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	<title>Dachpappe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dachpappe&amp;diff=203411&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar: /* Literatur */ +1</title>
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		<updated>2025-09-14T07:25:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; +1&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hard rain on a roof.jpg|mini|Dachpappe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dachpappen Produktionsmaschine von 1899.png|mini|Produktionsmaschine für Dachpappen von 1899&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Georg Lunge|Titel=Die Industrie des Steinkohlentheers und Ammoniaks Bände 1 – 2 |Verlag=F. Vieweg und Sohn|Ort=Braunschweig |Datum=1899|ISBN= |Seiten=279 |Online=https://books.google.de/books?id=zQcNAAAAYAAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;dq=Michael%20Kag%20Dachpappe&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA279#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dachpappe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Teerpappe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war eine mit [[Bitumen]] getränkte [[Pappe]], die als [[Dachabdichtung]] und [[Feuchtigkeitssperre]] in Bauwerken diente. Ihre Erfindung liegt 240 Jahre zurück und heute wird keine Pappe mehr in Bitumenbahnen verwendet. Oft wurde in die Bitumenbahnen [[Sand]], feiner [[Kies]] oder [[Schiefer]]splitt eingewalzt, um eine höhere [[Abriebfestigkeit]] und [[Ultraviolettstrahlung|UV]]-Resistenz zu erreichen und die Erhitzung durch Sonneneinstrahlung zu begrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dachbahnen können als alleinige oder als zusätzliche [[Dachhaut]] (Unterdeckung) verwendet werden, etwa unter [[Dachziegel]]n oder [[Schieferdeckung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Erfindung ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Arvid Faxe#Erfindung der Dachpappe 1785}}&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Steinpappe}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Verlegetechnik für Dachpappe Schindeln von Salomo Sachs 1837.png|mini|hochkant|Verlegetechnik für Dachpappe Schindeln (b) unter sechseckigen Fliesen&lt;br /&gt;
(c) Fig. 8]]&lt;br /&gt;
Die Dachpappe, auch &amp;#039;&amp;#039;Asphaltpappe&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Steinpappe&amp;#039;&amp;#039;, wurde schon 1785 in Schweden vom königlichen Admiralitätsarzt [[Arvid Faxe]] (1733–1793) aus [[Karlskrona]] erfunden. Faxe hatte eine Masse mit Pappe entwickelt, aber deren Zutaten geheim gehalten. Um diese für die Dacheindeckung besser zu vermarkten, nannte er sie nicht mehr Steinpapier, sondern künstlichen Schiefer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Gilly, Daniel Gottlieb Friderici |Titel=Handbuch der Land-Bau-Kunst vorzüglich in Rücksicht auf die Konstruktion der Wohn- und Wirthschaftsgebäude für angehende Kameral-Baumeister und Oekonomen. Teil 2 |Verlag= Vieweg|Ort= Braunschweig |Datum=1805 |ISBN= |Seiten=325|Online=https://books.google.de/books?id=xa45AAAAcAAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;dq=David%20Gilly%20Pappe&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA325#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1791 erfand Michael Kag in [[Mühldorf am Inn]] seine Dachpappe, wobei Kag die Pappe in Ölfirnis tränkte und dann Staubmehl aufbrachte. Später erkannte er, dass Produkte mit [[Steinkohlenteer]] viel günstiger zu produzieren waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Georg Lunge|Titel=Die Industrie des Steinkohlentheers und Ammoniaks Bände 1 – 2 |Verlag=F. Vieweg und Sohn  |Ort=Braunschweig |Datum=1899|ISBN= |Seiten=274|Online=https://books.google.de/books?id=zQcNAAAAYAAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;dq=Michael%20Kag%20Dachpappe&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA274#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der