<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dagor</id>
	<title>Dagor - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dagor"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dagor&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T03:33:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dagor&amp;diff=2324753&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Linsenoptisch-geschichtlicher Hintergrund */ typografische Anführungszeichen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dagor&amp;diff=2324753&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-05-27T18:49:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Linsenoptisch-geschichtlicher Hintergrund: &lt;/span&gt; typografische Anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dagor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Objektiv (Optik)|Kameraobjektiv]], das 1892 von [[Emil von Höegh]] für die [[Optische Anstalt C. P. Goerz]], Berlin, patentiert wurde. Es war gegen Ende des 19. Jahrhunderts eines der erfolgreichsten [[Fotografie|fotografischen]] Objektive. Das Dagor ist ein [[Anastigmat|Doppelanastigmat]] (Dagor = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;D&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oppel-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nastigmat-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Go&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;r&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;z).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linsenoptisch-geschichtlicher Hintergrund ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis weit in das Ende des 19. Jahrhunderts hinein blieb es unmöglich, ein Kameraobjektiv zu konstruieren, das keinen nennenswerten [[Abbildungsfehler#Astigmatismus|Astigmatismus]] und gleichzeitig kein stark [[Bildfeldwölbung|gekrümmtes Bildfeld]] hat. Ein flaches Bildfeld ohne Astigmatismus ergibt sich nur, wenn die [[Petzval-Summe]] des Objektivs nahe Null ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Gregory Hallock Smith: &amp;#039;&amp;#039;Camera Lenses. From Box Camera to Digital.&amp;#039;&amp;#039; Spie Press, 2006, S. 139f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petzval-Summe errechnet sich als dem [[Kehrwert]] einer Summe von Produkten, die jeweils aus der [[Brennweite]] der eingesetzten Linsen und deren [[Brechungsindex]] gebildet werden. Damit ein Objektiv überhaupt eine positive Brennweite haben kann, muss die Summe der Einzelbrennweiten der eingesetzten Linsen ebenfalls positiv sein. Mit andern Worten, die Sammellinsen müssen insgesamt das optische System dominieren. Bestehen die Linsen nun alle aus dem gleichen Material, kann die Petzval-Summe nie Null erreichen. Bestehen die Sammellinsen hingegen aus einem Material mit einem besonders hohen Brechungsindex, verringert sich die Petzval-Summe und damit die Bildfeldwölbung. Enthält das optische System gleichzeitig eine Zerstreuungslinse (negativer Beitrag zur Gesamtbrennweite) aus einem Glas mit niedrigem Brechungsindex so kann die Petzval-Summe gegen Null gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung von [[Barium]]-haltigem [[Kronglas]] durch [[Otto Schott|Schott]] im Jahre 1886 ermöglichte es nun erstmals, [[anastigmat]]ische Objektive ohne Bildfeldkrümmung zu konstruieren. Barium-haltiges Kronglas (z.&amp;amp;nbsp;B. BaK4) hat nämlich einen deutlich höheren Brechungsindex als „normales“ Kronglas. Die einzige Möglichkeit, die es zuvor gab, die Bildfeldkrümmung stark zu reduzieren, bestand darin, einen Unschärfe erzeugenden Astigmatismus in Kauf zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dagor.png|miniatur|Linsenschema des Dagor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grundlage der neuen Barium-Krongläser konstruierte [[Paul Rudolph (Physiker)|Paul Rudolph]] 1889 für [[Carl Zeiss (Unternehmen)|Carl Zeiss]] als ersten echten Anastigmaten das vierlinsige [[Protar (Objektiv)|Protar]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=56109| Code=C| Titel=Photographisches Doppelobjectiv| A-Datum=1890-04-03| V-Datum=1891-05-20| Anmelder=Firma Carl Zeiss}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während Rudolph ab 1891 an einem 1893 patentierten [[Landschaftsfotografie|Landschaftsobjektiv]], dem [[Satz-Anastigmat]] der Serien VI und VIa, arbeitete, konkurrierten Emil von Hoegh für die Optische Anstalt Goerz und [[Hugo Adolph Steinheil]] für [[C.A. Steinheil &amp;amp; Söhne]] um die Entwicklung eines unabhängig von Rudolph berechneten Doppel-Anastigmaten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Encyklopädia Britannica.&amp;#039;&amp;#039; Band 21. S. 571ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Patent wurde Goerz 1892 erteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=74437| Code=C| Titel=Sphärisch, chromatisch und astigmatisch corrigirtes Objectiv| A-Datum=1892-12-20| V-Datum=1894-04-04| Anmelder=C. P. Goerz}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Protare von Zeiss bis in die 1930er Jahre hinein gebaut wurden, waren sie keine besonders erfolgreiche Objektivreihe. Das Dagor hingegen war der erste wirklich erfolgreiche Anastigmat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;smith140&amp;quot;&amp;gt;Gregory Hallock Smith: &amp;#039;&amp;#039;Camera Lenses. From Box Camera to Digital.&amp;#039;&amp;#039; Spie Press, 2006, S. 140&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Lizenz für Großbritannien wurde 1893 an das Unternehmen [[Ross &amp;amp; Co.|Ross (Unternehmen)]] in London, die für Österreich-Ungarn an [[Karl Fritsch (Optiker)|Karl Fritsch]] in Wien vergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung des Dagor ist das [[Plasmat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dagor besteht aus zwei symmetrischen Linsengruppen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;smith140&amp;quot; /&amp;gt; Jede dieser beiden Linsengruppen besteht ihrerseits aus drei miteinander [[Verkittung|verkitteten]] Einzellinsen (Triplet). Zwischen den Triplets befindet sich die [[Blende (Optik)|Blende]]. Die Triplets sind jeweils für den [[Farblängsfehler]], die [[sphärische Aberration]], den [[Abbildungsfehler#Astigmatismus|Astigmatismus]] und die [[Bildfeldwölbung]] korrigiert. Die symmetrische Konstruktion beseitigt ferner den [[Farbquerfehler]] und die [[Abbildungsfehler#Koma|Koma]] und sorgt für ein [[verzeichnung]]sfreies Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Objektivtyp (Fotografie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goerz-Objektiv]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>