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	<title>Dachtraufe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T03:30:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dachtraufe&amp;diff=94354&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Begriff */</title>
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		<updated>2026-03-23T16:40:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Begriff&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Traufe}}&lt;br /&gt;
[[Datei:San Agustin roofs C.jpg|miniatur|Einfache Traufe ohne Regenrinne]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dachtraufe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Traufe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wird im [[Bauwesen]] die untere Kante am [[Dach]] eines [[Gebäude]]s bezeichnet. Hier fließt während eines [[Regen]]s oder bei [[Schneeschmelze]] das gesammelte Wasser der Dachfläche ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Dachtraufe ist die untere als Kante ausgebildete, waagerechte Begrenzung der [[Dachfläche]] parallel zum [[Dachfirst|First]]. Sie ist zugleich die Ablaufkante des Regenwassers, entweder als [[Tropfkante]] oder in [[Dachrinne]]n, wobei letztere angebracht sind, um von dort das Wasser seitlich durch [[Wasserspeier]] oder [[Fallrohr]]e abzuleiten. Bei [[Walmdächer]]n läuft die Traufe in einheitlicher Höhe um das ganze Haus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Koepf]], [[Günther Binding]]: &amp;#039;&amp;#039;Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X ([https://moodle.unifr.ch/pluginfile.php/975203/mod_resource/content/0/KOEPF%2C%20BINDING%2C%202005%2C%20Bildwoerterbuch%20der%20Architektur.pdf Digitalisat auf moodle.unifr.ch], abgerufen am 22. September 2024), S. 475: &amp;#039;&amp;#039;Traufe.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dach Maße 2024-09-19.jpg|mini|Schaubild für die Begriffe: Traufe, Traufhöhe, Traufüberstand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Traufe&amp;#039;&amp;#039; kommt vom [[Mittelhochdeutsche Sprache|mittelhochdeutschen]] &amp;#039;&amp;#039;troufe&amp;#039;&amp;#039; (ablautende Bildung zu althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;triofan&amp;#039;&amp;#039; ‚triefen‘, verwandt mit „träufeln“ bzw. „träufen“ von althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;troufen&amp;#039;&amp;#039; ‚triefen machen‘&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Auflage. Herausgegeben von [[Walther Mitzka]]. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 787 (&amp;#039;&amp;#039;Traufe&amp;#039;&amp;#039;) und 790 (&amp;#039;&amp;#039;triefen&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;); er bezeichnet den &amp;#039;&amp;#039;Tropfen&amp;#039;&amp;#039;, das &amp;#039;&amp;#039;Niedertröpfeln&amp;#039;&amp;#039;, den &amp;#039;&amp;#039;Ort des Tropfenfalls&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dwds.de/wb/dwb/traufe |titel=traufe |werk=dwds.de, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB) |abruf=2024-09-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und erinnert damit sprachlich an eine Zeit, als Dächer allgemein noch keine Regenrinnen hatten, sondern das Niederschlagswasser von der Traufe direkt herabfloss. Aus diesem Zusammenhang stammt die in Deutschland seit dem 17. Jahrhundert bekannte sprichwörtliche [[Redensart]], dass man &amp;#039;&amp;#039;vom Regen in die Traufe kommt&amp;#039;&amp;#039;. Sie hat ihren Ursprung in dem Umstand, dass man sich bei Regenwetter ans Haus unter den Dachüberstand flüchtet, dabei aber unter die Traufe gerät, aus der das gesammelte Dachregenwasser herunterschießt, so dass man erst recht nass wird. Im übertragenen Sinne bedeutet die Redensart, dass man ein Übel vermeidet und dabei einem schlimmeren verfällt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lutz Röhrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten&amp;#039;&amp;#039;. Herder, Freiburg / Basel / Wien 1995, ISBN 3-451-04400-5, Bd. 4, S. 1235 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Traufseite, traufständig ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hn-boeck-eppinger66.jpg|mini|Bildmitte: traufständiges Gebäude, links ein giebelständiges Gebäude]]&lt;br /&gt;
