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	<title>Crust Punk - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-04T03:08:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Genre&lt;br /&gt;
|Name = &lt;br /&gt;
|Entstehungsphase = Ende der 1970er Jahre&lt;br /&gt;
|Herkunftsort = [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]]&lt;br /&gt;
|Vorläufer = [[Hardcore Punk]], [[Anarcho-Punk]]&lt;br /&gt;
|Nachfolger = [[Grindcore]]&lt;br /&gt;
|Instrumente = [[E-Gitarre]] – [[Schlagzeug]] – [[E-Bass]]&lt;br /&gt;
|Bands = &lt;br /&gt;
|Sonstiges1Titel = &lt;br /&gt;
|Sonstiges1Inhalt = &lt;br /&gt;
|Sonstiges2Titel = &lt;br /&gt;
|Sonstiges2Inhalt = &lt;br /&gt;
|Sonstiges3Titel = &lt;br /&gt;
|Sonstiges3Inhalt = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Crust Punk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Crustcore&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, häufig auch einfach &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Crust&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) bezeichnet einen Musikstil und eine Subkultur, die ihre Wurzeln im [[Anarcho-Punk|Anarcho-]] und [[Hardcore Punk]] hat und vor allem in der [[Politische Linke|linken]] und [[Linksradikalismus|linksradikalen]] [[Jugendkultur]] ihre Anhänger findet. Die Angehörigen dieser [[Subkultur]] bezeichnen sich selbst zumeist als [[Crusties]]. Synonym für den frühen britischen Crust Punk wird manchmal auch die Bezeichnung „Stenchcore“ gebraucht, die ursprünglich als Parodie auf die Tendenz gedacht war, im Hardcore Punk neue Bezeichnungen für Musikstile mit der Endung „-Core“ zu erfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfänge ==&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des Crust Punks liegen in der Anarcho-Punk- und Hardcore-Szene [[Vereinigtes Königreich|Großbritanniens]] der frühen 1980er Jahre. Neben Anarcho-Punk-Bands wie [[Crass]] und [[Conflict (Band)|Conflict]] inspirierten vor allem auch [[D-Beat]]-(oder „Speedcore“-)Bands wie [[Discharge]], [[GBH (Punkband)|GBH]] oder [[The Varukers]] eine neue Generation von Hardcore-Punk-Bands, die einerseits die Anarcho- und „Everybody-can-do-it“-Ästhetik des UK-Hardcores weiterführten, andererseits aber auch Elemente des [[Extreme Metal]] aufgriffen. Als Prototyp der späteren Crust-Szene gelten die bereits 1978 gegründeten [[Amebix]], die nicht nur den aggressiven und chaotischen [[Punk (Musik)|Punk-Rock]] von Crass zu ihren Einflüssen zählten, sondern auch stark von der [[Post-Punk]]-Band [[Killing Joke]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;vonhavoc&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Felix Von Havoc |Titel=Rise of Crust |Sammelwerk=Profane Existence |Nummer=40 |Datum=1984 |Sprache=en |Online={{Webarchiv |url=http://www.havocrex.com/press/article/3/83 |text=havocrex.com |wayback=20120204091308}} |Abruf=2011-09-16}} {{Webarchiv |url=http://www.havocrex.com/press/article/3/83 |text=Rise of Crust |wayback=20080615163312}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und frühen [[Metal]]-Bands wie [[Black Sabbath]] und [[Motörhead]] beeinflusst waren. Die Bezeichnung „Crust Punk“ leitet sich allerdings wahrscheinlich von der Gruppe [[Hellbastard]] her, die 1986 ein [[Demoaufnahme|Demo]] mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Ripper Crust&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vonhavoc&amp;quot; /&amp;gt; Die erste Band, die von „Crustcore“ oder „Crust Punk“ als Musikstil sprach, soll die Gruppe [[Deviated Instinct]] gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Bands und Ausbreitung des Genres ==&lt;br /&gt;
Die frühen britischen Crust-Bands wie [[Amebix]] und [[Antisect]], die auch noch als Vorläufer des eigentlichen Crust Punks betrachtet werden können, inspirierten gemeinsam mit dem D-Beat ihrer Zeitgenossen [[Discharge]] eine neue Welle skandinavischen Hardcore Punks, namentlich Bands wie [[Avskum]] oder [[Totalitär (Band)|Totalitär]], die ihrerseits einen eigenen düsteren und aggressiven, für skandinavische [[Band (Musik)|Bands]] typischen Stil erschufen, der wiederum Mitt-80er-UK-Hardcore-Bands wie Deviated Instinct, [[Electro Hippies]], [[Extreme Noise Terror]], Hellbastard und [[Doom (Band)|Doom]] inspirierte, die auf dieser Grundlage unter Hinzufügung von [[Blastbeat]]s und mitunter Elementen des [[Thrash Metal]] den Crust Punk als solches definierten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vonhavoc&amp;quot; /&amp;gt; Mit Gruppen wie [[Neurosis]] und [[Nausea (Band)|Nausea]] wurde Crust Punk auch in den USA bekannt, wo den britischen Crust-Bands Gruppen wie [[Antischism]], Destroy,&amp;lt;ref name=&amp;quot;vonhavoc&amp;quot; /&amp;gt; [[Mindrot]], [[Filth (Band)|Filth]] und [[Toxic Narcotic]] folgten. Neben Großbritannien, den skandinavischen Ländern und den USA entstanden allerdings auch in Japan oder Deutschland recht große Crust-Anhängerschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Crust in den 1990ern ==&lt;br /&gt;
