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	<title>Dakien - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hartmann Linge: /* Verwaltung und Militär */ wl</title>
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		<updated>2025-12-02T21:37:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verwaltung und Militär: &lt;/span&gt; wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tribes in Ancient Thrace (English).png|mini|Dakische Verbände (in Blau) vor der römischen Eroberung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Roman provinces trajan 2.svg|mini|Römische Provinzen unter [[Trajan]] (117 n. Chr.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Limes6.png|mini|Die römischen Militäranlagen nach der Besetzung Dakiens.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dakien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, manchmal auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dazien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dacia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}) war seit den von [[Marcus Vipsanius Agrippa]] verfassten geographischen Werken nach römischer Auffassung eine von den [[Daker]]n bewohnte [[Historische Landschaft|Landschaft]]. Von 106 bis in die frühen 270er Jahre waren auf dem Siedlungsgebiet im engeren Sinne [[Römische Provinz|Provinzen]] des [[Römisches Reich|Römischen Reiches]] im Norden der unteren [[Donau]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
{{Anker|Dacia superior}}&lt;br /&gt;
{{Anker|Dacia inferior}}&lt;br /&gt;
Der Name der Provinz Dakien beruht auf dem dort wohnhaften Volk der [[Daker]], das zusammen mit den [[Geten]] das Gebiet der Provinz besiedelte.&lt;br /&gt;
Nach der Eroberung im Zuge der [[Dakerkriege]] durch [[Trajan]] im Jahr 106 wurde dem neu eroberten Gebiet die offizielle Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Dacia&amp;#039;&amp;#039; verliehen. Kaiser [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] unterteilte sie um 118 in zwei Teile: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dacia superior&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dacia inferior.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Fünf Jahre später ließ [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] erneut eine Teilung vornehmen und trennte von &amp;#039;&amp;#039;Dacia superior&amp;#039;&amp;#039; ein Gebiet ab, das als &amp;#039;&amp;#039;Dacia Porolissensis&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. Von 167 bis 169 strukturierte [[Mark Aurel]] die Provinz wieder neu: Es gab nun &amp;#039;&amp;#039;Dacia Apulensis, Dacia Porolissensis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Dacia Malvensis.&amp;#039;&amp;#039; Diese Struktur blieb bis zum römischen Rückzug unter [[Aurelian]] bestehen. Hauptstadt war &amp;#039;&amp;#039;[[Ulpia Traiana Sarmizegetusa|Colonia Ulpia Traiana Augusta Dacica Sarmizegetusa]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begrenzt wurde die Provinz an fast allen Grenzen durch das [[Barbaricum]]. Nur im Süden grenzte die Provinz an &amp;#039;&amp;#039;[[Moesia]].&amp;#039;&amp;#039; In späterer Zeit gab es auch eine kleine gemeinsame Grenze mit &amp;#039;&amp;#039;[[Pannonien|Pannonia]].&amp;#039;&amp;#039; Die Grenzziehungen wurden meist durch Flussverläufe bestimmt: Im Süden die [[Donau]], im Westen [[Theiß|Tisa]], [[Mureș (Fluss)|Mureș]] und [[Körös|Criș]]. Insgesamt bestand Dakien größtenteils aus dem Gebiet des heutigen [[Rumänien]]s&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Johannes Tröster (Chronist)|Johannes Tröster]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Alt- und Neu-Teutsche Dacia, das ist: Neue Beschreibung des Landes Siebenbürgen.&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg 1666, unveränderter Nachdruck: Böhlau Verlag, Köln/Wien 1981, ISBN 3-412-06280-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Ungarn]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dakien bis zur römischen Eroberung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Daker}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Erwähnungen bis König Burebista ===&lt;br /&gt;
