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	<title>Curt Stern - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-06-09T16:41:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Genetiker Curt Stern. Zu anderen Personen siehe [[Kurt Stern]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Curt Stern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. August]] [[1902]] in [[Hamburg]]; † [[23. Oktober]] [[1981]] in [[Sacramento]], [[Kalifornien]]) war ein deutsch-amerikanischer Genetiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Curt Stern wurde in Hamburg in einer großbürgerlich deutsch-jüdischen Familie geboren. Sein Vater Barned Stern betrieb ein Unternehmen für Dental-Zubehör, die Mutter Anna war Lehrerin. Schon in seiner Kindheit entwickelte Curt ein Interesse für die Biologie, das durch seine Lehrer und seine Eltern gefördert wurde. 1920 zog die Familie nach Berlin, wo Curt Stern ein Studium der Biologie aufnahm, das er bei [[Max Hartmann (Zoologe)|Max Hartmann]] 1923 mit einer Doktorarbeit über die Zytologie von [[Protozoen]] der [[Ordnung (Biologie)|Ordnung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Sonnentierchen|Heliozoa]]&amp;#039;&amp;#039; abschloss. Durch Vermittlung von [[Richard Goldschmidt]], dem Abteilungsleiter für Genetik der Tiere am [[Kaiser-Wilhelm-Institut für Biologie]] in Berlin-Dahlem, erlangte er ein [[Rockefeller-Stiftung|Rockefeller-Stipendium]], das ihm einen zweijährigen Forschungsaufenthalt bei [[Thomas Hunt Morgan]] in Berkeley ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 kehrte er mit einem zweiten Rockefeller-Stipendium erneut zu Forschungszwecken nach Kalifornien zurück. 1931&amp;amp;nbsp;heiratete er Evelyn Sommerfield, die amerikanische Staatsbürgerin war. Nach der [[Machtergreifung]] der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] 1933 entschied er mit seiner Frau, nicht nach Deutschland zurückzukehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Genaueres in seinem Brief an Hartmann vom 16. Mai 1933, bei Jaenicke, siehe Lit.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Vereinigten Staaten nahm er 1939 deren Staatsbürgerschaft an. Er arbeitete bis 1947 an der [[University of Rochester]]. In den folgenden Jahren wechselte er an die [[University of California, Berkeley]]. Dort war er wie bereits zuvor Mitarbeiter von Richard Goldschmidt und wurde später Professor für Zoologie und Genetik. 1970 wurde bei ihm die [[Parkinson-Krankheit]] diagnostiziert, an deren Spätfolgen er 1981 verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Stern sind einige wichtige Entdeckungen in der Genetik zuzuschreiben. Erste Erfolge erzielte er bei der Erforschung des Y-Chromosoms der Taufliege. Er zeigte, dass sich auf dem [[Y-Chromosom]] mehrere [[Gen]]e befinden, und beschrieb den Mechanismus der [[Dosiskompensation]]. Er fand 1931 gleichzeitig mit, aber unabhängig von [[Harriet B. Creighton]] und [[Barbara McClintock]] den ersten Beweis für [[Crossing-over]] (intrachromosomale Rekombination) von [[Chromosom]]enstücken in [[somatisch]]en Zellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Curt Stern, 1931. Rekombination zwischen genetisch markierten (B, car) und strukturell verschiedenen X-Chromosomen bei Drosophila melanogaster (verlängertes X = Translokation des kurzen Arms des Y-Chromosoms an das X und verkürztes X = Translokation eines Teils des X an ein viertes Chromosom) &amp;lt;!-- Wer bitte kennt die genaue Referenz? --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Phänomen solcher Rekombinationen abseits der [[Keimbahn]] stellte er mit einer längeren Veröffentlichung dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Curt Stern: &amp;#039;&amp;#039;Somatic crossing over and segregation in Drosophila melanogaster.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Genetics&amp;#039;&amp;#039; Bd. 21, 6, 1936: S. 625–730. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1208727/pdf/625.pdf PDF.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs entdeckte er, dass bereits kleinste Mengen [[Radioaktivität]] genügen, um [[Mutation]]en in der [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]] von Spermien der [[Drosophila]] hervorzurufen.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Stern, 1936. Rekombination zwischen heterozygot mit yellow (y) und singed (sn) markierten X-Chromosomen.&amp;lt;!-- Wer bitte kennt die genaue Referenz? --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Er schloss daraus, dass es keinen unteren Schwellenwert der [[Strahlendosis]] gibt, unter der keine Mutationen entstehen – eine fundamentale Erkenntnis, die bis heute die Verwendung von Röntgenstrahlen in der Medizin und politische Entscheidungen in der Kernforschung beeinflusst. Damit unterstützte er das [[LNT-Modell]] von [[Hermann Muller]], der das Modell in seiner Nobelpreisrede 1946 propagierte. Der Toxikologe [[Edward Calabrese]] kritisierte später die experimentelle Ausgangslage in den Experimenten von Curt Stern, die zur Begründung diente.