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	<title>Düne - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T17:04:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=D%C3%BCne&amp;diff=28936&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hozro: /* Kreuzdüne/Sterndüne */Typo</title>
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		<updated>2026-01-11T21:39:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kreuzdüne/Sterndüne: &lt;/span&gt;Typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Rub al Khali 002.JPG|mini|Dünen in der [[Rub al-Chali]], der größten Sandwüste der Erde.]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Düne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Erhebung aus [[Sand]], der vom [[Wind]] angeweht und abgelagert wird. Die Bildung von Dünen setzt das Vorhandensein von Sand und das Fehlen von Wasser oder einer geschlossenen Pflanzendecke voraus. Dünen bilden sich daher bevorzugt in [[Arides Klima|trockenen (ariden) Klimazonen]], können aber auch in humiden Gebieten auftreten, sofern die befestigende Vegetation beseitigt wurde. Wird der Sand eher gleichmäßig in Form einer Decke aufgeweht, spricht man neutral von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flugsand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dünenbildung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2010-10-31-081151 - Adrar Ahnet.jpg|mini|hochkant=2.5|Dünen im Adrar Ahnet, Algerien]]&lt;br /&gt;
Die Bildung von Dünen kann mit dem [[Hermann von Helmholtz|Helmholtzschen]] Gesetz erklärt werden: „Strömen zwei Medien unterschiedlicher Dichte aneinander vorbei, so ergibt sich eine wellenförmige Begrenzungsfläche.“ Diese ist bei den allgemein herrschenden Windstärken strömungsenergetisch günstiger als eine ebene Begrenzungsfläche ([[Strömungswiderstandskoeffizient|&amp;#039;&amp;#039;c&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;w&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wert]]). Dabei unterscheidet man Großformen, die eigentlichen Dünen, und Kleinformen, die [[Rippel]]n. Während Dünen beträchtliche Ausmaße und Mächtigkeiten erreichen können, haben Rippeln meist nur eine Höhe von wenigen Zentimetern, bei einer Erstreckung im Dezimeterbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dünenzonen ==&lt;br /&gt;
Die Dünenzonen der Erde unterteilt man allgemein nach den Klimazonen bzw. nach Sonderfällen:&lt;br /&gt;
* Dünen der tropischen und subtropischen [[Wüste]]n und Halbwüsten&lt;br /&gt;
* Dünen [[Humides Klima|humider Klimate]]&lt;br /&gt;
* Dünen der [[Kältewüste]]n und [[Tundra|Tundren]]&lt;br /&gt;
* Strand- bzw. [[Küstendüne]]n und Dünen aktiver Flussauen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dünentypen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sanddunes marzuq sandsea.jpg|mini|Verschiedene Typen von Dünen bei [[Murzuk]] in [[Libyen]] (Satellitenaufnahme)]]&lt;br /&gt;
In der [[Geomorphologie]] werden verschiedene Dünentypen unterschieden, deren Form als Ausdruck der [[äolischer Transport|äolischen Dynamik]] verstanden wird. Die Formen sind sehr vielfältig, erscheinen mehr oder weniger unregelmäßig und können in Kombinationen auftreten. Wesentlich für die Ausprägung unterschiedlicher Formen sind die örtlichen Bedingungen. Entscheidende Faktoren sind hierbei Unterschiede hinsichtlich der Windrichtungen und Windgeschwindigkeiten, der Materialdichte, der Sedimentfeuchte, der äölischen Sandzufuhr und der entwickelten Vegetationsbedeckung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.geo.fu-berlin.de/v/pg-net/geomorphologie/aelisches_system/duenen/duenentypen/ |wayback=20151117101630 |text=Dünentypen}} (abgerufen am 20. März 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die in küstennahem [[Ablagerungsmilieu]] ([[litoral]]) gebildeten [[Rippelmarke]]n werden bei größerer Höhe auch &amp;#039;&amp;#039;subaquatische Dünen&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dünentypen können nach unterschiedlichen Kriterien klassifiziert werden. Zunächst lassen sich ursprünglich entstandene Formen als &amp;#039;&amp;#039;Primärdünen&amp;#039;&amp;#039; von den &amp;#039;&amp;#039;Sekundärdünen&amp;#039;&amp;#039; unterscheiden, die sich aus oder auf Primärdünen entwickeln können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Primärdünen ===&lt;br /&gt;
