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	<title>Cugerner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T13:55:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cugerner&amp;diff=1756580&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2024-09-13T17:28:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cugerner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cuberner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, waren ein [[Germanen|germanischer]] [[Volksstamm|Stamm]], sie bildeten mit anderen Stämmen die Gruppe der kleineren germanischen Völker der [[Rhein-Weser-Germanen]]. Der Stammesname ist eine Neubildung nach der Umsiedlung von Gruppen rechtsrheinischer Germanen durch die [[Römer]] unter [[Tiberius]] im Jahr 8 v. Chr. in das linksrheinische Gebiet des [[Niederrhein (Region)|Niederrheins]] in den heutigen [[Kreis Kleve]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Cugerner bewohnten Gebiete links des Rheins und scheinen in der großen Masse aus dem Stamm der [[Sugambrer]] hervorgegangen zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Die Germanen. Geschichte und Kultur der germanischen Stämme in Mitteleuropa. Ein Handbuch in 2 Bänden&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, S. 408.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Folge der [[Drusus-Feldzüge]] (12 bis 8&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) siedelte Tiberius im Jahr 8 vor Chr. (Sueton, Tib. 9,2) 40.000 Germanen in die einst keltisch-germanisch besiedelten Gebiete nördlich der [[Eifel]] zwangsweise um. Dieses Gebiet lag zwischen den im Nordwesten ansässigen [[Bataver]]n und den im Süden siedelnden romanisierten [[Ubier]]n. Der Kernraum befand sich in und um den heutigen Kreis Kleve sowie der Stadt [[Xanten]] und verlief südlich bis Krefeld.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Die Germanen. Geschichte und Kultur der germanischen Stämme in Mitteleuropa. Ein Handbuch in 2 Bänden&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, Berlin 1983, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vermutlich gehörten auch Kleinstteile der [[Sueben]] und der [[Brukterer]] zu den angesiedelten Germanen und durch die Verschmelzung mit dort siedelnder niederrheinischer Vorbevölkerung ([[Menapier]], [[Sunuker]]) bildete sich der neue Stammesverband heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Heinrichs: &amp;#039;&amp;#039;Römische Perfidie und germanischer Edelmut? Zur Umsiedlung protocugernischer Gruppen in den Raum Xanten 8 v. Chr.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Germania inferior&amp;#039;&amp;#039;, de Gruyter, Berlin/New York 2001, S. 71; Bruno Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Die Germanen. Geschichte und Kultur der germanischen Stämme in Mitteleuropa. Ein Handbuch in 2 Bänden&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, Berlin 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die männlichen Cugerner leisteten nach dem Inschriftenbefund und antiken Berichten für Rom Kriegsdienste („cohors I Cugernorum“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|7|1193}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und das in deutlich größerem Umfang als die Ubier.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Siegfried Gutenbrunner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die germanischen Götternamen der antiken Inschriften.&amp;#039;&amp;#039; Max Niemeyer, Halle/S. 1936. S. 11f., 152.; Johannes Heinrichs: &amp;#039;&amp;#039;Römische Perfidie und germanischer Edelmut? Zur Umsiedlung protocugernischer Gruppen in den Raum Xanten 8 v. Chr.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Germania inferior&amp;#039;&amp;#039;, de Gruyter, Berlin/New York 2001, S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nahe bei Xanten befand sich auf ihrem Gebiet das [[Römisches Reich|römische]] Legionslager [[Vetera]]. Als Hauptort des Stammes wird ein Vorgänger der [[Colonia Ulpia Traiana]] angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die südliche Grenze des Gebietes der Cugerner wurde vom &amp;#039;&amp;#039;Gelfbach&amp;#039;&amp;#039; markiert (ab dem Mittelalter &amp;#039;&amp;#039;Mühlenbach&amp;#039;&amp;#039; genannt) der beim ehemaligen Römerkastell [[Gelduba]] in [[Gellep-Stratum|Krefeld-Gellep]] in den Rhein mündet. Südlich dieses Baches siedelte der Stamm der [[Ubier]].