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	<title>Currency Carry Trade - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T12:20:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Currency_Carry_Trade&amp;diff=378716&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rolf acker: /* Literatur */ WP-Wartung: +ISSN; Schreibweise korr.</title>
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		<updated>2025-12-20T17:34:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; WP-Wartung: +ISSN; Schreibweise korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Currency Carry Trade&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;CCT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{deS|„Zinsdifferenzspekulation“}}) ist der [[Anglizismus]] für eine [[Handelsstrategie|Spekulationsstrategie]], bei der ein [[Trader]] einen [[Kredit]] in einer [[Fremdwährung]] mit vergleichsweise niedrigem [[Zinsniveau]] aufnimmt, um davon zinstragende [[Wertpapier]]e oder andere [[Finanzprodukt]]e zu kaufen, die in einer anderen Währung mit höherem Zinsniveau notiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Als Carry wird im [[Trader|Trading]] allgemein der [[Gewinn]] ({{enS|positive carry}}) oder [[Jahresfehlbetrag|Verlust]] ({{enS|negative carry}}) bezeichnet, der durch die [[Finanzierung]] eines [[Kassageschäft]]s entsteht. Die „carry“ entspricht der Differenz zwischen dem [[Kapitalertrag]] aus dem [[Held to Maturity|Halten]] der Position und den [[Refinanzierungskosten]] am [[Geldmarkt]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Banklexikon_A_J/SC3KDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Carry+Trade+lexikon&amp;amp;pg=PA416&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1626787413041 Ludwig Gramlich/Gerd Waschbusch/Klaus Schäfer/Andreas Horsch/Peter Gluchowski (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Banklexikon A-J&amp;#039;&amp;#039;, 2020, S. 415]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Trader erwartet, dass durch die höheren [[Zinsertrag|Zinserträge]] nach [[Tilgung (Geldverkehr)|Rückzahlung]] des Kredits durch die niedrigeren [[Kapitalkosten]] ein Gewinn verbleibt. Die Risiken bei dieser [[Spekulation (Wirtschaft)|Spekulation]] bestehen in [[Wechselkursrisiko|Wechselkursschwankungen]] und in [[Zinsänderungsrisiko|Zinsänderungen]]. Das Zinsänderungsrisiko kann durch einen Festzins sowohl beim Kredit als auch bei der Geldanlage ausgeschaltet werden. Abgesehen vom [[Währungsrisiko]] lohnt sich ein Currency Carry Trade, wenn der [[Zinsaufwand]] &amp;lt;math&amp;gt;Z_a&amp;lt;/math&amp;gt; niedriger ist als der [[Zinsertrag]] &amp;lt;math&amp;gt;Z_e&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Z_a &amp;lt; Z_e&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um das Währungsrisiko auszuschalten, müsste das Wechselkursrisiko durch ein [[Sicherungsgeschäft]] eliminiert werden, was jedoch [[Transaktionskosten]] verursacht, die im Regelfall der Zinsdifferenz entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carry-Basis ==&lt;br /&gt;
Die Carry-Basis lässt sich wie folgt unterscheiden:&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Gramlich/Gerd Waschbusch/Klaus Schäfer/Andreas Horsch/Peter Gluchowski (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Banklexikon A-J&amp;#039;&amp;#039;, 2020, S. 416&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Positive Carry&lt;br /&gt;
! Negative Carry&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kapitalertrag]] &amp;gt; [[Refinanzierungskosten]]&lt;br /&gt;
| Kapitalertrag &amp;lt; Refinanzierungskosten &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Terminkurs]] &amp;lt; [[Kassakurs]]&lt;br /&gt;
| Terminkurs &amp;gt; Kassakurs &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Deport]] beim [[Terminkontrakt]]&lt;br /&gt;
