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	<title>Cyriacus Spangenberg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T21:06:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cyriacus_Spangenberg&amp;diff=251951&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mommpie: Mansf. Chronica</title>
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		<updated>2026-03-21T08:47:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mansf. Chronica&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Portret van Cyriacus Spangenberg M. Cyriacus Spangenbergius (titel op object), RP-P-1917-715.jpg|mini|hochkant|Cyriacus Spangenberg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Adelsspiegel 1. Band.jpg|mini|hochkant|Cyriacus Spangenbergs Adelsspiegel, 1. Band]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Adelsspiegel 2. Band.jpg|mini|hochkant|Cyriacus Spangenbergs Adelsspiegel, 2. Band]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cyriacus Spangenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Juni]] [[1528]] in [[Nordhausen]]; † [[10. Februar]] [[1604]] in [[Straßburg]]) war ein [[Evangelisch|evangelischer]] [[Theologe]], [[Geistliches Lied|Kirchenlieddichter]] und [[Historiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Cyriacus Spangenberg war Sohn des Südharzer Reformators [[Johannes Spangenberg]]. Nachdem er zunächst von seinem Vater unterrichtet worden war, schrieb er sich im Alter von 14 Jahren an der [[Universität Wittenberg]] ein. Während des [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Krieges]] wirkte er als Lehrer in [[Eisleben]] und ging danach zurück nach [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]], wo er um 1550 sein Studium abschloss. Im selben Jahre übernahm er zwischenzeitlich die Pfarrstelle seines verstorbenen Vaters an der Andreaskirche in Eisleben. Danach wurde er Schlossprediger in [[Mansfeld]]. Aufgrund seiner Stellungnahme für den vom Kaiser geächteten Grafen [[Albrecht VII. von Mansfeld|Albrecht von Mansfeld]] wurde Spangenberg seines Amtes enthoben. Er heiratete am 9. Februar 1552 die Tochter des reichen Eislebener Ratsherrn Urban Moshauer, Eva. Knapp ein Jahr später verstarb seine Frau. Er folgte im Oktober 1553 dem Ruf nach Mansfeld und ehelichte dort 1555 Barbara Taurer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Lechte |Titel=Geschichte der Stadt Hardegsen |Ort=Hardegsen |Datum=1968 |Seiten=277}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das ihm nach dem Tode des [[Michael Caelius]] im Jahr 1559 angebotene Amt des Generalsuperintendenten der gleichnamigen [[Grafschaft Mansfeld|Grafschaft]] lehnte er ab und empfahl an seiner statt [[Hieronymus Mencel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eifriger Anhänger des [[Matthias Flacius]] kämpfte er gegen [[Philipp Melanchthon]] und das [[Augsburger Interim]]. Nachdem er Berufungen aus Nordhausen, [[Magdeburg]] und [[Lübeck]] abgelehnt hatte, ging Spangenberg nach [[Antwerpen]], wo er Flacius persönlich kennenlernte und u.&amp;amp;nbsp;a. mit Flacius und [[Hermann Hamelmann]] die &amp;#039;&amp;#039;Confession&amp;#039;&amp;#039; der Gemeinde, eine Bekenntnisschrift, abfasste, in der zu der Zeit u.&amp;amp;nbsp;a. [[Johannes Saliger]] und [[Johannes Ligarius]] wirkten. Das Eintreten für die [[Erbsünde]]nlehre des Flacius’ führte dazu, dass [[Joachim Mörlin]], [[Martin Chemnitz (Theologe)|Martin Chemnitz]] und [[Tilemann Hesshus]] sich nach seiner Rückkehr nach Mansfeld gegen ihn wandten. Spangenberg wurde des [[Manichäismus]] beschuldigt und verteidigte sich mit seiner &amp;#039;&amp;#039;Apologia&amp;#039;&amp;#039;. Der Streit tobte unter Theologen und Bürgern weiter, bis der Administrator von Magdeburg, Markgraf [[Joachim Friedrich (Brandenburg)|Joachim Friedrich]], bewaffnete Bürger aus [[Halle (Saale)|Halle]] Silvester 1574 nach Mansfeld schickte. Spangenberg floh und kam bis in die kursächsische Amtsstadt [[Sangerhausen]]. Bis 1577 befand er sich unter dem Schutz von [[Vollrad von Mansfeld]] in der sogenannten Neuen Hütte bei [[Saalfeld/Saale|Saalfeld]], bevor er nach Straßburg ging. 1581 wurde er Pfarrer im oberhessischen [[Schlitz (Vogelsbergkreis)|Schlitz]]. 