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	<title>Cryptobia - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T12:12:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cryptobia&amp;diff=1201859&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille am 27. Februar 2024 um 11:13 Uhr</title>
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		<updated>2024-02-27T11:13:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Cryptobia&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Joseph Leidy|Leidy]], 1846&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Parabodonida&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Metakinetoplastina&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Kinetoplastea&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Euglenozoa&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Discicristata&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = Cryptobia helicis x15,000 Scanning EM.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Trophozoit]] von &amp;#039;&amp;#039;Cryptobia helicis&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cryptobia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Gattung von [[Flagellaten]], die im Blut, im Darm oder an den Kiemen von [[Fische]]n leben. Die meisten Spezies stehen mit ihrem Wirt in einer [[kommensal]]en Beziehung, einige Arten haben aber auch [[Pathogenität|pathogene]] Wirkung&amp;lt;ref name=&amp;quot;DisAquatOrg&amp;quot;&amp;gt;D. W. Bruno, B. Nowak, D. G. Elliott: &amp;#039;&amp;#039;Guide to the identification of fish protozoan and metazoan parasites in stained tissue sections&amp;#039;&amp;#039;, Diseases of Aquatic Organisms, Vol. 70: 1–36, 2006, {{ISSN|0177-5103}} (Print), {{ISSN|1616-1580}} (Online), Seite 4&amp;lt;/ref&amp;gt;. Insgesamt sind 52 Arten bekannt, von denen 40 im Blut ihrer Wirte leben, sieben das Verdauungssystem besiedeln und fünf auf den Kiemen oder der Körperoberfläche zu finden sind&amp;lt;ref&amp;gt;Patrick T.K. Woo: &amp;#039;&amp;#039;Cryptobiosis and its control in North American fishes&amp;#039;&amp;#039;, International Journal for Parasitology 2001, 31, 566–574&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Komplex der von &amp;#039;&amp;#039;Cryptobia&amp;#039;&amp;#039; verursachten Erkrankungen wird von einigen Forschern als Kryptobiose bezeichnet, andere Forscher lehnen dies jedoch ab, da der Begriff [[Kryptobiose]] bereits seit 1959 für einen Zustand extrem reduzierten Stoffwechsels Verwendung findet&amp;lt;ref&amp;gt;K. I. Jönsson: &amp;#039;&amp;#039;On the disparate terminological use of the concept cryptobiosis&amp;#039;&amp;#039;, [[Journal of Fish Diseases]], 2004, 27, 175–176&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;P. T. K. Woo: &amp;#039;&amp;#039;On cryptobiosis and infections by Cryptobia&amp;#039;&amp;#039;, Journal of Fish Diseases 2004, 27, 493–494&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Cryptobia&amp;#039;&amp;#039;-Arten finden sich in den Gewässern [[Afrika]]s, [[Asien]]s und [[Europa]]s sowie in [[Nordamerika]]. Die Mehrzahl der Arten befällt Süßwasserfische. Seit den 1980er Jahren ist aber bekannt, dass &amp;#039;&amp;#039;Cryptobia&amp;#039;&amp;#039; eine starke Toleranz hinsichtlich der [[Salinität]] zeigt und auch Salzwasserfische befallen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Vertreter der &amp;#039;&amp;#039;Cryptobia&amp;#039;&amp;#039; sind von spindelförmiger, stromlinienförmiger Gestalt. Sie erreichen eine Größe von 12 bis 22 Mikrometer in der Länge und 3,5 bis 4,5 Mikrometer im Durchmesser. Der [[Kinetoplastea#Beschreibung|Kinetoplast]] ist lang und schmal. Vom vorderen Ende gehen zwei Geißeln aus, von den eine frei beweglich ist und als Schlaggeißel der Fortbewegung dient. Die andere Geißel läuft an der Zelle entlang zum Hinterende und ragt darüber hinaus. Gelegentlich formt sie mit der [[Pellikula]] eine undulierende Membran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
