<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Daimon</id>
	<title>Daimon - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Daimon"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Daimon&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-24T13:32:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Daimon&amp;diff=252036&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: Wikilinks aktualisiert; formale Kleinigkeiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Daimon&amp;diff=252036&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-17T20:14:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikilinks aktualisiert; formale Kleinigkeiten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Gestalt der griechischen Mythologie, zu weiteren Bedeutungen siehe [[Daimon (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daimon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|δαίμων|daímōn}}, Plural {{lang|grc-Latn|daímones}}) ist in der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] und [[Griechische Philosophie|Philosophie]] ein Geistwesen (siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Dämon]] in den Religionswissenschaften&amp;#039;&amp;#039;). Der Begriff kann sich auf einen Gott oder auf die Seele eines Toten beziehen; meist sind aber Wesen gemeint, die einer von Göttern und Menschen zu unterscheidenden Klasse angehören. Die &amp;#039;&amp;#039;daimones&amp;#039;&amp;#039; vermitteln zwischen Göttern und Menschen. Ein besonderes Konzept ist das des „persönlichen“ Daimons, die [[Personifikation]] der Schicksalsbestimmung eines Menschen. Dem griechischen Daimon entspricht weitgehend der römische [[Genius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homer ===&lt;br /&gt;
[[Homer]] verwendet den Begriff selten. Im homerischen Sprachgebrauch dient er zur Bezeichnung göttlicher Einflüsse, die keiner bestimmten Gottheit zugeschrieben werden. Bei [[Hesiod]] erscheinen die &amp;#039;&amp;#039;daimones&amp;#039;&amp;#039; erstmals als wohlwollende Begleiter des Menschen. Ihm zufolge sind sie die abgeschiedenen Seelen der Menschen des [[Goldenes Zeitalter|Goldenen Zeitalters]]:&amp;lt;ref&amp;gt;Hesiod, &amp;#039;&amp;#039;Werke und Tage&amp;#039;&amp;#039; 121–126. Übersetzung von [[Johann Heinrich Voß]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Einrückung von 40px entsprechend Vorlage Zitat --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left: 40px;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber nachdem nun jenes Geschlecht absenkte das Schicksal,&lt;br /&gt;
Werden sie fromme Dämonen der oberen Erde genennet,&lt;br /&gt;
Gute, des Wehs Abwehrer, der sterblichen Menschen Behüter,&lt;br /&gt;
Welche die Obhut tragen des Rechts und der schnöden Vergehung,&lt;br /&gt;
Dicht in Nebel gehüllt, ringsum durchwandelnd das Erdreich,&lt;br /&gt;
Geber des Wohls: dies ward ihr königlich glänzendes Ehramt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Platon ===&lt;br /&gt;
Im [[Platon]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Politeia]]&amp;#039;&amp;#039; wird beschrieben, wie die [[Moiren]], die griechischen [[Schicksalsgöttin]]nen, den Menschen mit seinem Schicksal verbinden:&lt;br /&gt;
{{Zitat |Text=Es spricht die Jungfrau [[Lachesis (Mythologie)|Lachesis]], die Tochter der Notwendigkeit [&amp;lt;nowiki /&amp;gt;[[Liste lateinischer Abkürzungen#scil|scil.]]&amp;amp;nbsp;[[Ananke (Mythologie)|Ananke]]]. Eintägige Seelen! Es beginnt mit euch eine andere Periode eines sterblichen und todbringenden Geschlechts, nicht euch erlost das Lebensverhängnis [=Daimon], sondern ihr wählt euch das Geschick. Sobald einer gelost hat, so wähle er sich eine Lebensbahn, womit er nach dem Gesetze der Notwendigkeit vermählt bleiben wird. Die Tugend ist aber herrenlos, von ihr erhält ein jeder mehr oder weniger, je nachdem er sie in Ehren hält oder vernachlässigt. Die Schuld liegt an dem, der gewählt hat. Gott ist daran schuldlos. |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Politeia&amp;#039;&amp;#039; 617d-e&amp;lt;!-- Wessen Übersetzung?--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Und weiter:&lt;br /&gt;
{{Zitat |Text=Jene [Lachesis] habe nun einem jeden den Genius der von ihm erwählten Lebensweise zum Beschützer seines Lebens und zum Vollstrecker seiner Wahl mitgeschickt. Dieser Genius habe nun seine Seele zunächst zur [[Klotho (Mythologie)|Klotho]] gebracht und unter ihre den Wirbel der Spindel treibende Hand geführt, um das Geschick, welches jene gelost, zu befestigen. Nachdem er diese berührt hatte, habe er seine Seele alsbald zur Spinnerei der [[Atropos]] geführt, um ihren angesponnenen Faden unveränderlich zu machen. Von hier sei er nun stracks unter den Thron der Notwendigkeit getreten. |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Politeia&amp;#039;&amp;#039; 620d-e&amp;lt;!-- Wessen Übersetzung?--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im &amp;#039;&amp;#039;[[Phaidon]]&amp;#039;&amp;#039; begleitet der Daimon den Menschen bis hinter die Schwelle des Todes:&lt;br /&gt;