Bei den primär gebildeten Dünen unterscheidet man zwischen freien und gebundenen Formen. &amp;#039;&amp;#039;Gebundene Dünen&amp;#039;&amp;#039; entstehen durch Sandablagerungen, die sich im Zusammenhang mit vorliegenden Strömungshindernissen oder vorhandener Vegetation bilden; hierzu zählen beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;Parabeldünen, Leedünen, Echodünen, Sandrampen&amp;#039;&amp;#039;. Im Gegensatz dazu stehen &amp;#039;&amp;#039;freie Dünen&amp;#039;&amp;#039;, bei denen die äolischen Prozesse der Ablagerung ([[Äolischer Transport|Transport]] und [[Akkumulation (Geowissenschaften)|Akkumulation]]) sowie der Abtragung ([[Deflation (Geomorphologie)|Deflation]] und [[Korrasion]]) in den Formungsgebieten verhältnismäßig frei spielen, sodass die entstehenden Dünen sich auch bewegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Helga Besler | Jahr=1992 | Titel=Geomorphologie der ariden Gebiete | Ort=Darmstadt | Verlag=Wissenschaftliche Buchgesellschaft | ISBN=3-534-10922-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freie Dünen (Wanderdünen) ====&lt;br /&gt;
===== Sicheldüne (Barchan) =====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sicheldüne}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Sicheldüne&amp;#039;&amp;#039;, auch als &amp;#039;&amp;#039;Barchan&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, ist die am weitesten verbreitete Dünenform trockener Klimate. Ihre Entstehung geht auf die Wirbelbildung zwischen den Dünenkämmen zurück. Auf der [[Luvseite]] steigt die Oberfläche der Düne mit geringem Gefälle (ca. 15°) an und fällt auf der [[Leeseite]] steil (ca. 30°) ab. Zu den beiden Seiten, den Sichelenden, fällt die Höhe des Kammes der Düne ab. Die Sichelenden bewegen sich schneller als der Hauptkamm der Düne, wodurch die charakteristische Form entsteht. Grund für das schnellere Wandern der Seitenarme ist die geringere Sandmasse, die durch den Wind umgewälzt werden muss. Sicheldünen entstehen durch konstante Winde aus einer Hauptwindrichtung und „wandern“ leewärts. In Barchanfeldern ist keine oder nur eine extrem lückenhafte Vegetation vorhanden, die Bewegung des Sandes ungehindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Querdüne/Transversaldüne/Reihendüne =====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Aklé}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Querdünen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Transversaldünen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Reihendünen&amp;#039;&amp;#039; sind langgestreckte Höhenrücken, die quer zur vorherrschenden Windrichtung angeordnet sind. Sie werden in Gebieten gebildet, in denen reichlich Sand vorhanden ist und eine Vegetation fehlt. Wichtig bei ihrer Bildung ist das Vorhandensein einer dominierenden Windrichtung, daher findet man Querdünen häufig an Sandküsten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Längsdüne/Longitudinaldüne/Lineardüne/Strichdüne =====&lt;br /&gt;
