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	<title>Dünnschlempe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T15:16:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=D%C3%BCnnschlempe&amp;diff=1553116&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zyirkon: Defekter Web-Link geprüft und Hinweis entfernt</title>
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		<updated>2024-05-29T13:56:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Defekter Web-Link geprüft und Hinweis entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dünnschlempe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein bei der [[Ethanol]]-[[Destillation]] anfallendes Abspaltprodukt, das durch [[Trennverfahren (Verfahrenstechnik)|Trennen]] der flüssigen von den festen Bestandteilen der Destillationsrückstände (der [[Schlempe]]) gewonnen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Brennen (Spirituose)|Brennen]] von Alkohol bzw. der Herstellung von [[Bioethanol]] aus destillierbaren Rohstoffen wie [[Melasse]] und anderen [[stärke]]- oder [[zucker]]haltigen Ausgangsstoffen fallen, abhängig vom Ausgangsprodukt, je 100 l reinem Alkohol zwischen 1.100 und 1.400 l Rohschlempe mit einem [[Trockenmasse]]gehalt von 7–10 % an.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Kreipe: &amp;#039;&amp;#039;Getreide- und Kartoffelbrennerei.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1981. S. 102–106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Feststoffe können nun durch [[Dekantieren]], [[Sieben (Größentrennung)|Sieben]] oder [[Zentrifuge|Zentrifugieren]] abgetrennt und so zur sogenannten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dickschlempe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (getrocknet [[Trockenschlempe]] bzw. &amp;#039;&amp;#039;Dried Distillers Grains with Solubles&amp;#039;&amp;#039;, DDGS) verdichtet werden, so dass als feine Suspension die flüssige Dünnschlempe zurückbleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dünnschlempe wird als Futtermittel und Dünger sowie als Gärsubstrat zur Biogaserzeugung eingesetzt. Die [[industrielle Biotechnologie]] kann den Stoff als Nährmedium nutzen. In modernen Destillationsprozessen kann anfallende Schlempe der Destillation erneut zugeführt werden (Recycling).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
===Futtermittel und Dünger===&lt;br /&gt;
Das deutsche [[Bundesmonopolverwaltung für Branntwein|Gesetz über das Branntweinmonopol]] schrieb lange vor, dass in landwirtschaftlichen Brennereien anfallende Getreide- oder Kartoffelschlempe restlos an das eigene Vieh verfüttert werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv |url=https://www.gesetze-im-internet.de/branntwmong/BJNR004050922.html |text=Gesetz über das Branntweinmonopol |wayback=20160924064534 |archiv-bot=}} (Bundesministerium der Justiz).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verfütterungszwang wurde allerdings in den letzten Jahren aufgehoben, so dass Schlempe auch als Düngemittel auf die landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht werden kann. In der Schlempe finden sich in Lösung oder Suspension neben nicht umgesetzten Stärke- und Zuckerresten reiche Mengen an Fetten, Proteinen, Salzen sowie durch die Hefegärung entstandenes [[Vitamin B]] vor, so dass sie sich gut als [[Futtermittel|Ergänzungsfutter]] eignet. Idealerweise wird sie noch warm verfüttert, da sie dann bekömmlicher ist und durch den vorangehenden Destillationsprozess noch steril ist. Kühlt sie ab, ist sie sehr versauerungs- und fäulnisanfällig und sollte daher spätestens am Tag nach dem Brennen verwertet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Joachim Pieper: &amp;#039;&amp;#039;Gärungstechnologische Alkoholproduktion.&amp;#039;&amp;#039; In: M. Kling, W. Wöhlbier: &amp;#039;&amp;#039;Handels-Futtermittel.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2 A. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1983. S. 91–106.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei gewerblichen Brennereien und industriellen Ethanolraffinerien ist zumeist kein ausreichender Vieh- oder Flächenbestand vorhanden, um die anfallende Schlempe unmittelbar als Futtermittel oder Dünger zu verwerten. Hier wird die Dünnschlempe zumeist zu einem [[Vinasse]]-ähnlichen Sirup mit einem Trockenmassegehalt von 23–45 % eingedampft, der als &amp;#039;&amp;#039;Condensed Distillers Solubles&amp;#039;&amp;#039; (CDS) gehandelt wird. Dieser kann entweder in reiner Form als Futtermittel verwendet werden oder mit der nassen Dickschlempe vermengt und dann verfüttert werden. Eine solche Mischung aus Dickschlempe und CDS wird als WDGS &amp;#039;&amp;#039;(Wet Distillers’ Grains with Solubles)&amp;#039;&amp;#039; gehandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Greg Lardy: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.ag.ndsu.edu/pubs/ansci/beef/as1242w.htm Feeding Coproducts of the Ethanol Industry to Beef Cattle]&amp;#039;&amp;#039; (College of Agriculture, Food Systems, and Natural Resources).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Biogasrohstoff, Nährsubstrat===&lt;br /&gt;
Da Trocknen und Eindampfen von Schlempe sehr energieintensiv ist, wird sie in den letzten Jahren verstärkt ungetrocknet als [[Substrat (Biogasanlage)|Substrat]] zur Gewinnung von [[Biogas]] verwendet. Damit können bis zu 50 % der zur Destillation benötigten Prozessenergie bereitgestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Agler, Garcia, Lee, Schlicher, Angenent, 2008:Thermophilic Anaerobic Digestion to &lt;br /&gt;
Increase the Net Energy Balance of Corn Grain Ethanol. Environmental Science and Technology 42:6723-6729.&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders in den USA wird sie, mit [[Silage]] vermengt, in [[Biogasanlage]]n  vergoren. Der nach der Biogasherstellung verbleibende [[Gärrest]] kann als [[Dünger]] eingesetzt werden. In Deutschland ist dies in geringerem Maße der Fall, da die kleineren Betriebsgrößen eine eigene Biogasanlage oft nicht rentabel erscheinen lassen und der Transport der Schlempe eine sehr aufwändige Logistik erfordert. Für [[Biotechnologie|biotechnologische]] Verfahren kann Dünnschlempe als Nährsubstrat dienen, beispielsweise für Pilzmycelien, die als Restprodukte der Biotechnologie anfallen und das [[Biopolymer]] [[Chitosan]] synthetisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Groeger, W. Geyer, T. Bley, J. Ondruschka, 2006: Fermentative Herstellung von Chitosan aus Pilzmycelien. In: Chemie Ingenieur Technik, 78/4, S. 479–483.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Recycling===&lt;br /&gt;
Bei fortgeschrittenen Destillationstechnologien wie dem Hohenheimer Dispergier-Maischverfahren kann die Dünnschlempe recycelt werden, wird also wieder der Maische zugeführt, um die Frischwasserzufuhr beim Destillationsprozess zu minimieren. Durch eine solche Kreisführung kann ein erhöhter Ethanol-Gesamtertrag erzielt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Pejin, L. Mojović eta al: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.ache.org.rs/CICEQ/2009/No1/13_3034_%281%292009.pdf The Bio-Ethanol Production with the Thin Stillage Recirculation.] (PDF; 367&amp;amp;nbsp;kB)&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Chemical Industry &amp;amp; Chemical Engineering Quarterly]]&amp;#039;&amp;#039; 15:1, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dunnschlempe}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Futtermittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogassubstrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zyirkon</name></author>
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