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	<title>Cyanotypie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T07:42:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cyanotypie&amp;diff=25351&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-16777-90: k</title>
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		<updated>2026-03-17T08:19:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:John Frederick William Herschel - Lady with a harp 1842.jpg|mini|hochkant|John F. W. Herschel: &amp;#039;&amp;#039;Lady with a harp&amp;#039;&amp;#039;, 1842]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Anna Atkins algae cyanotype.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Dictyota dichotoma&amp;#039;&amp;#039; von Anna Atkins]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Plan Arbeiterwohnhaus 1897.jpg|mini|Architekturzeichnung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cyanotypie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Griechisch wörtlich „Blaudruck“), auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eisenblaudruck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt, ist ein altes fotografisches [[Edeldruckverfahren]] mit blauen Farbtönen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Quercus ilex, 2021.jpg|mini|Quercus ilex, 2021]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hohlscheibenwelt-Cyanotypie II.jpg|mini|Cyanotypie, (Chemigramm / Fotogramm) auf Nessel 40×40 cm, Wolfgang Autenrieth, 2021]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1842 entwickelte der englische Naturwissenschaftler und Astronom [[John Herschel]] dieses Verfahren&amp;lt;ref&amp;gt; Robert Hunt: [https://archive.org/details/photography00peabgoog/page/n73/mode/2up &amp;#039;&amp;#039;PHOTOGRAPHY&amp;#039;&amp;#039;] (Internet Archive.org, Third Edition, 1853, Seite 51, in ENCYCLOPEDIA METROPOLITANA, englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Cyanotypie war das dritte Verfahren nach der [[Daguerreotypie]] und [[Kalotypie]] zur Herstellung von stabilen fotografischen Bildern. Es ist ein Verfahren, das auf [[Eisen]] und nicht auf [[Silber]] beruht, welches sonst bei der herkömmlichen Herstellung von Fotoabzügen (und den beiden erwähnten Verfahren) verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Anna Atkins]], eine britische Naturwissenschaftlerin, machte diese fotografische Technik durch ihre Bücher bekannt, in denen sie Algen, Farne und andere Pflanzen mit Cyanotypien dokumentierte. Sie gilt durch diese frühe Anwendung als erste Fotografin.&amp;lt;ref&amp;gt; Anna Atkins: [https://www.metmuseum.org/art/collection/search/286656 &amp;#039;&amp;#039;Photographs of British Algae: Cyanotype Impressions&amp;#039;&amp;#039;], 1843–53, englisch, stored in &amp;quot;The MET&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Anna Atkins: [https://collection.sciencemuseumgroup.org.uk/objects/co416960/album-of-cyanotypes-of-british-and-foreign-ferns-album-cyanotype &amp;#039;&amp;#039;Cyanotypes of British and Foreign Flowering Plants and Ferns von 1854&amp;#039;&amp;#039;], englisch, stored in the Science Museum Group Collection&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Vervielfältigung von Plänen, also das Anfertigen von [[Blaupause]]n, war die Cyanotypie seit 1870 weit verbreitet. Die Vervielfältigung wurde selbst durchgeführt, auch die Sensibilisierung des Papiers, bevor 1876 in Paris lichtempfindliche Papiere in den Handel kamen (Marion Cie.). Die Belichtung erfolgt mit UV- bzw. Sonnenlicht. Um 1895 wurden elektrische Belichtungsapparate eingeführt. Erst in den 1920er-Jahren standen Vollautomaten zur Verfügung, die einen kompletten Arbeitsgang (Belichten, [[Fixieren (Fotografie)|Fixieren]], Trocknen) ausführten. Die Cyanotypie als Methode der