preußische Architekt [[David Gilly]] (1748–1808), beschrieb in seinem Werk von 1805 &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Land-Bau-Kunst&amp;#039;&amp;#039; die Entwicklung der Bedachungen aus Varianten mit Pappe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Gilly, Daniel Gottlieb Friderici |Titel=Handbuch der Land-Bau-Kunst vorzüglich in Rücksicht auf die Konstruktion der Wohn- und Wirthschaftsgebäude für angehende Kameral-Baumeister und Oekonomen. Teil 2 - Abschnitt Von Bedeckung der Dächern |Verlag=Vieweg |Ort=Braunschweig |Datum=1805 |ISBN= |Seiten=325 ff. |Online=https://books.google.de/books?id=xa45AAAAcAAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;dq=David%20Gilly%20Pappe&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA313#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1792 in [[Breslau]], Steinpappe von Ober-Landschafts-[[Rendantur|Rendant]] F. Herzberg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Gilly, Daniel Gottlieb Friderici |Titel=Handbuch der Land-Bau-Kunst vorzüglich in Rücksicht auf die Konstruktion der Wohn- und Wirthschaftsgebäude für angehende Kameral-Baumeister und Oekonomen. Teil 2 Verlag= Vieweg|Ort=Braunschweig |Datum=1805 |ISBN= |Seiten=334 |Online=https://books.google.de/books?id=xa45AAAAcAAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;dq=David%20Gilly%20Pappe&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA334#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1797 in Frankreich, Künstlicher Schiefer von Gardeur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gabeur&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Gilly, Daniel Gottlieb Friderici |Titel=Handbuch der Land-Bau-Kunst vorzüglich in Rücksicht auf die Konstruktion der Wohn- und Wirthschaftsgebäude für angehende Kameral-Baumeister und Oekonomen. Teil 2|Verlag=Vieweg|Ort= Braunschweig|Datum=1805|ISBN= |Seiten=333|Online=https://books.google.de/books?id=xa45AAAAcAAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;dq=David%20Gilly%20Pappe&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA333#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Steinpappe von Letzikowsky aus [[Toruń|Thorn]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Gilly, Daniel Gottlieb Friderici |Titel=Handbuch der Land-Bau-Kunst vorzüglich in Rücksicht auf die Konstruktion der Wohn- und Wirthschaftsgebäude für angehende Kameral-Baumeister und Oekonomen. Teil 2  |Verlag= Vieweg|Ort= Braunschweig |Datum=1805 |ISBN= |Seiten=344 |Online=https://books.google.de/books?id=xa45AAAAcAAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;dq=David%20Gilly%20Pappe&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA344#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm August Lampadius]] (1772–1842) setzte als erster Teer für die Erzeugung von Dachpappe ein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1837 erfand der jüdisch-preußische Regierungsbauinspektor [[Salomo Sachs]] die Dacheindeckung aus Papier, [[Pech (Stoff)|Pech]] und [[Teer]] und beschrieb in seiner Abhandlung, &amp;#039;&amp;#039;Anweisung zur Anfertigung einer neuen völlig feuerfesten und absolut wasserdichten Dachdeckung für ganz flache Dächer ([[Söller|Altane]])&amp;#039;&amp;#039;, die Herstellung, Handhabung und Vorteile gegenüber den Lehmdächern von Dorn. Darin beschrieb Sachs erstmals die geteerte Dachpappe und kann demzufolge wohl als deren preußischer Erfinder betrachtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Salomo Sachs|Titel=Anweisung zur Anfertigung einer neuen völlig feuerfesten und absolut wasserdichten Dachdeckung für ganz flache Dächer (Altane)|Verlag=Förstner|Ort=Berlin |Datum=1837|ISBN= |Seiten=22|Online=https://books.google.de/books?id=hw9kAAAAcAAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;dq=Herr%20Michaut&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA22#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Jahre später wurde