| [[Terminkurs#Kassakurs als Referenzkurs|Report]] beim Terminkontrakt&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Kapitalertrag]] kommen entweder [[Habenzins]]en, [[Dividende]]n oder [[Nominalzins]]en von [[Anleihe]]n in Betracht. Trader nehmen beispielsweise [[Festzins]]-Kredite in Staaten mit [[Niedrigzinsniveau]] auf und finanzieren hiermit ihre festverzinsliche Kapitalanlage in Ländern mit [[Hochzinsniveau]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Private_Equity_Lexikon/oyTRDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Carry+Trade+lexikon&amp;amp;pg=PA33&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1626779773251 Albrecht Hertz-Eichenrode/Stephan Illenberger/Thomas A. Jesch/Harald Keller/Ulf Klebeck/Jörg Rocholl, &amp;#039;&amp;#039;Private-Equity&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 33]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein [[Spread (Wirtschaft)|Spread]] zwischen beiden [[Zinsniveau]]s kann nur entstehen, wenn mindestens eine Fremdwährung beteiligt ist, wodurch der Trader einem Wechselkursrisiko ausgesetzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mechanismus ==&lt;br /&gt;
Die [[Rendite]] der Currency Carry Trades setzt sich entsprechend aus zwei Komponenten zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Differenz zwischen [[Habenzins|Haben-]] und [[Sollzins]] und&lt;br /&gt;
* der [[Wechselkurs]]entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die genannten Risiken zu reduzieren, können Zinsschwankungen über festverzinsliche Geschäfte eliminiert und das Wechselkursrisiko über [[Terminmarkt]]geschäfte reduziert werden. Diese Absicherungen reduzieren jedoch die erwartete Rendite. Bei einer vollständigen [[Kurssicherung]] der Risiken wäre der Ertrag „Null“, weil durch [[Herdenverhalten]] aller [[Arbitrage]]ure die vorhandenen Spreads ausgeglichen werden, so dass die Zinsdifferenz so lange sinkt, bis sich die Arbitrage nicht mehr lohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;John Maynard Keynes, &amp;#039;&amp;#039;A Tract on Monetary Reform&amp;#039;&amp;#039;, 1923, S. 127.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Beispiel&lt;br /&gt;
Ein Trader leiht sich Geld in [[Yen]], weil er dort nur 0,5 % [[Kreditzins]]en zahlt, und legt in [[US-Dollar]] an, da er hier 4 % [[Habenzins]] erhält. Solange die Wechselkurse stabil sind oder, wie meist üblich, sich in schmalen Korridoren bewegen, ist das Geschäft profitabel. Wenn der Yen aber wie im Oktober-Crash 2008 innerhalb weniger Tage um mehr als 10 % steigt, dann macht der Trader Verluste, da er den Kredit in Yen zurückzahlen muss. Er versucht daher, möglichst schnell aus dem Geschäft auszusteigen, um seine Verluste zu begrenzen. Dies führt aber dazu, dass er Yen für USD kauft und hierdurch der Yen weiter steigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Gemäß der von [[John Maynard Keynes]] entwickelten [[Zinsparitätentheorie]] dürften sich derartige Anlageformen aufgrund der einsetzenden [[Arbitrage]] mittelfristig nicht rechnen. Entgegen der von der Theorie vorhergesagten fehlenden [[Rentabilität]] haben sich Currency Carry Trades in den letzten Jahren jedoch als hochprofitabel erwiesen. Die [[Deutsche Bundesbank]] hat für den Zeitraum von Januar 1999 bis Juni 2005 eine theoretische, durchschnittliche, annualisierte Rendite von 15 % für eine Carry-Trade-Strategie zwischen Euro und US-Dollar errechnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Bundesbank: {{Webarchiv|url=http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichtsaufsaetze/2005/2005_06_wechselkurs.pdf?__blob=publicationFile |wayback=20160327133934 |text=Monatsbericht Juli 2005 |archiv-bot=2022-10-20 10:04:03 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 1. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bulletin 2008/2 geht Luxemburgs Zentralbank davon aus, dass die koordinierten Zinssatzsenkungen der Zentralbanken Anfang Oktober 2008 den Carry Trade gebremst und zur Auflösung spekulativer Positionen geführt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bcl.lu/fr/publications/bulletins_bcl/Bulletin_BCL_2008_2 BCL Bulletin 02/2008]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Anna Sleegers: &amp;#039;&amp;#039;Das Kartenhaus stürzt ein.