Die Seite des Hauses, an dem sich die Traufe befindet, wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Traufseite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, im Gegensatz zur [[Giebel]]seite. Ein Haus dessen Traufe parallel zur [[Erschließung (Gebäude)|erschließenden]] [[Straße]] ausgerichtet ist, nennt man [[traufständig]]. Ein solches Haus wird auch als &amp;#039;&amp;#039;Traufhaus&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Traufenhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Koepf]], [[Günther Binding]]: &amp;#039;&amp;#039;Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X ([https://moodle.unifr.ch/pluginfile.php/975203/mod_resource/content/0/KOEPF%2C%20BINDING%2C%202005%2C%20Bildwoerterbuch%20der%20Architektur.pdf Digitalisat auf moodle.unifr.ch], abgerufen am 21. September 2024), S. 475: &amp;#039;&amp;#039;Traufenhaus.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet.[[Datei:FLM Hösseringen, Lk.UE, 2019.04.28. (13-).jpg|mini|Traufe eines strohgedeckten Hauses ([[Museumsdorf Hösseringen]]). Unter der Traufe zeichnet sich im Boden der Tropfenfall ab.]]Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;traufständig&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich ebenfalls auf die Orientierung eines Gebäudes in Bezug zur erschließenden Straße oder dem Platz. Bei traufständiger Bauweise stehen Traufe und First eines Gebäudes parallel zur Straße. Der Gegenbegriff in Architektur und Stadtplanung ist &amp;#039;&amp;#039;giebelständig&amp;#039;&amp;#039;. {{Hauptartikel|Giebel- und traufständig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Traufhöhe}} Traufpunkt und Traufhöhe ==&lt;br /&gt;
Als „Traufpunkt“ (auch „Traufenpunkt“) wird ein Schnittpunkt zwischen der senkrechten Außenfläche (Oberfläche der Außenwand) und der [[Dachhaut]] bezeichnet. Die Höhe zwischen Traufpunkt und dem Terrain wird als „Traufhöhe“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als begrenzendes Maß im Bauplanungsrecht entspricht die Traufhöhe nicht unbedingt in jedem Punkt der Höhe der Dachrinne über dem Erdboden, sondern wird gemittelt bzw. zeichnerisch ermittelt. Die maximale Traufhöhe kann in einem [[Bauleitplanung|Bebauungsplan]] festgeschrieben werden. In [[Berlin]] gilt beispielsweise häufig eine traditionelle Traufhöhe von 22 m. Im Bebauungsplan kann eine maximale Traufhöhe auch abhängig von der Dachneigung festgelegt werden, so kann sie z.&amp;amp;nbsp;B. für eingeschossige Einfamilienhäuser 3,5&amp;amp;nbsp;m bei 45° Dachneigung und 4,0&amp;amp;nbsp;m bei 35° Dachneigung betragen. Außerdem wird im Allgemeinen auch die [[Firsthöhe]] festgelegt, was zu weiteren Einschränkungen bei der Traufhöhe führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezugspunkte der Traufhöhendefinition beziehen sich in der Regel auf die Oberkante der öffentlichen Straße und den Schnittpunkt zwischen dem aufgehenden Mauerwerk, der Außenwand, mit dem Dachsparren. Auch hier kann durch den Bebauungsplan präzisiert werden, ob die Unterkante des Sparrens oder die Dachhaut maßgebend sind. Dachaufbauten lösen keine Traufhöhen im Planungsrecht aus. Die Traufhöhe ist immer an die Decke des letzten möglichen [[Geschoss (Architektur)|Vollgeschosses]] und der aufgehenden Außenwand angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Traufrecht und Dachtraufrecht ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Traufrecht&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Grunddienstbarkeit]], mit der dem Eigentümer eines [[Grundstück]]s das Recht eingeräumt wird, das Regenwasser auf das Grundstück des [[Nachbar]]n ablaufen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Dachtraufrecht]] hat dieses Recht nichts zu tun. → &amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel: [[Traufrecht]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Dachtraufrecht&amp;#039;&amp;#039; ist ein Begriff der Behörden- und Gerichtsorganisation des späten [[Mittelalter]]s und der frühen [[Neuzeit]] bis ins 17. Jahrhundert. Es bezeichnet das Recht eines Hausbesitzers, Angelegenheiten selbst zu untersuchen und allenfalls zu bestrafen, die sich innerhalb der Dachtraufe seines Hauses ereignet hatten. → &amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel: [[Dachtraufrecht]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Traufgasse]]&lt;br /&gt;
* [[Gesims#Begriffe|Traufgesims]]&lt;br /&gt;
* [[Traufbohle]], [[Traufblech]]&lt;br /&gt;
* [[Traufschrot]]&lt;br /&gt;
* [[Dachüberstand]]&lt;br /&gt;
* [[Dachrinne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Eaves|Traufen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.haus.de/bauen/traufe-funktionen-vorschriften-34019 Traufe: Tropfkante und Begrenzung des Dachs]&amp;#039;&amp;#039;, auf haus.de&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.dachdecker-spengler.com/wissenswertes/dachdeckerei/dachabschluss-traufe/ Der Dachabschluss: die Traufe]&amp;#039;&amp;#039;, auf dachdecker-spengler.com&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.lwl-baukultur.de/de/baukultur-im-detail/ortgang-und-traufe/ „Ortgang und Traufe“, Sammlung von Architekturdetails die das Erscheinungsbild von Gebäuden entscheidend beeinflusst]&amp;#039;&amp;#039;, auf lwl.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4277063-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dachentwässerung|Traufe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Giebel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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