In den frühen 1990er Jahren folgten der ersten Crust-Generation in Skandinavien Gruppen wie [[Skitsystem]], [[Driller Killer]] und [[Wolfbrigade]] (ursprünglich Wolfpack), in Großbritannien [[Extinction of Mankind]], in Deutschland [[Recharge (Band)|Recharge]], [[Cluster Bomb Unit]], [[Yacøpsæ]], [[Autoritär (Band)|Autoritär]] und [[M.V.D.]] und in den USA [[Dystopia (Band)|Dystopia]], [[Tragedy]], [[His Hero Is Gone]], [[Skullkrusher]], [[Anti-Product]] und [[Aus-Rotten]] nach. Zu diesem Zeitpunkt kristallisierte sich aus amerikanischem Crust Punk verstärkt die Tendenz heraus, statt lediglich den Vorbildern der 1980er Jahre nachzueifern, vielmehr Crust-Elemente mit zeitgenössischem aktuellem Hardcore zu kombinieren und den Stil so weiterzuentwickeln; vor allem in Verbindung mit Gruppen wie Ictus, Tragedy oder [[Ekkaia]] begannen daher einige Kritiker von einer „Neocrust-Welle“ zu sprechen. Das neue Jahrtausend sah beide Stile unter anderem mit Gruppen wie [[From Ashes Rise]], [[Born Dead Icons]], [[Behind Enemy Lines]], [[Caustic Christ]], [[Bombstrike]], [[Human Waste]] und [[Disfear]] weiterleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musik ==&lt;br /&gt;
Crust lässt sich als eine besonders düstere Mischung aus Punk und [[Extreme Metal]] beschreiben, die Gewichtung fällt bei den verschiedenen Bands unterschiedlich aus. Crust entzieht sich aufgrund seiner Eigenständigkeit und Entstehungsgeschichte der gängigen Trennung des Hardcores in „Old-School“ und „New-School“. Mitunter steht der Stil verwandten Musikrichtungen wie [[Grindcore]], [[Hatecore]], [[Sludge Metal|Sludge]] und [[Powerviolence]] nahe. Bedingt durch die große Bandbreite an Einflüssen unterschiedlicher extremer Musikstile für den Crust Punk lassen sich innerhalb der Musik gewisse Stilrichtungen oder Tendenzen unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der klassische Crust Punk wird als „Stenchcore“ oder seltener auch als „Doomcore“ bezeichnet. Dieser vor allem von der Band [[Amebix]] geprägte Stil ist sehr düster und stark vom [[Doom Metal]] bestimmt, wobei langsame, schleppende Parts sich mit schnellen harten Parts abwechseln können. Neuere Bands der Doom-beeinflussten Schule werden oftmals in die Nähe des Sludge gestellt.&lt;br /&gt;
* Stark vom [[D-Beat]] der Band [[Discharge]] beeinflusster Crust von Gruppen wie Doom wird als „Dis-Crust“, „Dis-Core“ oder „Dis-Punk“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vonhavoc&amp;quot; /&amp;gt; Solche Bands sind vor allem im skandinavischen Raum aufzufinden, wo der Stil szeneintern auch &amp;#039;&amp;#039;käng&amp;#039;&amp;#039; genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Jandreus: &amp;#039;&amp;#039;The Encyclopedia of Swedish Punk 1977–1987&amp;#039;&amp;#039;. Premium Publishing, Stockholm 2008, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Melodic Crust“ ist ein neuerer Stil, der von Gruppen wie [[Fall of Efrafa]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.punknews.org/review/8854 Fall of Efrafa - OWSLA] Punknews.org&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Ekkaia]] gespielt wird und dunklen Crust Punk mit melodischeren Postcore-Elementen kombiniert. Der Begriff „melodic Crust“ wird als Synonym von „Neocrust“ verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.interpunk.com/item.cfm?Item=66386 Ekkaia - Sombras Del Progreso CD] Interpunk.com&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Für schnellere Bands, deren Stil zwischen Crust- und dem daraus entstandenen [[Grindcore]] einzuordnen ist, wird der Begriff „Crustgrind“ verwendet. Prägend ist hier vor allem der Einfluss von [[Extreme Noise Terror]], die für beide Stile als wichtige Mitbegründer genannt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vonhavoc&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es Bands, die mit Elementen anderer Musikrichtungen experimentieren. Einige Bands der späten 1990er Jahre wie [[Iskra (Kanada)|Iskra]], [[Ludicra]], Black Kronstadt oder die japanischen [[Gallhammer]] griffen Elemente des [[Black Metal]] auf. Einige Bands wie Gloom und Confuse aus Japan und die amerikanische Band Fade to Black integrierten [[Noise (Musik)|Noise]]-/[[Fuzz]]-Elemente in ihre Musik. Die deutsche Band [[Totenmond]] kombiniert doomlastigen Crust Punk sowohl mit Black Metal und Noise-Elementen als auch mit [[Technical Death Metal]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.metal.de/cdreviews.php4?was=review&amp;amp;id=9997 Review von &amp;#039;&amp;#039;Thronräuber&amp;#039;&amp;#039;] auf metal.