1595 siedelte er wieder nach Straßburg über, wo er den Rest seines Lebens verbrachte und Chroniken für adlige Familien verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn [[Wolfhart Spangenberg]] (1567–nach 1636) wurde Dichter von Tierfabeln und Schuldramen in Straßburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Spangenberg schrieb auf verschiedenen theologischen und historischen Gebieten. Sein Werk besteht aus Kommentaren, bearbeiteten Katechismen, Predigten, &amp;#039;&amp;#039;Cithara Lutheri&amp;#039;&amp;#039; (Predigten über Luthers Lieder), 21 Predigten über Luthers Leben. Darin formuliert er u.&amp;amp;nbsp;a. sein kirchenmusikalisches Anliegen, dass ein Gesangbuch stets „wol mit warheit der Leyen Loci Communes oder Heubtartickel Christlicher Lere für die Leyen mag genant werden. / Und möchte wol mit ehren die kleine Bibel heißen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Schilling: &amp;#039;&amp;#039;Das Gesangbuch ist die belebte Bibel für den gemeinen Christen. Deutschsprachige evangelische Gesangbücher von der Reformation bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. In: Andrea Hofmann und Esther Wipfler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;500 Jahre Evangelisches Gesangbuch: Musik, Theologie, Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Schnell und Steiner Verlag, Regensburg 2024. S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen historischen Arbeiten zählen die Mansfelder und die Henneberger Chronica. Die &amp;#039;&amp;#039;Chronik aller Bischöfe von Verden&amp;#039;&amp;#039; stammt dagegen nicht von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auswahl ===&lt;br /&gt;
Unter anderem veröffentlichte er 1568 ein &amp;#039;&amp;#039;Christlichs Gesangbüchlein&amp;#039;&amp;#039; und 1569/70 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Cythara Luther&amp;#039;&amp;#039; eine große Zahl von [[Liedpredigt]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cyriacus Spangenberg ist der Textdichter der Strophen 2–5 des Kirchenliedes &amp;#039;&amp;#039;Wir wollen alle fröhlich sein&amp;#039;&amp;#039; ([[Evangelisches Gesangbuch|EG]] 100) und veröffentlichte erstmals die Melodie zum Lied &amp;#039;&amp;#039;Christe, du bist der helle Tag&amp;#039;&amp;#039; (EG 469).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus seiner Feder stammen zahlreiche der moralisierenden „[[Teufelsliteratur|Teufelsbücher]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Historiker schrieb er u.&amp;amp;nbsp;a. die &amp;#039;&amp;#039;Mansfeldische Chronica&amp;#039;&amp;#039; (später neu als &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Chronica&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039; Querfurtische Chronica&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Henneberger Chronica&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Chronica der Grafen von Holstein-Schaumburg&amp;#039;&amp;#039;. Sein &amp;#039;&amp;#039;Adelsspiegel&amp;#039;&amp;#039; (Bd. 1: 1591, Bd. 2: 1594) über die Anfänge, die Geschichte und das Wesen des [[Adel|Adels]] ist der wohl wichtigste frühneuzeitliche Adelstraktat. In der &amp;#039;&amp;#039;Mansfeldische Chronica&amp;#039;&amp;#039; ging er auch auf den Abbau von [[Kupferschiefer]] in der Region ein und datiert dessen Beginn auf das Jahr 1199. Als Entdecker des Rohstoffes werden die Bergknappen Nappian und Neucke genannt. Nach heutiger Ansicht wurde Bergbau im Mansfelder Gebiet in verschiedenem Umfang aber schon früher betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Angela Stoye: &amp;#039;&amp;#039;Martin trifft Mammut.