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	<title>Curt Rothenberger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T08:50:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Curt_Rothenberger&amp;diff=900608&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-25499-84: /* Zeit des Nationalsozialismus */ Typos korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-26T13:51:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zeit des Nationalsozialismus: &lt;/span&gt; Typos korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Curt Rothenberger.JPG|miniatur|Curt Rothenberger während der [[Nürnberger Prozesse]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Curt Ferdinand Rothenberger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Juni]] [[1896]] in [[Cuxhaven]]; † [[1. September]] [[1959]] in [[Hamburg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]] und [[nationalsozialist]]ischer [[Politiker]]. Er war nacheinander Hamburger Senator für Justiz, [[Gerichtspräsident|Präsident]] des [[Hanseatisches Oberlandesgericht|Hanseatischen Oberlandesgericht]] in Hamburg sowie Staatssekretär im [[Reichsministerium der Justiz]]. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde er im [[Juristenprozess|Nürnberger Juristenprozess]] angeklagt und verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Alle Daten aus Schott: Curt Rothenberger (siehe Literaturliste).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben bis 1933 ==&lt;br /&gt;
Rothenberger wuchs die ersten Jahre seines Lebens in Cuxhaven auf, wo sein Vater [[hamburg]]ischer [[Zollbeamter]] war. 1901 zog die Familie nach Hamburg. Ab 1905 besuchte Rothenberger dort das [[Wilhelm-Gymnasium Hamburg|Wilhelm-Gymnasium]], das er im August 1914 mit dem Abitur abschloss. Da er zunächst nicht als [[Kriegsfreiwilliger]] am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teilnehmen durfte, begann Rothenberger in [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] das Studium der Rechtswissenschaften. Im Sommer 1915 erhielt Rothenberger, der im April 1915 nach [[Universität Kiel|Kiel]] gewechselt hatte, seinen Einberufungsbefehl. Er war bis 1918 als Feldartillerist an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] eingesetzt und wurde zur Entlassung zum [[Reserveoffizier|Leutnant der Reserve]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kehrte Rothenberger nach Hamburg zurück, um sich an der neu errichteten [[Universität Hamburg]] in einem eigens für Kriegsteilnehmer eingerichteten Kurs einzuschreiben. 1919 meldete er sich als Zeitfreiwilliger zum [[Freikorps Bahrenfeld]]. Nach nur fünf Semestern bestand Rothenberger im März 1920 das [[Erstes Staatsexamen|1.&amp;amp;nbsp;Staatsexamen]], da für Kriegsteilnehmer Vergünstigungen galten. Nach einem verkürzten Referendariat, einer Doktorarbeit und einem sehr gut bestandenen 2.&amp;amp;nbsp;Staatsexamen wurde Rothenberger im Juni 1922 Hilfsrichter beim Amtsgericht. Nebenberuflich arbeitete er als [[Repetitorium|Repetitor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1925 wurde Rothenberger Hamburger Beamter mit einer Richterstelle am Landgericht, 1927 wurde er Untersuchungsrichter und 1928 wurde er zum [[Regierungsrat (Deutschland)|Regierungsrat]] in der Landesjustizverwaltung befördert. In dieser Position kam es zu schweren Streitigkeiten mit dem damaligen Leiter der Gefängnisverwaltung, [[Christian Koch (Politiker)|Christian Koch]], so dass Rothenberger Mitte 1929 in die Gesundheitsverwaltung befördert wurde und dort als Oberregierungsrat wirkte. Im Januar 1931 kehrte Rothenberger wieder in die Justizverwaltung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1931 kam es zu einem Skandal. Rothenberger wurde Hamburger Kandidat für eine Stelle als Hilfsrichter beim [[Reichsgericht]] in [[Leipzig]], da sich kein anderer Hamburger Richter bereit erklärt hatte, die Stelle zu übernehmen. Er wurde, da seine Berufung als sicher galt, zum Landgerichtsdirektor befördert. Rothenberger wurde jedoch wegen seines vergleichbar jungen Alters – zu diesem Zeitpunkt war er knapp 35 Jahre alt – nicht berufen. In Hamburg genoss er unter Kollegen wegen seiner steilen und nicht nachvollziehbaren Karriere kein großes Ansehen. Rothenberger wechselte 1932 zum Strafsenat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem nach diesem Vorfall wandte sich Rothenberger endgültig von der [[Weimarer Republik]] ab und nahm Kontakt zu [[Wilhelm von Allwörden]] von der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] auf. Wann er sich mit Gauleiter [[Karl Kaufmann (Gauleiter)|Karl Kaufmann]] traf, ist nicht bekannt. Aus taktischen Gründen wurde Rothenberger aber ein Parteieintritt noch nicht erlaubt; er arbeitete von nun an verdeckt für die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]]. Seine Informationen halfen den