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Rundschau]].&amp;#039;&amp;#039; 25. Oktober 2008 ([https://www.fr.de/wirtschaft/kartenhaus-stuerzt-11488506.html fr.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zinsspekulationsgeschäfte, bei denen Anleger in Ländern mit niedrigen Zinsen und schwächelnder Währung Geld leihen und dies in höher verzinslichen Ländern anlegen, belief sich in der Zeit von März bis Dezember 2009, als der Euro von 1,23 auf 1,51 US-Dollar stieg, auf 1,5 Billionen Dollar. Diese Summe hatte starke Auswirkungen auf Risikotransaktionen wie Aktien, Öl und Rohstoffe. Nachdem der Dollar wieder höher geschätzt werde, sei das Volumen dieses Handels rapide zurückgegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Schnell: &amp;#039;&amp;#039;Wichtige Währungen laufen dem Euro weltweit davon.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Handelsblatt]].&amp;#039;&amp;#039; ([http://www.handelsblatt.com/finanzen/devisen/devisen-wichtige-waehrungen-laufen-dem-euro-weltweit-davon;2532583 handelsblatt.com]) abgerufen am 19. Februar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Currency Carry Trades sind [[Spekulation (Wirtschaft)|Spekulationsgeschäfte]] und deshalb nicht mit [[Arbitrage]]-Geschäften wie der [[Zinsdifferenzarbitrage]] zu verwechseln. Bei letzteren (die das weitaus größere [[Handelsvolumen (Börse)|Handelsvolumen]] des Fremdwährungsmarktes ausmachen) kaufen und verkaufen [[Marktteilnehmer]] Währungen an verschiedenen Börsen zum selben Zeitpunkt, um (selbst minimale) Preisunterschiede auszunutzen. Wesentlich ist, dass die Händler bei Arbitrage-Geschäften die Positionen im selben Zeitpunkt wieder ausgleichen (und damit keine [[Marktrisiko|Marktrisiken]] eingehen), während die Spekulanten beim Currency Carry Trade während der Dauer des [[Geschäft (Wirtschaft)|Geschäftes]] [[Exposure (Finanzwirtschaft)|offene Positionen]] in den jeweiligen Währungen halten und damit [[Finanzrisiko|Finanzrisiken]] übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Devisen#Devisenspekulation und -arbitrage|titel1=Devisen, Abschnitt Devisenspekulation und -arbitrage}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Markus K. Brunnermeier]], Stefan Nagel, Lasse H.Pedersen: &amp;#039;&amp;#039;Carry Trades and Currency Crashes.&amp;#039;&amp;#039; (April 2009). [[National Bureau of Economic Research]] ([http://www.nber.org/chapters/c7286.pdf nber.org] PDF; 919&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* [[Heiner Flassbeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Carry Trade – Der Devisenmarkt führt die Ökonomie ad absurdum und die Ökonomen schweigen.&amp;#039;&amp;#039; ([http://www.flassbeck.de/pdf/2007/28.2.07/Carry%20Trade.pdf flassbeck.de] PDF; 48&amp;amp;nbsp;kB) FTD, 8. Februar 2007.&lt;br /&gt;
* Jylha, Petri T., Suominen, Matti J. and Lyytinen, Jussi-Pekka: &amp;#039;&amp;#039;Arbitrage Capital and Currency Carry Trade Returns&amp;#039;&amp;#039; (November 5, 2008). Verfügbar auf Social Science Research Network: &amp;#039;&amp;#039;Das Papier „liefert starke Hinweise, dass Carry-Trades tatsächlich von Arbitrageuren eingesetzt werden“ („...providing strong evidence that carry trades are indeed used by arbitrageurs“).&amp;#039;&amp;#039; ([http://ssrn.com/abstract=1113812 ssrn.com]).&lt;br /&gt;
* Erik Heinrich: &amp;#039;&amp;#039;The Carry Trade: Betting on Bad Currencies.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Time]].&amp;#039;&amp;#039; 11. Februar 2010 ([https://content.time.com/time/business/article/0,8599,1963371,00.html content.time.com]).&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Marko Gränitz |Titel=So funktionieren Carry-Trades |Sammelwerk=[[Traders (Zeitschrift)|Traders’]] |Nummer=5 |Datum=2020-05 |ISSN=1612-9415 |Seiten=60–61}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzstrategie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rolf acker</name></author>
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