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	<title>Daimler-Benz DB 605 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T06:51:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Daimler-Benz_DB_605&amp;diff=424300&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wschlei: /* Prototypen */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Daimler-Benz_DB_605&amp;diff=424300&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-17T14:39:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Prototypen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Flugzeug&lt;br /&gt;
|Name                = Daimler-Benz DB 605&lt;br /&gt;
|Bild                = [[Datei:Daimler-Benz DB 605 aeroengine, Royal Air Force Museum, Hendon. (23830347361).jpg|250px|Daimler-Benz DB 605]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Daimler-Benz DB 605&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Typ                 = [[Zwölfzylindermotor|Zwölfzylinder]]-[[V-Motor]]&lt;br /&gt;
|Entwicklungsland    = {{DEU-1935}}&lt;br /&gt;
|Hersteller          = [[Daimler-Benz]]&lt;br /&gt;
|Erstflug            =&lt;br /&gt;
|Indienststellung    =&lt;br /&gt;
|Produktionszeitraum = 1941–1945&lt;br /&gt;
|Stückzahl           = ca. 42.000&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daimler-Benz DB 605&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Kühlung (Verbrennungsmotor)|flüssigkeitsgekühlter]] [[Zwölfzylindermotor|Zwölfzylinder]]-[[Flugmotor]] mit 35,7&amp;amp;nbsp;Litern [[Hubraum]] und [[Direkteinspritzung#Ottomotor|Benzindirekteinspritzung]] von [[Daimler-Benz]]. Mit über 42.000&amp;amp;nbsp;Exemplaren war er nach dem [[Junkers Jumo 211]] (68.248&amp;amp;nbsp;Stück) einer der meistgebauten deutschen [[Kolbenmotor|Kolben]]-Flugmotoren des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]]. Die überwiegende Zahl der Jagdflugzeuge [[Messerschmitt Bf&amp;amp;nbsp;109]] war mit diesem Motor ausgerüstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik am Beispiel DB 605A ==&lt;br /&gt;
Der DB 605 A/B wurde aus dem Modell [[Daimler-Benz DB 601|DB&amp;amp;nbsp;601]] entwickelt und war wie dieser als [[V-Motor]] mit 60°-[[V-Motor|Bankwinkel]] und [[Motoraufladung#Mechanisch angetriebene Kompressoren|mechanischer Aufladung]] ausgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vergrößerung der [[Zylinderbohrung|Bohrung]] des DB-601-Motors um 4&amp;amp;nbsp;mm auf 154&amp;amp;nbsp;mm bei gleichem [[Kolbenhub|Hub]] von 160&amp;amp;nbsp;mm hatte der DB-605-Motor 1,8&amp;amp;nbsp;Liter mehr [[Hubraum]] (35,7&amp;amp;nbsp;l) und jeder [[Zylinder (Technik)|Zylinder]] somit fast 3&amp;amp;nbsp;Liter. Ein besonderes Merkmal des DB&amp;amp;nbsp;605 und auch einiger anderer Daimler-Benz-Flugmotoren war das ungleiche [[Hubkolbenmotor|Verdichtungsverhältnis]] (links 7,5:1 – rechts 7,3:1) zwischen beiden Zylinderbänken. Dies war der Tatsache geschuldet, dass sogenanntes Schleuderöl, wie es in jedem Hubkolbenmotor vorkommt, sich durch die links drehende Kurbelwelle vorrangig in den Zylindern der rechten Zylinderbank ansammelte. Die hängende Konfiguration des Motors begünstigte dies zusätzlich. Die daraus resultierende Schmierölanreicherung im Gemisch der rechten Zylinderbank reduzierte die [[Oktanzahl|Klopffestigkeit]] des Benzin-Luft-Gemisches. Um einer klopfenden Verbrennung vorzubeugen, reduzierte Daimler-Benz das