Nationalsozialisten sehr, so dass Rothenberger kurz vor dem Machtwechsel von Kaufmann angeboten wurde, Hamburgs [[Erster Bürgermeister (Hamburg)|Erster Bürgermeister]] zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Schott: &amp;#039;&amp;#039;Curt Rothenberger&amp;#039;&amp;#039;, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rothenberger lehnte ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-J03166, Berlin, Amtsübernahme Dr. Thierack.jpg|mini|26. August 1942: von links nach rechts: der Präsident des [[Volksgerichtshof]]es [[Roland Freisler]], Staatssekretär [[Franz Schlegelberger]], der bisher die Geschäfte des Reichsjustizministers führte, Reichsjustizminister [[Otto Georg Thierack]] und der Staatssekretär im Reichsjustizministerium Curt Rothenberger.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. März 1933 wurde Rothenberger von der [[Hamburger Bürgerschaft]] als Justizsenator gewählt und gehörte dem [[Hamburger Senat im Nationalsozialismus|Senat]] unter dem Ersten Bürgermeister [[Carl Vincent Krogmann]] an. Da die Zusammenarbeit Rothenbergers mit der NSDAP in der Öffentlichkeit noch unbekannt war und Rothenberger als unpolitisch galt, wurde der tatsächliche politische Umschwung im Justizwesen zuerst nicht deutlich. Es gab keine Proteste. Anders als in anderen Teilen des Reiches agierte Rothenberger bei seinen „Säuberungen“ verdeckt. Er entließ die insgesamt 31 als jüdisch angesehenen Richter und Staatsanwälte unauffällig und mit zeitlichem Abstand. Durch so genannte &amp;#039;&amp;#039;Verjüngungskuren&amp;#039;&amp;#039; entließ er vor allem altgediente liberale Richter und ersetzte diese durch nationalsozialistisch eingestellte Juristen. Rothenberger gelang eine schnelle und reibungslose „Säuberung“ der Hamburger Justiz, bei der auch Christian Koch sein Amt räumen musste. Insgesamt verloren etwa 30 Prozent der Hamburger Justizjuristen ihre Ämter.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Schott: Curt Rothenberger, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rothenberger trat nun zum 1. Mai 1933 der NSDAP bei, beantragte aber eine Zurückdatierung seiner Aufnahme, weil ihm der frühere Beitritt verweigert worden war. Das wurde genehmigt und Rothenberger wurde rückwirkend zum 1. Dezember 1931 aufgenommen (Mitgliedsnummer 830.471).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-II/855900&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach anfänglichen Reibereien und Kompetenzstreitigkeiten zwischen Rothenberger und Kaufmann besserte sich ihr Verhältnis mit der Zeit. Ab 1935 arbeiteten Rothenberger und Kaufmann für den Rest der NS-Zeit eng zusammen. Rothenberger, der seit 1934 Gauführer im [[Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund|Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen]] war,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee510&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Zweite aktualisierte Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 510–511.&amp;lt;/ref&amp;gt; wechselte am 1. April 1935 als Präsident zum [[Hanseatisches Oberlandesgericht|Hanseatischen Oberlandesgericht]]; ab dem 16. Mai 1935 wurde er zusätzlich Präsident des [[Hamburgisches Oberverwaltungsgericht|hamburgischen Oberverwaltungsgerichts]]. Daneben besetzte er einige weitere Ämter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rothenberger führte in allen Hamburger Gerichten ein eigenes Überwachungssystem ein. Es wurden ab Mai 1942 wöchentliche Vorbesprechungen abgehalten, in denen einzelne Richter ihre wichtigsten Fälle der nächsten Woche vorstellten. Rothenberger ließ deutlich werden, wie die Verfahren entschieden werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sondergericht|Sondergerichts]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;besprechung vom Mai 1942 als Dokument abgedruckt bei Helga Grabitz, Werner Johe: &amp;#039;&amp;#039;Die unFreie Stadt Hamburg 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; 2. erw. Aufl. Hamburg 1995, ISBN 3-929728-18-4, S.&amp;amp;nbsp;167f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wurden in Nachbesprechungen nicht genehme Urteile der letzten Woche kritisiert. Da dieses System mit der Zeit immer mehr ausgeweitet wurde, entschied Rothenberger später über fast jeden Fall persönlich. Dazu ließ er noch Stimmungsberichte anfertigen; in einzelnen Fällen griff Rothenberger „unmittelbar lenkend ein“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rolf Lamprecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Unerwünscht, verachtet, ermordet. Eine monumentale Forschungsarbeit untersucht das Schicksal der Hamburger Juden im NS-Staat&amp;#039;&amp;#039;. In: Süddeutsche Zeitung vom 22. August 2016, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anklagen gegen Männer der SA oder SS wurden von ihm immer verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1938 war er zusätzlich Honorarprofessor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee510&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde das Arbeitsfeld der Justiz immer mehr beschnitten. Da Reichsjustizminister [[Franz Gürtner]] im Januar 1941 verstorben war und das Ministerium nur kommissarisch durch [[Franz Schlegelberger]] verwaltet wurde, sah Rothenberger die Möglichkeit einer Karriere in Berlin. Am 23. und 24. April 1941 nahm er an der [[Schlegelberger-Konferenz|Tagung der höchsten Juristen des NS-Staates in Berlin]] teil, wo über die [[Nationalsozialistische Rassenhygiene#Opfer der Rassenhygiene|Euthanasie-Morde]] der [[Aktion T4]] berichtet wurde und eine Scheinlegalisierung der Krankenmorde angestrebt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee510&amp;quot; /&amp;gt; Im selben Jahr inspizierte er das [[KZ Neuengamme]] und im Jahr darauf das [[KZ Mauthausen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee510&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1942 sandte Rothenberger eine [[Denkschrift]] an [[Adolf Hitler]] zu einer Justizreform. Hitler ernannte ihn am 20. August 1942 zum [[Staatssekretär]] im [[Reichsjustizministerium]]. Sein Vorgesetzter war der am selben Tag berufene Minister [[Otto Georg Thierack]]. Rothenberger, der im November 1942 zum Vizepräsidenten der [[Akademie für Deutsches Recht]] ernannt worden war,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee510&amp;quot; /&amp;gt; konnte seine Ideen jedoch nur begrenzt umsetzen. Er zeichnete zusammen mit Thierack für die sogenannte „Asozialen-Aktion“ verantwortlich, in der über 20.000 Justizgefangene an die SS zur „[[Vernichtung durch Arbeit]]“ ausgeliefert wurden. Nachdem die Guillotine der Berliner Haftanstalt [[Gedenkstätte Plötzensee | Plötzensee]] vermutlich in der Nacht auf den 4.&amp;amp;nbsp;September 1943 bei einem alliierten Bombenangriff beschädigt worden war und vier zum Tode verurteilte Häftlinge hatten fliehen können, ordnete Rothenberger die sofortige Vollstreckung aller Todesurteile an, um „Platz zu schaffen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Brigitte Oleschinski: {{Webarchiv |url=http://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publ/gedenkstaette_ploetzensee/deutsch-screen.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Gedenkstätte Plötzensee&amp;#039;&amp;#039;. |format=PDF |wayback=20131021214820 |archiv-bot=2018-08-28 03:49:39 InternetArchiveBot}} Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin, S.&amp;amp;nbsp;57.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Nächten vom 7. bis zum 12.&amp;amp;nbsp;September 1943 wurden in den sogenannten [[Gedenkstätte Plötzensee | Plötzenseer Blutnächten]] über 250 Häftlinge aus verschiedenen Ländern [[Hängen|gehängt]]. Unter den Opfern war auch der Pianist [[Karlrobert Kreiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens ab Dezember 1942 hatte Thierack versucht, den ihm missliebigen Staatssekretär loszuwerden. Er fand jedoch erst zum 21.&amp;amp;nbsp;Dezember 1943 einen [[Plagiat|Plagiatsvorwurf]] als Anlass, um Rothenberger seines Amtes entheben zu können. Thierack warf Rothenberger vor, sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche Richter&amp;#039;&amp;#039; sei in Teilen vom Rechtshistoriker [[Hans Fehr (Jurist)|Hans Fehr]] abgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Schott: &amp;#039;&amp;#039;Curt Rothenberger. Eine politische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2001, S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rothenberger kehrte enttäuscht nach Hamburg zurück, [[Herbert Klemm]] wurde am 1. Januar 1944 sein Nachfolger im RJM.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Bästlein: Vom hanseatischen Richtertum zum nationalsozialistischen Justiz-Verbrechen. … S. 126&amp;lt;/ref&amp;gt; In Hamburg wurde Rothenberger im August 1944 durch Gauleiter [[Karl Kaufmann (Gauleiter)|Karl Kaufmann]] zum „Beauftragten für den totalen Kriegseinsatz in Hamburg“ ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bästlein127&amp;quot;&amp;gt;Klaus Bästlein: Vom hanseatischen Richtertum zum nationalsozialistischen Justiz-Verbrechen. … S. 127&amp;lt;/ref&amp;gt; Nebenberuflich begann Rothenberger im September 1944, sich als [[Notar]] zu betätigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bästlein127&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach dem Krieg ==&lt;br /&gt;
Im Mai 1945 wurde Rothenberger verhaftet und in [[Neumünster]] interniert. Am 4.&amp;amp;nbsp;Januar 1947 begann der [[Juristenprozess|Nürnberger Juristenprozess]], bei dem Rothenberger am 4.&amp;amp;nbsp;Dezember desselben Jahres zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Urteilsbegründung hieß es:&lt;br /&gt;
