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	<title>DNA-Impfstoff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=DNA-Impfstoff&amp;diff=533891&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: leere Seitenangabe entf</title>
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		<updated>2026-03-14T21:39:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;leere Seitenangabe entf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:201907 PlasmidDNA S.svg|mini|Schematische Darstellung eines Plasmids]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;DNA-Impfstoffe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|DNA vaccines}}) bezeichnen [[Impfstoff]]e, die anstatt eines [[Protein]]s eines [[Krankheitserreger]]s ausschließlich die [[DNA]]-Teile aus seinem [[Genom]] verwenden, welche die genetische Information für ein oder mehrere Proteine enthalten, die anschließend dem [[Immunsystem]] als [[Antigen]]e dienen und eine [[Immunantwort]] hervorrufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neuer WHO-Leitfaden zu modernen DNA-Impfstoffen&amp;quot;&amp;gt;Paul-Ehrlich-Institut: [https://www.pei.de/DE/newsroom/hp-meldungen/2020/200709-who-leitfaden-dna-impfstoffe.html &amp;#039;&amp;#039;Neuer WHO-Leitfaden zu modernen DNA-Impfstoffen.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;pei.de&amp;#039;&amp;#039; vom 9. Juli 2020; zuletzt abgerufen am 19. Januar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher gehören DNA-Impfstoffe zu den [[Genetischer Impfstoff|genetischen Impfstoffen]]. Die DNA selbst wird nicht vom Immunsystem als Antigen erkannt, sondern über mehrere Schritte in ein Protein übersetzt. Die DNA wird nach kurzer Zeit in der [[Zelle (Biologie)|Zelle]] durch [[Nukleasen]] abgebaut. Diese Art der [[Impfung]] wird &amp;#039;&amp;#039;DNA-Impfung&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;DNA-Vakzinierung&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Barbara Bröker, Christine Schütt, Bernhard Fleischer |Titel=Grundwissen Immunologie |Verlag=Springer-Verlag |Ort= Berlin/Heidelberg| Datum=2019 |ISBN=978-3-662-58330-2 |Seiten=252}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der weltweit erste DNA-Impfstoff war gegen das [[West-Nil-Virus]] gerichtet und wurde 2005 in den USA für [[Pferde]] zugelassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;scienced-Veterina&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. R. Neurath |Titel=Encyclopedia of Virology |Auflage=3 |Verlag=Academic Press |Ort=Oxford |Datum=2008 |ISBN=978-0-12-374410-4 |Kapitel=Immune Response to Viruses: Antibody-Mediated Immunity |DOI=10.1016/B978-012374410-4.00591-4 |Seiten=56–70}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[ZyCov-D]] war 2021 der weltweit erste für den Menschen zugelassene DNA-Impfstoff.&amp;lt;ref&amp;gt;Manavi Kapur: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.msn.com/en-us/news/world/what-we-know-about-zycov-d-the-worlds-first-dna-covid-vaccine/ar-AANCIOO What we know about ZyCoV-D, the world&amp;#039;s first DNA Covid vaccine]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[MSN (Microsoft Network)|MSN]] vom 23. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prinzip ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Making of a DNA vaccine.jpg|mini|Schematische Herstellung eines DNA-Impfstoffs]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pore schematic.svg|mini|Modell einer Pore in einer [[Doppellipidschicht]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Träger für die genetische Information des Antigens ist in der Regel ein ringförmiges DNA-Molekül ([[Plasmid]]), das in ungefährlichen [[Bakterien]] unter kontrollierten Bedingungen hergestellt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neuer WHO-Leitfaden zu modernen DNA-Impfstoffen&amp;quot; /&amp;gt; Die DNA wird meistens mit einem [[Transfektionsreagenz]] versehen. Üblicherweise wird als Transfektionsreagenz ein basisches [[Lipid]] verwendet, das der DNA ermöglicht, per [[Endozytose]] in eine Zelle aufgenommen zu werden&amp;lt;ref&amp;gt;Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung - Reinhard Lipowsky, Jaime Agudo-Canalejo: [https://www.mpg.de/10989081/mpikg_jb_20162 &amp;#039;&amp;#039;Wechselwirkung von Nanopartikeln mit Membranen und Vesikeln.