[[Datei:LängsdüneKalahari.jpg|mini|Längsdünen in der Kalahari]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Längsdüne}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Längsdünen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Longitudinaldünen&amp;#039;&amp;#039; sind langgestreckte, parallel zur vorherrschenden Windrichtung verlaufende Sandrücken. Die Gebiete, in denen Längsdünen vorkommen, weisen oft nur eine geringe Sandanlieferung auf und haben eher einen rauen Untergrund. Diese Dünen erreichen Höhen bis zu 100&amp;amp;nbsp;Meter und erstrecken sich zum Teil über viele Kilometer. Häufig vorzufinden sind solche kilometerlangen Sandwälle in der westlichen [[Sahara]], infolge der starken, konstant in eine Richtung laufenden [[Passatwind]]e. Sie gehen oft auf Parabeldünen zurück, deren Hauptkamm infolge der lang anhaltenden Winde durchbrochen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kuppeldünen ====&lt;br /&gt;
[[File:ISS016-E-5862 - View of Algeria.jpg|thumb|[[Östlicher Großer Erg]]. Mitte und links: Sterndünen, rechter Rand: Kuppeldünen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kuppeldünen&amp;#039;&amp;#039; (engl. dome dunes) sind rundliche bis ovale Sandkörper von der gleichmäßigen Form einer flachen Kuppel, ohne Rutschhang (engl. slip face). Man unterscheidet zwei Arten von Kuppeldünen: &lt;br /&gt;
Kleine Kuppeldünen mit Kuppeln, die nur wenige Meter hoch sind, mit glatter Oberfläche. &lt;br /&gt;
Die zweite Form sind die &amp;#039;&amp;#039;Mega-Kuppeldünen&amp;#039;&amp;#039; (engl. mega-domes). Diese weisen eine ähnliche Größe wie die Sterndünen auf, die größten erreichen eine maximale Höhe von 150&amp;amp;nbsp;m (Region Nejd in Saudi-Arabien) und einen Durchmesser von über 1,5&amp;amp;nbsp;km ([[Östlicher Großer Erg]]). Sie sind überzogen mit einem dichten Geflecht von Sekundärdünen. Manchmal führen feine Sandrippen von ihnen weg, ähnlich wie bei den Sterndünen. Von oben besehen, gleichen sie dann einem Insekt mit gerippeltem Panzer.&lt;br /&gt;
Mega-Kuppeldünen grenzen oft direkt an Sterndünen. Die Sterndünen haben dort die gleiche Form, aber eine aufgesetzte, steile Spitze. Zur Entstehung von Mega-Kuppeldünen fehlen noch wissenschaftliche Untersuchungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrew S. Goudie et al.: &amp;#039;&amp;#039;The distribution and nature of star dunes: A global analysis&amp;#039;&amp;#039;, Elsevier, 2021, S. 10–12, [https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1875963721000227?via%3Dihub], abgerufen am 26. Dezember 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Draa-Düne =====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Draa (Düne)}}&lt;br /&gt;
[[File:Erg Tiffernine.tif|thumb|[[Draa]]-Dünen im [[Erg Tiffernine]] in Südostalgerien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Draa-Dünen&amp;#039;&amp;#039; sind Riesen- oder Megadünen mit stabilen Kämmen. Im Gegensatz zu den anderen Dünentypen kommen sie ausschließlich in den großen Sandgebieten der Erde vor (z.&amp;amp;nbsp;B. im Bereich der [[Erg (Wüste)|Ergs]] der Sahara). Die Genese der Draa-Dünen ist noch nicht abschließend geklärt. Heutige Bildungsprozesse sind kaum zu beobachten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Draa – Lexikon der Geowissenschaften |Online=https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/draa/3445 |Abruf=2017-11-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird daher vermutet, dass die Draa-Dünen [[Vorzeitformen]] sind, die bereits im [[Pleistozän]] unter stabileren Windsystemen angelegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gebundene Dünen ====&lt;br /&gt;