die Methode vom [[Neustrelitz]]er Architekten [[Friedrich Wilhelm Buttel]], einem Mitarbeiter von Schinkel, wieder aufgegriffen, verbessert und 1841 veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Friedrich Wilhelm Buttel|url=https://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/fullscreen/PPN780025970/7/ |titel=Practische Erfahrungen über Dornsche Dächer nebst ausführlicher Beschreibung, Kostenberechnung und Zeichnung solcher Constructionen, welche denselben größere Dauer und Dichtigkeit geben, und einem Anhange: über die Anwendung der flachen Dächer bei ökonomischen Gebäuden|werk= |hrsg=Barnewitz |datum=1841|abruf=2025-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Bestandteile und Rezepturen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinpapier Erfindung 1785 von Arvid Faxe (1733–1793).png|mini|hochkant|Steinpapier – Dachpappe Erfindung 1785 von Arvid Faxe (1733–1793)]]&lt;br /&gt;
* Gardeur (Frankreich) – gestoßene Pappe,  fasrige Anteile von Pflanzen, wie der Sonnenblume und großer Nesseln, Hammerschlag (Eisenoxid), tränken der Pappe in Oel (huile [[Sikkativ|siccative]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;gabeur&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Faxe (Schweden) – Bestandteile nach chemischen Analysen von Sorrius, zwei Teile Kalk, eisenhaltige Erde, Naturoel, zwei Teile Papiermasse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Gilly, Daniel Gottlieb Friderici|Titel=Handbuch der Land-Bau-Kunst vorzüglich in Rücksicht auf die Konstruktion der Wohn- und Wirthschaftsgebäude für angehende Kameral-Baumeister und Oekonomen. Teil 2 - Abschnitt Von Bedeckung der Dächern|Verlag=Vieweg|Ort=Braunschweig |Datum=1805 |ISBN= |Seiten=328|Online=https://books.google.de/books?id=xa45AAAAcAAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;dq=David%20Gilly%20Pappe&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA328#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Bestandteile nach Analysen vom Russisch-kaiserlichen Hofrat [[Johann Gottlieb Georgi]] – naturelle, zartwollige Substanzen, Knochenleim, Papier (Zeug bei den Papiermachern genannt), Naturoele für die Festigkeit, wie Leinoel. Roter Ton (Bolus), weißer Ton, weiße Kreide, Eisenvitriol, Tischlerleim&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Gilly, Daniel Gottlieb Friderici|Titel=Handbuch der Land-Bau-Kunst vorzüglich in Rücksicht auf die Konstruktion der Wohn- und Wirthschaftsgebäude für angehende Kameral-Baumeister und Oekonomen. Teil 2 - Abschnitt Von Bedeckung der Dächern|Verlag= ieweg|Ort=Braunschweig |Datum=1805 |ISBN=|Seiten=327|Online=https://books.google.de/books?id=xa45AAAAcAAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;dq=David%20Gilly%20Pappe&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA327#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffserklärung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dachpappe ist ein umgangssprachlicher Oberbegriff für zwei Ausführungen von Dichtungsbahnen:&lt;br /&gt;
* [[Dachdichtungsbahn]]en haben ein niedrigeres [[Flächengewicht]] und können nur mit Zugabe von flüssigem Bitumen heiß mit der Unterlage verschweißt werden, denn der eigene Bitumengehalt ist zu gering, um eine sichere Einbettung und spätere Dichtheit der Bahn zu gewährleisten. Sie sind einseitig, meist aber beidseitig, mit Sand oder Schieferplättchen bestreut.&amp;lt;br&amp;gt;Dachdichtungsbahnen werden ge[[nagel]]t, mithilfe von Bitumenklebemasse [[Kleben|verklebt]] oder lose verlegt und durch [[Auflast]] gesichert. Alternativ sind kaltselbstklebende Bitumenbahnen erhältlich.&lt;br /&gt;
