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	<title>Dünkirchen-Transgression - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T18:11:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=D%C3%BCnkirchen-Transgression&amp;diff=2668466&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DovaModaal: HC: Ergänze Kategorie:Meeresspiegel</title>
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		<updated>2024-02-29T07:25:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Meeresspiegel&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Meeresspiegel (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Meeresspiegel&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dünkirchen-Transgressionen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine Reihe von mehreren [[Transgression (Geologie)|Meeresspiegelanstiegen („Transgressionspulsen“)]] in den letzten rund 3000 Jahren im [[Nordsee]]raum bezeichnet, die wie die vorhergehenden im Zuge des [[Holozän|holozänen]] [[Eustasie|Meeresspiegelanstieges]] das Leben der Küstenbewohner nachhaltig beeinflussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typlokalität ==&lt;br /&gt;
Die Dünkirchen-Transgression wurde nach ihrer [[Typlokalität]], der am [[Ärmelkanal]] gelegenen [[Frankreich|nordfranzösischen]] Stadt [[Dunkerque]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Dünkirchen-Transgression&amp;#039;&amp;#039; wurde erstmals 1948 vom [[Belgien|belgischen]] Geologen R. Tavernier in die Fachliteratur eingeführt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tavernier, R. |Titel=De jongste geologische geschiedenis de Vlaamse kustvlakte |Sammelwerk=Handelingen der Maatschappij voor Geschiedenis en Oudheidkunde te Gent |Band=3:2 |Datum=1948 |Seiten=107-115}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ihm vorausgegangen waren Studien der [[Quartär (Geologie)|quartären]] belgischen Küstenebene von G. Dubois im Jahr 1924&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dubois, G. |Titel=Recherches sur les terrains quaternaires du nord de la France |Sammelwerk=Mémoires de la Société Géologique du Nord |Band=8 |Ort=Lille |Datum=1924}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, J. Cornet im Jahr 1927&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cornet, J. |Titel=Leçons de géologie |Verlag=Maurice Lamertin |Ort=Brüssel |Datum=1927}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und A. Briquet im Jahr 1930&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Briquet, A. |Titel=Le littoral du nord de la France et son évolution morphologique |Ort=Paris |Datum=1930}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei diese Autoren die der Dünkirchen-Transgression vorhergehende [[Calais-Transgression]] ausgeschieden hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stratigraphie ==&lt;br /&gt;
Die Dünkirchen-Transgression folgt einem ausgedehnten [[Torf]]horizont, dem so genannten &amp;#039;&amp;#039;Oberflächentorf&amp;#039;&amp;#039; ([[Englische Sprache|engl.]] &amp;#039;&amp;#039;surface peat&amp;#039;&amp;#039;), der die [[Sand|sandigen]] Ablagerungen der Calais-Transgression überdeckt. Die Transgression war jedoch kein singuläres Ereignis, sondern ging in mehreren Schüben vonstatten. Generell lassen sich folgende, von [[Regression (Geologie)|Regressionen]] getrennte Stadien erkennen (von jung nach alt):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dünkirchen-IIIb-Transgression&lt;br /&gt;
* Dünkirchen-IIIa-Transgression&lt;br /&gt;
* Dünkirchen-II-Transgression&lt;br /&gt;
* Dünkirchen-Ib-Transgression&lt;br /&gt;