===== Parabeldüne/Paraboldüne/Bogendüne =====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Parabeldüne}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Paraboldüne&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Bogendüne&amp;#039;&amp;#039;, ist der Sicheldüne ähnlich, jedoch schmaler und hat im Grundriss eine entgegengesetzte Krümmung. Sie ist teilweise mit Vegetation bewachsen. Die konvexe Seite zeigt [[Leeseite|leewärts]]. Der von Vegetation fast freie Mittelteil der Düne zieht schneller voran als die Schenkel, die dem Hauptkamm nicht folgen können, weil sie durch die dort dichtere Vegetation (Heidekraut, Krähenbeere) festgelegt werden. Parabeldünen entstehen in Regionen mit nennenswertem Niederschlag (semiarid bis humid), der die Entwicklung einer lockeren Vegetationsdecke ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Leedünen =====&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Leedünen&amp;#039;&amp;#039; sind Sandverwehungen auf der [[Leeseite]] eines Hindernisses, das durch die Teilung der Stromlinien des Luftstroms einen Windschatten bewirkt. Dadurch, dass die Wirbel im Windschatten schwächer sind als im Hauptwindstrom, setzen sich leewärts die Sandkörner ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.geo.fu-berlin.de/v/pg-net/geomorphologie/aelisches_system/duenen/duenentypen/leeduene/index.html |wayback=20151117094319 |text=Leedünen}} (abgerufen am 20. März 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dünenfelder ====&lt;br /&gt;
Ansammlungen von mehreren Dünen werden Dünenfeld oder auch Dünenzug genannt. Diese Ansammlungen können dabei flächenhaften oder langgestreckten Charakter haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekundärdünen ===&lt;br /&gt;
[[File:Erg Tiffernine-secondary dunes on a megadune.jpg|thumb|Aufgesetzte Sekundärdünen auf Draa-Düne, [[Erg Tiffernine]], Südostalgerien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundärdünen bilden sich&lt;br /&gt;
* aus anderen Dünen (Kreuzdüne/Sterndüne)&lt;br /&gt;
* auf anderen Dünen (aufgesetzte Sekundärdünen/Gitterdünen)&lt;br /&gt;
Sie sind mobil.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Martin|Titel=Das Wesen der Wüste|Verlag=Ludwig Verlag, München|Datum=2009 |ISBN=978-3453281219 }} S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kreuzdüne/Sterndüne ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sterndüne}}&lt;br /&gt;
[[File:Two star dunes in the Grand Erg Oriental.png|thumb|Zwei Sterndünen im [[Östlicher Großer Erg|Östlichen Großen Erg]], Ostalgerien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Kreuz-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Sterndünen&amp;#039;&amp;#039; sind besonders hohe Dünen und entstehen durch jahreszeitlich sich überlagernde Windrichtungen bei Vorhandensein großer Sandmengen. Die Sterndünen können unter Umständen mehrere 100&amp;amp;nbsp;Meter über die Umgebung aufragen. Bei diesem Typ wird vor allem Sand immer wieder umgeschichtet. Trotzdem wurden an mehreren Orten durch präzise GPS-Messungen Wanderungen festgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Geof Duller, Charles Bristow: &amp;#039;&amp;#039;Structure and chronology of a star dune at Erg Chebbi, Morocco, reveals why star dunes are rarely recognised in the rock record&amp;#039;&amp;#039;, nature, scientiffic reports, 2024, S. 4, [https://www.nature.com/articles/s41598-024-53485-3], abgerufen am 26. Dezember 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dünen in Europa ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehrhorner-duenen.jpg|mini|Bewaldete Dünen bei [[Ehrhorn]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DuneAtDarsz BalticSea.jpg|mini|Düne an der Ostsee]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DunePyla2.jpg|mini|[[Dune du Pilat]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dünen am Langeooger Strand 20200910 DSC3348.jpg|mini|Dünen am Weg zum [[Langeoog]]er Strand]]&lt;br /&gt;