* [[Bitumen-Schweißbahn]]en sind deutlich dicker und werden nicht lose verlegt, sondern durch [[Flämmen]] [[Schweißen|verschweißt]]. Diese sind daher nur einseitig besandet oder beschiefert und auf der zu verschweißenden Seite mit [[Talkum]] oder [[Folie]] [[Beschichtung|beschichtet]]. Mit Bitumen-Schweißbahnen lassen sich [[Dachabdichtung|Abdichtungen]] gegen stehendes und [[DIN 18195 #Drückendes Wasser|drückendes Wasser]] ausführen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dachabdichtung - [https://www.dachdecker.com/magazin/dachpappe-201118076 Dachpappe fachgerecht verlegen lassen: Materialien, Verarbeitung &amp;amp; Kosten im Vergleich], Dachdecker.de, 2. September 2011, abgerufen im November 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ zu Bitumenbahnen werden heute auch verschweißte [[PVC]]- und verklebte [[EPDM-Dichtungsbahn]]en verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DachpappeVerschweißen.JPG|mini|hochkant|Verlegung von Schweißbahnen]]&lt;br /&gt;
Dachpappe wird quer zur [[Dachneigung]] und an den Längs- und Querstößen überlappend verlegt und mit [[Dachpappennagel|Dachpappennägeln]] oder [[Heftklammer]]n auf der [[Dachschalung]] befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schindel]]förmig form[[gestanzt]]e Dachbahn-Streifen ergeben ein attraktiveres Erscheinungsbild als unstrukturierte Dachbahnen und können auch auf gewölbten Dächern eingesetzt werden. Als [[Preolitschindeln]] wurden sie in der&amp;amp;nbsp;DDR bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Materialien ===&lt;br /&gt;
Dachpappe enthält gewöhnlich eine Einlage aus [[Glasfaser]]-, [[Polyester]]- oder [[Jute]][[Gewebe (Textil)|gewebe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Teerdachpappe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde bis in die frühen&amp;amp;nbsp;1970er&amp;amp;nbsp;Jahre verwendet und in [[Steinkohlenteer]] getränkt. Steinkohlenteer gilt auf Grund seiner Inhaltsstoffe wie [[polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Naphthalin]], [[Anthracen]] oder [[Benzo(a)pyren]]) als [[krebserregend]]. Deshalb und wegen der [[Ökologie|ökologische]]n Belastung wird Steinkohlenteer seit Jahrzehnten nicht mehr in Dachpappen eingesetzt und ist verboten; Teerdachbahnen werden in Europa nicht mehr hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Anfang der&amp;amp;nbsp;1970er&amp;amp;nbsp;Jahre wird stattdessen [[Bitumen]] bzw. [[Polymerbitumen]] verwendet und Dachbahnen sind völlig frei von Teer. Bei der Herstellung von Bitumen-Dachbahnen werden jedoch leichtere [[Kohlenwasserstoffe]] mit bis zu&amp;amp;nbsp;20&amp;amp;nbsp;[[Kohlenstoff]]-[[Atom]]en [[Emission (Umwelt)|emittiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Bergmann, Walter Pieczonka, Werner Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Kohlenwasserstoff-Emissionen bei der Herstellung von Bitumen-Dachbahnen&amp;#039;&amp;#039;. [[Gefahrstoffe – Reinhaltung der Luft|Staub – Reinhalt. Luft]], 49 (1989) Nr. 1, S.&amp;amp;nbsp;25–28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine [[Durchwurzelungsschutz|Durchwurzelung]] zu verhindern, werden Dachpappen zur Verwendung unter [[Gründach|begrünten Dächern]] [[chemisch]] ausgerüstet. Dazu wird z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Unkrautbekämpfungsmittel]] [[Mecoprop]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Burkhardt, Michael |url=https://www.umtec.ch/uploads/tx_hsrpm/171220_BAFU-Information_Mecoprop_in_Bitumen-Dachbahnen_BAFU_final.pdf |titel=Informationen über chemische Durchwurzelungsschutzmittel in Bitumenbahnen - Stand 2017 |werk=www.umtec.ch |hrsg=HSR Hochschule für Technik Rapperswil, Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik (UMTEC), Michael Burkhardt |datum=1.11.2017 |abruf=19.01.2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mecoprop wird in Grund- und [[Oberflächengewässer]]n nachgewiesen und gilt dort als problematischer Stoff.