* Dünkirchen-Ia-Transgression&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb der Dünkirchen-Ia-Transgression hatte F. R. Moormann außerdem noch eine Dünkirchen-0-Transgression eingeführt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Moormann, F. R. |Titel=De bodemgesteldheid van het oudland van Veurne-Ambacht |Sammelwerk=Natuurwetenschaapelijk tijdschrift |Band=33 |Datum=1951 |Seiten=3-124}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. [[Karl-Ernst Behre]] bezeichnete den ab 1700 erfolgten Meeresspiegelanstieg als &amp;#039;&amp;#039;Dünkirchen-IV-Transgression&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Behre, K.-E. |Titel=A new Holocene sea-level curve for the southern North Sea |Sammelwerk=Boreas |Band=36 |Datum=2007 |Seiten=82–102}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitlicher Verlauf ==&lt;br /&gt;
Die zeitliche Unterteilung der Dünkirchen-Transgression in ihre Einzelstadien folgt im Wesentlichen Behre (2007):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dünkirchen-Ia-Transgression ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Dünkirchen-Ia-Transgression&amp;#039;&amp;#039; folgt zu Beginn des Subatlantikums/Ende des [[Subboreal]]s (Zeitraum 1000 bis 800 v. Chr.) auf die vorangegangene, sehr deutlich ausgeprägte &amp;#039;&amp;#039;Regression 2&amp;#039;&amp;#039;, die in den [[Niederlande]]n und in [[Norddeutschland]] einen weit verbreiteten und mächtigen Torfhorizont hinterließ (womöglich korrelierbar mit dem bereits erwähnten &amp;#039;&amp;#039;Oberflächentorf&amp;#039;&amp;#039; der belgischen Küste). Die bislang älteste deutsche [[Marschland|Marschsiedlung]] aus der späten [[Bronzezeit]], die in den letzten Jahren bei [[Rodenkirchen (Stadland)|Rodenkirchen]] an der [[Weser|Unterweser]] ausgegraben wurde&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Strahl, E. |Titel=Rodenkirchen |Sammelwerk=Reallexikon der German. Altertumskunde |Band=25 |Auflage=2. |Datum=2003 |Seiten=55–58}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, entstammt diesem Stadium; sie deutet auf ein [[Mittleres Tidenhochwasser]] (MThw) von 1,40 Meter unter dem heutigen [[Normalnull|NN]]. Wenig später wurden im Zeitraum 650 bis 550 v. Chr. Siedlungen auf dem linken [[Ems]]ufer angelegt. Sie verdeutlichen die bis 400 v. Chr. dauernde &amp;#039;&amp;#039;Regression 3&amp;#039;&amp;#039; mit einem leichten Meeresspiegelrückgang auf - 1, 60 Meter unter NN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dünkirchen-Ib-Transgression ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Dünkirchen-Ib-Transgression&amp;#039;&amp;#039; folgt im Zeitabschnitt 400 bis 150 v. Chr. auf die Regression 3. Dieser Transgressionspuls war sehr stark (mit einem Meeresspiegelanstieg von 2,20 Meter auf + 0,60 Meter) und so wurden alle damals bestehenden Siedlungen zerstört. Neue [[Bucht]]en rissen ein. Auf den sie einfassenden, durch die Sturmflutsedimente aufgehäuften Uferwällen, wurden ab dem 1. Jahrhundert v. Chr. Siedlungen der nächsten Phase errichtet. Diese erste großflächige Marschenkolonisierung hatte von dem Meeresrückzug während der &amp;#039;&amp;#039;Regression 4&amp;#039;&amp;#039; profitiert. Die [[Archäologie|archäologischen]] Landesaufnahmen für [[Niedersachsen]] verzeichnen zahlreiche [[Flachsiedlung]]en, die in dieser Zeit angelegt worden sind. Sie verweisen auf ein MThw von −0,65 m NN, das somit 1,25 m niedriger lag als während des Höhepunktes der vorangegangenen Transgression.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dünkirchen-II-Transgression ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Feddersen Wierde Hofmodell.jpg|mini|300px|Modell einer Hofwurt auf [[Feddersen Wierde]]]]&lt;br /&gt;