&amp;lt;ref&amp;gt;Feinendegen/Vogt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Krefeld - die Geschichte der Stadt, Band 1. Christoph Reichmann – Römer und Franken am Niederrhein&amp;#039;&amp;#039; / Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Die Grenze am Mühlenbach&amp;#039;&amp;#039; S. 104f, Verlag van Ackeren, Krefeld 1998, ISBN 3-9804181-6-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Germanenaufstand des [[Civilis]] standen die Cugerner auf dessen Seite, im Gegensatz zu den Ubiern, die sich nur zögerlich dem Aufstand anschlossen. In der Folgezeit kam bei den Cugernern eine Rom zugeneigtere Haltung auf, nach dem 2. Jahrhundert wird ihr Name nicht mehr genannt. Ihre Nachkommen gingen – wie die der Ubier – in den ab dem 3. Jahrhundert über den Niederrhein nach Süden und Westen expandierenden [[Franken (Volk)|Franken]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Heinrichs: Römische Perfidie und germanischer Edelmut? Zur Umsiedlung protocugernischer Gruppen in den Raum Xanten 8 v. Chr. In: Germania inferior, de Gruyter, Berlin/New York 2001 S. 78f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Renate Pirling: &amp;#039;&amp;#039;Die römisch-fränkischen Gräberfelder von Krefeld-Gellep&amp;#039;&amp;#039; / Museums-Begleitschrift - ab Seite 10 - Verlag Freunde der Museen Burg Linn e.&amp;amp;nbsp;V. Krefeld 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name „Cugerner“ ist erstmals bei Tacitus (Hist. 5,16,18) als &amp;#039;&amp;#039;Cugerni&amp;#039;&amp;#039; belegt, bei Plinius (Hist. nat. 4,106) erscheint die Variante Cuberner als &amp;#039;&amp;#039;Cuberni&amp;#039;&amp;#039;. Inschriften wie zum Beispiel „M(arcus) Elvadius Mac&amp;lt;er=RF&amp;gt;(?) / eq(ues) [[Ala I Claudia Nova|alae Claudiae Novae]] / dom(o) Cugernus ann(orum) XXX stip(endiorum) XII / t(itulum) f(ieri) i(ussit) / Ti(berius) Claudius Aurelius / her(es) pos(uit)“&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|3|2712}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie weitere Belege zeigen, dass die Form &amp;#039;&amp;#039;Cugerner&amp;#039;&amp;#039; die häufigere ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Reichert: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der altgermanischen Namen&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau, Wien 1987, S. 432f.; {{CIL|7|1085}}, {{CIL|7|1193}}, {{CIL|7|1195}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Zeitpunkt des Auftretens des neuen Stammesnamens fällt mit der Assimilierung der rechtsrheinischen Restpopulationen der Sugambrer in den größeren Nachbarstämmen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Much]] etymologisierte die [[Ethnonym]]e auf Basis des rekonstruierten germanischen &amp;#039;&amp;#039;*ku-gernaz&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;Kuh-begehrend&amp;#039;&amp;#039; im Sinn von „Kuhdieb(e)“, oder als „mit Kühen Sodomie treibend“, und &amp;#039;&amp;#039;*ku-bernaz&amp;#039;&amp;#039; als „Kuhknecht“ oder „Kuhsohn“. Muchs Lösungen wurde zunächst in der Forschung anerkannt, und mit ihm als eine Spottbezeichnung oder Fremdbenennung durch rechtsrheinische germanische Nachbarn ([[Tenkterer]]) bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Much: &amp;#039;&amp;#039;Die Germanen am Niederrhein&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur&amp;#039;&amp;#039;, 17, 1893, S. 156f.; Ernst Schwarz: &amp;#039;&amp;#039;Germanische Stammeskunde&amp;#039;&amp;#039;, Winter, Heidelberg 1956, S. 139.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Günter Neumann (Philologe)|Günter Neumann]] hält diese Deutungen für semantisch weniger plausibel und verweist auf [[Hermann Hirt]]s Kritik an Much. Neumann sieht in den Namen lediglich wahrscheinlichere lautliche Varianten und verweist unter anderen auf Deutungen durch [[Karl Müllenhoff]] und [[Leo Weisgerber]]. Müllenhoff&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hermes: Zeitschrift für klassische Philologie&amp;#039;&amp;#039;, 12&amp;amp;nbsp;(1877), S.