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	<title>Cydippida - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T19:20:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cydippida&amp;diff=151347&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kuhni74: /* Stammesgeschichte */tf</title>
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		<updated>2025-06-30T05:23:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Stammesgeschichte: &lt;/span&gt;tf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = &lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Cydippida&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[René Primevère Lesson|Lesson]], 1843&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = &lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Tentaculata&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Rippenquallen&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Ctenophora&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Stamm&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Gewebetiere&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Eumetazoa&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Vielzellige Tiere&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Metazoa&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Holozoa&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = LightRefractsOf comb-rows of ctenophore Mertensia ovum.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Rippenqualle &amp;#039;&amp;#039;Mertensia ovum&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cydippida&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man eine ökologisch bedeutsame und artenreiche [[Ordnung (Biologie)|Ordnung]] von [[Rippenquallen]] (Ctenophora) aus der [[Klasse (Biologie)|Klasse]] [[Tentaculata]]. Cydippida wie die [[Seestachelbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Pleurobrachia pileus&amp;#039;&amp;#039;) sind in vielerlei Hinsicht die „typischen“ Rippenquallen und vereinigen viele Merkmale auf sich, die innerhalb der Gruppe als ursprünglich gelten dürfen. Da die Gruppe wahrscheinlich nicht monophyletisch ist, also nicht alle Nachkommen ihres letzten gemeinsamen Vorfahren umfasst, erkennt die heute vorherrschende Systematik, die [[Kladistik]], die Gruppe nicht als [[Taxon]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Arten haben ein kugelförmiges bis leicht ovales Aussehen und sind, wenn überhaupt, in der [[Tentakel]]ebene komprimiert, das heißt, die senkrecht zur Verbindungslinie der beiden gut ausgebildeten Tentakelscheiden liegende &amp;#039;&amp;#039;pharyngeale&amp;#039;&amp;#039; Körperachse ist verkürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Arten verfügen über wohlentwickelte Kammrippen; anders als in anderen Rippenquallen-Ordnungen sind die einzelnen Kammplättchen aber nicht durch Geißelkanäle miteinander verbunden – die Signalweiterleitung von der [[Statocyste]] erfolgt anscheinend allein durch das serielle Umkippen der Plättchen und die dadurch ausgelösten Wasserströmungen – vergleichbar dem [[Domino-Effekt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch die langen Tentakel gefangene Nahrung gelangt über den Mund in den muskulösen Schlund, wird dort durch Abgabe von Verdauungsenzymen aufgeschlossen und schließlich in den zentral gelegenen Magen weitergeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dort geht zur mundabgelegenen Seite ein &amp;#039;&amp;#039;aboraler&amp;#039;&amp;#039; Kanal aus, der sich in vier kurze Analkanäle aufteilt, von denen zwei blind und zwei in Analporen enden. Zwei &amp;#039;&amp;#039;paragastrische&amp;#039;&amp;#039; Kanäle laufen parallel zu den flachen Schlundseiten, je ein &amp;#039;&amp;#039;Tentakelkanal&amp;#039;&amp;#039; läuft zum Ansatz der Tentakel in den Tentakelscheiden hin und versorgt diese mit Nährstoffen. Daneben existieren noch vier &amp;#039;&amp;#039;Transversalkanäle&amp;#039;&amp;#039;, die senkrecht in alle „Himmelsrichtungen“ von der Körperachse weglaufen und sich nach außen Y-förmig noch einmal aufteilen. Sie münden in die unterhalb der Kammrippen verlaufenden &amp;#039;&amp;#039;Meridionalkanäle&amp;#039;&amp;#039;, die wie die paragastrischen Kanäle blind auslaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Muskulatur]] ist wie bei allen anderen Rippenquallen [[Glatte Muskulatur|glatt]], lediglich bei &amp;#039;&amp;#039;Euplokamis dunlapae&amp;#039;&amp;#039; kommt auch [[Skelettmuskel|quergestreifte