Zeichnungskopie wurde dann vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] von der trocken arbeitenden [[Diazotypie]] (Ozalid®-Kopie) abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der flächenhafte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Träger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; soll eine wässrige Lösung gut aufsaugen können sowie meist hell und durchscheinend sein. Verwendet werden saugfähiges Papier, Leinwand, [[Nesseltuch|Nessel-]] oder Baumwollstoff. Aber auch Steine und Holz sind möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Träger wird im Dunkeln durch Tränken mit einer lichtempfindlichen Lösung fotosensibilisiert und getrocknet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine relativ unbeständige, aber sehr einfache Lösung wird frisch als 1:1-Mischung aus zwei getrennten Lösungen hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wp.radiertechniken.de/cyanotypie-uebersicht/cyanotypie/ | Neue und alte Techniken der Radierung und Edeldruckverfahren, Abschnitt: Solar-Fotopapier mit Ammoniumferrizitrat / Kaliumferricyanid]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiel:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Komponente 1 enthält 20 [[Gramm]] (hellgrünes) [[Ammoniumeisen(III)-citrat|Ammoniumeisen(III)-Citrat]] auf 100&amp;amp;nbsp;[[Milliliter|ml]] [[destilliertes Wasser]].&lt;br /&gt;
* Komponente 2 enthält 8 Gramm (rotes) [[Kaliumhexacyanidoferrat(III)]] (rotes Blutlaugensalz bzw. Kaliumferricyanid) auf 100&amp;amp;nbsp;ml [[destilliertes Wasser]]. Die wässrige Lösung ist gelblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Rezepte mit leicht unterschiedlichen Eigenschaften, wie chemische Zusammensetzung, Empfindlichkeit und Beständigkeit. Nach dem neuen Rezept von Mike Ware kann zum Beispiel auch mit Ammoniumeisen(III)-oxalat Trihydrat statt mit Ammoniumferrizitrat gearbeitet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Schwab: [https://www.fachreferent-chemie.de/wp-content/uploads/Cyantotypie.pdf C&amp;#039;&amp;#039;yanotypie – Blaudruck&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 1,3&amp;amp;nbsp;MB) S.&amp;amp;nbsp;4.&amp;lt;/ref&amp;gt; – siehe Abschnitt „Varianten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ferric amm citrate2.jpg|Ammoniumeisen(III)-Citrat (kristallin)&lt;br /&gt;
Potassium ferricyanide and its solution.JPG|Kalium&amp;amp;shy;hexacyanidoferrat(III) (Rotes Blutlaugensalz), kristallin und in Lösung&lt;br /&gt;
Paprikazweig, Photogramm, Cyanotypie, belichtet.jpg|Fotogramm, belichtet.&lt;br /&gt;
Paprika, Zweig, Zyanotypie, entwickelt.jpg|Fotogramm, belichtet und entwickelt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Belichtung (des lichtempfindlich gemachten Trägers) erfolgt unter einem Schatten werfenden Gegenstand als [[Fotogramm]] (Gegenstand, Pflanze etc.) oder mit einem Kontakt-[[Negativfilm|Negativ]] mit UV-Licht durch die Sonne oder von UV-Leuchten. Zur Belichtung geeignet sind auch Gesichtsbräuner, Solarien oder [[Overheadprojektor|Tageslichtprojektoren]]. Essenziell ist ein hoher UV-Anteil der Lichtquelle. An einem sonnigen Tag beträgt die Belichtungszeit mit Tageslicht etwa fünf bis 30&amp;amp;nbsp;Minuten – je nach Tages- und Jahreszeit. Bei einer Projektion per Tageslichtprojektor sind Belichtungszeiten von 10–15 Stunden nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den belichteten Partien wird dabei die Eisenverbindung zweiwertig und wasserunlöslich – es bildet sich der wasserunlösliche Farbstoff [[Berliner Blau]], Fe&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;[Fe(CN)&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;Fe^2^+ + [Fe(CN)6]^3^- -&amp;gt; Fe^3^+ +[Fe (CN)6]^4^- &amp;lt;/chem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;4 Fe^3^+ + 