einer Kultur des Friedens, S. 300 [http://books.google.de/books?id=G1noSn0wFDoC&amp;amp;pg=PA298&amp;amp;dq=%22damals+war+es+friedrich%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=sbt7Ur-GEYfAtQa974BY&amp;amp;ved=0CGsQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=%22damals%20war%20es%20friedrich%22&amp;amp;f=false]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Verlauf der Handlung wird Friedrich immer verantwortungsvoller, reagiert aber später auch spürbar verzweifelt und aggressiv  (wahrscheinlich wegen des Tods seiner Mutter), was die psychische Belastung veranschaulicht. Er stirbt im Jahr 1942 bei einem Bombenangriff, da er nicht in den [[Luftschutzkeller]] darf und von einem Bombensplitter tödlich getroffen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bpb&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bpb.de/lernen/unterrichten/geschichte-begreifen/42349/fiktionale-und-nichtfiktionale-texte „Damals war es Friedrich“/ „In diesem Kurort sind Juden unerwünscht“: Beispiele für den Einsatz fiktionaler und nichtfiktionaler Texte im Unterricht]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frau Schneider&amp;#039;&amp;#039; ist jüdischen Glaubens und die Mutter von Friedrich. Sie ist eine einerseits zurückhaltende, gleichzeitig aber auch großzügige, bescheidene und freundliche Frau. Sie wird in der „[[Novemberpogrome 1938|Reichspogromnacht]]“ vom 9. auf den 10. November 1938 von einer Nazi-Horde in ihrer Wohnung überfallen und stirbt an den Folgen der Misshandlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Herr Schneider&amp;#039;&amp;#039; ist Friedrichs Vater, ein zunächst großzügiger und geselliger Mann, der anfangs eine (scheinbar) gesicherte Position als Postbeamter innehat. Aufgrund seiner Herkunft wird er nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten beurlaubt und arbeitet später als Abteilungsleiter in einem Kaufhaus. Als Jude nimmt er in nicht allzu strenger Form am religiösen Leben teil. Herr Schneider verkörpert den Typus des jüdischen Deutschen, der nicht wahrhaben will, welche Gefahr ihm durch die mörderische Rassenpolitik der Nazis droht. Diese fatale Interpretation seiner Situation liegt begründet in einer religiösen Deutung der jüdischen Opferrolle, die er als Konstante der jüdischen Geschichte sieht. Nach dem Tode seiner Frau wird er mürrisch und depressiv und wird im Jahr 1941, als er einen befreundeten [[Rabbiner]], der steckbrieflich gesucht wurde, Unterschlupf gewährte, von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] abgeholt und vermutlich in ein KZ gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Erzähler&amp;#039;&amp;#039;, dessen Name im Buch nicht genannt wird, ist zunächst [[Pimpf#Wortgeschichte|Pimpf]] und später [[Hitlerjugend|Hitlerjunge]]. Im privaten Bereich hat er keine Vorbehalte gegenüber Friedrich und dessen Familie und zeigt eine begrenzte Solidarität. Trotzdem lässt er sich in der „Reichspogromnacht“ in den Sog einer kollektiven Zerstörungswut ziehen,&amp;lt;ref&amp;gt;Erinnerungsarbeit: Grundlage einer Kultur des Friedens, S. 305 [http://books.google.de/books?id=G1noSn0wFDoC&amp;amp;pg=PA298&amp;amp;dq=%22damals+war+es+friedrich%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=sbt7Ur-GEYfAtQa974BY&amp;amp;ved=0CGsQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=%22damals%20war%20es%20friedrich%22&amp;amp;f=false]&amp;lt;/ref&amp;gt; die er aber unmittelbar danach wieder bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Vater des Erzählers&amp;#039;&amp;#039;, ein ebenfalls vorurteilsloser Mann, lässt seinen Jungen mit Friedrich spielen und zeigt sich gegenüber der Familie Schneider im privaten Rahmen solidarisch und freundschaftlich verbunden. Das hindert ihn aber nicht daran, aus Opportunitätsgründen und um des beruflichen Fortkommens willen in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] einzutreten. In der Beurteilung der politischen Lage zeigt er sich weitsichtiger als Herr Schneider, dem er die den Juden drohende Gefahr deutlich macht. Er versucht vergeblich, Herrn