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	<title>Cum grano salis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T22:37:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cum_grano_salis&amp;diff=249813&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dk1909: typografische Anführungszeichen korrigiert</title>
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		<updated>2024-12-29T11:54:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typografische Anführungszeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cum grano salis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („mit einem Korn Salz“) ist eine [[latein]]ische Redewendung. Der Ausdruck wird im Deutschen heute meist verwendet, um eine Aussage einzuschränken und darauf aufmerksam zu machen, dass das Gesagte möglicherweise nicht in jeder Hinsicht wörtlich zu nehmen ist,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Duden Fremdwörterbuch |Auflage=7 |Ort=Mannheim |Datum=2001}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sondern in Teilen ungenau, übertrieben oder sarkastisch formuliert ist und daher nur mit Abstrichen ernst genommen werden soll. Seltener wird der Satz auch so verwendet, dass eine vorausgegangene Behauptung nicht in jeder Hinsicht wahr sein muss, aber doch „ein Körnchen“ Wahrheit enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Cum grano salis&amp;#039;&amp;#039; geht vielleicht auf [[Plinius der Ältere|Plinius den Älteren]] zurück. Dieser schreibt,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; 23,149&amp;lt;/ref&amp;gt; dass General [[Gnaeus Pompeius Magnus|Pompeius]] ein Mittel gegen Schlangengift gefunden habe, das aus verschiedenen Ingredienzien „unter Beigabe eines Salzkorns“ bestand („addito salis grano“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck „cum grano salis“ kann allerdings auch anders verstanden werden: Das lateinische Substantiv &amp;#039;&amp;#039;sal&amp;#039;&amp;#039; heißt auch „Witz“ oder „Verstand, Klugheit“,&amp;lt;ref&amp;gt; Georges: &amp;#039;&amp;#039;Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Spalte 2455&amp;lt;/ref&amp;gt; so dass in dieser Lesart angedeutet wird, der Leser oder Hörer solle die Mitteilung nicht ganz wörtlich auffassen, sondern „mit einem Körnchen Verstand“, also nicht völlig unkritisch, aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsbeispiele ==&lt;br /&gt;
* „Die Formel ‚unvereinbare Härte‘ ist freilich &amp;#039;&amp;#039;cum grano salis&amp;#039;&amp;#039; zu verstehen; so hat der [[Bundesgerichtshof|BGH]] in einem Fall Verwirkung einer Betriebskosten-Nachforderung in Höhe von 754,98 Euro angenommen, ohne darzulegen, weshalb die Zahlung dieses Betrages für den Mieter eine unverhältnismäßige Härte darstellen soll (BGH WuM 2010, 36).“&amp;lt;ref&amp;gt;BeckOK Bamberger/Roth/Sutschet BGB §&amp;amp;nbsp;242 Rn. 141 (Stand: 1. Mai 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Der vorliegende Band enthält vorwiegend verwaltungsrechtliche Gesetze, während Band 6/1 primär das wirtschaftsstrafrechtliche Nebenstrafrecht behandelt. &amp;#039;&amp;#039;Cum grano salis&amp;#039;&amp;#039; kann man sagen: Band 5 ist grundsätzlich das ‚Sartorius‘-Nebenstrafrecht; Band 6/1 das ‚Schönfelder‘-Nebenstrafrecht.“&amp;lt;ref&amp;gt;MünchKommStGB/Lagodny, Band 5, 1. Auflage 2007, ISBN 978-3-406-48829-0, Einleitung Rn. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Obwohl hyperthymische Psychopathen und chronisch Manische bzw. [[Zyklothymia|Cyclothyme]] in zahlreichen Wesenszügen übereinstimmen (siehe beiliegende Wesenstafel, die eine dialektische Herausarbeitung der Gegensätze anstrebt, und deren Einzelpunkte mitunter natürlich &amp;#039;&amp;#039;cum grano salis&amp;#039;&amp;#039; auszuwerten sind), besteht psychologisch zwischen ihnen ein einschneidender Wesensunterschied.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Mollweide: &amp;#039;&amp;#039;Psychopathologische Abgrenzung der hyperthymischen Psychopathie von der „chronischen Manie“ bzw. Hypomanie.&amp;#039;&amp;#039; [[Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten|Archiv für Psychiatrie]], Band 181, S. 735 (1949).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Das Wesen des Spieles ist Symbolisierung; es befriedigt mannigfaltigste Triebe und Interessen des Handelns wie des Empfindens durch Aktionen und an Objekten, die mit ihren realen Befriedigungen nur einen symbolischen, d.&amp;amp;nbsp;h. im Kopfe des Spielenden gestifteten Zusammenhang haben; so sind alle Gewinn- und Wettspiele Symbolisierungen des Kämpfens und des Wagens etc. Deshalb ist der Spieltrieb als besonderer Trieb nur &amp;#039;&amp;#039;cum grano salis&amp;#039;&amp;#039; und jedenfalls als Trieb zweiter Ordnung aufzufassen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Simmel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Probleme der Geschichtsphilosophie.&amp;#039;&amp;#039; ([https://socio.ch/sim/geschichtsphilosophie/gesch_3.htm online]), 1892.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Unter dem Blickwinkel der Komposition bedeutet dieser Wandel &amp;#039;&amp;#039;cum grano salis&amp;#039;&amp;#039; die Einführung eines Dreieck- anstelle eines Rechteck-Schemas; unter ikonographischem Blickwinkel bedeutet er die Einführung eines neuen Themas, das schriftlich von solchen Autoren wie dem Pseudo-Bonaventura und der heiligen Brigitta formuliert werden sollte.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erwin Panofsky |Titel=Sinn und Deutung in der bildenden Kunst |TitelErg=Erster Teil des Aufsatzes „Ikonographie und Ikonologie. Eine Einführung in die Kunst der Renaissance“ |Verlag=DuMont |Ort=Köln |Datum=1975}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|cum grano salis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salz in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dk1909</name></author>
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