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	<title>Daigo-ji - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Daigoji Kyoto01s5s4110.jpg|mini|Die Haupthalle (&amp;#039;&amp;#039;Kondo&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Daigoji Kyoto02bs4200.jpg|mini|Die fünfstöckige Pagode]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DaigojiBentendo3224.jpg|mini|Ein der Gottheit [[Benzaiten]] gewidmeter Pavillon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daigo-ji&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{jaS|醍醐寺}}) ist eine weitläufige [[Buddhismus in Japan|buddhistische]] Tempelanlage im Stadtbezirk [[Fushimi-ku (Kyōto)|Fushimi]] von [[Kyōto]], [[Japan]]. Er wurde zu Beginn der [[Heian-Zeit]], im Jahr [[Jōgan]] 16 ([[874]] CE) von dem Mönch [[Shōbō (Mönch)|Shōbō]] gegründet. Seit 1994 gehört der Tempel zum [[UNESCO-Welterbe]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| autor=UNESCO World Heritage Centre| url=https://whc.unesco.org/en/list/688/| titel=Historic Monuments of Ancient Kyoto (Kyoto, Uji and Otsu Cities) | abruf=2022-05-27| sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Daigo-Tempel liegt an der östlichen Seite des Talbeckens von Yamashina, südöstlich des [[Kaiserpalast Kyōto|Kaiserpalasts]] von Kyōto. Das Tempelgelände erstreckt sich bis zum Gipfel des Berges Kasatori. Der ältere obere Bereich auf dem Berggipfel wird „Oberer Daigo“ (&amp;#039;&amp;#039;kami-daigo&amp;#039;&amp;#039;), der untere und jüngere Teil „Unterer Daigo“ (&amp;#039;&amp;#039;shimo-daigo&amp;#039;&amp;#039;) genannt. Aus der [[Azuchi-Momoyama-Zeit]] (1573–1603) stammt der Nebentempel [[Sambō-in]] mit seinem Garten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGG&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor= Nakada Junna| Titel=Der Daigo-ji in Glaube und Geschichte| Hrsg=Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH| Sammelwerk=Tempelschätze des Heiligen Berges. Daigo-ji| Verlag=Prestel| Ort=München| Datum=2008| ISBN=9783791338323| Seiten= 24-33}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
Gemäß der „Tempellegende des Daigo-ji“ (&amp;#039;&amp;#039;daigo-ji engi&amp;#039;&amp;#039;) schenkte der örtliche Gott Yokoo im Jahr [[Jōgan]] 16 ([[874]] CE) dem Mönch [[Shōbō (Mönch)|Shōbō]] das Gelände. Zunächst stellte Shōbō zwei Statuen der [[Bodhisattva]] [[Guanyin|Kannon]] von Juntei und Nyorin in einem einfachen Tempel auf. [[Tennō]] [[Daigo]] (885–930) und seine Hauptfrau Fujiwara-no Onshi förderten den weiteren Ausbau. Im Jahr [[Engi (Ära)|Engi]] 7 (907 CE) wurde aufgrund eines Gelübdes des Kaisers die &amp;#039;&amp;#039;Yakushi-dō&amp;#039;&amp;#039;-Halle errichtet, etwas später die Halle &amp;#039;&amp;#039;Godai-dō&amp;#039;&amp;#039;. Im Bezirk des Oberen Daigo befinden sich weiter die Hallen &amp;#039;&amp;#039;Juntei-dō&amp;#039;&amp;#039;, südöstlich davon &amp;#039;&amp;#039;Yakushi-dō&amp;#039;&amp;#039;, östlich davon &amp;#039;&amp;#039;Godai-dō&amp;#039;&amp;#039;, südöstlich von dieser die &amp;#039;&amp;#039;Nyoirin-dō&amp;#039;&amp;#039; und wiederum in deren Osten die heutige &amp;#039;&amp;#039;Kaisan-dō&amp;#039;&amp;#039; ({{jaS|開山堂}}, ‚Gründer-Halle‘). Während der Regierungszeit des Daigo-Tennō wurde auch das Kloster eingerichtet sowie im Jahr [[Enchō]] 4 (926 CE) die Halle &amp;#039;&amp;#039;Shaka-dō&amp;#039;&amp;#039; im Unteren Daigo.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Söhne und Nachfolger des Daigo-Tennō, [[Suzaku (Tennō)|Suzaku]] (923–952, reg. 930–946) und [[Murakami (Tennō)|Murakami]] (926–967, reg. 946–967) respektierten das Gelübde ihres Vaters. Sie errichteten die Halle &amp;#039;&amp;#039;Hokke San-mai-dō&amp;#039;&amp;#039;. 