Die Daker hatten bereits vor Christi Geburt die Schwelle einer traditionellen Kultur von Ackerbauern und Viehzüchtern überschritten. Neben einem hochentwickelten Kunsthandwerk, im Speziellen bemalte Keramik, hatten sich die Menschen auch auf Eisen-, Silber- und Goldverarbeitung spezialisiert. Die Menge an Münzfunden und Münzprägungen sowie die Aneignung zunächst der griechischen und später auch lateinischen Sprache lassen auf teilweise enge Kontakte mit den damals dominanten Kulturen Europas schließen. Bereits früh hatte sich im Bergland von [[Siebenbürgen]] bei [[Orăștie|Broos]] ein Machtzentrum gebildet, das starken Einfluss auf das Land besessen haben muss. Inwieweit Strukturen staatlicher Ordnung jedoch wirklich bestanden, ist in der Fachwelt umstritten. Zu [[Gaius Iulius Caesar|Caesars]] Zeiten hatte der dakische König [[Burebista]] eine erste wirkliche Machtdemonstration gezeigt, als er seinen Einflussbereich zeitweise über die Nachbarstämme der [[Geten]] und [[Thraker]] ausdehnen konnte. Obwohl diese Expansion nach Burebistas Tod keinen Bestand hatte, erschienen die dakischen Möglichkeiten den Verantwortlichen des in unmittelbarer Nachbarschaft, am Südufer der Donau, angrenzenden [[Römisches Reich|Römischen Reiches]] als derart bedrohlich, dass wiederholt eine [[Präventivkriegsthese|präventive]] militärische Zerschlagung der dakischen Machtstrukturen anvisiert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Christ_1995_271&amp;quot;&amp;gt;Karl Christ: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der römischen Kaiserzeit.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck Verlag, München 1995. ISBN 3-406-36316-4. S.&amp;amp;nbsp;271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dakien als Nachbar des Römischen Reiches ===&lt;br /&gt;
Nach Burebista konnte über einen längeren Zeitraum nicht mehr von einem zentral regierten Dakien gesprochen werden. Verselbstständigte größere dako-getische Gruppen fielen immer wieder zu Plünderungen und Zerstörungen in die Grenzräume der [[Moesia|mösischen]] Provinzen ein und die römischen Truppen waren gezwungen, in stellenweise massiven Gegenstößen die Ordnung wiederherzustellen. Eine Reaktion der dakischen Herrschaftsschicht auf die römische Präsenz war der umfangreiche militärstrategische Ausbau der Residenz [[Sarmizegetusa Regia]] mit dem dazugehörigen religiösen Zentrum im Bergland zwischen den [[Apuseni-Gebirge|Siebenbürger Westkarpaten]] und den [[Transsilvanische Alpen|Südkarpaten]]. Auch die Römer waren um Sicherungsmaßnahmen bemüht, so war um 20 n. Chr. die Ansiedlung der einwandernden [[Sarmaten|sarmatischen]] Reiterkrieger der [[Jazygen]] im östlich und nördlich der Donau liegenden &amp;#039;&amp;#039;[[Barbaricum]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Pannonische Tiefebene|pannonischen Beckens]] gefördert worden, um die Ostflanke der Provinz [[Pannonien]] zu entlasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Christ_1995_271&amp;quot; /&amp;gt; Die Römer hatten die Hoffnung, dass die Jazygen und später auch die im [[Banat]]er Großraum siedelnden sarmatischen [[Roxolanen]] als östliche Nachbarn der Daker deren eventuelle Expansionswünsche und Übergriffe vor den Provinzgrenzen abfangen sollten. Doch die Sarmaten waren sehr unzuverlässige Bündnispartner, die zeitweilig nicht nur zu den erbittertsten Gegnern Roms zählten, sondern sich auch teilweise mit den Dakern verbündeten. Weitere Umsiedlungen von &amp;#039;&amp;#039;Transdanuviern&amp;#039;&amp;#039; im Zuge der römischen Strategie folgten. Kaiser Vespasian (69–79) verstärkte die Truppen Mösiens und ließ eine Donauflotte aufbauen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Christ_1995_271&amp;quot; /&amp;gt; Zu den Anführern, die aus dieser Phase der dakischen Zersplitterung in den antiken Quellen bezeugt sind, gehören [[Cotiso]] und [[Scorylo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== König Decebalus und die Donaukriege (85–89) ===&lt;br /&gt;