3[Fe(CN)6]^4^- -&amp;gt; Fe_4[Fe (CN)6]_3 &amp;lt;/chem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unbelichteten Teile bleiben wasserlöslich und können unter fließendem Wasser ausgewaschen werden. Durch Oxidation der verbleibenden Stoffe erhält die Cyanotypie die typische blaue Farbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontrasterhöhung und Tonen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Anna Hoffmann Tonen Cyanotypie.jpg|mini|Die Cyanotypie wurde in verschiedensten pflanzlichen, tierischen und chemischen Lösungen gebadet. Zum Teil wurde sie vor dem Bad gebleicht.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cyanotypie Testbild für Tonen.jpg|mini|Cyanotypie – Testbild für Tonen mit Tannin, grünem Tee und Kaffee. Die Bilder links wurden vor dem Tonen mit Waschsoda gebleicht. Das Ausgangsbild mit den Blumen in der Vase wurde mit Image Creator erstellt.]]&lt;br /&gt;
Der [[Kontrast]] kann durch Baden in 0,3%iger [[Wasserstoffperoxid]]lösung oder 1%iger [[Kaliumdichromat]]lösung gesteigert werden. Baden in verdünntem Essig bzw. in verdünnter Zitronensäure ändert ebenfalls den Kontrast. Dabei wird der Kontrast erhöht und die Farben können intensiver werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kunstdrucke-textildruck.de/fachartikel/infos-und-anleitung-zur-cyanotypie/ Kunstdrucke und Textildruck: Infos und Anleitung zur Cyanotypie]&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings sollte man vorsichtig mit der Zugabe von Säuren sein, da sich dabei giftige Gase entwickeln können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe lässt sich durch Baden zum Beispiel in [[Corilagin|Tannin]], [[Oolong-Tee]] oder [[Pyrogallol]] verändern ([[Tonung|tonen]]). Das Tonen der Cyanotypie kann aber auch mit [[Färberdistel|Saflor]], [[Gallapfel|Galläpfeln]], Krappwurzeln und anderen Stoffen erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaliumkarbonatlösung (Waschsoda) und andere Mittel führen zum [[Bleichen]], die blaue Farbe verschwindet, aber eine neue Färbung kann mit den Tonungsmitteln erreicht werden. Man kann auch abwechselnd tonen und bleichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wp.radiertechniken.de/cyanotypie-uebersicht/tonen-2/ Neue und alte Techniken der Radierung und Edeldruckverfahren, Tonen der Cyanotypie]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehende Farbe hängt vom Tonungsmittel ab und davon, ob vor dem Tonen gebleicht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
=== Ursprüngliches einstufiges und zweistufiges Verfahren ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweistufiges Verfahren, Beispiel mit rotem Blutlaugensalz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim ursprünglichen Verfahren &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Robert J. Bingham: [https://archive.org/details/1850Photogenic_manipulation_part_one-BP83-3/page/60/mode/2up &amp;#039;&amp;#039;PHOTOGENIC MANIPULATION, PART I, 1850, Seite 60, Cyanotype&amp;#039;&amp;#039;] (Internet Archive.org, englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; von Herschel bestand die lichtempfindliche Schicht auf dem Papier aus [[Kaliumhexacyanidoferrat(II)]] (gelbes Blutlaugensalz) und Ammoniumeisen(III)-citrat. Später wurde Kaliumhexacyanidoferrat(III) (rotes Blutlaugensalz) verwendet. Außerdem gab Herschel ein wenig Gummiarabicum in die Entwicklerlösung zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Erste Stufe: Beschichten des Papiers - Das Papier wird mit einer lichtempfindlichen Lösung aus &amp;#039;&amp;#039;Ammoniumeisen(III)-citrat&amp;#039;&amp;#039; beschichtet. Diese ist sehr hell, bräunlich oder gelb.&lt;br /&gt;