In [[Mitteleuropa]] besitzen außer den [[Küstendüne]]n nur noch die in der ausklingenden [[Eiszeitalter|Eiszeit]] gebildeten [[Binnendüne]]n eine nennenswerte Verbreitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Küstendünen sind mit Flachküsten verbunden. Der Sand für diesen Dünentyp wird durch vorherrschende auflandige Winde vom sandigen Strand herangeweht, stammt also ursprünglich aus dem Meer, das den Sandstrand aufbaut. Je nach der Entwicklung der Vegetation im Hinterland des Strandes können unterschiedliche Dünentypen entstehen, die von unregelmäßigen Formen bis hin zu [[Parabeldüne]]n reichen.&lt;br /&gt;
* Die Binnendünen wurden ursprünglich im kalten Tundrenklima während der ausklingenden [[Weichseleiszeit]] gebildet. Eine Weiterentwicklung bzw. Reaktivierung in der Nacheiszeit erfolgte unter dem Einfluss des Menschen. Durch intensive Landnutzung, z.&amp;amp;nbsp;T. [[Übernutzung]], etwa durch [[Überweidung]] wurde die Vegetationsdecke zerstört und die Sandverwehung wieder aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wanderdünen gab und gibt es auch bei [[Morskoje|Pillkoppen]] (61&amp;amp;nbsp;m) und [[Nida (Litauen)|Nida]] auf der [[Kurische Nehrung|Kurischen Nehrung]] ([[Parnidis-Düne]], rund 52&amp;amp;nbsp;m), im Elbtal bei [[Stixe]], im [[Slowinzischer Nationalpark|Slowinzischen Nationalpark]] ([[Lontzkedüne]], 42&amp;amp;nbsp;m) bei [[Łeba]] in [[Polen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Dänemark]], an der Nordspitze [[Jütland]]s, gibt es eine etwa 40&amp;amp;nbsp;m hohe Wanderdüne, die [[Råbjerg Mile]]. Die größte Wanderdüne [[Europa]]s bei [[Arcachon]] in [[Frankreich]], die [[Dune du Pilat]], ist zurzeit rund 110&amp;amp;nbsp;m hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dünen weltweit (exemplarisch) ==&lt;br /&gt;
In [[Arabische Halbinsel|Arabien]] erstreckt sich die größte zusammenhängende Sandregion der Erde, die [[Rub al-Chali]], über eine Länge von 1.300&amp;amp;nbsp;km und eine Breite von 800&amp;amp;nbsp;km. Hier bedecken Sanddünen, die bis zu {{Höhe|300}} Höhe erreichen, eine Fläche von beinahe 500.000&amp;amp;nbsp;km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Sahara]] befinden sich die höchsten Dünen im [[Erg Tiffernine]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:ISS-40 Tifernine dunes and Tassili Najjer Mountains in Algeria.jpg|Erg Tifernine, Algerien]]&amp;lt;/ref&amp;gt; westlich des [[Erg Issaouane]] in [[Algerien]]. Dort wurden Höhen von bis zu {{Höhe|430}} gemessen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=xVljC1cxp6MC&amp;amp;pg=RA1-PR15&amp;amp;lpg=RA1-PR15&amp;amp;dq=D%C3%BCnen+Erg+Tifernine&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=tEsNIchZH7&amp;amp;sig=pC0AZUQ72s1zcoF3nFUan_GKhU0&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi168eZvqDaAhWPKFAKHe9JBZ8Q6AEIOjAG#v=onepage&amp;amp;q=D%C3%BCnen%20Erg%20Tifernine&amp;amp;f=false Tack, Robin: Dünen (S.&amp;amp;nbsp;100: Erg Tifernine)], abgerufen am 27. April 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Volksrepublik China|chinesischen]] Wüste [[Gobi#Alashan|Alashan]] erreicht der höchste Sandgipfel [[Biluthu]] {{Höhe|520}} Höhe. Er wird wahrscheinlich durch Feuchtigkeit aus dem Boden stabilisiert. Da der Wind nur die oberste Schicht über die Dünenkämme weht, wird davon ausgegangen, dass die Fundamente der dortigen Riesendünen zuletzt vor ca. 5.000&amp;amp;nbsp;Jahren bewegt wurden. Sie gelten als die ältesten Dünen der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Cerro Blanco (Düne)|Düne Cerro Blanco]] in der [[peru]]anischen [[Region Ica]] gilt mit {{Höhe|2070}} Gipfel&amp;lt;nowiki /&amp;gt;[[höhe über dem Meeresspiegel]] als höchstgelegene größere Düne der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://abload.de/img/cerroblancoperuxfsad.jpg Cerro Blanco in den Bergen über Nazca, Peru], abgerufen am 27. April 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Extraterrestrische Dünen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch auf dem [[Saturn (Planet)|Saturn]]&amp;amp;shy;mond [[Titan (Mond)|Titan]] und