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner experimentierten einige Bands wie Mouth Sewn Shut und Basura mit [[Reggae]]- und [[Ska]]-Elementen. Einige Gruppen wie Asfixia aus Spanien arbeiten mit experimentelleren [[Post-Hardcore]]-Anleihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalte ==&lt;br /&gt;
Da die Herkunft der Crustie-Subkultur vor allem in der britischen [[Anarchismus|Anarcho-]] und [[Hausbesetzung|Hausbesetzerszene]] liegt, ist der Crust Punk inhaltlich überwiegend politisch geprägt. In den 1980er Jahren überwog bei vielen Bands eine negative, durch den [[Kalter Krieg|Kalten Krieg]], den [[Thatcherismus]] und den [[Falklandkrieg]] geprägte „[[No Future|No-Future]]“-Haltung. Die Texte waren oftmals [[Dystopie|dystopisch]], mitunter [[Nihilismus|nihilistisch]], und thematisierten Szenarien wie das eines [[Überwachungsstaat]]s sowie häufig apokalyptische [[Weltuntergang in der Kunst|Weltuntergang]]svisionen und die Vernichtung der Menschheit durch einen [[Nuklearer Holocaust|nuklearen Holocaust]]. Anstatt auf das Schicksal der gesamten Gesellschaft näher einzugehen, erzählten viele Texte kurze Episoden oder beschrieben Bilder vom Schicksal einzelner Menschen; häufiges Thema waren Kriegsschauplätze und Gewaltszenarien. Einige Crust-Bands wie Amebix beschäftigten sich außerdem mit [[Mystizismus]] und [[Gnostizismus]],&amp;lt;ref&amp;gt;Ian Glasper: &amp;#039;&amp;#039;„Amebix.“ The Day the Country Died: A History of Anarcho Punk 1980 to 1984&amp;#039;&amp;#039;. Cherry Red Books, 2006, ISBN 1-901447-70-7, S.&amp;amp;nbsp;198–201.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Iren the Dagda sogar mit [[Neopaganismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;review 7inchcrust http://7inchcrust.blogspot.com/2007_04_01_archive.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang der 1990er Jahre wurden viele Bands inhaltlich weniger negativ, dafür aber kämpferischer. Gegenüber Weltuntergangsszenarien und Selbstzerstörung setzten sich mehr und mehr konstruktive [[Gesellschaftskritik|sozialkritische]] Inhalte durch, Themen wie [[Tierrechte]], [[Tierbefreiung]], [[Veganismus]], [[Sexismus]] und [[Selbstbestimmung]]. Oftmals fand eine Vermischung mit Teilen der [[Straight Edge|Straight-Edge]]-Szene statt. Was blieb, war die klare [[Antifaschismus|antifaschistische]] und häufig anarchistische Grundhaltung der Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl weiterer Bands ==&lt;br /&gt;
* [[Assück]]&lt;br /&gt;
* [[Audio Kollaps]]&lt;br /&gt;
* [[Axegrinder]]&lt;br /&gt;
* [[Black Breath]]&lt;br /&gt;
* [[Concrete Sox]]&lt;br /&gt;
* [[Deviated Instinct]]&lt;br /&gt;
* [[Disorder]]&lt;br /&gt;
* [[Disrupt]]&lt;br /&gt;
* [[Heresy]]&lt;br /&gt;
* [[His Hero Is Gone]]&lt;br /&gt;
* [[Livstid]]&lt;br /&gt;
* [[Ludicra]]&lt;br /&gt;
* [[Sacrilege]]&lt;br /&gt;
* [[Skarp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Martin Büsser]]: &amp;#039;&amp;#039;If the kids are united … Von Punk zu Hardcore und zurück&amp;#039;&amp;#039;. 6. Auflage. Ventil Verlag, Mainz 2003, ISBN 3-930559-48-X (1. Aufl. 1995).&lt;br /&gt;
* Albert Mudrian: &amp;#039;&amp;#039;[[Choosing Death: Die unglaubliche Geschichte von Death Metal &amp;amp; Grindcore]]&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Jeske/Mader, Berlin 2006, ISBN 3-931624-35-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.catbull.com/faulzahn Linksradikales DIY Zine &amp;amp; Konzerte in Innsbruck]&lt;br /&gt;
* [https://www.med-user.net/bloodshed666/bs_index.htm DIY-Label]&lt;br /&gt;
* [http://www.profaneexistence.com/ ProfaneExistence] – DAS ‚Anarcho‘-Punk-[[Fanzine]], USA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stilrichtung des Punk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hardcore Punk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anarchismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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