An den Kiemen und im Verdauungstrakt lebende &amp;#039;&amp;#039;Cryptobia&amp;#039;&amp;#039; werden ohne Zwischenwirt direkt von Fisch zu Fisch übertragen. Sie dringen über das Maul in ihren Wirt ein und verankern sich mit der rückwärtigen Geißel am Kiemen- oder Darm[[epithel]]. Die Vermehrung erfolgt durch Zellteilung in Längsrichtung. Arten, die im Blut ihres Wirtes leben, benötigen einen Zwischenwirt aus der Ordnung der [[Egel]]. Die ektoparasitischen Spezies sind wahrscheinlich weniger wirtsspezifisch als ihre den Darm und das Blut bewohnenden Verwandten&amp;lt;ref name=&amp;quot;DisAquatOrg&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schadwirkung ==&lt;br /&gt;
Da sich häufig große Mengen Cryptobien an den Kiemen ihrer Wirte finden, wurde sie lange Zeit als pathogen betrachtet. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass externe &amp;#039;&amp;#039;Cryptobia&amp;#039;&amp;#039; keine Gewebsalterationen verursachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf W. Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Fischkrankheiten&amp;#039;&amp;#039;, Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2005, ISBN 3-8252-8241-4, Seite 135&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige blutbewohnende Arten können jedoch zu hohen Verlusten unter den infizierten Fischen führen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;C. tincae&amp;#039;&amp;#039; verursacht bei [[Schleie]]n (&amp;#039;&amp;#039;Tinca tinca&amp;#039;&amp;#039;) die sogenannte &amp;lt;!-- Das heißt wirklich so und ist kein Tippfehler. --&amp;gt;Schlaffsucht&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;C. salmositica&amp;#039;&amp;#039; kommt natürlicherweise im Blut des [[Silberlachs]]es (&amp;#039;&amp;#039;Oncorhynchus kisutsch&amp;#039;&amp;#039;) vor, verursacht aber Verluste beim [[Königslachs]] (&amp;#039;&amp;#039;Oncorhynchus tshawytscha&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;C. iubilans&amp;#039;&amp;#039; löst durch Einkapselungen im Binde- und Fettgewebe schwere Entzündungen aus&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;C. bullocki&amp;#039;&amp;#039; ist die Ursache schwerer [[Anämie]]n bei [[Plattfische]]n&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren verursachte eine im Darmtrakt lebende &amp;#039;&amp;#039;Cryptobia&amp;#039;&amp;#039;-Art große Verluste unter den Fischen des [[Malawisee]]s. Befallene Tiere starben innerhalb weniger Tage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
Zur Behandlung von nicht für die Nahrungsmittelproduktion bestimmten Fischen ist der Einsatz von Medikamenten auf der Basis von [[Carnidazol]], [[Dimetridazol]], [[Metronidazol]], [[Nifuratel]], [[Tinidazol]] oder [[Methylenblau]] möglich. Bei Nutzfischen ist die Bekämpfung der Zwischenwirte von wesentlicher Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Rudolf W. Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Fischkrankheiten&amp;#039;&amp;#039;, Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2005, ISBN 3-8252-8241-4&lt;br /&gt;
* Dieter Untergasser: &amp;#039;&amp;#039;Krankheiten der Aquarienfische&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-440-10264-5&lt;br /&gt;
* D. W. Bruno, B. Nowak, D. G. Elliott: &amp;#039;&amp;#039;Guide to the identification of fish protozoan and metazoan parasites in stained tissue sections&amp;#039;&amp;#039;, Diseases of Aquatic Organisms, Vol. 70: 1–36, 2006, {{ISSN|0177-5103}} (Print), {{ISSN|1616-1580}} (Online)&lt;br /&gt;
* Boris I. Kuperman, Victoria E. Matey, Steven B. Barlow: &amp;#039;&amp;#039;Flagellate Cryptobia branchialis (Bodonida: Kinetoplastida), ectoparasite of tilapia from the Salton Sea&amp;#039;&amp;#039;, Hydrobiologia, 473: 93–102, 2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Euglenozoen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Euglenozoa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fischparasit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
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