Die ebenfalls recht starke &amp;#039;&amp;#039;Dünkirchen-II-Transgression&amp;#039;&amp;#039; begann im [[1. Jahrhundert]] n. Chr. (und erstreckte sich über den Zeitraum 50 bis 350 n. Chr.). Der Meeresspiegel war um 1,50 Meter auf + 0,85 Meter über NN angestiegen. Als Konsequenz wurden einige der frisch angelegten Flachsiedlungen wieder verlassen, doch die meisten blieben besetzt und wurden zu [[Wurt]]en aufgehöht, um den Sturmfluten zu widerstehen. In der Folgezeit mussten diese Wurten jedoch ständig weiter erhöht werden. In manchen Wohnhügeln fanden sich daher bis zu sieben übereinanderliegende Siedlungsschichten. Dies ist die erste große Wurtenperiode in der deutschen Marsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 350 n. Chr. wurden Häuser an den Wurtenflanken bereits wieder tiefer nach unten verlegt, wie Untersuchungen der [[Feddersen Wierde]] gezeigt haben. Um diese Zeit war es zur &amp;#039;&amp;#039;Regression 5&amp;#039;&amp;#039; gekommen, der [[Sturmflut]]spiegel war gesunken und das MThw auf +0,50 m NN gefallen. In der [[Völkerwanderung]]szeit wurden die Wurten dann verlassen, und es folgt eine allgemeine Siedlungslücke in der Marsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Wirren der Völkerwanderung konnte sich die im Frühen Mittelalter erfolgende Wiederbesiedlung der Marschgebiete die vorteilhaften Bedingungen der Regression 5 (Zeitdauer 350 bis 700 n. Chr.) in Form von Flachsiedlungen zu Nutze machen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Schmid, P. |Hrsg=M. Bierma, O.H. Harsema &amp;amp; W. van Zeist |Titel=Die mittelalterliche Neubesiedlung der niedersächsischen Marsch |Sammelwerk=Archeologie en Landschap. Festschrift H.T. Waterbolk |Ort=Groningen |Datum=1988 |Seiten=133–164}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein Beispiel hierfür ist [[Oldorf (Wangerland)|Oldorf]] im [[Wangerland]], das 630 n. Chr. gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dünkirchen-IIIa-Transgression ===&lt;br /&gt;
Bereits ab 700 n. Chr. kam es mit der &amp;#039;&amp;#039;Dünkirchen-IIIa-Transgression&amp;#039;&amp;#039; zu einem erneuten Meeresspiegelanstieg. Dieser mit 30 Zentimeter recht schwache Transgressionspuls war nur von relativ kurzer Dauer (bis 850 n. Chr.). Dennoch veranlasste er die Siedler, ihre ehemaligen Flachsiedlungen in Wurten umzuformen. Dies ist die zweite deutsche Wurtenphase, in deren Verlauf vor allem in Niedersachsen zahlreiche große Dorfwurten entstanden, die oft den Kern heutiger Orte bilden. Um 850 n. Chr. setzte die &amp;#039;&amp;#039;Regression 6&amp;#039;&amp;#039; ein, die bis 1100 n. Chr. andauerte und durch einen Pegelabfall von 80 Zentimetern den heutigen Pegelstand egalisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dünkirchen-IIIb-Transgression ===&lt;br /&gt;
Die erneut recht starke &amp;#039;&amp;#039;Dünkirchen-IIIb-Transgression&amp;#039;&amp;#039; (1,40 Meter Meeresspiegelanstieg) erstreckte sich über den Zeitraum 1100 bis 1450 n. Chr. Ihr Beginn wird durch den [[Deich]]bau gekennzeichnet, der bereits im späten [[11. Jahrhundert]] eingesetzt hatte und dann im [[13. Jahrhundert]] eine geschlossene Winterdeichlinie darstellte. Mit der in etwa zeitgleich zur [[Kleine Eiszeit|Kleinen Eiszeit]] verlaufenden &amp;#039;&amp;#039;Regression 7&amp;#039;&amp;#039; (von 1450 bis 1700 n. Chr.) fiel der Pegel erneut um einen Meter auf + 0,40 über NN. Parallel zur generellen Temperaturerhöhung stieg der Meeresspiegel in den letzten 300 Jahren um weitere 1,30 Meter und befindet sich aktuell auf 1,70 über NN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dünkirchen-Transgression erzielte insgesamt seit dem Beginn des Subatlantikums einen Meeresspiegelanstieg von 3,30 Meter. Dies entspricht einer Rate von 1,1 Millimeter/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dunkirchentransgression}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie Europas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quartär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordsee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meeresspiegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DovaModaal</name></author>
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