Schneider zur Auswanderung aus Deutschland zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Mutter des Erzählers&amp;#039;&amp;#039;, eine hilfsbereite und freundliche Frau, ist vorurteilsfrei ihren jüdischen Nachbarn gegenüber und lässt ihren Sohn mit Friedrich spielen. Der Gewalt gegen ihre Nachbarn hat sie allerdings nichts entgegenzusetzen. Als ihr Mann, als typisches Opfer der [[Weltwirtschaftskrise]], arbeitslos wird, muss sie mitverdienen, was ihr eher unangenehm ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Großvater&amp;#039;&amp;#039; mütterlicherseits des Ich-Erzählers verkörpert den Typus des autoritätsfixierten [[Kleinbürger]]s [[Wilhelminismus|wilhelminischer]] Prägung, dessen Vorurteilsstruktur gegenüber Juden auf (angeblichen) persönlichen Erfahrungen beruht. Dementsprechend verbietet er seinem Enkel, mit Friedrich zu spielen. Dieser Typus zeigt zwar keine Neigung zu verbaler oder körperlicher Gewaltausübung gegenüber Juden, er gehört aber zu den geistigen Wegbereitern der Judenverfolgung in Deutschland. Er arbeitet bei der [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Reichsbahn]] und unterstützt die Familie finanziell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Herr Resch&amp;#039;&amp;#039; ist der Typus des brutalen und nur auf seinen Vorteil bedachten Nazis. Als offensichtlicher Leser des [[Der Stürmer|Stürmers]] ist er ein von Anfang an überzeugter [[Nationalsozialismus|Nationalsozialist]], weswegen ihm die Schneiders ein Dorn im Auge sind. Er ist gefühllos, rücksichtslos, grausam und praktiziert sämtliche typischen Spielarten des Antisemitismus, von der Beschimpfung bis hin zur rohen Gewalt. Er scheut sich noch nicht einmal, die Wohnung der Schneiders nach dem Einsatz der Gestapo zu plündern. Der [[Blockleiter|Blockwart]] verschuldet in seiner Rolle als Luftschutzwart indirekt den Tod Friedrichs, indem er diesem den Zutritt zum [[Luftschutzkeller]] verwehrt und verhöhnt ihn hinterher noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Polykarp&amp;#039;&amp;#039; ist Herrn Reschs [[Gartenzwerg]] und spielt im ersten und im letzten Kapitel des Buches eine wichtige Rolle. Wie Friedrich wird auch Polykarp während des Luftangriffs von einem Bombensplitter am Kopf getroffen. Dabei steht Reschs „menschliche“ Behandlung seines Gartenzwerges in einem schroffen Gegensatz zu seiner unmenschlichen Behandlung Friedrichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiteren Figuren des Romans lassen sich (kontrastiv) dem Merkmal &amp;#039;&amp;#039;Täter&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Opfer&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Zuschauer&amp;#039;&amp;#039; zuordnen; viele dieser Figuren tauchen nur in einem Kapitel auf und sind daher auch recht statisch angelegt. Einige wenige Figuren (alte Frau, Richter, Helga, Lehrer Neudorf, Feldwebel) werden in Entscheidungssituationen gebracht und überwinden damit ein wenig das Gefühl völligen Ausgeliefertseins an den Terror.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Damals war es Friedrich&amp;#039;&amp;#039; war in seinem Erscheinungsjahr 1961 eines der ersten Jugendbücher zum Thema [[Antisemitismus|Judenverfolgung]] in Deutschland. Heute gilt es neben dem &amp;#039;&amp;#039;[[Tagebuch der Anne Frank]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Als Hitler das rosa Kaninchen stahl]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Judith Kerr]] als eines der bekanntesten Jugendbücher zum Nationalsozialismus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kumschlies&amp;quot;&amp;gt;Kirsten Kumschlies: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.kinderundjugendmedien.de/index.php/werke/837-richter-hans-peter-damals-war-es-friedrich Hans Peter Richter: Damals war es Friedrich]&amp;#039;&amp;#039;. Auf [[KinderundJugendmedien.de]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Buch stand 1962 auf der Auswahlliste zum [[Deutscher Jugendliteraturpreis|Deutschen Jugendliteraturpreis]]. 