dem [[Mars (Planet)|Mars]] gibt es Dünenfelder. Das größte befindet sich in der Ebene [[Vastitas Borealis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Singende Dünen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Barking Sands beach in Kauai.jpg|mini|Ein besonderes Phänomen stellt der [[Barking Sands Beach]] von [[Kauai]] dar, der beim Betreten ein bellendes Geräusch erzeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/The_World_s_Beaches/sAMlDQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=barking+sands+beach+squeaky+clean&amp;amp;pg=PA161&amp;amp;printsec=frontcover &amp;#039;&amp;#039;The World&amp;#039;s Beaches – A Global Guide to the Science of the Shoreline&amp;#039;&amp;#039;] Orrin H. Pilkey, William J. Neal, James Andrew Graham Cooper, Joseph T. Kelley, University of California Press, 2011, ISBN 978-0-520-26871-5, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Singende Dünen&amp;#039;&amp;#039; finden sich in nahezu allen Wüsten der Erde und darüber hinaus auch in Gebieten mit großen [[Sandstrand|Stranddünen]]. Als &amp;#039;&amp;#039;Singen&amp;#039;&amp;#039; werden dabei die tiefen und lauten [[Brummton|Brummtöne]] bezeichnet, die teilweise über mehr als zehn Kilometer hörbar sind und bis zu 15&amp;amp;nbsp;Minuten anhalten. Sie werden durch an den Dünen abrutschenden [[Sand]] erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Geräusche werden oft mit Brummen, Stöhnen, Trommeln, Donner, [[Nebelhorn|Nebelhörnern]] oder tief fliegenden Propellerflugzeugen verglichen.&lt;br /&gt;
Durch diese große Bandbreite und die lange unerklärliche Herkunft der Töne haben die Singenden Dünen Eingang in Legenden und Literatur gefunden. Schon [[Marco Polo]] berichtete aus der [[Gobi]] von bösen Wüstengeistern, die „manchmal die Luft mit den Klängen der verschiedensten Musikinstrumente füllten, manchmal aber auch mit Trommeln oder Waffenlärm“. Neuere Erwähnungen finden sich in so unterschiedlichen Texten wie [[Charles Darwin]]s &amp;#039;&amp;#039;Voyages of the [[Beagle (Schiff, 1820)|Beagle]]&amp;#039;&amp;#039; (1889) und [[Frank Herbert]]s [[Dune|&amp;#039;&amp;#039;Der Wüstenplanet&amp;#039;&amp;#039;]] (1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von den Dünen erzeugten Töne können eine Lautstärke von bis zu 100&amp;amp;nbsp;dB erreichen und liegen meistens um 100&amp;amp;nbsp;Hz; es sind aber auch Frequenzen von bis zu 770&amp;amp;nbsp;Hz dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das Phänomen der Singenden Dünen also schon lange bekannt ist und wissenschaftlich untersucht wurde, wurden die wesentlichen Wirkmechanismen erst in den letzten Jahren erforscht. Erzeugt werden die Geräusche durch das Abrutschen von Sand[[lawine]]n, wodurch die angrenzende Luft in Schwingungen versetzt wird, sodass eine kleine [[Druckwelle]] und damit auch [[Schallwelle]] entsteht. Da die abrutschende Sandschicht aus bis zu 500&amp;amp;nbsp;Sandkornschichten besteht, summieren sich die einzelnen Töne bei synchroner Bewegung der Sandkörner zu den lauten Brummtönen. Ungeklärt ist bisher noch der Mechanismus, mit dem die Sandkörner ihre Bewegung synchronisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Singende Dünen finden sich in fast allen Trockenwüsten der Erde, unter anderem in&lt;br /&gt;
* der [[Namib (Wüste)|Namib]] bei [[Terrace Bay]] ([[Skelettküste]])&lt;br /&gt;
* der [[Sahara]]&lt;br /&gt;
* der [[Gobi]]&lt;br /&gt;
* der [[Arabische Wüste|Arabischen Wüste]]&lt;br /&gt;
* am [[Sand Mountain]] in [[Nevada]]&lt;br /&gt;
* und auf [[Hawaii]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versteinerte Dünen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Versteinerte Dünen bei Gondwana Namib Desert Lodge (2018).jpg|mini|Versteinerte Dünen in der [[Namib]] (2018)]]&lt;br /&gt;