Verdichtungsverhältnis auf der rechten Zylinderbank. Mit der Konstruktion der Ladeluftleitung hatte diese spezielle Bauweise demzufolge nichts zu tun. Denn die maximal messbaren Druckunterschiede in der ringförmigen Ladeluftleitung waren selbst bei Start und Notleistung nicht größer als 0,02 bar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Calum E. Douglas | Titel=The secret horsepower race: second world war fighter aircraft engine development on the western front | Verlag=Tempest | Ort= | Datum=2020 | ISBN=1-911658-50-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Schmieden#Gesenkschmieden|gesenkgeschmiedete]] [[Kurbelwelle]] wog nahezu 100&amp;amp;nbsp;Kilogramm. Die [[Startleistung (Triebwerk)|Startleistung]] betrug 1475&amp;amp;nbsp;PS (1085 kW) bei 2800&amp;amp;nbsp;min&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Charakteristikum des Daimler-Benz-Triebwerkes wie auch seiner Vorgänger seit dem 1932 gebauten Prototyp [[Daimler-Benz DB 600#Vorgeschichte und Entwicklung|Daimler-Benz F4A]] war der Einbau mit „hängenden“ Zylindern ([[Kurbelwelle]] oben, daher auch „[[V-Motor|A-Motor]]“ genannt). Die hängende Anordnung erleichterte auch die Zugänglichkeit zu den [[Zylinderkopf|Zylinderköpfen]] ([[Ventilsteuerung]]) und [[Zündkerze]]n bei der Wartung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Daimler DB 605 cutaway.jpg|mini|DB 605A als Schnittmodell]]&lt;br /&gt;
Er besaß einen elektrisch oder über eine Handkurbel von außen betätigten [[Anlasser#Schwungmassenanlasser|Schwungmassenanlasser]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Dick, Patterson, Perkins, Simsa | Titel=Klassische Jagdflugzeuge | Verlag=Heel | Ort=Königswinter | Datum=2000 | Seiten=129 | ISBN=3-89365-847-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (Bosch AL-SGC&amp;amp;nbsp;24 DR&amp;amp;nbsp;2). Zusätzlich war das Triebwerk mit einem über eine hydraulische [[Kupplung]] von der Kurbelwelle angetriebenen einstufigen Radiallader versehen. Der Lader hatte die Aufgabe, den Leistungsabfall durch den sinkenden [[Liefergrad|Füllungsgrad]] auszugleichen, der vom abnehmenden Luftdruck in größeren Höhen verursacht wird. Die [[Volldruckhöhe]], d.&amp;amp;nbsp;h. die Höhe, bis zu welcher der Lader die gleiche Luftmenge wie in Bodennähe liefern kann, betrug 5700&amp;amp;nbsp;Meter; darüber hinaus verlor der Motor mit zunehmender Höhe kontinuierlich an Leistung. Der [[Ladedruck]] betrug laut alten Daimler-Benz-Unterlagen moderate 1,42&amp;amp;nbsp;bar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Motorblock wurde aus [[Aluminiumlegierung|Aluminiumguss]] gefertigt und enthielt stählerne [[Zylinderlaufbuchse]]n. Er hatte je Zylinderbank eine über [[Königswelle]] angetriebene obenliegende [[Nockenwelle]] ([[OHC-Ventilsteuerung]]), die pro Zylinder vier Ventile über Rollen[[schlepphebel]] betätigte (Vierventiltechnik). Jeder Nocken betätigte nacheinander ein Auslass- und ein Einlassventil. Die Auslassventile waren [[natrium]]gekühlt. Das Triebwerk hatte eine [[Unterbrecherkontakt|kontaktgesteuerte]] [[Doppelzündung]] ([[Robert Bosch (Unternehmen)|Bosch]]-Zwillings[[magnetzündung]] ZM&amp;amp;nbsp;12 CR&amp;amp;nbsp;8) mit zwei [[Zündkerze]]n (Bosch DW&amp;amp;nbsp;250 ET&amp;amp;nbsp;7) je Zylinder. Die Zündfolge war 1–8–5–10–3–7–6–11–2–9–4–12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DB 605 Einspritzpumpe.JPG|mini|Motorunterseite – Zylinderköpfe und 12-Stempel-Einspritzpumpe von Bosch (Bodenfund aus einer abgestürzten Maschine, Exponat im [[Technikmuseum Hugo Junkers]], Dessau)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Brennstoffversorgung diente eine Benzin[[direkteinspritzung]] mit mechanischer 12-Stempel-[[Einspritzpumpe]] (Bosch PZ&amp;amp;nbsp;12 HP&amp;amp;nbsp;110/19), die bis zu 90&amp;amp;nbsp;bar Einspritzdruck lieferte. Der [[Kraftstoffverbrauch]] betrug je nach Leistungsstufe zwischen 180 und 400&amp;amp;nbsp;Liter pro Stunde. Der Standardkraftstoff [[B4-Kraftstoff|B4]] hatte 87&amp;amp;nbsp;[[Oktanzahl|Oktan]], es konnte aber auch [[C3-Kraftstoff]] mit 100&amp;amp;nbsp;Oktan verwendet werden. Das [[Motoröl]]&amp;amp;nbsp;– 36,5&amp;amp;nbsp;Liter&amp;amp;nbsp;– wurde in einer [[Trockensumpfschmierung]] von drei Ölpumpen umgewälzt. Die Motordrehzahl wurde über ein [[Propellergetriebe (Luftfahrt)|Luftschraubengetriebe]] mit geradverzahnten [[Stirnradgetriebe|Stirnrädern]] im Verhältnis 1,685:1 (DB&amp;amp;nbsp;605&amp;amp;nbsp;A) bzw. 1,875:1 (DB&amp;amp;nbsp;605&amp;amp;nbsp;B) [[Untersetzungsgetriebe|untersetzt]]. Bei einer Motordrehzahl von 2800&amp;amp;nbsp;min&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; ergab sich so eine [[Luftschraube|Propellerdrehzahl]] von 1660&amp;amp;nbsp;min&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; beim DB&amp;amp;nbsp;605&amp;amp;nbsp;A bzw. 1495&amp;amp;nbsp;min&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; beim DB&amp;amp;nbsp;605&amp;amp;nbsp;B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Variante DB 605 B1 wurde in Schweden bei [[Volvo Aero|Volvo Flygmotor]] in Lizenz für das Jagdflugzeug [[Saab 21]] gefertigt. Dadurch war es möglich, einige bis 1957 in Spanien in Lizenz als [[Hispano Aviación HA-1112]] gefertigten Zellen der Bf&amp;amp;nbsp;109&amp;amp;nbsp;G-2 Anfang der 1980er bis heute wieder mit annähernd originalen Triebwerken auszurüsten und der Öffentlichkeit im Flug zu präsentieren. Die einzige flugfähig erhaltene Original-[[Messerschmitt Bf 109|Bf&amp;amp;nbsp;109]] mit DB&amp;amp;nbsp;605&amp;amp;nbsp;A, die „Black&amp;amp;nbsp;Six“, wurde 1997 bei einem Flugunfall beschädigt und wird seitdem nur noch im Museum ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem DB&amp;amp;nbsp;605 wurde der &amp;#039;&amp;#039;DB&amp;amp;nbsp;610&amp;#039;&amp;#039; entwickelt. Dieses Triebwerk bestand aus zwei aneinandergekoppelten DB&amp;amp;nbsp;605, die über ein gemeinsames Getriebe eine einzelne Propellerwelle antrieben. Der DB&amp;amp;nbsp;610 wurde fast ausschließlich im schweren Bomber [[Heinkel He&amp;amp;nbsp;177]] ab Version A-3 verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusatzausrüstung ===&lt;br /&gt;
Zur Leistungssteigerung konnten wahlweise [[MW-50]]- oder [[GM-1]]-Einspritzanlagen eingebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;MW 50&lt;br /&gt;