Im Winter 85/86 drangen starke dakische Kriegerhorden in Mösien ein und trafen die Römer völlig unerwartet. Ihr Statthalter, [[Gaius Oppius Sabinus]], fiel im Kampf und die Angreifer konnten fast zügellos plündern und brandschatzen. Offensichtlich war für den regierenden Kaiser Domitian (81–96) nun der Zeitpunkt gekommen, zunächst den Gegner aus dem Land zu werfen und anschließend eine [[Strafexpedition]] auszusenden. Domitian begab sich selbst mit frischen Kräften nach Mösien, doch dauerten die Kämpfe gegen den hartnäckigen Gegner das ganze Jahr 86. Da der alte regierende dakische König Diupaneus die Folgen des römischen Einmarsches fürchtete, trat er zugunsten des [[Decebalus]] zurück. Mit diesem Mann kam eine politisch und militärisch hoch qualifizierte Persönlichkeit auf den Thron, die großes Verhandlungsgeschick und charismatische Züge trug. In der Zwischenzeit hatte auf römischer Seite der Prätorianerpräfekt [[Cornelius Fuscus]] die Leitung der Operationen übernommen. Seine Armee wurde von Decebalus jedoch vernichtend geschlagen. Ein Jahr später versuchte der Legat Tettius Julianus vom Banat aus nach Sarmizegetusa vorzustoßen, musste jedoch aufgrund von zu hohen Verlusten die Offensive abbrechen. Auch die Versuche des nachfolgenden Kaisers [[Nerva]] (96–98) Decebalus in die Knie zu zwingen, blieben erfolglos.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Christ_1995_272&amp;quot;&amp;gt;Karl Christ: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der römischen Kaiserzeit.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck Verlag, München 1995. ISBN 3-406-36316-4. S.&amp;amp;nbsp;272.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dakien als römische Provinz ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Roman Dacia de.svg|mini|Die römische Provinz Dacia in der Zeit zwischen Kaiser Trajan (106) bis zur Räumung der Provinz]]&lt;br /&gt;
Erst der römische Kaiser [[Trajan]] (98–117) konnte nach einem blutigen Krieg (101–102) die dakischen Kräfte zerschlagen. Der bereits von Trajan, bedingt durch die dakischen Niederlagen von 98 zum [[Klientelkönigtum|Klientelkönig]] gemachte [[Decebalus]] versuchte, seine Getreuen zu einem Racheschlag zu sammeln. Trajan reagierte mit einem heftigen Angriff (105–106), an dessen Ende der auf der Flucht befindliche Decebalus Selbstmord beging und die Eroberung der dakischen Gebiete stand (siehe [[Dakerkriege]]). In einem auf den 11. August 106 datierten [[Militärdiplom]] (in [[Porolissum]] gefunden) wird Dacia als römische Provinz genannt. Die von Trajan nach Rom geschleppte Kriegsbeute soll 331 Tonnen Silber und 165 Tonnen Gold betragen haben, eine höchst willkommene Finanzspritze, die unter anderem für den Bau des [[Trajansforum]]s genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ausnahme der [[Markomannenkriege]] des [[Mark Aurel]] blieb die Provinz weitestgehend friedlich, bis ab den 230er Jahren während der sogenannten [[Reichskrise des 3. Jahrhunderts]] die außenpolitische Situation des Römischen Reiches wieder schlechter wurde und einige feindliche Angriffe auch die Provinz Dakien betrafen. Schließlich gab die römische Reichsverwaltung die dakischen Provinzen auf und zog das Verwaltungspersonal sowie die Truppen auf die Donaugrenze zurück. Diese Maßnahme wird in einigen antiken Quellen Kaiser [[Gallienus]] (regierte 260–268), in anderen Kaiser [[Aurelian]] (regierte 270–275) und in wieder anderen beiden Herrschern zugleich zugeschrieben. In der modernen Forschung ist umstritten, welcher Version der Vorzug gegeben werden sollte. Vor dem Hintergrund der tiefgreifenden Neustrukturierung der römischen Armee unter Gallienus wäre es denkbar, dass dieser zumindest Teile des dakischen