1972 wurde es mit dem [[Mildred L. Batchelder Award]] der [[American Library Association]] für das beste in Amerika veröffentlichte Jugendbuch eines nicht amerikanischen Autors ausgezeichnet. Daneben erhielt es den Sebaldus-Jugendbuchpreis und den [[Woodward-School-Book-Award]]. 1989 verlieh der [[dtv Verlagsgesellschaft|dtv Verlag]] Richter das &amp;#039;&amp;#039;Goldene Taschenbuch&amp;#039;&amp;#039; als Auszeichnung für eine Million verkaufte Exemplare. Im Jahr 2013 erschien bereits die 62. [[Auflage (Publikation)|Auflage]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch gehört zum [[Kanon der Literatur|Kanon]] der Schullektüre und wird gewöhnlich im 6. Schuljahr gelesen. Die 32 Episoden des Buches haben den Charakter von [[Kurzgeschichte]]n und können wegen ihrer geschlossenen Form auch einzeln gelesen werden, was sie für den Unterricht besonders geeignet macht. In diversen Unterrichtsmaterialien wird der Einsatz im Schulunterricht empfohlen. Wolfgang Vogelsaenger lobte den „sachlichen Stil“ und die „pädagogische Absicht“ des Autors. Franz Waldherr nannte den Roman einen „geschichtsliterarischen Text, der historische Realität adressatengerecht repräsentiert“, wobei er besonders „das Modellhaft-Exemplarische“ der Episoden hervorhob. Das Buch sei bis heute bei den Schülern beliebt. In zeitgenössischen Untersuchungen regte sich jedoch auch Kritik am Inhalt des Buches.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kumschlies&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulrike Schrader]] sprach sich in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Praxis Deutsch]]&amp;#039;&amp;#039; (195, 2005, S. 57–58) gegen die Lektüre des Jugendbuchs im Fach Deutsch aus. Zwar habe das Buch „ein unbestreitbares Verdienst als Beginn der Thematisierung der nationalsozialistischen Judenverfolgung in der Schule“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schrader 2005 57 1&amp;quot;&amp;gt;Schrader 2005, S. 57 („These 1“)&amp;lt;/ref&amp;gt;, ihm liege aber ein „[[Fatalismus|fatalistisches]] Geschichtsbild“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schrader 2005 57 2&amp;quot;&amp;gt;Schrader 2005, S. 57 („These 2“).&amp;lt;/ref&amp;gt; zugrunde, „das keine Handlungsspielräume zulässt, ein aktives Eingreifen von handelnden Personen unmöglich erscheinen lässt und daher auch die Frage nach Verantwortung und Unterlassung nicht stellt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schrader 2005 57 2&amp;quot; /&amp;gt; Richters Versuch, „tradierte Antisemitismen durch eine neue Art der Darstellung von Juden und Judentum zu korrigieren“,&amp;lt;ref&amp;gt;Schrader 2005, S. 57 („These 3“).&amp;lt;/ref&amp;gt; hält sie für gescheitert und betont stattdessen, dass er auch „das zentrale Ereignis der nationalsozialistischen Judenverfolgung, die Ermordung der Juden, zugunsten einer unspezifischen Täter-Opfer-Konstruktion in relativierender Absicht“&amp;lt;ref&amp;gt;Schrader 2005, S. 58 („These 4“).&amp;lt;/ref&amp;gt; ausblende. Das Kinderbuch sei, so Schrader, Kind seiner Zeit und müsse daher als ein „zeitgeschichtliches Dokument einer letztlich auf Entlastung zielenden Verarbeitung des Nationalsozialismus“ gelesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Schrader 2005, S. 58 („These 5“).&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch weil die „Darstellung des Nationalsozialismus in dem Kinderbuch &amp;#039;&amp;#039;Damals war es Friedrich&amp;#039;&amp;#039; […] weder dem aktuellen Stand der Zeitgeschichtsforschung noch der [[Geschichtsdidaktik]]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schrader 2005 58&amp;quot;&amp;gt;Schrader 2005, S. 58 („These 6“).&amp;lt;/ref&amp;gt; entspreche, „sollte das Buch nicht mehr als Lektüre für den Deutschunterricht empfohlen werden“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schrader 2005 58&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clive Barnes schreibt in seiner [[Buchrezension]]: „&amp;#039;&amp;#039;Damals war es Friedrich&amp;#039;&amp;#039; will junge Leser aufrütteln und zeigen, was passiert, wenn man die Augen verschließt, während Menschen verfolgt werden. Der Roman zeigt die Entwicklung von Antisemitismus zu Völkermord im nationalsozialistischen Deutschland. […] Der namenlose Erzähler und seine Familie repräsentieren all jene Deutschen, die so wohlwollend waren und doch nicht aufbegehrt haben. Sie stehen für jeden, der Ungerechtigkeit und Grausamkeit nicht anprangert, ob aus Selbstgefälligkeit, Eigeninteresse oder Angst.