&amp;amp;nbsp;273&amp;lt;/ref&amp;gt; deutet auf der Vergleichsbasis mit gotisch &amp;#039;&amp;#039;-qiwa&amp;#039;&amp;#039; für „lebendig“ auf eine gemeinsame Lautform &amp;#039;&amp;#039;*Cuverni&amp;#039;&amp;#039;. Weisgerber nimmt einen alten keltischen und germanischen [[Labiovelar]] an, der sich darin zeige, dass &amp;#039;&amp;#039;Cugerni&amp;#039;&amp;#039; die germanische und &amp;#039;&amp;#039;Cuberni&amp;#039;&amp;#039; die keltische Variante sei. Für einzelne Elemente der Namen werden weitere Deutungsansätze für das [[Präfix]] &amp;#039;&amp;#039;Cu(g)&amp;#039;&amp;#039; der Vergleich zum germanisch starken Maskulinum &amp;#039;&amp;#039;*hugi, *huguz&amp;#039;&amp;#039; für „Sinn, Geist, Verstand“&amp;lt;ref&amp;gt;Vladimir Orel: &amp;#039;&amp;#039;A Handbook of Germanic Etymology&amp;#039;&amp;#039;. Brill, Leiden – Boston 2003. ISBN 90-04-12875-1. S. 190&amp;lt;/ref&amp;gt;, für das &amp;#039;&amp;#039;-rn&amp;#039;&amp;#039; der mit anderen germanischen Stammesnamen wie zum Beispiel mit den Batave-rn.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Cuberni – Cugerni&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 5, de Gruyter, Berlin/New York 1984, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Religion ==&lt;br /&gt;
Mit den Cugernern wird der Kult der germanischen Göttin [[Vagdavercustis]] in Verbindung gebracht. Drei ihr geweihte [[Votivgabe|Votivsteine]] wurden im Siedlungsraum der Cugerner gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Gutenbrunner: &amp;#039;&amp;#039;Die germanischen Götternamen der antiken Inschriften&amp;#039;&amp;#039;. Max Niemeyer, Halle/S. 1936. S. 102f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vermutlich verehrten die Cugerner mit anderen niederrheinischen Stämmen den [[Hercules Magusanus]], da analog zur Vagdavercustis im cugernischen Siedlungsraum Weiheinschriften des Gottes gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes Heinrichs (Historiker)|Johannes Heinrichs]]: &amp;#039;&amp;#039;Römische Perfidie und Germanischer Edelmut? Zur Umsiedlung protocugernischer Gruppen in den Raum Xanten 8 v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Germania inferior&amp;#039;&amp;#039;, Ergänzungsband 28 zum &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]&amp;#039;&amp;#039;, Thomas Grünewald (Hrsg.). De Gruyter, Berlin – New York 2001. ISBN 3-11-016969-X, S.&amp;amp;nbsp;54–92.&lt;br /&gt;
* [[Bruno Krüger (Prähistoriker)|Bruno Krüger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Germanen – Geschichte und Kultur der germanischen Stämme in Mitteleuropa. Ein Handbuch in zwei Bänden&amp;#039;&amp;#039;. Bd.&amp;amp;nbsp;1, 4. Auflage, Akademie-Verlag, Berlin 1983 ([[Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Alte Geschichte und Archäologie der Akademie der Wissenschaften der DDR]], Bd. 4).&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Much]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Germania des Tacitus&amp;#039;&amp;#039;. Carl Winter, Heidelberg, 3. Auflage 1967.&lt;br /&gt;
* Rudolf Much: &amp;#039;&amp;#039;Die Germanen am Niederrhein&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur]]&amp;#039;&amp;#039;, 17&amp;amp;nbsp;(1893).&lt;br /&gt;
* {{RGA|5|103|104|Cuberni – Cugerni|[[Günter Neumann (Philologe)|Günter Neumann]]}}&lt;br /&gt;
* [[Hermann Reichert]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der altgermanischen Namen]]&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Wien 1987.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Schwarz (Germanist)|Ernst Schwarz]]: &amp;#039;&amp;#039;Germanische Stammeskunde&amp;#039;&amp;#039;. Carl Winter, Heidelberg 1956. Nachdruck VMA-Verlag 2010. ISBN 978-3-938586-10-5.&lt;br /&gt;
* Alexander Sitzmann, Friedrich E. Grünzweig: &amp;#039;&amp;#039;Die altgermanischen Ethnonyme. Ein Handbuch zu ihrer Etymologie.&amp;#039;&amp;#039; In: (= &amp;#039;&amp;#039;Philologica Germanica&amp;#039;&amp;#039; Bd. 29). Fassbaender, Wien 2008, ISBN 978-3-902575-07-4, S. 105f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Liste der germanischen Stämme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanischer Stamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Rheinland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederrhein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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