Limes aufgab, um eine tiefer gestaffelte Grenzverteidigung mit mobileren Heeresverbänden aufbauen zu können. Aurelian dürfte diese Politik dann konsequent fortgesetzt und die römischen Soldaten und Beamten komplett aus den Gebieten nördlich der Donau abgezogen haben. Da Aurelian und sein Vorgänger [[Claudius Gothicus]] zuvor einige Siege über die [[Goten]], die hauptsächliche Bedrohung der römischen Donauprovinzen in dieser Zeit, errungen hatten, konnte der Kaiser die Räumung aus einer Position der relativen Stärke anordnen. Vermutlich erfolgte sie vor dem Hintergrund, dass die lange Landgrenze Dakiens die in dieser Zeit stärker beanspruchten militärischen Ressourcen Roms unnötig band, während die Donaugrenze eine leicht zu handhabende starke natürliche Grenze bildete. Um den Verzicht auf die dakischen Provinzen weniger offensichtlich zu machen, entstanden stattdessen zwei neue Provinzen südlich der Donau, die den Namen &amp;#039;&amp;#039;Dacia&amp;#039;&amp;#039; trugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den antiken Quellen und den modernen Forschungsmeinungen bezüglich der Aufgabe Dakiens siehe Nicolai Futás: &amp;#039;&amp;#039;Provinzräumungen als Bausteine spätantiker Heeresorganisation? Das Beispiel der &amp;#039;&amp;#039;Dacia amissa&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; In: Roland Prien, [[Christian Witschel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lopodunum VII: Ladenburg und der Lobdengau zwischen ‚Limesfall‘ und den Karolingern&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; Band 17). Dr. Ludwig Reichert, Wiesbaden 2020, ISBN 978-3-95490-481-5, S. 49–66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als frühester Beleg für die beiden Provinzen wird oft eine Inschrift aus dem Jahr 283 genannt, deren Lesung jedoch unsicher ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fritz Mitthof]], Florian Matei-Popescu: &amp;#039;&amp;#039;Gab es im Jahr 283 n. Chr. zwei dakische Provinzen südlich der Donau? Zur Lesung und Deutung der Inschrift AE 1912, 200 = ILBulg 188.&amp;#039;&amp;#039; In: Lucreţiu Mihailescu-Bîrliba, [[Ioan Piso]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Romans and Natives in the Danubian Provinces (1st–6th C. AD)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Philippika.&amp;#039;&amp;#039; Band 173). Harrassowitz, Wiesbaden 2023, ISBN 978-3-447-39440-6, S. 553–565.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Rückzug auf die Donaugrenze wurde von den Römern auch die [[Trajansbrücke]] zerstört, die zuvor die längste Brücke der antiken Welt gewesen war. Stark umstritten ist, ob die römisch geprägte und [[Latein]] sprechende Zivilbevölkerung der Provinz ebenfalls mehrheitlich das Provinzgebiet verließ. Während der Wortlaut der antiken Quellen für diese Annahme spricht, ist insbesondere die rumänische Forschung der Ansicht, dass die „[[Romanen]]“ auch nach den 270er Jahren in Dakien verblieben und die direkten Vorfahren der später dort siedelnden [[Rumänen]] darstellen (sogenannte [[Dako-romanische Kontinuitätstheorie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Konstantin der Große|Konstantin I.]] (regierte 306–337) wurden Teile Dakiens zeitweilig wieder zurückerobert; diese gingen jedoch bald wieder verloren bzw. man kehrte zu Aurelians Strategie zurück, das militärisch unhaltbare Gebiet lieber als Pufferzone zu belassen. Dennoch gab es auch später noch Provinzen mit Namen Dakien (beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;Dacia Mediterranea&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Dacia Ripensis&amp;#039;&amp;#039;), die aber allesamt südlich der Donau lagen. Auch die [[Dioecesis Daciae]], eine mittlere Verwaltungseinheit [[Byzantinisches Reich|Ostroms]], umfasste nur noch geringe Teile der ursprünglichen Provinz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung und Militär ===&lt;br /&gt;
