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	<title>Daktyliothek - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T04:38:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Daktyliothek&amp;diff=812276&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Marcel Adler: Lini verbessert</title>
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		<updated>2025-09-01T10:54:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lini verbessert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lippert Daktyliothek.JPG|mini|Daktyliothek von [[Philipp Daniel Lippert]], Exemplar des [[Museumsquartier St. Annen|St.-Annen-Museums, Lübeck]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lippert Gemmen.jpg|thumb|1 Schubrahmen Gemmen aus Philipp Daniel Lipperts „Dactyliotheca Universalis“]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daktyliothek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Griechische Sprache|griech.:]] &amp;#039;&amp;#039;daktyliothekē&amp;#039;&amp;#039;, Ringbehälter, Ringkästchen; auch &amp;#039;&amp;#039;Daktylothek&amp;#039;&amp;#039;) war ursprünglich eine Sammlung antiker (Siegel)ringe. Später wurde der Begriff hauptsächlich für eine Sammlung von [[Abformen|Abdrücken]] geschnittener [[Schmuckstein|Schmuck-]] oder Edelsteine ([[Gemme]]n oder [[Kamee]]n) verwendet, wobei die Sammlung auch Originale enthalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert erfreuten sich Nachbildungen und Abdrücke in Gips, Siegellack, Schwefel oder Wachs von [[Glyptik|glyptischen]] – also von durch die plastische Bearbeitung von Schmucksteinen und Edelsteinen, Bergkristall und ähnlichen Steinsorten mit Hilfe von Schneid- und Schleifgeräten hergestellten – Produkten zunehmender Beliebtheit. Sie waren preiswerter als die Originale mit ihrem höheren Materialwert, die außerdem aufgrund ihrer Seltenheit einen hohen Sammlerwert besaßen. Diese Nachbildungen wurden vor allem wegen ihres Aussagewerts über die Kunst und Kultur der jeweiligen Epoche beachtet. Manche bedeutende Statue war noch gar nicht wiederentdeckt oder geborgen – und doch kannte sie der Sammler bereits aus einer in Stein geschnittenen antiken Abbildung. Der Besitz einer Sammlung von Originalen bzw. Nachbildungen von Werken der Glyptik war in der aufgeklärten bürgerlichen Welt der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und zu Beginn des 19. Jahrhunderts gewissermaßen ein Zeugnis für die Zugehörigkeit zur gebildeten gesellschaftlichen Schicht. Im Jahr 1832 wurde bekannt, dass es sich bei den angeblich antiken Gemmen der Sammlung des Prinzen [[Stanislaus Poniatowski (Großkämmerer)|Stanislaus Poniatowski]] (1754–1833) um Stücke handelte, die von zeitgenössischen Gemmenschneidern angefertigt worden waren. Als Folge dieses Skandals nahm das Interesse an Gemmen (und ihren Abdrucken) ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gemmarius-sculptor.de/seite7.htm 18. und 19. Jahrhundert] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Daktyliothek in Rom stammte von [[Marcus Aemilius Scaurus der Ältere|Scaurus]]. Auch [[Mithridates VI. (Pontos)|Mithridates]] besaß eine reiche Daktyliothek, die sein Bezwinger [[Gnaeus Pompeius Magnus|Pompejus]] nach Rom ins [[Kapitol (Rom)|Kapitol]] bringen ließ und dem [[Iuppiter]] weihte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Sammlungen gehören heute die große [[Kamee]]n von unschätzbarem Wert umfassende [[Cabinet des Médailles|Daktyliothek in der Nationalbibliothek in Paris]], in der [[Eremitage (Sankt Petersburg)|Eremitage]], in den [[Uffizien]], im [[Kunsthistorisches Museum Wien|Kunsthistorischen Museum]] in Wien, Neapel und Den Haag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Raum besonders bekannt ist die Daktyliothek von [[Philipp Daniel Lippert]] (1702–1785) in [[Dresden]]. Große Bedeutung hat hierbei auch die Sammlung König [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrichs II.]], der die Sammlung des Barons [[Philipp von Stosch]] erworben hatte. Die Lippertsche Daktylothek war wegen ihres Umfanges sehr teuer und somit nicht für jedermann erschwinglich. Es gibt daher auch Daktylotheken kleineren Umfanges. Großherzog [[Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757–1828)|Carl August von Sachsen-Weimar]] erwarb für 200 Taler die Lippertsche Daktyliothek und teilte dies seinem Freund Goethe am 16. September 1825 mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Valentin Kockel]], [[Daniel Graepler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Daktyliotheken. Götter &amp;amp; Caesaren aus der Schublade. Antike Gemmen in Abdrucksammlungen des 18. und 19. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Biering &amp;amp; Brinkmann, München 2006, ISBN 3-930609-51-7.&lt;br /&gt;
* Helge C. Knüppel: &amp;#039;&amp;#039;Daktyliotheken. Konzepte einer historischen Publikationsform&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Stendaler Winckelmann-Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; 8). Winckelmann-Gesellschaft u. a., Stendal u. a. 2009, ISBN 978-3-938646-40-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.daktyliothek.de/ausstellung/#LIPPERT Antike Gemmen in Abdrucksammlungen des 18. und 19. Jahrhunderts]&lt;br /&gt;
* [http://www.beyars.com/lexikon/lexikon_2569.html Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler]&lt;br /&gt;
* [http://www.literaturportal.de/artikel.php?artikel=21&amp;amp;dlasession=bd0eb59f56515bdfc3d320998358a6e1 Gemmen, »des Trefflichen und Wünschenswerthen genug«]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schmuck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glyptik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Marcel Adler</name></author>
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