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	<title>Dailamiten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T05:45:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dailamiten&amp;diff=2679950&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 25. Juli 2025 um 19:45 Uhr</title>
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		<updated>2025-07-25T19:45:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SW Caspian.jpg|mini|hochkant=2|Dailamiten (Daylam) im 10. Jahrhundert n. Chr.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dailamiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deylamiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren ein [[Iranische Völker|iranisches Volk]],&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Fishbein: &amp;#039;&amp;#039;e History of Al-Tabari: The Victory of the Marwanids A.D. 685-693/A.H.&amp;#039;&amp;#039; SUNY Press, 1990,  S.  90 Auszug: „Die Daylamiten waren ein persisches Volk, das in der Gegend von [[Gilan]] im nördlichen Iran lebte. Sie dienten den Sassaniden als Söldner und waren stur auf ihre Unabhängigkeit bedacht, trotz aller muslimischen Feldzüge gegen sie.“&amp;lt;/ref&amp;gt; das die gebirgigen Gegenden des nördlichen [[Iran]] an der Südküste des [[Kaspisches Meer|Kaspischen Meeres]] bewohnte. Sie wurden seit der Zeit des [[Sassaniden|Sassanidenreiches]] als Soldaten geschätzt und widersetzten sich lange Zeit der [[Islamische Expansion#Die arabische Eroberung des sassanidischen Perserreiches|arabischen Eroberung Persiens]] und der anschließenden [[Islamisierung]]. In den 930ern entstand die dailamitische [[Buyiden]]-Dynastie und herrschte über weite Teile Persiens bis zur Ankunft der [[Seldschuken]] in der Mitte des 11. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Dailamiten lebten in den Hochländern von [[Dailam]], ein Teil des [[Elburs-Gebirge|Elburs-Gebirges]] zwischen Gilan und [[Tabaristan]]. Die frühesten zoroastrischen und christlichen Quellen legen aber nahe, dass die ursprünglichen Dailamiten aus dem Gebiet um den Fluss [[Tigris]] stammten,&amp;lt;ref&amp;gt;Dadagi, Farnbagh. Bahar, Mehrdad. &amp;quot;Bundahishn.&amp;quot; Tus, 1991&amp;lt;/ref&amp;gt; wo iranischsprachige Völker wie die [[Zaza|Dimli]] heute leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Duus (EDT) Extra, D. (Durk) Gorter, Guus Extra, The Other Languages of Europe: Demographic, Sociolinguistic and Educational Perspectives, Multilingual Matters (2001). ISBN 1-85359-509-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sprachen die [[Deilami-Sprache]], einen nordwest-iranischen Dialekt, der dem der benachbarten [[Gilaker]]n ähnelte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EncIr&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia Iranica&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Nestorianismus]] breitete sich durch die Missionierungen des [[Johannes von Dailam]] unter den Dailamiten aus und Bistümer werden in der Gegend bis in die 790er Jahre erwähnt; sie könnten allerdings bis ins 14. Jahrhundert weiterbestanden haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EncIr&amp;quot;/&amp;gt; Während der sassanidischen Herrschaft wurden sie als hochwertige Infanteristen geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Frrokh (2007), S. 201, 224, 231&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem [[Byzantinisches Reich|oströmischen]] Geschichtsschreibern [[Prokopios von Caesarea|Prokop]] und [[Agathias]] zufolge waren sie ein kriegerisches Volk und geschult im [[Nahkampf]]. Jeder dailamitische Krieger war mit einem Schwert, einem Schild sowie Speeren oder Wurfspeeren bewaffnet. Die Dailamiten unterstützten die Rebellion des [[Bahram Tschobin]] gegen [[Chosrau II.]], trotzdem beschäftigte dieser später 4000 Dailamiten in seiner Leibwache.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EncIr&amp;quot;/&amp;gt; Der sassanidische General [[Wahriz]], der von [[Chosrau I.]] im Jahr 570 zur Eroberung des [[Jemen]] entsandt wurde, war wahrscheinlich auch dailamitischer Herkunft und seine Truppen beinhalteten auch dailamitische Kontingente.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EncIr&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der persischen Niederlage in der [[Schlacht von Kadesia]] desertierten diese dailamitischen Leibwachen zusammen mit anderen persischen Einheiten zu den angreifenden Arabern und konvertierten zum [[Islam]].