&amp;#039;&amp;#039;] - Forschungsbericht 2016, [[doi:10.17617/1.5G]] Auf: &amp;#039;&amp;#039;mpg.de&amp;#039;&amp;#039; von 2016; zuletzt abgerufen am 20. Januar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Membran des [[Endosom]] zu durchdringen und dieses somit zu verlassen. Die DNA liegt mit dem Lipid in Form flüssiger [[Nanopartikel]] vor (kationische [[Liposom]]en).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Welche Impfstoffkonzepte werden bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 verfolgt?&amp;quot;&amp;gt;Paul-Ehrlich-Institut: {{Webarchiv|url=https://www.pei.de/SharedDocs/FAQs/DE/coronavirus/coronavirus-impfstoffkonzepte.html |wayback=20210129004722 |text=&amp;#039;&amp;#039;Welche Impfstoffkonzepte werden bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 verfolgt?&amp;#039;&amp;#039; }} Auf: &amp;#039;&amp;#039;pei.de&amp;#039;&amp;#039; vom 3. April 2020; zuletzt abgerufen am 19. Januar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik: [https://www.ipk.fraunhofer.de/de/publikationen/futur/futur-online-exklusiv/die-rettung-naht.html &amp;#039;&amp;#039;Die Rettung naht- mRNA-basierte Impfstoffe gegen das neuartige Coronavirus sind vielversprechend, aber schwierig herzustellen. Lässt sich ihre Produktion durch neue Verfahren beschleunigen?&amp;#039;&amp;#039;] Abschnitt &amp;quot;Molekulare Schützenhilfe&amp;quot; Auf: &amp;#039;&amp;#039;ipk.fraunhofer.de&amp;#039;&amp;#039; von 2021, zuletzt abgerufen am 19. Januar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DNA wird in den [[Zellkern]] importiert, wo die [[Transkription (Biologie)|Transkription]] stattfindet, dem ersten Schritt der [[Genexpression]]. Dabei wird die DNA in [[mRNA]] umgeschrieben. Die mRNA wird aus dem Zellkern ins [[Zytosol]] ausgeschleust. Die Übersetzung der mRNA in ein [[Protein]] (das als Antigen wirkt) wird als [[Translation (Biologie)|Translation]] bezeichnet und findet im Zytosol an [[Ribosom]]en statt. Das entstandene Erregerprotein wird anschließend am [[Proteasom]] zu [[Peptide]]n [[Proteolyse|proteolysiert]], welche an [[MHC I]] und in geringem Umfang auch an [[MHC II]] präsentiert werden. Dadurch entsteht sowohl eine [[zelluläre Immunantwort|zelluläre]] als auch eine [[humorale Immunantwort]]. [[Membranprotein]]e werden (zusätzlich zur MHC-Präsentation der [[Peptid]]e) an der Zelloberfläche präsentiert. Durch diesen Vorgang wird auf zellulärer Ebene eine symptomfreie Infektion im Wirtskörper simuliert, die eine [[Immunantwort]] auslöst. Zudem können Sequenzen pro-inflammatorischer Zytokine (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Interleukin-2|IL-2]] oder [[GM-CSF]]) in die Plasmide eingebaut werden bzw. in einem zusätzlichen Plasmid enthalten sein, welche dann exprimiert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kenneth Murphy, Casey Weaver |Titel=Die gezielte Beeinflussung der Immunantwort |Hrsg= |Sammelwerk=Janeway Immunologie |Verlag=Springer |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2018 |ISBN=978-3-662-56004-4 |DOI=10.1007/978-3-662-56004-4_16 |Seiten=961}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies verbessert den Effekt der Immunisierung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DNA-Impfstoffe können unter anderem intramuskulär [[Injektion (Medizin)|injiziert]] oder [[Genkanone|bioballistisch]] (per Genkanone) verabreicht werden. Für DNA-Impfungen werden nadelfreie Injektionssysteme entwickelt: Dabei wird die DNA an [[Gold]]partikel gebunden und in den Muskel durch eine [[Impfpistole]] injiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Bei der Injektion in das Muskelgewebe konnte eine höhere Expressionsrate als in anderen Gewebetypen festgestellt werden. Es wird vermutet, dass die Struktur der Muskelzellen dabei eine Rolle spielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.naturwissenschaften-verstehen.de/immunbiologie-1/Impfstoffe |titel=Impfstoffe |titelerg=auf: Naturwissenschaften-verstehen.de – Biologie für Schule, Studium und Ausbildung – verständlich erklärt |abruf=2020-05-20 |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201026134902/https://www.naturwissenschaften-verstehen.de/immunbiologie-1/Impfstoffe |archiv-datum=2020-10-26 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mögliche weitere Verabreichungsmethoden sind selbstklebende Pflaster, die mit antigen-kodierenden Plasmiden beschichtet sind, oder der Einsatz elektrischer Impulse zur Stimulierung der Aufnahme des Wirkstoffs in das Gewebe ([[Elektroporation]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernadette Ferraro et al. |Titel=Clinical Applications of DNA Vaccines: Current Progress |Sammelwerk=Clinical Infectious Diseases |Band=53 |Nummer=3 |Datum=2011-08-01 |DOI=10.1093/cid/cir334 |PMID=21765081 |Seiten=296–302}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Die ersten DNA-Impfstoffe wurden an [[HIV]]-positiven Patienten getestet, weitere Tests fanden an Gesunden statt, um Impfstoffe gegen HIV zu testen. Obschon die Immunantwort im Menschen eher schwach ausfällt, zeigte sich in Verwendung mit rekombinanten [[Vektor (Biologie)|Vektoren]] und Hilfsstoffen eine Schutzwirkung in Primaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben HIV-Impfstoffen wird auch verstärkt nach [[Influenza]]-Impfstoffen geforscht. 2002 stellten Forscher die Vermutung auf, dass DNA-Impfungen eine erste Maßnahme gegen [[Influenza A/H5N1|Influenza-A/H5N1]]-Stämme mit hoher Letalität bilden könnten, stellten jedoch auch fest, dass die DNA-Impfung allein nur einen sehr beschränkten Schutz gegen den für Mäuse pandemischen HK/483-Stamm boten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=S. L. Epstein, T. M. Tumpey, J. A. Misplon, C. Y. Lo, L. A. Cooper, K. Subbarao et al. |Titel=DNA Vaccine Expressing Conserved Influenza Virus Proteins Protective Against H5N1 Challenge Infection in Mice |Sammelwerk=Emerging Infectious Diseases |Datum=2002 |PMC=2732511}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Tiermedizin]] starteten die ersten Versuche der DNA-Impfung 1993 bei [[Geflügel]], getestet wurde der Effekt auf [[Geflügelpest]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Seyed Davoud Jazayeri und Chit Laa Poh |Titel=Recent advances in delivery of veterinary DNA vaccines against avian pathogens |Sammelwerk=[[BMC Veterinary Research|Veterinary Research]] |Band=50 |Nummer=1 |Datum=2019-10-10 |Seiten=78 |DOI=10.1186/s13567-019-0698-z |PMC=6785882 |PMID=31601266}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort gibt es mittlerweile eine DNA-Impfung gegen die [[Vogelgrippe H5N1]] bei [[Haushuhn|Hühnern]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur oralen Impfung von Bienen gegen die [[Varroa-Milbe]] wurde ein DNA-Impfstoff entwickelt,&amp;lt;ref&amp;gt;S. Giese, M. Giese: &amp;#039;&amp;#039;Oral Vaccination of Honeybees Against Varroa Destructor&amp;#039;&amp;#039;. In: M. Giese (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Molecular Vaccines: From Prophylaxis to Therapy&amp;#039;&amp;#039;. Band&amp;amp;nbsp;1, Nr.&amp;amp;nbsp;1. Springer-Verlag, 2013. S.&amp;amp;nbsp;269&amp;amp;nbsp;ff. ({{Google Buch | BuchID= CLm8BAAAQBAJ | Seite= 269}})&amp;lt;/ref&amp;gt; eine praktische Anwendung ist jedoch nicht bekannt (Stand Mai 2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Klinische Studie|klinischer Prüfung]] befinden sich auch DNA-Impfstoffkandidaten zur Behandlung verschiedener Tumoren, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Zervixkarzinom|Zervix-]] oder [[Kopf-Hals-Karzinom]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rebecca Sheets et al. |Titel=WHO informal consultation on the guidelines for evaluation of the quality, safety, and efficacy of DNA vaccines, Geneva, Switzerland, December 2019 |Hrsg= |Sammelwerk=NPJ Vaccines |Band=5 |Nummer= |Auflage= |Datum=2020-06-18 |DOI=10.1038/s41541-020-0197-2 |PMC=7303131 |PMID=32579135 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das indische Unternehmen [[Cadila Healthcare]] hatte bei den indischen Behörden eine Notfallzulassung für den DNA-Impfstoff [[ZyCoV-D]] beantragt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web|date=2021-04-24|title=Cadila Healthcare starts production of Covid vaccine candidate|url=https://www.livemint.com/companies/news/cadila-healthcare-starts-production-of-covid-vaccine-candidate-11619244017749.html|access-date=2021-04-27|website=mint|language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web|url=https://www.livemint.com/companies/news/zydus-may-seek-jab-nod-this-month-11620155427115.html|title=Zydus may seek jab nod this month |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zulassung erfolgte im August 2021. Auch das amerikanische Unternehmen Inovio ist dabei, einen DNA-Impfstoff gegen [[SARS-CoV-2]] zu entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.inovio.com/our-focus-serving-patients/covid-19/ |titel=Covid-19 {{!}} INOVIO Pharmaceuticals |datum=2020-04-08 |abruf=2021-01-14 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210113021635/https://www.inovio.com/our-focus-serving-patients/covid-19/ |archiv-datum=2021-01-13 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zu Impfungen mit Vektorviren ==&lt;br /&gt;
Eine Möglichkeit der Impfung kann auch das Einbringen der DNA mittels eines [[Viraler Vektor|viralen Vektors]] sein. Der virale [[Vektor (Gentechnik)|Vektor]] ist dabei nicht der zu bekämpfende Erreger selbst, sondern ein Trägervirus, in das der Teil der DNA des Erregers eingebaut wurde, der für das Antigen codiert. Als Trägerviren werden unter anderem abgeschwächte [[Adenovirus|Adenoviren]] verwendet, die nicht [[Pathogenität|humanpathogen]] sind. Teilweise wird für diese Form der DNA-Einbringung der Begriff „DNA-basiert“ (engl. „DNA-based“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal|author=Sanjay Kumar Mishra, Timir Tripathi |title=One year update on the COVID-19 pandemic: Where are we now? |journal= [[Acta Tropica]] |volume=Band 214 |issue= |pages= |date=2021-02 |pmc=7695590 |doi=10.1016/j.actatropica.2020.105778 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder auch „DNA-Impfung“ verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/genetische-impfung/27279 |titel=genetische Impfung |hrsg=Auf: &amp;#039;&amp;#039;[[Spektrum.de]]&amp;#039;&amp;#039; |abruf=2021-01-21 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt jedoch auch RNA-basierte virale Vektoren, die nicht dieser Definition entsprechen. In der [[Impfstoffentwicklung]] werden derartige Impfstoffe daher als [[Vektorimpfstoff]]e bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Welche Impfstoffkonzepte werden bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 verfolgt?&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleich mit anderen Impfstofftypen ==&lt;br /&gt;
Die Hauptvorteile von DNA-Impfstoffen gegenüber einer Impfung mit gereinigten oder rekombinanten Antigenen liegen in der einfachen und sehr kostengünstigen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Herstellung per [[Fermentation]], der biologischen und chemischen Stabilität, der einfachen Anpassung der [[Impfstoff]]e sowie einer Aktivierung der [[Zelluläre Immunantwort|zellulären Immunität]]. Außerdem könnten Massenimpfungen sicherer und schneller durchgeführt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Außerdem enthält die eingebaute DNA starke [[Promotor (Genetik)|Promotoren]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Weltgesundheitsorganisation]] stellte 2005 Richtlinien für die Herstellung von DNA-Impfstoffen auf,&amp;lt;ref name=&amp;quot;who-Guideline&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|autor= |url=https://www.who.int/publications/m/item/guidelines-for-assuring-the-quality-and-non-clinical-safety-evaluation-of-dna-vaccines |titel=Guidelines for assuring the quality and non-clinical safety evaluation of DNA vaccines |werk= | sprache=en |datum= |abruf=2021-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die 2020 aktualisiert wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beasley 2020&amp;quot;&amp;gt;David W. C. Beasley: &amp;#039;&amp;#039;New international guidance on quality, safety and efficacy of DNA vaccines.