Muskulatur]] vor, die bei dieser Art ein explosives Entrollen der [[Tentillen]] bei Berührung durch Beutetiere ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung, Lebensraum und Fortbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cydippida-Arten sind weltweit verbreitet und leben als Bestandteil des [[Plankton|Makrozooplanktons]] freischwimmend im Meer, sowohl auf hoher See als auch in Küstennähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie setzen zur Fortbewegung ihre Kammrippen ein, lassen sich aber meistens passiv in Meeresströmungen treiben, wodurch große Ansammlungen von Individuen entstehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Rippenquallen ernähren sich die Cydippida von verschiedenem Plankton, insbesondere [[Nesseltiere]]n, [[Krebstiere|Krebsen]], aber auch kleinen [[Fische]]n. Zum Beutefang setzen alle Arten ihre Tentakel ein, die wie ein Treibnetz durchs Wasser gezogen werden. Sobald ein Beutetier mit diesen in Berührung kommt und an den von Klebekörperchen, den [[Colloblast]]en, besetzten Querfäden, den &amp;#039;&amp;#039;Tentillen&amp;#039;&amp;#039; festklebt, verkürzt sich durch Muskeleinwirkung der entsprechende Tentakel und zieht die Beute nach vorne zum Mund hin. Gleichzeitig kehrt die Rippenqualle die Schlagrichtung zweier geeigneter Kammreihen um, so dass sie sich auf den Tentakelabschnitt mit dem gefangenen Beutetier zudreht, bis dieses den Mund berührt, so dass es verschlungen werden kann. Diese Methode wird wegen des Drehmanövers auch als „spin capture“ bezeichnet und ist nur bei größeren Beutetieren effizient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arten der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;Haeckelia&amp;#039;&amp;#039; übernehmen von ihrer Nesseltier-Beute die dann als &amp;#039;&amp;#039;[[Kleptocniden]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten [[Nesselzelle]]n – ein Umstand, der bis zu seiner Aufdeckung bei Zoologen lange Zeit zur Verwirrung geführt hat, da man fälschlicherweise aus dem Vorkommen von Nesselzellen bei Rippenquallen auf eine enge Verwandtschaft mit den Urhebern dieser Zellen, den Nesseltieren schloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Cydippida pflanzen sich sexuell fort. Obwohl sie [[Hermaphroditismus|Zwitter]] sind, also sowohl über männliche wie weibliche Keimdrüsen verfügen, ist eine Selbstbefruchtung anscheinend eher selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammesgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als die anderen Gruppen von Rippenquallen ist die Ordnung [[Fossilien|fossil]] durch Funde aus dem erdgeschichtlichen Zeitalter des [[Devon (Geologie)|Devon]] bekannt, die in feinkörnigem [[Schiefer]]gestein aus dem [[Hunsrück]] gefunden wurden. Es handelt sich um zwei Arten, &amp;#039;&amp;#039;[[Archaeocydippida hunsrueckiana]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Paleoctenophora brasseli]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie lassen sich allerdings keiner modernen Familie zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vergleich mit den anderen Rippenquallen-[[Taxon|Taxa]] zeigt, dass die Ordnung anscheinend eine große Zahl von ursprünglichen Merkmalen bewahrt hat. Auch die embryologische Entwicklung aller anderen Rippenquallen über ein &amp;#039;&amp;#039;Cydippea&amp;#039;&amp;#039;-Stadium, das wie eine Miniaturversion einer Cydippida-Rippenqualle aussieht, und zwar selbst, wenn wie etwa bei den Platyctenida die erwachsenen Tiere einen stark abgewandelten Körperbau haben, weist auf die relativ geringe morphologische Divergenz der Cydippida von den mutmaßlichen gemeinsamen Vorfahren aller Rippenquallen hin. Daraus ergibt sich allerdings gemäß der heute vorherrschenden Systematik, der [[Kladistik]], die Frage, welche gemeinsamen, neu etablierten Merkmale die Cydippida überhaupt verbinden – ohne solche &amp;#039;&amp;#039;Synapomorphien&amp;#039;&amp;#039; kann die Gruppe nicht als natürliche Einheit gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorläufige Ergebnisse sowohl morphologischer als auch molekulargenetischer Studien weisen denn auch darauf hin, dass es sich bei den Cydippida möglicherweise um ein &amp;#039;&amp;#039;polyphyletisches&amp;#039;&amp;#039; Taxon handelt, also eine vollkommen willkürliche Gruppierung von Arten, die von Merkmalen, die von dem gemeinsamen Vorfahren der Rippenquallen ererbt wurden, abgesehen, keine Gemeinsamkeiten aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten sich diese Ergebnisse bestätigen, wäre die Einordnung der fossilen Arten in die Ordnung Cydippida weitgehend gegenstandslos und würde lediglich bedeuten, dass es sich um Vertreter der Stammlinie der Rippenquallen handelte – eine Zugehörigkeit zu einer modernen Gruppe innerhalb der Rippenquallen ließe sich damit nicht mehr ableiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rippenqualle.jpg|mini|Rote Tortuga mit tentillenbesetzten Tentakeln]]&lt;br /&gt;