&amp;lt;ref&amp;gt;Farrokh (2007), S. 269&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gelang den Dailamiten trotzdem, der arabischen Eroberung ihres Heimatlandes unter der Führung ihrer eigenen lokalen Anführer jahrhundertelang zu widerstehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EncIr&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Price42&amp;quot;&amp;gt;Price (2005), S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies führte zu anhaltendem Krieg und Plünderungen in Dailam. Unter den Arabern behielt die alte sassanidische Grenzfestung von [[Qazvin]] ihre Rolle als Bollwerk gegen dailamitische Übergriffe bei. Dem Historiker [[At-Tabarī]] zufolge wurden die Dailamiten zusammen mit den [[Türken]] zeitweise als schlimmste Feinde der Muslime angesehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EncIr&amp;quot;/&amp;gt; Die [[Abbasiden]] eroberten Teile der Region, konnten sie aber nie effektiv kontrollieren. Während der Herrschaft des [[Hārūn ar-Raschīd|Harun al-Rashid]], flohen mehrere [[Schia|Shiiten]] zu den Dailamiten, von denen ein Großteil heidnisch geblieben war, mit Ausnahme einiger [[Zoroastrier]] und Christen, um der Verfolgung zu entgehen. Unter diesen Flüchtlingen waren die [[Aliden]], unter denen die Konversion der Dailamiten zum schiitischen Islam begann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EncIr&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Farrokh (2007), S. 274–275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotzdem blieb in den Dailamiten eine starke iranische Identität erhalten, gepaart mit anti-arabischen Gefühlen. Die örtliche [[Ziyariden]]-Dynastie zum Beispiel ließ weiterhin originär iranische und zoroastrische Feiertage begehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Price42&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine heutige iranische Volksgruppe, die wahrscheinlich auf die Dailamiten zurückgeht, sind die [[Zaza]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zazaki.de/index.php/en &amp;#039;&amp;#039;Zazas and Zazaki.&amp;#039;&amp;#039;] zazaki.de, 26. April 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zaza bezeichnen sich selbst als Dimli oder Dimla,&amp;lt;ref&amp;gt;Garnik S. Asatrian: [https://www.iranicaonline.org/articles/dimli &amp;#039;&amp;#039;Dimlī.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopædia Iranica]]&amp;#039;&amp;#039;, 28. November 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; was nach einer von [[Friedrich Carl Andreas]] eingeführten Sprachtheorie vom Wort Dailam abgeleitet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Wladimir Fjodorowitsch Minorski: [https://www.researchgate.net/publication/280003925_Translation_of_La_Domination_des_Dailamites_by_Vladimir_Minorsky_1931 &amp;#039;&amp;#039;La Domination de Daylamites.&amp;#039;&amp;#039;] (1931) Englische Übersetzung bei &amp;#039;&amp;#039;ResearchGate&amp;#039;&amp;#039;, Juli 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür spricht auch das Agathias im 6. Jahrhundert die Dailamiten (wörtlich &amp;quot;Dilimniten&amp;quot;) als &amp;quot;einer der Größten Nationen auf der anderen Seite des Tigris, deren Gebiet an Persien grenzt&amp;quot; bezeichnet. Dieses Gebiet ist das heutige Siedlungsgebiet der Dimli oder auch Zaza.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Agathias |url=https://pdfcoffee.com/agathias-the-histories-pdf-free.html |titel=The Histories; Book 3 |seiten=87 |sprache=Englisch |abruf=03.11.2024}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{cite book |title=Shadows in the Desert: Ancient Persia at War |last=Farrokh |first=Kaveh |isbn=1-84603-108-7|year=2007|publisher=Osprey Publishing|url=http://books.google.com/books?id=p7kltwf9yrwC |language=en}}&lt;br /&gt;
* {{cite book |title=The Cambridge History of Iran: The period from the Arab invasion to the Saljuqs | editor=William B. Fisher, Richard Nelson Frye | publisher=Cambridge University Press | year=1975 | isbn=978-0-521-20093-6 |language=en}}&lt;br /&gt;
* [[Wladimir Fjodorowitsch Minorski]] (Vladimir Minorsky): &amp;#039;&amp;#039;La domination des Daïlamites.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1932.&lt;br /&gt;
* Wladimir Fjodorowitsch Minorski: &amp;#039;&amp;#039;Daylam.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopaedia of Islam|The Encyclopaedia of Islam. New Edition]],&amp;#039;&amp;#039; Band 2, 1991, S. 189–194.&lt;br /&gt;
* {{cite book |title=Iran&amp;#039;s diverse peoples | last=Price | first=Massoume | url=http://books.google.com/books?id=gzpdq679oJwC | year=2005 | isbn=978-1-57607-993-5 | publisher=ABC-CLIO |language=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Iran]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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