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	<title>Curt Swolinzky - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Curt_Swolinzky&amp;diff=2761194&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jesi: + WL-Hinweis</title>
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		<updated>2024-07-20T15:25:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ WL-Hinweis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Swolinzky|Zu anderen Personen siehe [[Zwoliński]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Curt Carl Albert Swolinzky&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Dezember]] [[1887]] in [[Lobbe]]/[[Rügen]]; † [[1. November]] [[1967]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]). In den ersten Jahren nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gehörte er zu den einflussreichsten Funktionären der SPD in [[West-Berlin]]. Ein Korruptionsskandal beendete 1955 seine politische Laufbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Swolinzky machte in [[Gryfino|Greifenhagen]] bei [[Stettin]] eine kaufmännische Lehre als Textil[[kaufmann]]. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war er Soldat. 1908 wurde er erstmals und 1919 erneut Mitglied der SPD, für die er als Stadtverordneter in Greifenhagen tätig war. Anfang der 1920er Jahre ging Swolinzky als hauptamtlicher Gewerkschaftsfunktionär ([[Zentralverband der Angestellten]]) nach [[Breslau]], wo er zuletzt auch Vorsitzender des mitgliederstarken SPD-Ortsvereins war. Swolinzky gehörte in der SPD zum äußersten rechten Flügel und bekämpfte in Breslau aktiv „die eigene Parteilinke“,&amp;lt;ref&amp;gt;Harold Hurwitz: &amp;#039;&amp;#039;Demokratie und Antikommunismus in Berlin nach 1945 (Band 4). Die Anfänge des Widerstands. Teil 2: Zwischen Selbsttäuschung und Zivilcourage: Der Fusionskampf.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1990, S. 949.&amp;lt;/ref&amp;gt; von der sich ein großer Teil 1931 der [[Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (1931)|SAP]] anschloss. Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] befand er sich einige Monate in sogenannter [[Schutzhaft]] und übersiedelte dann nach Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Bezirk Tempelhof|Berlin-Tempelhof]] in der Berliner Straße 82 (heute [[Tempelhofer Damm]] 198) übernahm Swolinzky 1938 für einen geringen Kaufpreis das Textilgeschäft des jüdischen Inhabers Georg Lewy,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1938|5991|Verwaltungsbezirk Tempelhof, Berliner Straße 82|Teil=Teil 4 |Seite=1787 |Zitat=Lewy, G., Herrenart.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der unter dem Druck der [[Arisierung|Zwangsmaßnahmen gegen jüdische Gewerbetreibende]] gegen seinen Willen verkaufen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1940|6261|Verwaltungsbezirk Tempelhof, Berliner Straße 82|Teil=Teil 4 |Seite=1821 |Zitat=Swolinzky, C., Spezialgesch. f. Herrenart. u. Damenwäsche.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lewy überlebte mit seiner Familie den Holocaust durch Flucht nach England und forderte bereits kurz nach Kriegsende sein Geschäft zurück, indem er im Juni 1945 den Kaufvertrag als sittenwidrig erzwungen anfocht. Swolinzky bestritt aber, dass der Verkauf unter Zwang erfolgt sei. Lewy klagte bis 1952 erfolglos durch mehrere Instanzen. Da Swolinzky in dieser Zeit einer der führenden Funktionäre und Fraktionsvorsitzender der [[SPD Berlin|Berliner SPD]] in der [[Berliner Stadtverordnetenversammlung|Stadtverordnetenversammlung von Groß-Berlin]] war, wurde in der Berliner Presse und darüber hinaus über den Fall berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41122408.html Auf der langen Bank]. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 19/1947.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wehrte sich in ausführlichen Stellungnahmen, etwa in der jüdischen Gemeindezeitung &amp;#039;&amp;#039;Der Weg&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Wie lange noch? |Sammelwerk=Der Weg |Band=2 |Nummer=3 |Datum=1947-01-17 |Seiten=2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen Strafantrag gegen acht Zeugen, die im August 1946 vor der Entnazifizierungkommission Tempelhof unter Eid ausgesagt hatten, sie hätten ihn in der Nazizeit mit dem Parteiabzeichen der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] gesehen, soll Swolinzky im April 1947 wieder zurückgezogen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe &amp;#039;&amp;#039;Neues Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, 26. April 1947.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Krieges wurde Swolinzky im Sommer 1945 Kreisvorsitzender der SPD in Tempelhof. Anfang 1946 gehörte er mit [[Gerhard Außner]] ([[Bezirk Spandau|Spandau]]) und [[Franz Neumann (Politiker)|Franz Neumann]] ([[Bezirk Reinickendorf|Reinickendorf]]) zur „informellen Führungsgruppe“&amp;lt;ref&amp;gt;Tobias Kühne: &amp;#039;&amp;#039;Das Netzwerk „Neu Beginnen“ und die Berliner SPD nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2018, S. 274.