&amp;#039;&amp;#039; In [[Glaube und Heimat (Zeitung)|Glaube und Heimat]] vom 22. Februar 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 13. und letztes Buch des ersten Bandes des &amp;#039;&amp;#039;Adelsspiegels&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte Spangenberg unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Weiber-Adel&amp;#039;&amp;#039; Abhandlungen über tugendhafte und gelehrte Frauen (elf Kapitel im ersten Abschnitt) sowie über kriegerische Frauen (25 Kapitel im zweiten Abschnitt). Für Autoren seiner Zeit durchaus ungewöhnlich zielte Spangenberg mit diesen Darstellungen darauf ab, Belege dafür zu bieten, dass nicht nur Männer, sondern eben auch Frauen würdig seien, den Adelsstand zu bekleiden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helen Watanabe-O‘Kelly |Titel=Heldin oder Teufelin? Imaginationen von bewaffneten Frauen in der deutschsprachigen Kultur der frühen Neuzeit |Sammelwerk=WerkstattGeschichte |Nummer=64 |Datum=2014 |Seiten=13-30, hier S. 15-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Horst Carl]]: &amp;#039;&amp;#039;Wider die Verächter und Lästerer dieses Ehrenstandes. Cyriakus Spangenberg als Verteidiger und Kritiker des Adels.&amp;#039;&amp;#039; In: Stefan Rhein, Günter Wartenberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reformatoren im Mansfelder Land.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2006, S. 135–154.&lt;br /&gt;
* Bernd Feicke: &amp;#039;&amp;#039;Chroniken des protestantischen Hochadels aus dem 16. Jahrhundert und ihr Autor Cyriakus Spangenberg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte aus Stadt und Kreis Nordhausen&amp;#039;&amp;#039;, Band 28, 2003, S. 16–26 (mit zahlreicher weiterer Literatur und Stammtafel zu den Verwandtschaftsverhältnisse der Auftraggeber).&lt;br /&gt;
* [[Volker Jung (Theologe)|Volker Jung]]: &amp;#039;&amp;#039;Cyriakus Spangenberg. Ein treuer Schüler Luthers als Pfarrer in Schlitz.&amp;#039;&amp;#039; In: Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Schlitz (Hrsg.), [[Volker Puthz]], Peter Weyrauch, Volker Jung, Joachim Schulze: &amp;#039;&amp;#039;Zur 1175-Jahrfeier der Stadtkirche Schlitz.&amp;#039;&amp;#039; Schlitz 1987, S. 88–97.&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|623|624|Spangenberg, Cyriakus|[[Thomas Kaufmann (Kirchenhistoriker)|Thomas Kaufmann]]|119369958}}&lt;br /&gt;
* Manfred Lemmer: &amp;#039;&amp;#039;Cyriakus Spangenberg und die Teufelsbücher.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte aus Stadt und Kreis Nordhausen&amp;#039;&amp;#039;, Band 28, 2003, S. 77–88.&lt;br /&gt;
* Stephan Rhein, [[Günther Wartenberg]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reformatoren im Mansfelder Land. Erasmus Sarcerius und Cyriakus Spangenberg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften der Lutherdedenkstätten in Sachsen-Anhalt&amp;#039;&amp;#039;, Band 4). Leipzig 2006, ISBN 978-3-374-02321-9 (zu Spangenberg elf Aufsätze S. 135–315).&lt;br /&gt;
* {{ADB|35|37|41|Spangenberg, Cyriacus|[[Edward Schröder]]|ADB:Spangenberg, Cyriacus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Helen Watanabe-O‘Kelly: &amp;#039;&amp;#039;Heldin oder Teufelin? Imaginationen von bewaffneten Frauen in der deutschsprachigen Kultur der frühen Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[WerkstattGeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 64, 2014, S. 13–30 ([https://werkstattgeschichte.de/wp-content/uploads/2017/02/WG64_013-030_WATANABE-OKELLY_HELDIN.pdf pdf]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|119369958}}&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke |VD=17 |PPN=004323947}}&lt;br /&gt;
* [https://philological.cal.bham.ac.uk/bibliography/sf.html Nachweis.] In: [[Analytic Bibliography of Online Neo-Latin Texts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119369958|LCCN=n79126807|VIAF=46900667}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Spangenberg, Cyriacus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenlieddichter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Theologe (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronik (Literatur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1528]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1604]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Spangenberg, Cyriacus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Theologe, Pfarrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Juni 1528&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nordhausen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Februar 1604&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Straßburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mommpie</name></author>
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