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;npj Vaccines.&amp;#039;&amp;#039; 5, 2020, {{DOI|10.1038/s41541-020-0199-0}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachteile von DNA-Impfstoffen sind eine oftmals geringe [[Immunogenität]] ohne mitexprimierte Zytokine&amp;lt;ref&amp;gt;D. B. Weiner, G. J. Nabel: &amp;#039;&amp;#039;Development of gene-based vectors for immunization&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Plotkin&amp;#039;s Vaccines&amp;#039;&amp;#039;. 7. Auflage, Herausgeber: S. A. Plotkin, W. A. Orenstein, P. A. Offit und K. M. Edwards 2018. S. 1305–1319. [[doi:10.1016/B978-0-323-35761-6.00067-5]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;L. Li, N. Petrovsky: &amp;#039;&amp;#039;Molecular mechanisms for enhanced DNA vaccine immunogenicity.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Expert review of vaccines.&amp;#039;&amp;#039; Band 15, Nummer 3, 2016, S.&amp;amp;nbsp;313–329, {{DOI|10.1586/14760584.2016.1124762}}, PMID 26707950, {{PMC|4955855}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Möglichkeit der [[Insertion (Genetik)|Insertion]] ins [[Genom]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verbeke 2019&amp;quot;&amp;gt;Rein Verbeke, Ine Lentacker, Stefaan C. De Smedt, Heleen Dewitte: [https://biblio.ugent.be/publication/8628303/file/8628317.pdf &amp;#039;&amp;#039;Three decades of messenger RNA vaccine development.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Nano Today.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 2019, S.&amp;amp;nbsp;100766, {{DOI|10.1016/j.nantod.2019.100766}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; des Geimpften. Im Zuge der Immunantwort durch [[cytotoxische T-Zelle]]n werden die exprimierenden Zellen aber ohnehin zerstört. Um die Immunantwort zu verbessern, werden nur bestimmte Promotoren und [[Polyadenylierung]]ssignale verwendet, eine [[Codon-Optimierung]] durchgeführt und das Einfügen von [[Intron]]s untersucht.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Šimčíková, K. L. Prather, D. M. Prazeres, G. A. Monteiro: &amp;#039;&amp;#039;Towards effective non-viral gene delivery vector.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biotechnology &amp;amp; genetic engineering reviews.&amp;#039;&amp;#039; Band 31, Nummer 1–2, 2015 Apr-Oct, S.&amp;amp;nbsp;82–107, {{DOI|10.1080/02648725.2016.1178011}}, PMID 27160661.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu [[RNA-Impfstoff]]en werden DNA-Impfstoffe in den [[Zellkern]] transportiert und sind vom Import in den Zellkern und von der [[Transkription (Biologie)|Transkription]] abhängig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Poveda&amp;quot;&amp;gt;C. Poveda, A. B. Biter, M. E. Bottazzi, U. Strych: &amp;#039;&amp;#039;Establishing Preferred Product Characterization for the Evaluation of RNA Vaccine Antigens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaccines.&amp;#039;&amp;#039; Band 7, Nummer 4, September 2019, {{DOI|10.3390/vaccines7040131}}, PMID 31569760, {{PMC|6963847}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; RNA in RNA-Impfstoffen ist im Vergleich zu DNA relativ empfindlich für abbauende Enzyme (bei RNA sind das [[RNase]]n), die ubiquitär vorkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;S. C. Tan, B. C. Yiap: &amp;#039;&amp;#039;DNA, RNA, and protein extraction: the past and the present.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of biomedicine &amp;amp; biotechnology.&amp;#039;&amp;#039; Band 2009, 2009, S.&amp;amp;nbsp;574398, {{DOI|10.1155/2009/574398}}, PMID 20011662, {{PMC|2789530}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; DNA ist dagegen stabil auch bei Raumtemperatur und erfordert keine [[Kühlkette]].