&amp;lt;/ref&amp;gt; jener Berliner Sozialdemokraten, die gegen die [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Vereinigung mit der KPD]] auftraten. Am 19. März 1946 wurde er vom [[Zentralausschuss der SPD]] „wegen parteischädigenden Verhaltens durch Fraktionsbildung und Herausgabe von Flugblättern parteizersetzenden Inhalts“ als Kreisvorsitzender in Tempelhof abgesetzt und aus der SPD ausgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Manfred Teresiak: &amp;#039;&amp;#039;Die SED in Berlin. Dokumente zur Vereinigung von KPD und SPD.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1995, Band 4, S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da der Zentralausschuss bald darauf die Kontrolle über die Bezirksverbände in West-Berlin verlor, konnte Swolinzky den Kreisvorsitz erneut übernehmen. Bei der Neukonstituierung der Berliner Bezirksorganisation der SPD durch die Fusionsgegner wurden Swolinzky, Neumann und [[Karl Germer (Politiker)|Karl Germer]] im April 1946 zu gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt. Beim SPD-Landesparteitag im Mai 1948 erhielt er bei der Wahl des Landesvorsitzenden und seiner Stellvertreter nur 63 von 295 Stimmen und wurde nicht mehr in den Landesvorstand gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1946 bis 1958 war Swolinzky Mitglied der Berliner Stadtverordnetenversammlung bzw. des [[Abgeordnetenhaus von Berlin|Abgeordnetenhauses von Berlin]]. Im Zuge des Skandals um das [[Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin|Berliner Zahlenlotto]], in dessen Zentrum verschwundene bzw. zweckwidrig verwendete Lottogelder sowie ungewöhnlich hohe Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge standen, wurde Swolinzky, der im Aufsichtsrat der Lottogesellschaft saß, im Dezember 1955 unter Androhung eines Ausschlussverfahrens dazu gedrängt, aus der SPD auszutreten, was er auch tat.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-31587150.html Müller ist sauber]. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 2/1956.&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Zusammenhang war zusätzlich bekanntgeworden, dass Swolinzky, der zu diesem Zeitpunkt stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus war, „Partei und Geschäft nicht auseinandergehalten hatte“.&amp;lt;ref&amp;gt;Harold Hurwitz: &amp;#039;&amp;#039;Demokratie und Antikommunismus in Berlin nach 1945 (Band 4). Die Anfänge des Widerstands. Teil 2: Zwischen Selbsttäuschung und Zivilcourage: Der Fusionskampf.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1990, S. 950.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er hatte seinem Textilgroßhandel über eine Tarnfirma seit 1949 Aufträge zur Belieferung von Senats- und Bezirksdienststellen mit Textilien (Wolldecken, Uniformtuche, Dienstbekleidung für die [[Berliner Verkehrsbetriebe|BVG]] usw.) verschafft. Der Aufforderung, sein Mandat im Abgeordnetenhaus niederzulegen, kam er nicht nach und blieb bis zum Ende der Legislaturperiode [[fraktionsloser Abgeordneter]]. Dadurch verlor die SPD die absolute Mehrheit der Sitze im Abgeordnetenhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1959/60 geriet Swolinzky noch einmal in die Schlagzeilen, als die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen [[Bestechung]] ermittelte. Im September/Oktober 1959 befand er sich deswegen fast drei Wochen lang in Untersuchungshaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Harold Hurwitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Demokratie und Antikommunismus in Berlin nach 1945 (Band 4). Die Anfänge des Widerstands. Teil 2: Zwischen Selbsttäuschung und Zivilcourage: Der Fusionskampf.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1990.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783980330343|Seite=260}}&lt;br /&gt;
* [[Ditmar Staffelt]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Wiederaufbau der Berliner Sozialdemokratie 1945/46 und die Einheitsfrage – ein Beitrag zur Nachkriegsgeschichte der unteren und mittleren Organisationsgliederungen der SPD.&amp;#039;&amp;#039; Verlag [[Peter Lang AG|Peter Lang]] 1986, ISBN 978-3-8204-9176-0, S. 434.&lt;br /&gt;
* [[Nils Ferberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Zu Unrecht vergessen: Curt Swolinzky, 1887–1967.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Arbeiterbewegung in Tempelhof.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Verein zur Heimatpflege, Heimatkunde, Geschichte und Kultur Tempelhofs, Berlin 1991, S. 137–140.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Landesvorsitzende der SPD Berlin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Swolinzky, Curt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Stadtverordnetenversammlung (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsitzender der SPD Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1967]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Swolinzky, Curt&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Swolinzky, Curt Carl Albert (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Dezember 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lobbe]], [[Rügen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. November 1967&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jesi</name></author>
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