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	<title>Crooning - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T00:30:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Crooning&amp;diff=2206267&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Marcus Cyron: /* Stilwandel durch Frank Sinatra */</title>
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		<updated>2026-04-19T17:41:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Stilwandel durch Frank Sinatra&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Shure mikrofon 55S.jpg|mini|Der intime Gesangsstil des Croonings wurde durch die Erfindung sensibler Mikrofone ermöglicht.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Crooning&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beschreibt einen in den 1920er Jahren mit der Entwicklung des [[Mikrofon]]s entstandenen Gesangsstil der [[Populäre Musik|populären Musik]], dessen vorwiegend männliche Repräsentanten als &amp;#039;&amp;#039;Crooner&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden.  Das Crooning zeichnet sich durch die Intimität und Wärme der Stimme aus und wurde anfangs stark [[Erotik|erotisch]] konnotiert. Bekannte Vertreter des Stils sind [[Bing Crosby]], [[Frank Sinatra]] und [[Charles Aznavour]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Charles Aznavour03b.JPG|mini|Charles Aznavour beim Crooning]]&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Crooning&amp;#039;&amp;#039; ist von dem im Schottischen wurzelnden Wort &amp;#039;&amp;#039;croyne&amp;#039;&amp;#039; (lautes, tiefes Getöse) abgeleitet. Aus &amp;#039;&amp;#039;croyne&amp;#039;&amp;#039; wurde &amp;#039;&amp;#039;croon&amp;#039;&amp;#039;, womit ein sanftes, murmelndes Geräusch bezeichnet wird. Im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde der Begriff mit [[Wiegenlied]]ern assoziiert, in den USA insbesondere mit denen der „Black Mammies“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Goldstein&amp;quot;&amp;gt;Goldstein, Howard: Crooning. In: The new Grove dictionary of music and musicians. Bd. 6. Hrsg. von Stanley Sadie und John Tyrrell (2. Auflage). London: Macmillan (u.&amp;amp;nbsp;a.) 2001. S. 720.&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Sinne ist auch die Wendung „croon a tune“ in [[Al Jolson]]s &amp;#039;&amp;#039;Rockabye Your Baby with a Dixie Melody&amp;#039;&amp;#039; zu verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Pitts, Michael und Frank Hoffmann: The Rise of the Crooners. Lanham (u.&amp;amp;nbsp;a.): Scarecrow Press 2002. S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Crooner 3 1932.jpg|mini|David Manners in dem Film &amp;#039;&amp;#039;The Crooner&amp;#039;&amp;#039; (1932)]]&lt;br /&gt;
Um 1930 etablierte sich schließlich die gegenwärtige Verwendung von Crooning als Bezeichnung für einen vorwiegend durch männliche Sänger repräsentierten weichen Gesangsstil, der im Zuge der gesangstechnischen Anpassung an die spezifischen Anforderungen des Mikrofons entstand.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Pitts, Michael und Frank Hoffmann: The Rise of the Crooners. Lanham (u.&amp;amp;nbsp;a.): Scarecrow Press 2002. S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Kohlemikrofon]] wird elektromechanisch betrieben und löste rein mechanisch arbeitende Schalltrichter mit innenliegenden Membranen ab, in die man relativ laut hineinsingen musste. 1932 erschien eine Komödie des amerikanischen Regisseurs [[Lloyd Bacon]] mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;The Crooner&amp;#039;&amp;#039;, bei dem ein New Yorker Saxophonist eine Karriere als Sänger startet, nachdem man ihn darum bat, mit seiner tiefen Stimme in ein [[Sprachrohr]] zu singen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.davidmanners.com/crooner.html &amp;#039;&amp;#039;The Crooner&amp;#039;&amp;#039; auf der Webseite von David Manners], des Hauptdarstellers in dem Film. Abgerufen am 18. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kulturkritiker der Londoner [[The Times|Times]] beschrieb das Crooning 1936 so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Während sich die Zweisamkeit der Geschlechter über die Jahrtausende nicht ändert, hat das populäre Liebeslied seltsamerweise seinen Ton geändert. Das alte Liebeslied war selbstbewusst und stark, selbst, wenn es höchst zart war; der moderne Crooner umwirbt [die Geliebte dagegen] mit einem Impuls des [[Selbstmitleid]]s.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The Measure of Pleasure.&amp;#039;&amp;#039; The Times vom 14. September 1936. S. 13. The Times Digital Archive&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehungsbedingungen und Charakteristika ==&lt;br /&gt;