&amp;lt;ref&amp;gt;L. Li, N. Petrovsky: &amp;#039;&amp;#039;Molecular mechanisms for enhanced DNA vaccine immunogenicity.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Expert review of vaccines.&amp;#039;&amp;#039; Band 15, Nummer 3, 2016, S.&amp;amp;nbsp;313–329, {{DOI|10.1586/14760584.2016.1124762}}, PMID 26707950, {{PMC|4955855}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; RNA ist kostenintensiver herzustellen als [[Plasmid-DNA]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borah&amp;quot;&amp;gt;P. Borah, P. K. Deb, N. A. Al-Shar&amp;#039;i, L. A. Dahabiyeh, K. N. Venugopala, V. Singh, P. Shinu, S. Hussain, S. Deka, B. Chandrasekaran, D. M. Jaradat: &amp;#039;&amp;#039;Perspectives on RNA Vaccine Candidates for COVID-19.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frontiers in Molecular Biosciences.&amp;#039;&amp;#039; Band 8, 2021, S.&amp;amp;nbsp;635245, {{DOI|10.3389/fmolb.2021.635245}}, PMID 33869282, {{PMC|8044912}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei viralen Vektoren, DNA-, RNA- und Untereinheitenimpfstoffen wird kein vollständiger Erreger zur Produktion verwendet, wodurch für die Produktionsstätte keine zusätzliche Zulassung notwendig ist, in Deutschland nach dem [[Infektionsschutzgesetz]] und der [[Biostoffverordnung]]. Die Herstellung von RNA-Impfstoffen per In-vitro-Transkription erfolgt zudem ohne eine Verwendung lebender Zellen (zellfreie Produktion).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bloom 2021&amp;quot;&amp;gt;K. Bloom, F. van den Berg, P. Arbuthnot: &amp;#039;&amp;#039;Self-amplifying RNA vaccines for infectious diseases.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gene therapy.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, Nummer 3–4, April 2021, S.&amp;amp;nbsp;117–129, {{DOI|10.1038/s41434-020-00204-y}}, PMID 33093657, {{PMC|7580817}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu [[Attenuierung|attenuierten]] (aus in ihrer Wirkung abgeschwächten Erregern bestehenden) Impfstoffen kann keine [[Revertante|Reversion]] (Rückmutation) zu einem Pathogen auftreten, da nur einzelne Bestandteile eines Pathogens verwendet werden. Im Vergleich zu [[Viraler Vektor|viralen Vektoren]] erzeugt RNA (und DNA) keine [[Vektorimmunität]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borah&amp;quot; /&amp;gt; da RNA-Lipid-Nanopartikel keine Proteine aufweisen, die sonst bei viralen Vektoren und ihrer erneuten Anwendung zu einem vorzeitigen Abbau eines Anteils der viralen Vektoren führt. Im Gegensatz zu älteren Impfstofftypen wie [[Totimpfstoff]]en, darunter auch [[Untereinheitenimpfstoff]]e und [[Peptid]]impfstoffe, wird bei genetischen Impfstoffen (DNA-Impfstoffe, RNA-Impfstoffe oder virale Vektorimpfstoffe) das Antigen im Zytosol erzeugt, wodurch nicht nur eine humorale, sondern auch eine zelluläre Immunantwort ausgelöst wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* L. Li, N. Petrovsky: &amp;#039;&amp;#039;Molecular mechanisms for enhanced DNA vaccine immunogenicity.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Expert review of vaccines.&amp;#039;&amp;#039; Band 15, Nummer 3, 2016, S.&amp;amp;nbsp;313–329, {{DOI|10.1586/14760584.2016.1124762}}, PMID 26707950, {{PMC|4955855}}.&lt;br /&gt;
* J. Lee, S. Arun Kumar, Y. Y. Jhan, C. J. Bishop: &amp;#039;&amp;#039;Engineering DNA vaccines against infectious diseases.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Biomaterialia.&amp;#039;&amp;#039; Band 80, 10 2018, S.&amp;amp;nbsp;31–47, {{DOI|10.1016/j.actbio.2018.08.033}}, PMID 30172933, {{PMC|7105045}}.&lt;br /&gt;
* E. N. Gary, D. B. Weiner: &amp;#039;&amp;#039;DNA vaccines: prime time is now.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Current opinion in immunology.&amp;#039;&amp;#039; Band 65, August 2020, S.&amp;amp;nbsp;21–27, {{DOI|10.1016/j.coi.2020.01.006}}, PMID 32259744, {{PMC|7195337}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|DNA vaccination|DNA-Impfstoff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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