952 fanden die Arbeiten mit einer fünfstöckigen [[Pagode]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Gojū-no-tō]]&amp;#039;&amp;#039;) ihren vorläufigen Abschluss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGG&amp;quot; /&amp;gt; Die Pagode wurde während der Bürgerkriegsunruhen des 15. Jahrhunderts schwer beschädigt, seit dem späten 16. Jahrhundert aber wiederholt restauriert. Sie ist das älteste erhaltene Bauwerk in Kyōto. Alle anderen Gebäude des Tempels waren zwischenzeitlich mindestens einmal vollständig durch Feuer zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Daigo-Tempel dient als Haupttempel des Ono-Zweigs der [[Shingon-shū|Shingon]]-Schule. Er bildet die elfte Station des [[Saigoku-Pilgerweg]]s. Über viele Generationen wurde er von Mitgliedern der Daigo-Linie der Familie [[Minamoto]] geleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besondere Bauten ==&lt;br /&gt;
Sechs Gebäude der Anlage zählen zu den [[Nationalschätze Japans|Nationalschätzen Japans]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im oberen Bezirk:&lt;br /&gt;
* die Halle des Yakushi Buddha (&amp;#039;&amp;#039;Yakushidō&amp;#039;&amp;#039;), 907 auf Befehl von Kaiser Daigo errichtet&lt;br /&gt;
* die Verehrungshalle für Seiryū Gongen (&amp;#039;&amp;#039;Kiyotakigū-haiden&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im unteren Bezirk:&lt;br /&gt;
* die fünfstöckige Pagode (&amp;#039;&amp;#039;Gojū-no-tō&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* die Haupthalle bzw. Goldene Halle (&amp;#039;&amp;#039;[[Haupthalle (Buddhistischer Tempel Japan)|Kondō]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* die Empfangshalle (&amp;#039;&amp;#039;Omote-shoin&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* das Chinesische Tor des Untertempels [[Sambō-in|Sanbō-in]] (&amp;#039;&amp;#039;Sanbō-in karamon&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt für seine Kunstfertigkeit und Schönheit ist der von [[Toyotomi Hideyoshi]] im Jahr 1598 angelegte Garten des Untertempels Sanbōin ({{lang|ja|三宝院庭園}}, &amp;#039;&amp;#039;Sanbōin Teien&amp;#039;&amp;#039;). Dieser wurde 1952 zur [[Besondere historische Stätte|Besonderen historischen Stätte]] erklärt. 1994 wurde der Daigo-Tempel zusammen mit anderen historischen Stätten in Kyōto von der [[UNESCO]] als [[Weltkulturerbe]] [[Historisches Kyōto (Kyōto, Uji und Ōtsu)]] registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architekturgeschichtliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plan of Horyuji Temple.jpg|mini|Plan einer &amp;#039;&amp;#039;shichidō garan&amp;#039;&amp;#039;-Tempelanlage (Hōryū-ji, Ikaruga)]]&lt;br /&gt;
Die ersten buddhistischen Tempel Japans wurden im späten 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert von den [[Soga (Klan)|Soga]] erbaut. Keines dieser Gebäude ist erhalten. Der älteste erhaltene Tempel ist der [[Hōryū-ji]] in der Stadt [[Ikaruga (Nara)|Ikaruga]] südwestlich von [[Nara]], erbaut 607 unter der Schirmherrschaft von Kronprinz [[Shōtoku]] (574–620). Eine weitere Tempelanlage aus dieser Zeit ist der [[Shitennō-ji]] in [[Osaka]] (err. 593). Diese ersten buddhistischen Tempel wurden in oder nahe bei den Städten errichtet. Allen gemeinsam ist eine überdachte rechteckige Galerie (&amp;#039;&amp;#039;Kairō&amp;#039;&amp;#039;, 回廊・廻廊), deren Haupteingang &amp;#039;&amp;#039;Chūmon&amp;#039;&amp;#039; (中門) in der Mitte der Südseite gelegen ist. Ferner findet sich eine [[Haupthalle (Buddhistischer Tempel Japan)|Haupthalle]] (本堂, &amp;#039;&amp;#039;hondō&amp;#039;&amp;#039;) oder Goldene Halle (金堂, &amp;#039;&amp;#039;kondō&amp;#039;&amp;#039;), das Hauptheiligtum (本尊, &amp;#039;&amp;#039;[[honzon]]&amp;#039;&amp;#039;) des Tempels sowie eine Lehrhalle (講堂, &amp;#039;&amp;#039;kōdō&amp;#039;&amp;#039;) und eine Pagode (塔 &amp;#039;&amp;#039;tō&amp;#039;&amp;#039;). Eine solche regelmäßige Anlage wird mit dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;garan&amp;#039;&amp;#039; (伽藍) oder &amp;#039;&amp;#039;shichidō garan&amp;#039;&amp;#039; (七堂 伽藍, Sieben-Hallen-Tempel) bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor=Paul Varley| Titel=Japanese Culture| Verlag=University of Hawai&amp;#039;i Press| Ort=Honolulu| Datum=2000| Auflage=4| ISBN=9780824821524| Seiten=28–30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprünglichen Gebäude der Heian-Zeit wurden im Lauf der Zeit meist zerstört und immer wieder aufgebaut. Originale Bauten sind daher in Japan nur wenige erhalten, darunter die Haupthalle (&amp;#039;&amp;#039;Kondō&amp;#039;&amp;#039;) und die Pagode des [[Murō-ji]] in der Stadt [[Uda (Nara)|Uda]], [[Präfektur Nara]]. Tempelanlagen wie Muro-ji und Daigo-ji zeugen von einem bedeutsamen Wandel der japanischen buddhistischen Architektur: An die Stelle des idealen Sieben-Hallen-Tempels chinesischer Prägung tritt in der buddhistischen Sakralarchitektur der frühen Heian-Zeit der Typus des Bergtempels, der fernab der Städte errichtet wurde und sich in Form und Anordnung dem unregelmäßigen Gelände anpasste. Nach Varley (2000) hatte die buddhistische Architektur damit Anschluss an „eine der bedeutendsten Traditionen der japanischen Kultur“ gefunden: den „starken Sinn für Natur und dem Bedürfnis, darin die menschliche Identität in all ihren Ausprägungen zu finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor=Paul Varley| Titel=Japanese Culture| Verlag=University of Hawai&amp;#039;i Press| Ort=Honolulu| Datum=2000| Auflage=4| ISBN=9780824821524| Seiten=54}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher wird dieser Baustil auch als &amp;#039;&amp;#039;wayō&amp;#039;&amp;#039; (和様, ‚eigener‘ oder ‚japanischer Stil‘) bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| autor=Mary Neighbour Parent| titel=Wayou| werk=Japanese Architecture and Art Net Users System| url=https://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/w/wayou.htm| abruf=2022-05-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* S. Noma (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Daigoji&amp;#039;&amp;#039;. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993, ISBN 4-06-205938-X, S.&amp;amp;nbsp;261.&lt;br /&gt;
* {{Literatur| Hrsg=Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH| Titel=Tempelschätze des Heiligen Berges. Daigo-ji| Verlag=Prestel| Ort=München| Datum=2008| ISBN=9783791338323}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Daigo-ji}}&lt;br /&gt;
* {{Weblink Welterbe |Nummer=688}}&lt;br /&gt;
* [https://www.daigoji.or.jp/ Offizielle Website des Tempels] - Japanisch und Englisch&lt;br /&gt;
* [http://www.pref.kyoto.jp/visitkyoto/en/theme/sites/shrines/w_heritage/06/ Informationsangebot der Präfektur Kyōto] - Englisch&lt;br /&gt;
* [http://www.city.kyoto.jp/bunshi/bunkazai/isan-f-e.htm Informationsangebot der Stadt Kyōto] - Englisch&lt;br /&gt;
* [http://www.kah-bonn.de/ausstellungen/daigoji/index.htm Website zur Ausstellung: „Tempelschätze des Heiligen Berges. Daigo-ji“] - in der Bundeskunsthalle in Bonn, 25. April bis 24. August 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=34/57/4/N |EW=135/49/10/E |type=landmark |region=JP-26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buddhistischer Tempel in Kyōto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestandteil einer Welterbestätte in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestandteil einer Welterbestätte in Japan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Besondere historische Stätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalschatz Japans (Bauwerk)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 870er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaftlich Schöner Ort in der Präfektur Kyōto]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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