Die MW-50-Anlage war eine Wasser-[[Methanol]]-Einspritzung, die durch Verdunstungskälte zur Kühlung der Ladeluft beitrug und die Klopffestigkeit des Benzin-Luft-Gemisches erhöhte. Durch den Betrieb mit dann möglichen höheren Ladedrücken konnte die Leistung des Triebwerkes bis etwa zwei Kilometer unterhalb der normalen Volldruckhöhe um etwa 350&amp;amp;nbsp;PS (257 kW) gesteigert werden; die Steigerung nahm danach bis zur Volldruckhöhe stetig ab, da der Lader nicht mehr genug Luft fördern konnte. Der DB&amp;amp;nbsp;605&amp;amp;nbsp;DC, der mit höherem Ladedruck und höherer Verdichtung als der DB&amp;amp;nbsp;605&amp;amp;nbsp;A betrieben wurde und C3-Kraftstoff benötigte, erreichte mit MW-50-Einspritzung eine Sondernotleistung von 2000&amp;amp;nbsp;PS (1471 kW), der DB&amp;amp;nbsp;605&amp;amp;nbsp;DB mit B4-Kraftstoff 1800&amp;amp;nbsp;PS (1324 kW).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorrat des Wasser-Methanol-Gemisches von (beispielsweise beim DB&amp;amp;nbsp;605&amp;amp;nbsp;D der Bf&amp;amp;nbsp;109&amp;amp;nbsp;K-4) 70&amp;amp;nbsp;Litern war für 26&amp;amp;nbsp;Flugminuten mit Sondernotleistung ausreichend. Allerdings durfte die Maschine nicht mehr als zehn Minuten ununterbrochen auf dieser höchsten Leistungsstufe betrieben werden, sonst drohten Motorschäden.&lt;br /&gt;
Der MW-Stoff wurde durch abgezapften Ladedruck (0,7&amp;amp;nbsp;bar) aus dem Vorratsbehälter in die Abspritzdüse am Ladeschacht gedrückt und mit der Ladeluft den Zylindern zugeführt. Bei Beendigung der MW-Förderung musste der Gashebel vom Piloten sofort auf Steig- und Kampfleistung zurückgenommen werden. Wurde jedoch in Sonderfällen über 8,5&amp;amp;nbsp;km Flughöhe die Not- bzw. Startleistungsdrehzahl von 2800&amp;amp;nbsp;min&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; benötigt, musste die MW-Förderung ausgeschaltet und der Leistungshebel über die Sperre vorgeschoben werden. Der MW-Zusatz konnte bis 8,5&amp;amp;nbsp;km Flughöhe entnommen werden, über 8,5&amp;amp;nbsp;km Flughöhe war durch den MW-Zusatz keine Leistungssteigerung mehr zu erreichen, sondern es wurde unnötig MW-Stoff verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;GM-1&lt;br /&gt;
GM-1 war ab etwa zwei Kilometern oberhalb der Volldruckhöhe einsetzbar. Die Anlage verwendete flüssiges [[Distickstoffmonoxid|Stickstoffoxydul]] (Lachgas). Durch den bei der Reaktion freigesetzten Sauerstoff als Ausgleich für den geringeren Sauerstoffteildruck der Atmosphäre in mehreren Kilometern Höhe konnten zusätzlich bis zu 400&amp;amp;nbsp;PS (294 kW) gewonnen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Weiterentwicklung des DB&amp;amp;nbsp;605 stieg auch seine Volldruckhöhe. Das machte Leistungssteigerungen über der Volldruckhöhe für den Jägereinsatz nahezu überflüssig. Daher wurde ab 1944 die MW-50-Einspritzung zur Standardausrüstung in den Jagdflugzeugen [[Messerschmitt Bf 109|Bf&amp;amp;nbsp;109]]&amp;amp;nbsp;G-14, Bf&amp;amp;nbsp;109&amp;amp;nbsp;G-10 und Bf&amp;amp;nbsp;109&amp;amp;nbsp;K-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zusatzaggregate waren nur für kurzfristigen Betrieb zum Erreichen der Höchstleistung (genannt Sonder-Notleistung) vorgesehen und erhöhten die Beanspruchung und den [[Verschleiß]]. Im Krieg spielte das aber nur eine untergeordnete Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Probleme ===&lt;br /&gt;