In der [[Namib]] gibt es versteinerte Dünen aus Sandstein mit einem Alter von etwa 20 Millionen Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.madiba.de/blog/die-endlose-namib-aelteste-wueste-der-welt/ Die endlose Namib – älteste Wüste der Welt]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Tassili n&amp;#039;Ajjer]] erheben sich versteinerte Megadünen aus Sandstein, die aus dem späten [[Ordovizium]] stammen, mit einem Alter von etwa 450 Millionen Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Perron: &amp;#039;&amp;#039;Architecture and tectonic of Paleozoic intracratonic Basins&amp;#039;&amp;#039;, HAL open science, 2019, S. 173 (mit Bild), [https://theses.hal.science/tel-02284343v1/file/78888_PERRON_2019_archivage.pdf], abgerufen am 28. Dezember 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Binnendüne]]&lt;br /&gt;
* [[Küstendüne]]&lt;br /&gt;
* [[Wechte]]&lt;br /&gt;
* [[Schoina#Klima und Vegetation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=R. Baumhauer | Titel= Geomorphologie| Verlag=| Ort= | Jahr= 2006| ISBN=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=A. S. Goudie, I. Livingstone, S. Stokes | Titel= Aeolian Environments, Sediments and Landforms| Verlag=| Ort= | Jahr= 2000| ISBN= }}&lt;br /&gt;
* G. C. A. Krause: &amp;#039;&amp;#039;Der Dünenbau auf den Ostsee-Küsten West-Preussens. Ein praktisches Lehrbuch. Nebst einer Küstenkarte und 6 Blättern mit erläuternden Zeichnungen&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1850 ([https://books.google.it/books?id=qdgAAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= I. Livingstone, A. Warren | Titel= Aeolian Geomorphology| Verlag=| Ort= | Jahr= 1996| ISBN= }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=P. Smithson, K. Addison, K. Atkinson | Titel= Fundamentals of the Physical Environment| Verlag=| Ort= | Jahr= 2002| ISBN= }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= M. A. Summerfield | Titel= Global Geomorphology. An Introduction to the Study of Landforms| Verlag= | Ort= | Jahr= 1991| ISBN= }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= F. Tack, P. Robin | Titel= Dünen: Sandmeere der Wüsten| Verlag= National Geographic| Ort= Hamburg| Jahr= 2003| ISBN= 978-3934385962}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= H. Zepp | Titel= Grundriss Allgemeine Geographie: Geomorphologie| Verlag= | Ort= | Jahr= 2008| ISBN= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commons|Dune|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commons|Spiekeroog#Dünen / dunes|Tertiärdünen auf Spiekeroog|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
| url=http://www.webgeo.de/g_001/&lt;br /&gt;
| titel=Lernmodul „Dünenformen“&lt;br /&gt;
| autor=Anja Fengler, Zsuzsanna Koncz&lt;br /&gt;
| hrsg=Institut für Physische Geographie (IPG) der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]]&lt;br /&gt;
| datum=2002-11-10&lt;br /&gt;
|werk=WEBGEO | abruf=2010-12-14&lt;br /&gt;
| offline=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* [http://www.geo.fu-berlin.de/v/pg-net/geomorphologie/medien_geomorph/medien_geomorph_aeolisch/duenentypen.gif Dünentypen (Abbildung)]&lt;br /&gt;
* [https://www.bildwoerterbuch.com/erde/geologie/wueste/duenenformen.php Dünenformen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4013208-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dune}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düne| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Äolische Landform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biotoptyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sedimentation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hügel|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hozro</name></author>
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