# Belichtung: Blaues oder violettes Licht regt ein Elektron des negativ geladenen Citrat-Ions an, wodurch Eisen(III)-Ionen zu Eisen(II)-Ionen reduziert werden. Die Schicht wird dunkler, hellbraun bis braun, abhängig von der Lichtmenge.&lt;br /&gt;
# Zweite Stufe: Entwicklung - Die Eisen(II)-Ionen reagieren mit &amp;#039;&amp;#039;Kaliumhexacyanidoferrat(II)&amp;#039;&amp;#039; (rotes Blutlaugensalz) in der Entwicklerlösung und bilden zunächst wasserunlösliches Berliner Weiß auf dem Fotopapier. Dieses wird dann durch Luftsauerstoff oder Wasserstoffperoxid in unlösliches Berliner Blau umgewandelt. Dieser Vorgang ist recht schnell.&amp;lt;ref&amp;gt;Roger Deuber: [https://www.swisseduc.ch/chemie/licht_materie/09_cyanotypie_separat/docs/cyanotypie_separat_prakt_lehrerunterlagen.pdf &amp;#039;&amp;#039;Cyanotypie - Separatverfahren&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 0,2&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einstufiges Mischverfahren, Beispiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Lichtempfindliche Lösung (aus Ammoniumeisen (III)-Citrat und Kaliumhexacyanoferrat (III) und destilliertem Wasser)&lt;br /&gt;
#Die Lösung wird auf Papier aufgetragen.&lt;br /&gt;
#Nach der Belichtung wird mit Wasser oder verdünnter Wasserstoffperoxidlösung entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;GRASSI Museum für Angewandte Kunst [https://www.grassimak.de/fileadmin/user_upload/GRASSI_MAK/07_Programm/Digitale_Angebote/Anleitung_Cyanotypie.pdf &amp;#039;&amp;#039;Mach‘ mal blau, Die Technik der Cyanotypie&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 1,46&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom britischen Chemiker Mike Ware stammen modernere Varianten der Cyanotypie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Neuer Cyanotypie-Prozess“ ===&lt;br /&gt;
Mike Ware verwendet in seinem neuen Cyanotypie-Prozess&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mikeware.co.uk/mikeware/New_Cyanotype_Process.html &amp;#039;&amp;#039;Mike Ware: The New Cyanotype Process.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; von 1995 Kaliumhexacyanidoferrat(III) und das lichtempfindlichere [[Ammoniumtrioxalatoferrat(III)]] anstatt des Ammoniumeisen(III)-citrats. Die beschriebene Mischung enthält jedoch kleine Mengen des krebserregenden [[Ammoniumdichromat]]s. Das Ammoniumdichromat wird jedoch lediglich hinzugefügt, um die Haltbarkeit der angesetzten Cyanotypielösung von einigen Wochen auf mehrere Jahre zu erhöhen. Wird keine mehrjährige Haltbarkeit der Lösung benötigt, kann das Ammoniumdichromat ohne weiteres weggelassen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Einfacher Cyanotypie-Prozess“ ===&lt;br /&gt;
Dieser Prozess verzichtet auf das Ammoniumtrioxalatoferrat(III) und auf das Ammoniumdichromat. Stattdessen verwendet er Zitronensäure, Eisennitrat, Ammoniaklösung, Kaliumferricyanid, destilliertes Wasser und Tween 20™.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mikeware.co.uk/downloads/SimpleCyan.pdf &amp;#039;&amp;#039;Mike Ware: The Simple Cyanotype Process.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 3,3&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Verfahren ist einfacher, da es mit einfacher zu handhabenden Chemikalien arbeitet. Trotzdem sind auch hier Sicherheitsvorschriften zu beachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwechslungen mit Diazotypie ===&lt;br /&gt;
Gelegentlich verwechselt wird die Cyanotypie mit der [[Diazotypie]], die in Architekturbüros verwendet wurde und z.&amp;amp;nbsp;B. mit Ammoniakdämpfen statt Wasser entwickelt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=467766| Code=C| Titel=Verfahren zur Herstellung von Anaglyphen| A-Datum=1927-12-02| V-Datum=1930-02-27| Erfinder=Gustav Kögel, Maximilian P. Schmidt, Rudolf Zahn| Anmelder=Kalle &amp;amp; Co. Akt-Ges.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Haltbarkeit ==&lt;br /&gt;