{{Zitat |Text=Es wird gesagt, dass, wenn ein Mensch gestorben ist, der Daimon eines jeden, der ihn während seines Lebens zugelost erhalten hat, diesen nach der Stätte führe, wo die Seelen abgeurteilt werden. |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Phaidon&amp;#039;&amp;#039; 107d&amp;lt;!-- Wessen Übersetzung?--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Daimon erscheint bei Platon als ein zwar der göttlichen Sphäre angehöriges, aber nicht eigentlich göttliches Wesen. Das Schicksal kann gut oder schlecht sein, die vom Daimon verkörperte Schicksalsbestimmung wird aber als zum Guten gerichtet gesehen, ähnlich dem [[Schutzengel]] im [[Christentum]]. So bei [[Menander]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat |Text=Neben jeden Menschen stellt sich gleich, wenn er geboren wird, ein Daimon, ein guter [[Mystagogie|Mystagoge]] des Lebens; denn man darf nicht glauben, daß es einen bösen Dämon gibt, der das Leben schädigt, oder daß Gott böse ist, sondern es ist alles Gute; diejenigen aber, die nach ihrem Charakter schlecht sind&amp;amp;nbsp;[…] sprechen dem Daimon die Schuld zu und nennen ihn schlecht, obgleich sie es selber sind. |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Menander, Fragment 550, zitiert bei Martin P. Nilsson: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der griechischen Religion.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 1950, S. 204.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sokrates ===&lt;br /&gt;
Einen Sonderfall bildet das [[Daimonion]] des [[Sokrates]]. Dabei handelt es sich nicht um einen Daimon im Sinne eines eigenständigen Geistwesens, das einem Menschen begegnet. Vielmehr ist das Daimonion nach der Beschreibung, die Platon seinem Lehrer Sokrates in der &amp;#039;&amp;#039;[[Apologie (Platon)|Apologie]]&amp;#039;&amp;#039; in den Mund legt, eine innere Stimme, die Sokrates jedes Mal, wenn sie sich meldet, von etwas abrät, was er beabsichtigt, aber ihm nie zu etwas zurät. Platons Sokrates beschreibt diese Stimme als „etwas Göttliches und Daimonisches“ und als „Zeichen des Gottes“.&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Apologie des Sokrates&amp;#039;&amp;#039; 31c–d, 40a–c. Siehe dazu [[Anthony A. Long]]: &amp;#039;&amp;#039;How Does Socrates’ Divine Sign Communicate with Him?&amp;#039;&amp;#039; In: Sara Ahbel-Rappe, Rachana Kamtekar (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;A Companion to Socrates.&amp;#039;&amp;#039; Malden 2006, S. 63–74.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Vorstellungen ===&lt;br /&gt;
Der Daimon ist also ambivalent oder gut, die Verwandlung der &amp;#039;&amp;#039;Daimones&amp;#039;&amp;#039; in teuflische &amp;#039;&amp;#039;[[Dämon]]en&amp;#039;&amp;#039; war einerseits der gegen das [[Heidentum]] sich richtenden christlichen Polemik zuzuschreiben, andererseits gab es auch die Vorstellung von zwei den Menschen begleitenden &amp;#039;&amp;#039;Daimones&amp;#039;&amp;#039;, einem guten und einem bösen, wobei dem bösen Daimon:&amp;amp;nbsp;– dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kakodaimon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Κακοδαίμων}}) – dann die üblen Taten zugeschrieben werden können. So erscheint bei [[Plutarch]] dem Caesarmörder [[Marcus Iunius Brutus|Brutus]] eines Nachts eine schreckliche Gestalt, die auf die Frage, wer oder was er sei, antwortet: „Brutus, ich bin dein böser Daimon, du wirst mich bei [[Schlacht bei Philippi|Philippi]] sehen!“&amp;lt;ref&amp;gt;Plutarch, &amp;#039;&amp;#039;Vitae parallelae: Dion-Brutus&amp;#039;&amp;#039; 26,48&amp;lt;!-- Wessen Übersetzung?--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem persönlichen Daimon ursprünglich getrennt ist die Gestalt des [[Agathos Daimon]], einer wohlwollenden Gottheit, der man nach dem Gelage Trankspenden ausbrachte und die besonders im ägyptischen [[Hellenismus]] und der [[Hermetik]] ein ganz eigenes Profil bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Roscher|1,1|938|939|Daimon|[[Ludwig von Sybel]]|}}&lt;br /&gt;
* {{RE|IV,2|2010|2012|Daimon|[[Otto Waser]]|RE:Daimon}}&lt;br /&gt;
* {{RE|S III|267|322|Daimon|[[Friedrich Andres]]|RE:Daimon#Nachträge und Berichtigungen}}&lt;br /&gt;
* [[Henry George Liddell]], [[Robert Scott (Altphilologe)|Robert Scott]]: &amp;#039;&amp;#039;[[A Greek-English Lexicon]]&amp;#039;&amp;#039;. Clarendon Press, Oxford 1940, [[s. v.]] &amp;#039;&amp;#039;daimon&amp;#039;&amp;#039; ([http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.04.0057%3Aentry%3D%2323243&amp;amp;redirect=true online]).&lt;br /&gt;
* [[Martin Persson Nilsson]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der griechischen Religion&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Altertumswissenschaft]]&amp;#039;&amp;#039;. 5. Abteilung, 2. Teil). C. H. Beck, München 1950, S. 199–202.&lt;br /&gt;
* Vinciane Pirenne-Delforge: &amp;#039;&amp;#039;Daimôn. Modalités de l’action des dieux en Grèce ancienne&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Docet omnia.&amp;#039;&amp;#039; Band 10). Les Belles Lettres, Paris 2025, ISBN 978-2-251-45727-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Philosophie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
	</entry>
</feed>