Innerhalb der Ordnung unterscheidet man 12 Familien mit knapp 60 Arten (Stand 2025)&lt;br /&gt;
* Familie Aulacoctenidae Lindsay &amp;amp; Miyake, 2007, mit der einzigen Art &amp;#039;&amp;#039;[[Aulacoctena acuminata]]&amp;#039;&amp;#039; Mortensen, 1913&lt;br /&gt;
* Familie Bathyctenidae Mortensen, 1913, mit der einzigen Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Bathyctena]]&amp;#039;&amp;#039; Mortensen, 1912 und zwei Arten&lt;br /&gt;
* Familie Cryptocodidae Leloup, 1938, mit der einzigen Art &amp;#039;&amp;#039;[[Cryptocoda gerlachi]]&amp;#039;&amp;#039; Leloup, 1938&lt;br /&gt;
* Familie Ctenellidae C. Carré &amp;amp; D. Carré, 1993, mit der einzigen Art &amp;#039;&amp;#039;[[Ctenella aurantia]]&amp;#039;&amp;#039; C. Carré &amp;amp; D. Carré, 1993&lt;br /&gt;
* Familie [[Cydippidae]] Gegenbaur, 1856 (syn. Pleurobrachiidae Chun, 1880), mit 5 Gattungen und 27 Arten&lt;br /&gt;
* Familie Dryodoridae Harbison, 1996, mit der einzigen Art &amp;#039;&amp;#039;[[Dryodora glandiformis]]&amp;#039;&amp;#039; (Mertens, 1833)&lt;br /&gt;
* Familie Euplokamididae Mills, 1987, mit der einzigen Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Euplokamis]]&amp;#039;&amp;#039; Chun, 1879 und fünf Arten&lt;br /&gt;
* Familie Haeckeliidae Krumbach, 1925, mit der einzigen Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Haeckelia]]&amp;#039;&amp;#039; Carus, 1863 und vier Arten&lt;br /&gt;
* Familie Lampeidae Stechow, 1921, mit der einzigen Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Lampea]]&amp;#039;&amp;#039; Stechow, 1921 und fünf Arten&lt;br /&gt;
* Familie [[Mertensiidae]] L. Agassiz, 1860, mit zwei Gattungen und zwei Arten&lt;br /&gt;
* Familie Pukiidae Gershwin, Zeidler &amp;amp; Davie, 2010, mit der einzigen Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Pukia]]&amp;#039;&amp;#039; Gershwin, Zeidler &amp;amp; Davie, 2010 und zwei Arten&lt;br /&gt;
* Familie Vampyroctenidae Townsend, Damian-Serrano &amp;amp; Whelan, 2020 mit der einzigen Art&amp;#039;&amp;#039; [[Vampyroctena delmarvensis]]&amp;#039;&amp;#039; Townsend, Damian-Serrano &amp;amp; Whelan, 2020&lt;br /&gt;
Die Stellung der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Callianira]]&amp;#039;&amp;#039; Lamarck, 1816 mit vier Arten ist ungeklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Systematik ist in einigen Fälen ungesichert und umstritten. Daneben existieren eine Reihe weiterer, bisher unbeschriebener Arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mackie, G. O., Mills, C. E., Singla, C. L., &amp;#039;&amp;#039;Structure and function of the prehensile tentilla of &amp;#039;&amp;#039;Euplokamis (&amp;#039;&amp;#039;Ctenophora, Cydippida&amp;#039;&amp;#039;), Zoomorphology, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;107&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 1988, S. 319&lt;br /&gt;
*Mills, C. E., Miller, R. L., &amp;#039;&amp;#039;Ingestion of a medusa (&amp;#039;&amp;#039;Aegina citrea&amp;#039;&amp;#039;) by the nematocyst-containing ctenophore &amp;#039;&amp;#039;Haeckelia rura&amp;#039;&amp;#039; (formerly &amp;#039;&amp;#039;Euchlora rubra&amp;#039;&amp;#039;): Phylogenetic Implications&amp;#039;&amp;#039;, Journal of Marine Biology, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;78&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 1984, Seite 215&lt;br /&gt;
*Tamm, S. L, Moss, A. G., &amp;#039;&amp;#039;Unilateral ciliary reversal and motor responses during prey capture by the ctenophore &amp;#039;&amp;#039;Pleurobrachia, Journal of Experimental Biology, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;114&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 1985, S. 443&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cydippida}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rippenquallen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ctenophora]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kuhni74</name></author>
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