Cyanotypien sind normalerweise sehr lange (bis über hundert Jahre) haltbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise auftretende Probleme: &lt;br /&gt;
* Sie können in UV-Licht verblassen. Das ist normalerweise reversibel durch Zufuhr von Sauerstoff (Baden in schwacher Wasserstoffperoxidlösung oder Aufbewahrung in einer Schachtel).&lt;br /&gt;
* Sie sind auch empfindlich gegen Alkalisalze.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.botanopia.com/de/cyanotypie-alles-was-du-wissen-musst/ Botanopia: Die Antworten zu all deinen Cyanotypie Fragen, Aufbewahrung und Schutz]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendungszwecke ==&lt;br /&gt;
Neben der Verwendung als Reproduktionstechnik für fotografische Vorlagen können – wie es Anna Atkins praktizierte – Gegenstände auf die beschichtete Oberfläche gelegt und auf diese Weise [[Fotogramm]]e oder [[Kontaktkopie]]n erzeugt werden. Wird die Cyanotypielösung unregelmäßig aufgetragen oder gespritzt, entstehen [[Chemigramm]]e.&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[John Herschel|John F. W. Herschel]]: &amp;#039;&amp;#039;On the action of the rays of the solar spectrum on vegetable colours, and on some new photographic processes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Philosophical Transactions of the Royal Society|Philosophical Transactions]].&amp;#039;&amp;#039; Band 132, 1842, S. 181–214 ([[doi:10.1098/rstl.1842.0013]], {{JSTOR|108152}}).&lt;br /&gt;
* Tony Worobiec, Ray Spence: &amp;#039;&amp;#039;Workshop Monochrom und weitere Kunst-Printing-Techniken.&amp;#039;&amp;#039; Augustus-Verlag, München 2000, ISBN 3-8043-5140-9.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Autenrieth: &amp;#039;&amp;#039;Neue und alte Techniken der Radierung und Edeldruckverfahren. Vom Hexenmehl und Drachenblut zur Fotopolymerschicht. Tipps, Tricks, Anleitungen und Rezepte aus fünf Jahrhunderten – Ein alchemistisches Werkstattbuch&amp;#039;&amp;#039; 7. Aufl., Krauchenwies 2010, ISBN 978-3-9821765-0-5 ([https://wp.radiertechniken.de/ (→ Auszüge Online)])&lt;br /&gt;
* Science on Stage Deutschland: &amp;#039;&amp;#039;Cyanotypie – Lichtinduzierte Reaktionen auf Papier / Stichwörter: analoge Fotografie, Fotogramme, Berliner Blau / Unterrichtsfach: Chemie, Biologie, Kunst / Altersgruppe der Schülerinnen und Schüler: ab 9. Klasse, wenn der künstlerische/handwerkliche Aspekt im Vordergrund steht, auch für jüngere Schülerinnen und Schüler geeignet / Projekt vom Nationalen Science on Stage Festival 2014&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.science-on-stage.de/sites/default/files/material/unterrichtsmaterial-des-monats-cyanotypie.pdf PDF])&lt;br /&gt;
* Paul Walther (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anna Atkins. Cyanotypes.&amp;#039;&amp;#039; Taschen, Köln 2023, ISBN 978-3-8365-9098-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.edeldruck.org/Edeldruck/Cyanotypie.html Gesellschaft für Photographische Edeldruckverfahren: Der Cyanotypie-Prozess]&lt;br /&gt;
* [https://www.dmuenzberg.de/cyanotypie Diether Münzberg: Die Cyanotypie]&lt;br /&gt;
* [https://hohenauer.info/cyanotypie/ Chemischer Hintergrund, Anleitung von Oliver Hohenauer]&lt;br /&gt;
* [https://andrechahil.com/blaue-renaissance-berliner-blau-und-die-kunst-der-cyanotypie/ Blaue Renaissance? Berliner Blau und die Kunst der Cyanotypie]&lt;br /&gt;
* [https://wp.radiertechniken.de/cyanotypie-uebersicht/cyanotypien-im-unterricht/ Cyanotypie im Kunst- und Chemieunterricht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drucktechnik (Kunst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Edeldruckverfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-16777-90</name></author>
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