:„Der Angeklagte Rothenberger hat dem Programm rassischer Verfolgung Hilfe und Vorschub geleistet, und trotz seiner vielen gegenteiligen Beteuerungen hat er wesentlich zur Entwürdigung des Justizministeriums und der Gerichte und zu ihrer Unterwerfung unter die Willkür Hitlers, der Parteichargen und der Polizei beigetragen. Er nahm an der Korruption und Beugung des Rechtssystems teil.“&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Schott: Curt Rothenberger, S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1950 wurde Rothenberger vorzeitig aus der Haft im [[Justizvollzugsanstalt Landsberg|Kriegsverbrechergefängnis Landsberg]] entlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee510&amp;quot; /&amp;gt; Er ließ sich in [[Schleswig-Holstein]] nieder und bezog eine [[Pension (Altersversorgung)|Pension]] als [[Oberlandesgericht]]s&amp;lt;nowiki /&amp;gt;präsident a.&amp;amp;nbsp;D. 1954 kehrte Rothenberger nach Hamburg zurück. Er begann dort wieder erfolgreich als [[Repetitorium|Repetitor]] zu arbeiten. Das Ersuchen, seine Versorgungsbezüge denen eines [[Staatssekretär]]s anzugleichen, wurde von der Stadt Hamburg abgelehnt. 1959 wurde ein Bericht über Rothenbergers Tätigkeit während der Zeit des Nationalsozialismus veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Frankfurter Rundschau berichtete am 8. Mai 1959 unter der Überschrift: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Muttermilch war eine Beleidigung&amp;#039;&amp;#039; über Rothenbergers Rolle vor 1945, zitiert nach Klaus Bästlein: Vom hanseatischen Richtertum zum nationalsozialistischen Justiz-Verbrechen. … S. 139&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies wurde zum Skandal. Rothenberger beging kurz darauf [[Suizid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus Bästlein: &amp;#039;&amp;#039;Vom hanseatischen Richtertum zum nationalsozialistischen Justiz-Verbrechen. Zur Person und Tätigkeit Curt Rothenbergers 1896-1959.&amp;#039;&amp;#039; In: Justizbehörde Hamburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Für Führer, Volk und Vaterland … Hamburger Justiz im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Ergebnisse Verlag, Hamburg 1992, ISBN 3-87916-016-3, S. 74–145.&lt;br /&gt;
* Benjamin Lahusen: &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche Richter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[myops]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 18 (2013), S. 54–65.&lt;br /&gt;
* [[Susanne Schott-Lemmer|Susanne Schott]]: &amp;#039;&amp;#039;Curt Rothenberger. Eine politische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; [[Dissertation]] [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]], 2001, {{DNB|963239597}} ([http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/01/01H124/prom.pdf online] PDF 240 Seiten; 2,95&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000000829|Curt Ferdinand Rothenberger||in: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 02/1951 vom 1. Januar 1951}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123399505}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GND=123399505|NAME=Kurt Rothenberger}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kj.nomos.de/fileadmin/kj/doc/2010/KJ_10_01_11.pdf Volltext] [[Helmut Kramer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Beitrag der Juristen zum Massenmord an Strafgefangenen und die strafrechtliche Ahndung nach 1945&amp;#039;&amp;#039;: In: [[Kritische Justiz]], Nomos-Verlag, 2010, H. 1, S. 89–107.&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/1 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten des Hanseatischen Oberlandesgerichtes Hamburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123399505|LCCN=no/2002/102107|VIAF=114355956}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rothenberger, Curt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Nürnberger Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident des Hanseatischen Oberlandesgerichtes Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Oberverwaltungsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburger Senator (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Plagiat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1959]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rothenberger, Curt&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rothenberger, Curt Ferdinand (vollständiger Name); Rothenberger, Kurt&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher NS-Jurist, OLG-Präsident, Staatssekretär im Justizministerium&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Juni 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Cuxhaven]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. September 1959&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-25499-84</name></author>
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