Sowohl bei der Einführung des DB&amp;amp;nbsp;605&amp;amp;nbsp;A als auch beim DB&amp;amp;nbsp;605&amp;amp;nbsp;D gab es Probleme mit der Zuverlässigkeit. Beim neuentwickelten DB&amp;amp;nbsp;605&amp;amp;nbsp;A wurde wegen häufiger Motorbrände im Herbst 1942 die Nutzung der Start- und Notleistung von 1475&amp;amp;nbsp;PS (1085 kW) bei 1,42&amp;amp;nbsp;ata/2800&amp;amp;nbsp;min&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; verboten. Die Gashebelstellung für Start- und Notleistung wurde mechanisch blockiert. Damit wurde die Steig- und Kampfleistung von 1310&amp;amp;nbsp;PS (964 kW) bei 1,3&amp;amp;nbsp;ata/2600&amp;amp;nbsp;min&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; vorübergehend zur Maximalleistung. Nach dem Durchlaufen diverser Testreihen wurde unter anderem ein Abriss der [[Schmierung]] durch Blasenbildung im Öl festgestellt. Nach Verbesserungen wie beispielsweise größerem Öltank und Ölkühler sowie einer Ölschleuder (um Blasen im Öl zu eliminieren) konnte die über fast das gesamte Jahr 1943 festgelegte Leistungsbegrenzung im Herbst 1943 wieder aufgehoben und die Start- und Notleistung wieder freigegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim DB&amp;amp;nbsp;605&amp;amp;nbsp;D traten aufgrund der abnehmenden Qualität des B4-Flugzeugkraftstoffs und des Betriebs bei hohen Ladedrücken häufig geplatzte Motoren und Kolbenfresser auf. Eine Änderung des [[Zündzeitpunkt]]es auf 5&amp;amp;nbsp;Grad später löste das Problem und minderte überraschenderweise auch die Schwierigkeiten mit den zu heiß werdenden Zündkerzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Daimler Benz DB 605A.jpg|mini|Daimler-Benz DB&amp;amp;nbsp;605A]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 23 Versionen gebaut oder projektiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== DB 605 A ===&lt;br /&gt;
5,8 km Volldruckhöhe&lt;br /&gt;
* DB 605 A: Standardversion mit 1475 PS (1085 kW) Startleistung in 0 m, maximal 1550 PS (1140 kW) Notleistung in 2,1&amp;amp;nbsp;km&lt;br /&gt;
* DB 605 AM: wie 605 A, aber mit MW-50-Anlage bis zu 1800 PS (1324 kW) Sondernotleistung in 0 m&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== DB 605 B ===&lt;br /&gt;
* DB 605 B: Version des 605 A für zweimotorige Flugzeuge wie die [[Messerschmitt Bf 110|Bf&amp;amp;nbsp;110]] und [[Messerschmitt Me 210|Me&amp;amp;nbsp;210]], reduzierte Propellerdrehzahl&lt;br /&gt;
* DB 605 BM: wie 605 B, aber mit MW-50-Anlage bis zu 1800 PS (1324 kW) Sondernotleistung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== DB 605 AS ===&lt;br /&gt;
Höhenmotor mit 7,8 km Volldruckhöhe&lt;br /&gt;
* DB 605 AS: ein DB 605 A mit dem großen Lader des [[Daimler-Benz DB 603|DB&amp;amp;nbsp;603]], 1435&amp;amp;nbsp;PS (1055 kW) Startleistung in 0 m&lt;br /&gt;
* DB 605 ASM: wie 605 AS, aber mit MW-50-Anlage bis zu 1800&amp;amp;nbsp;PS (1324 kW) Sondernotleistung in 0 m&lt;br /&gt;
* DB 605 ASB: verbesserte 605-ASM-Version für B4-Kraftstoff mit MW-50, bis zu 1800&amp;amp;nbsp;PS (1324 kW) Sondernotleistung in 0 m&lt;br /&gt;
* DB 605 ASC: verbesserte 605-ASM-Version für C3-Kraftstoff mit MW-50, bis zu 2000&amp;amp;nbsp;PS (1471 kW) Sondernotleistung in 0 m&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== DB 605 D ===&lt;br /&gt;
7,6 km Volldruckhöhe&lt;br /&gt;
* DB 605 D-2: mit großem Lader des DB 603, 1435 PS (1055 kW) Startleistung in 0 m&lt;br /&gt;
* DB 605 DM: Ein 605 D-2 mit MW-50-Anlage als Standardausrüstung, bis zu 1700 PS (1250 kW) Sondernotleistung&lt;br /&gt;
* DB 605 DB: verbesserte 605-DM-Version für B4-Kraftstoff mit MW-50, anfangs 1850 (1361), später 1800 PS (1324 kW) Sondernotleistung&lt;br /&gt;