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;JE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Jurybegründung für die Aufnahme des Romans in die Auswahlliste für den Deutschen Jugendliteraturpreis im Jahr 1962 heißt es: „Diese Geschichte aus der Zeit der Judenverfolgung unter dem Nationalsozialismus ist erschütternd durch die schlichte Art der Erzählung, die ohne Ressentiment und Sentimentalität nur die Tatsachen sprechen lässt. Sie schildert die Stationen jüdischen Schicksals in der Zeit zwischen 1925 und 1943 am Beispiel zweier gleichaltriger Jungen, von denen der eine Jude ist. Der junge Leser, der nach diesem dunklen Kapitel unserer Vergangenheit fragt, findet hier eine ehrliche Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=AKJ- www.akj.de |url=https://www.jugendliteratur.org/buch/damals-war-es-friedrich-2193 |titel=Damals war es Friedrich |sprache=de |abruf=2025-04-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Referenzen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Damals war es Friedrich&amp;#039;&amp;#039; ist in dem [[Literatur|literarischen]] [[Nachschlagewerk]] &amp;#039;&amp;#039;[[1001 Kinder- und Jugendbücher – Lies uns, bevor Du erwachsen bist!]]&amp;#039;&amp;#039; für die Altersstufe &amp;#039;&amp;#039;12+ Jahre&amp;#039;&amp;#039; enthalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hans Peter Richter |Titel=Damals war es Friedrich |Verlag=Sebaldus |Datum=1961}}&lt;br /&gt;
* Hans Peter Richter: &amp;#039;&amp;#039;Damals war es Friedrich&amp;#039;&amp;#039;. dtv, München 2006, ISBN 3-423-07800-6.&lt;br /&gt;
* Hans Peter Richter: &amp;#039;&amp;#039;Damals war es Friedrich. Hörbuch&amp;#039;&amp;#039;. Uccello Verlag, Seefeld 2006, ISBN 3-937337-16-4 (3 CDs, gelesen von [[Michael Degen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz Waldherr: &amp;#039;&amp;#039;Hans Peter Richter, Damals war es Friedrich&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg-Schulbuchverlag, München 2001, ISBN 3-486-80802-8.&lt;br /&gt;
* [[Ulrike Schrader]]: &amp;#039;&amp;#039;Immer wieder Friedrich. Anmerkungen zu dem Schulbuchklassiker von Hans Peter Richter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Praxis Deutsch]]. Zeitschrift für den Deutschunterricht&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 32 (2005), Bd. 195, S. 57–58, {{ISSN|0341-5279}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.clas.ufl.edu/llc/Sommerschule/German.htm Projektseite der University of Florida zu &amp;#039;&amp;#039;Damals war es Friedrich&amp;#039;&amp;#039; (englisch)] &amp;lt;!-- aufgerufen 24. Mai 2009 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.clas.ufl.edu/llc/Sommerschule/German2.htm Index des Projektes der University of Florida zu &amp;#039;&amp;#039;Damals war es Friedrich&amp;#039;&amp;#039; (deutsch)] &amp;lt;!-- aufgerufen 24. Mai 2009 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/4335/Damals%20war%20es%20Friedrich Nutzung des Jugendbuches Damals war es Friedrich in der Bildungsarbeit]&lt;br /&gt;
* Kirsten Kumschlies: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.kinderundjugendmedien.de/index.php/werke/837-richter-hans-peter-damals-war-es-friedrich Hans Peter Richter: Damals war es Friedrich]&amp;#039;&amp;#039;. Auf [[KinderundJugendmedien.de]].&lt;br /&gt;
* {{Archive.org|damalswaresfried0000rich_k4e8|Damals war es Friedrich als Online-Leihbuch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4628367-5|VIAF=207946924}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufarbeitung des Nationalsozialismus in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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