Nach der Beendigung des ersten trajanischen [[Dakerkriege]]s 102 wurden die eroberten Gebiete zunächst militärisch verwaltet; ab 106 wurde Dakien als [[kaiserliche Provinz]] anerkannt. Dies bedeutete, dass der Kaiser selbst die [[Statthalter]] aus den Reihen des [[Römischer Senat|Senats]] rekrutierte. Die in Dakien stationierten Truppen unterstanden sowohl dem Befehl des Kaisers als auch dem des Statthalters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Barbaren]]ansturms der Jahre 117 und 118 wurde in [[Rom]] erwogen, Dakien aufzugeben und sich wieder hinter die besser zu verteidigende [[Donau]] zurückzuziehen. [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] entschied sich allerdings dagegen, da er die dakischen [[Bodenschatz|Bodenschätze]] sowie die strategische Bedeutung der Provinz für zu wichtig erachtete. Als Reaktion auf die Kämpfe leitete er jedoch eine Neuorganisierung der Provinzverwaltung ein, da die bisherige Strukturierung den heftigen Kämpfen nicht gewachsen war: Die im Süden an der Donau gelegenen Länder wurden in der Provinz &amp;#039;&amp;#039;Dacia inferior&amp;#039;&amp;#039; (Niederdakien) zusammengefasst, wohingegen die nördlichen dakischen Gebiete zu &amp;#039;&amp;#039;Dacia superior&amp;#039;&amp;#039; (Oberdakien) wurden. Als später auch noch &amp;#039;&amp;#039;Dacia Porolissensis&amp;#039;&amp;#039; entstand, existierten nun drei voneinander unabhängige Provinzen mit Oberdakien als der höchstrangigen, die jedoch militärisch eng kooperierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dakien 168 erneut unter einem heftigen Ansturm [[Germanen|germanischer]] Stämme zu leiden hatte, erkannte Kaiser [[Mark Aurel]], dass ein einheitliches Kommando dringend benötigt wurde. Also ließ er die Grenzen neu ziehen (in &amp;#039;&amp;#039;Dacia Apulensis, Dacia Porolissensis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Dacia Malvensis).&amp;#039;&amp;#039; Die neuen Gebiete wurden einheitlich wieder in der Provinz &amp;#039;&amp;#039;tres Daciae&amp;#039;&amp;#039; unter einem einzigen Statthalter zusammengefasst; die einzelnen Provinzteile spielten hauptsächlich steuertechnisch eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Militärisch wurde Dakien durch zwei [[Römische Legion|Legionen]], der [[Legio V Macedonica|V Macedonica]] (Sitz: Potaissa, das heutige [[Turda]]), sowie der &amp;#039;&amp;#039;XIII Gemina&amp;#039;&amp;#039; (Sitz: [[Apulum]], das heutige [[Alba Iulia]]) abgesichert. Zusätzlich standen zahlreiche [[Hilfstruppe]]n an den Grenzen zu den barbarischen Gebieten. Insgesamt wird die Anzahl der in Dakien stationierten Soldaten auf etwa 30.000 geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Statthalter von Dakien}}&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Limeskastelle in Dakien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Während seiner Besatzung war Dakien für die Römer stets ein wichtiger wirtschaftlicher Standort. Dies begründete sich vor allem auf zahlreiche Bodenschätze sowie eine florierende Landwirtschaft. Aus unzähligen [[Bergwerk]]en bezogen die Römer neben großen Mengen an [[Gold]] und [[Silber]] – die später äußerst wichtig für die römische Münzprägung wurden – [[Blei]], [[Kupfer]], [[Eisen]], [[Marmor]] und [[Speisesalz|Salz]]. Ein weiterer wichtiger Posten war die florierende dakische Land- und Forstwirtschaft; so wurde viel [[Holz]], [[Wolle]], Vieh, Häute etc. exportiert. [[Import]]e dürften hauptsächlich [[Olivenöl]], [[Wein]], Luxuswaren und ähnliches gewesen sein. Der florierende Handel, der meist über die [[Donau]] abgewickelt wurde, lag vermutlich größtenteils in der Hand von Kaufleuten aus dem [[Orient]]. Doch vor allem die Produktion an Edelmetallen machte die Provinz sehr wichtig auch für die Politik. So ist zu vermuten, dass beim römischen Rückzug in den 270er Jahren der Großteil der [[Ressource]]n bereits erschöpft war, da anderenfalls [[Aurelian]] diese niemals aufgegeben hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätantike und frühmittelalterliche Entwicklungen ==&lt;br /&gt;