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser |url=https://www.lawa.de/documents/lawa-bericht-zur-gw-beschaffenheit--psm_2_1558355266.pdf |titel=Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser Bericht zur Grundwasserbeschaffenheit – Pflanzenschutzmittel – Berichtszeitraum 2013 bis 2016 |hrsg=LAWA |datum=04.04.2019 |abruf=19.01.2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entsorgung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Roofing felt.jpg|mini|hochkant|Entfernen von Dachpappe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch heute findet man noch weltweit Dächer alter [[Industriegebäude]] oder [[Lagerhalle]]n, die mit teergetränkten Dachbahnen überzogen sind. Auf Grund der verschiedenen, teils giftigen Stoffe ist bitumenhaltige, aber vor allem teerhaltige Dachpappe ein [[Sonderabfall]] und erfordert eine fachgerechte [[Entsorgung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.müllwirtschaft.de/questions/wie-kann-man-dachpappe-entsorgen/ | wayback=20131122050523 |text=Entsorgung von Dachpappe}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=A. L. Crelle, Engel|Sammelwerk=Journal für die Baukunst in zwanglosen Heften |Titel= Dächer mit Papier bedeckt |TitelErg=Von dem Kaiserlich - Russischen Bau -Intendanten, Herrn Engel, zu Helsingfors|Band=7|Verlag=Reimer |Ort=Berlin|Datum=1834|ISBN= |Seiten=73–88|Online=https://books.google.de/books?id=T3c_AAAAcAAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;dq=pappe%20im%20schwedischen%20Schiffbau&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA73#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false}}&lt;br /&gt;
* Fr. Buttel: &amp;#039;&amp;#039;Praktische Erfahrungen über Dornsche Dächer nebst ausführlicher Beschreibung, Kostenberechnung und Zeichnung solcher Constructionen, welche denselben größere Dauer und Dichtigkeit geben, und einem Anhange: über die flachen Dächer bei ökonomischen Gebäuden.&amp;#039;&amp;#039; Barnewitz, Neubrandenburg 1841. ([https://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/image/PPN780025970/7/ Digitalisat auf digitale-bibliothek-mv.de], abgerufen am 14. September 2025) &lt;br /&gt;
* Fr. Buttel: &amp;#039;&amp;#039;Practische Erfahrungen über Dornsche Dächer nebst ausführlicher Beschreibung, Kostenberechnung und Zeichnung solcher Constructionen, welche denselben größere Dauer und Dichtigkeit geben und einem Anhange: über die Anwendung der flachen Dächer bei ökonomischen Gebäuden. H. 2. Über die Anwendung der flachen Dächer bei ökonomischen Gebäuden; enthaltend: den Bau der flachen Theerdächer in Verbindung mit Leinwand oder Löschpapier, nach den neusten Erfahrungen und unter Benutzung verbesserter Constructionen.&amp;#039;&amp;#039; Barnewitz, Neubrandenburg 1842&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* E. Luhmann, R. Eßlinger: &amp;#039;&amp;#039;Die Fabrikation der Dachpappe und der Anstrichmasse für Pappdächer.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Hartleben, Wien 1929 (&amp;#039;&amp;#039;[[Chemisch-technische Bibliothek]].&amp;#039;&amp;#039; Band 106).&lt;br /&gt;
* Bernd Binné u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Technische Regeln für die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit Polymerbitumen- und Bitumenbahnen, abc der Bitumenbahnen&amp;#039;&amp;#039;, 3., überarbeitete Auflage, vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen, Frankfurt am Main 2002, ISBN 978-3-9801831-4-7.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ludwig Friedrich Wolfram |Titel=Handbuch für Baumeister Baumateriallehre · Band 5 – VI. Steinpappe §. 96. |Verlag=Hofbuchhandlung |Ort=[[Rudolstadt]] |Datum=1821 |ISBN= |Seiten=228–231 |Online=https://books.google.de/books?id=hdhfAAAAcAAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;dq=Familie%20faxe%20Karlskrona&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA228#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Felt and tar paper|Dachpappe|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dichtmaterial]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dachdeckung|Pappe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pappe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textiler Verbundwerkstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar</name></author>
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