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	<title>Dachtraufrecht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T21:57:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dachtraufrecht&amp;diff=2105282&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Links auf Anton Mell und Hans Pirchegger; Zitierungen</title>
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		<updated>2024-07-12T21:38:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Links auf Anton Mell und Hans Pirchegger; Zitierungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dachtraufrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Begriff der Behörden- und Gerichtsorganisation des späten [[Mittelalter]]s und der frühen [[Neuzeit]] bis ins 17. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bezeichnet das Recht eines Hausbesitzers, Angelegenheiten selbst zu untersuchen und allenfalls zu bestrafen, die sich innerhalb der [[Dachtraufe]] seines Hauses ereignet hatten und definierte damit dessen behördliche Berechtigung.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Beispiel nach dem 4. Titel des [[Tractatus de iuribus incorporalibus]] &amp;#039;&amp;#039;§. 3. Deßgleichen seynd alle Straffen / Wandel / und Fälligkeiten / von Schmach / Schelten / Rauff-, Rumor- und andern dergleichen Händlen die unter dem Dachtropffen / und nicht auff offener Gassen und Strassen fürgehen / noch Land-Gerichtsmäßig seynd / dem Grund-Herrn zugehörig.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachtrauf wurde dabei jene Fläche gesehen, die (neben der Grundfläche des jeweiligen Gebäudes) von der Außenmauer des Gebäudes bis zu der Linie reichte, die durch die vom Dach fallenden Wassertropfen (die Dachtraufe&amp;lt;ref name=grimm&amp;gt;[[Brüder Grimm|Jakob und Wilhelm Grimm]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Wörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039; (DWB). Band&amp;amp;nbsp;2 Biermörder-Dwatsch. Leipzig&amp;amp;nbsp;1860. Stichwort „Dachtraufe“. Spalte&amp;amp;nbsp;670 Zeile&amp;amp;nbsp;12. Nachdruck [[Deutscher Taschenbuch Verlag]]. dtv&amp;amp;nbsp;5945. München&amp;amp;nbsp;1991, ISBN 3-423-05945-1. Gliederung zitiert nach: Der digitale Grimm - Elektronische Ausgabe der Erstbearbeitung. Version&amp;amp;nbsp;12/04. Verlag [[Zweitausendeins]], Frankfurt am Main. Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs&amp;amp;#8209; und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier in Verbindung mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. ISBN 3-86150-628-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;) gezeichnet wurde. Die Größe des Dachtraufs hing davon ab, wie groß das Gebäude war und wie weit das Dach über dessen Außenwand vorsprang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Recht ist eine Form des [[Hausrecht]]s. Die Dachtraufe bezeichnete die Grenze der Hofstatt, ihres Rechts und ihres Friedens.&amp;lt;ref name=grimm/&amp;gt; Diese Definition war dann relevant, wenn es darum ging festzustellen, ob ein Verhalten zwar außerhalb des Hauses, aber noch innerhalb des Dachtraufes als [[Freiheitsdelikt|Hausfriedensbruch]] zu werten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dachtraufrecht stand dem Hauseigentümer zu, wenn er freier [[Eigentum|Eigentümer]] war, ansonsten der [[Grundherrschaft]], zu der dieses Haus gehörte. Wie weit dieses Recht reichte und welchen Personen es tatsächlich zustand, war unterschiedlich und änderte sich im Lauf der Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dachtraufe konnte außerhalb der Behördenorganisation auch wirtschaftliche Bedeutung bekommen, wenn sie Berechtigungszonen definierte: „wil ieman win verchoufen, der sol in geben mit dem eimer uzerhalb dem tachtroufe“ (will jemand Wein verkaufen, der soll ihn mit dem Eimer außerhalb der Dachtraufe geben).&amp;lt;ref name=grimm/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Steiermark]] war das Dachtraufrecht im 16. Jahrhundert ein Vorrecht, das allen [[Grundherr]]en zustand. Innerhalb eines Dachtraufes übte der Grundherr die volle [[niedere Gerichtsbarkeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;Mell: &amp;#039;&amp;#039;Strafgerichtsbarkeiten&amp;#039;&amp;#039;, [http://www.literature.at/viewer.alo?objid=19305&amp;amp;viewmode=fullscreen&amp;amp;rotate=&amp;amp;scale=2&amp;amp;page=25 S. XXVI.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die steirische Landgerichtsordnung, die am 24. Dezember 1574 von [[Karl II. (Innerösterreich)|Erzherzog Karl]] in [[Graz]] publiziert worden war, anerkannte die Freiheit des Grundherren vor dem persönlichen Eingreifen des Landrichters bei der Bestrafung der innerhalb des Dachtraufes vorkommenden Straffälle.&amp;lt;ref&amp;gt;Mell: &amp;#039;&amp;#039;Gerichtsbeschreibungen&amp;#039;&amp;#039;, [http://www.literature.at/viewer.alo?objid=19305&amp;amp;viewmode=fullscreen&amp;amp;scale=2.5&amp;amp;rotate=&amp;amp;page=31 S. XXXII] (L.-G.-O. = Landgerichtsordnung, I.T. = 1. Teil).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidung vom Traufrecht ==&lt;br /&gt;
Das Dachtraufrecht hat nichts mit dem [[Traufrecht]] zu tun, auch Dachrecht genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;2, Spalte 665, Zeile 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Traufrecht ist das Recht, das von einem Dach ablaufende Wasser auf ein anderes Grundstück abzuleiten (oder die Pflicht, ein Dach so zu gestalten, dass das nicht geschieht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Anton Mell]]: [http://www.literature.at/viewer.alo?objid=19305&amp;amp;viewmode=fullscreen&amp;amp;rotate=&amp;amp;scale=3.33&amp;amp;page=18 &amp;#039;&amp;#039;Hohe und niedere Strafgerichtsbarkeiten. Landgerichte und Burgfrieden in Steiermark.&amp;#039;&amp;#039;] In: Anton Mell, [[Hans Pirchegger]]: [http://www.hlk.steiermark.at/cms/beitrag/12686149/147002908/ &amp;#039;&amp;#039;Steirische Gerichtsbeschreibungen. Als Quellen zum Historischen Atlas der österreichischen Alpenländer&amp;#039;&amp;#039;]. I.&amp;amp;nbsp;Abteilung. Landgerichtskarte: Steiermark. In der Reihe: &amp;#039;&amp;#039;Quellen zur Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte der Steiermark.&amp;#039;&amp;#039; I.&amp;amp;nbsp;Band. Herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark, Graz 1914, S. XIX–XLIV.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte der Frühen Neuzeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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