Nach dem römischen Rückzug blieb das Gebiet ein umkämpftes Grenzland zwischen verschiedenen Völkern. Im Gebiet des heutigen Rumäniens entstanden zahlreiche Befestigungen, darunter auch [[spätantike]] und [[Frühmittelalter|frühmittelalterliche]] [[Wallburg]]en, die hauptsächlich zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert errichtet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.burgenwelt.org/rumaenien/lokal/lokal1-rumaenien.php |titel=Burgenwelt - Burgenauswahl Rumänien |abruf=2025-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Region war von Völkerwanderungen und politischen Umbrüchen geprägt, wobei verschiedene Gruppen wie Sarmaten, [[Alanen]], [[Goten]] und später [[Slawen]] Einfluss nahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kurt Horedt |Titel=Siebenbürgen im Frühmittelalter |Verlag=Habelt |Datum=1986 |ISBN=3-7749-2195-4 |Seiten=107 |Online=https://books.google.de/books?id=36FmAAAAMAAJ&amp;amp;q=rum%C3%A4nien+fr%C3%BChmittelalter&amp;amp;dq=rum%C3%A4nien+fr%C3%BChmittelalter&amp;amp;hl=de&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiEzfCZqd2NAxXNnf0HHVsxLRQQ6AF6BAgFEAM |Abruf=2025-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Frage, ob nach dem Rückzug der Römer weiterhin eine dakisch-römische Bevölkerung im Gebiet der ehemaligen Provinz Dacia ansässig blieb, ist unter Historikern umstritten. In der aktuellen Forschung überwiegt die Ansicht, dass die Ursprünge der heutigen Rumänen vor allem auf Zuwanderer aus südlich der Donau ab dem 9. Jahrhundert sowie auf die spätere Vermischung mit weiteren Bevölkerungsgruppen im Mittelalter zurückgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://adz.news/meinung-und-bericht/artikel-meinung-und-bericht/artikel/die-dako-romanische-kontinuitaet-auf-dem-pruefstand |titel=Die dako-romanische Kontinuität auf dem Prüfstand |datum=2023-12-20 |sprache=de |abruf=2025-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Dako-romanische Kontinuitätstheorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Dacia|Dakien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Tilmann Bechert]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Provinzen des römischen Reiches. Einführung und Überblick.&amp;#039;&amp;#039; Zabern, Mainz 1999, ISBN 3-8053-2399-9, S. 203–206.&lt;br /&gt;
* {{RE|IV,2|1948|1976|Dacia|[[Karl Georg Brandis]]|RE:Dacia}}&lt;br /&gt;
* [[Kai Brodersen]]: &amp;#039;&amp;#039;Könige im Karpatenbogen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für siebenbürgische Landeskunde&amp;#039;&amp;#039; 36 (2013), S. 129–146, {{ISSN|0344-3418}}.&lt;br /&gt;
* [[Kai Brodersen]]: &amp;#039;&amp;#039;Dacia Felix. Das antike Rumänien im Brennpunkt der Kulturen.&amp;#039;&amp;#039; wbg Philipp von Zabern, Darmstadt 2020. ISBN 978-3-8053-5059-4. Neuausgabe Frölich &amp;amp; Kaufmann, Berlin 2025, ISBN 978-3-911527-07-1&lt;br /&gt;
* {{RGA|5|185|189|Dakien|[[Horst Callies]]}}&lt;br /&gt;
* [[Nicolae Gudea]], Thomas Lobüscher: &amp;#039;&amp;#039;Dacia. Eine römische Provinz zwischen Karpaten und Schwarzen Meer&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Orbis Provinciarum&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;[[Zaberns Bildbände zur Archäologie]]).&amp;#039;&amp;#039; Zabern, Mainz 2006, ISBN 3-8053-3415-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=45.7|EW=26.5|type=country|region=RO/BG/MD}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4070197-9|LCCN=n86060266|NDL=00561243|VIAF=144329877|NDLSachbegriff=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dakien| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rumänische Geschichte (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Gebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Provinz (Europa)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hartmann Linge</name></author>
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