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sciencemag.org/news/2011/10/attack-radiation-geneticists-triggers-furor Marcel Krok, Attack on radiation geneticists triggers furor], Science Magazine, 18. Oktober 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach unterstützte zwar ein erstes Experiment von Stern mit Warren Spencer 1946 die Hypothese, ein Folgeexperiment von Stern mit Ernst Caspari im selben Jahr aber nicht. Muller, dem das vor seiner Nobelrede zur Kenntnis gelangte, regte deshalb weitere Experimente an. Beide Studien wurden 1948 in der von Stern herausgegebenen Zeitschrift Genetics veröffentlicht, wobei Stern und Caspari allerdings ihre der anderen Studie widersprechenden Ergebnisse herunterspielten. Stern unternahm weitere Studien mit Delta Uphoff, von denen eine verkürzte Version 1949 in [[Science]] erschien und die vorgeblich das LNT-Modell ohne Schwellwert bestätigten. Sie mussten allerdings einräumen, dass in zwei der drei dort vorgestellten Experimente die Drosophila-Stämme ihres Kontrollversuchs ohne Strahlung ungewöhnlich niedrige Mutationsraten hatten. Vollständige Daten wurden nie veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 wies Stern darauf hin, dass das Fundamentalgesetz der [[Populationsgenetik]] – bis dahin im englischsprachigen Raum nur dem britischen Mathematiker [[Godfrey Harold Hardy|G.&amp;amp;nbsp;H. Hardy]] zugeschrieben – 1908 gleichzeitig von Hardy und von dem deutschen Arzt [[Wilhelm Weinberg]] veröffentlicht wurde. Es heißt daher heute [[Hardy-Weinberg-Gesetz]].&amp;lt;ref&amp;gt;Curt Stern: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Weinberg, 1862–1937.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Genetics&amp;#039;&amp;#039; Bd. 47, Nr. 1, 1962: S. 1–5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Arbeitsgebiet Sterns war die [[Genregulation]]. Sehr einflussreich wurde sein Lehrbuch „Grundlagen der Humangenetik“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Curt Stern war gewähltes Mitglied in folgenden wissenschaftlichen Akademien:&lt;br /&gt;
* [[National Academy of Sciences]] der USA,&lt;br /&gt;
* [[American Philosophical Society]] (1954),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://search.amphilsoc.org/memhist/search?creator=Curt+Stern&amp;amp;title=&amp;amp;subject=&amp;amp;subdiv=&amp;amp;mem=&amp;amp;year=&amp;amp;year-max=&amp;amp;dead=&amp;amp;keyword=&amp;amp;smode=advanced |titel=Member History: Curt Stern |hrsg=American Philosophical Society |abruf=2018-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[American Academy of Arts and Sciences]] (1959),&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina]] (1965)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 war Stern Präsident der [[Genetics Society of America]]. Die &amp;#039;&amp;#039;American Society of Human Genetics&amp;#039;&amp;#039; zeichnete ihn 1974 mit dem [[William Allan Award]] aus und vergibt seit 2001 den nach ihm benannten [[Curt Stern Award]]. 1975 erhielt er die [[Gregor-Mendel-Medaille]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Lothar Jaenicke]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Curt Stern, Wegbereiter der Kombinationsgenetik bei Fliege und Mensch&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[BIOspektrum]]&lt;br /&gt;
   |Band=12&lt;br /&gt;
   |Nummer=4&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |Seiten=452–455&lt;br /&gt;
   |Online={{Webarchiv |url=http://www.biospektrum.de/blatt/d_bs_pdf&amp;amp;_id=932712 |text=biospektrum.de |wayback=20160304042940}}&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=135}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|273||Stern, Curt|[[Michael Teuber (Mikrobiologe)|Michael Teuber]]|132372754}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Stern, Curt&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&lt;br /&gt;
   |Band=Band 2,2&lt;br /&gt;
   |Verlag=Saur&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=1983&lt;br /&gt;
   |Seiten=1122}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|132372754}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=James V. Neel |url=http://www.nasonline.org/publications/biographical-memoirs/memoir-pdfs/stern-curt.pdf |titel=Curt Stern 1902–1982, A Biographical Memoir |hrsg=National Academy of Sciences |format=PDF; 1,4&amp;amp;nbsp;MB |sprache=en |abruf=2013-06-25}}&lt;br /&gt;
* [http://content.cdlib.org/xtf/view?docId=hb4d5nb20m&amp;amp;doc.view=frames&amp;amp;chunk.id=div00152&amp;amp;toc.depth=1&amp;amp;toc.id=&amp;amp;brand=calisphere&amp;amp;query=Curt%20Stern Universität von Kalifornien Curt Stern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132372754|LCCN=n50022445|VIAF=108534480}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stern, Curt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genetiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of California, Berkeley)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Rochester)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stern, Curt&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-amerikanischer Genetiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. August 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Oktober 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sacramento]], [[Kalifornien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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