* DB 605 DC: verbesserte 605-DM-Version für C3-Kraftstoff mit MW-50, bis zu 2000 PS (1471 kW) Sondernotleistung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== DB 610 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Daimler Benz DB 610.jpg|mini|DB 610 ([[Deutsches Museum]], München)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zwei auf eine Propellerwelle wirkende gekoppelte DB 605&lt;br /&gt;
* DB 610 A: Rechtsläufer als Backbordmotor&lt;br /&gt;
* DB 610 B: Linksläufer als Steuerbordmotor&lt;br /&gt;
Der komplexe Motor wurde im schweren Bomber [[Heinkel He 177]] und im Versuchsflugzeug [[Messerschmitt Me 261|Messerschmitt Me 261 V3]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cosford&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://airandspace.si.edu/collection-objects/daimler-benz-db-605-inverted-v-12-engine/nasm_A19670086000 |titel=Daimler-Benz DB 605 Inverted V-12 Engine |werk=airandspace.si.edu (Smithsonian)|abruf=2023-05-20 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Daten ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;DB 605 AM&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Zwölfzylinder-[[V-Motor]] mit hängenden [[Zylinder (Technik)|Zylindern]]&lt;br /&gt;
* [[Zylinderbohrung|Bohrung]]: 154&amp;amp;nbsp;mm&lt;br /&gt;
* [[Kolbenhub|Hub]]: 160&amp;amp;nbsp;mm&lt;br /&gt;
* Hubraum: 35,7&amp;amp;nbsp;Liter&lt;br /&gt;
* Länge 2158 mm&lt;br /&gt;
* Breite 710 mm&lt;br /&gt;
* Höhe 1037 mm&lt;br /&gt;
* Trockenmasse: 756&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
* Dauerleistung 1080&amp;amp;nbsp;PS (794 kW)&lt;br /&gt;
* Sondernotleistung: 1800&amp;amp;nbsp;PS (1324 kW) mit MW50&lt;br /&gt;
* Benzindirekteinspritzung von Bosch, [[Doppelzündung]]&lt;br /&gt;
* Kühlung: Flüssigkeit ([[Ethylenglycol|Glykol]]-Wasser-Gemisch als [[Kühlmittel]])&lt;br /&gt;
* Schmierung: [[Trockensumpfschmierung]] mit einer Druck- und zwei Saugpumpen (je [[Zylinderkopf]] eine)&lt;br /&gt;
* Lader: Linksseitig ein [[Motoraufladung#Schleuderlader oder Radialverdichter|Radialkompressor]], stufenlos über eine barometrisch geregelte hydraulische Kupplung angetrieben. [[Volldruckhöhe]] 5700&amp;amp;nbsp;m&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prototypen ===&lt;br /&gt;
* DB 605 BS: vorgeschlagene Version des DB&amp;amp;nbsp;605 AS für zweimotorige Flugzeuge mit reduzierter Propellerdrehzahl, nicht gebaut&lt;br /&gt;
* DB 605 D: projektierte erste Version des 605&amp;amp;nbsp;D, auf 6,5&amp;amp;nbsp;km gesteigerte Volldruckhöhe, Startleistung bei 1,5 ata und 2800/min 1550&amp;amp;nbsp;PS (1140 kW) in 0 m mit C3-Kraftstoff&lt;br /&gt;
* DB 605 L: Höhenmotor für 9,8&amp;amp;nbsp;km Volldruckhöhe, DB&amp;amp;nbsp;605&amp;amp;nbsp;D-2 mit zweistufigem Lader, nur noch Prototypen/Vorserienbau, Startleistung 1700 PS (1250 kW) in 0 m mit C3-Kraftstoff&lt;br /&gt;
* DB 605 T: În einer [[Henschel Hs 130|Henschel Hs 130 E]] stellte ein dritter Motor im Rumpf die Leistung für einen großen zweistufigen Lader mit Ladeluftkühlung bereit. Im Mai 1942 wurden bei einer Erprobung 610 km/h und 13.800 m Flughöhe erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Flugzeugtriebwerken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Kategorie:Reihenmotor (Luftfahrt)]] siehe Diskussion --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mercedes-Benz-Triebwerk|DB 605]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:V-Motor (Luftfahrt)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wschlei</name></author>
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