Die Möglichkeit der Verstärkung via Mikrofon veränderte die gesangstechnischen Anforderungen an die Sänger der 1920er Jahre grundlegend. Die am klassischen Gesang orientierten Bühnenstimmen der [[Belting (Gesangstechnik)|Belters]] waren zu laut für das neue Medium. Als ideal für das Mikrofon erwies sich dagegen eine Gesangsstimme, die in einem unangestrengten, freundlichen Gesprächstonfall daherkam, „an everyday, casual, off-the-street and into-your-living-room voice“.&amp;lt;ref&amp;gt;Pitts, Michael und Frank Hoffmann: The Rise of the Crooners. Lanham (u.&amp;amp;nbsp;a.): Scarecrow Press 2002. S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der zurückhaltende, teils kraftlos wirkende stimmliche Umgang mit Rhythmen und Tönen stellt das prägnanteste Merkmal des Croonings dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Goldstein&amp;quot; /&amp;gt; So zeichnen sich die Songs der Crooner durch einen geringen Tonumfang, gleitende Tonfolgen und geringe dynamische Schwankungen aus. Ein weiteres Merkmal ist das Singen auf Konsonanten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Pitts, Michael und Frank Hoffmann: The Rise of the Crooners. Lanham (u.&amp;amp;nbsp;a.): Scarecrow Press 2002. S. 28.; Bielefeldt, Christian: Stimme im Jazz–Age. In: Musik und Ästhetik 51 (2009). S. 41–53. S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich einige Sänger der Anpassung an die neuen technischen Gegebenheiten verweigerten, verhalf das Mikrofon anderen, zuvor durchschnittlich erfolgreichen Beltern wie [[Frank Crumit]] und [[Gene Austin]] zum Durchbruch. Wieder anderen, genannt sei hier [[Whispering Jack Smith|„Whispering“ Jack Smith]], gelang erst durch die Möglichkeit der Verstärkung der Einstieg in das Gesangsgeschäft. Mit zunehmender Bekanntheit veränderte sich auch der Charakter der gecroonten Songs. So repräsentierten „Whispering“ Jack Smith, Art Gillham und „Little“ Jack Little als Crooning-Pioniere noch eine recht eigenwillige, von komischen Elementen getragene Spielart, wohingegen [[Rudy Vallée]] dem Crooning Sex-Appeal verlieh. Im Anklang an seinen großen Erfolg beim weiblichen Publikum gilt er als der erste „Swooner-Crooner“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bing Crosby]] machte das Crooning schließlich für breite Publikumsschichten zugänglich. An die Stelle des gefühlsbetonten, zuweilen melodramatischen Sounds der Swooner-Crooner traten beschwingte Songs mit [[Easy Listening|Easy-Listening-Charakter]]. Crosbys tiefes [[Timbre]], sein Arbeiterhintergrund und die Männlichkeit, die er ausstrahlte, sorgten dafür, dass sich auch männliche Hörer mit seiner Musik identifizieren konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Pitts, Michael und Frank Hoffmann: The Rise of the Crooners. Lanham (u.&amp;amp;nbsp;a.): Scarecrow Press 2002. S. 21, S. 28 ff., S. 35 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitgenössische Rezeption ==&lt;br /&gt;
Während die Crooner vom Publikum – insbesondere vom weiblichen Hörerkreis – großen Zuspruch erhielten, blieb die Presse angesichts der zu schwach und insgesamt irritierend untrainiert wirkenden Crooning-Stimmen kritisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bielefeldt, Christian: Stimme im Jazz–Age. In: Musik und Ästhetik 51 (2009). S. 41–53. S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sogar in seiner Glanzzeit blieb das Crooning mit einigen negativen [[Konnotation]]en behaftet. So wurde die Gesangstechnik von Kritikern als unmännlich, jaulend oder exzessiv sentimental empfunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Goldstein&amp;quot; /&amp;gt; Der Sound des Croonings wurde wegen der Notwendigkeit  der elektrischen Verstärkung mitunter als unnatürlich und unaufrichtig empfunden. Technische „Unehrlichkeit“ war in diesem Zusammenhang für die Kritiker gleichbedeutend mit emotionaler Unehrlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Frith, Simon: Art vs technology: The strange Case of popular music. In: Popular Music (II). London u.&amp;amp;nbsp;a.: Routledge 2006. S. 107–122. S. 108f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz negativer Medienresonanz waren Crooning-Songs in den Vereinigten Staaten bis Mitte der 1950er Jahre die dominierende Form der Unterhaltungsmusik.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Pitts, Michael und Frank Hoffmann: The Rise of the Crooners. Lanham (u.&amp;amp;nbsp;a.): Scarecrow Press 2002. S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Retrospektive wird dem Crooning vor allem im Hinblick auf die Veränderung des Verhältnisses zwischen Interpret und Hörer Bedeutung beigemessen. So wird der Stil als die erste „intime“ Gesangsform der populären Musik identifiziert. Während die anderen bis dato vorherrschenden Stile für den Hörkonsum im öffentlichen Raum konzipiert waren, brachte der [[Hörfunk]] die Stimmen der Crooner in den privaten Raum der Hörer. Crooning erzeugte den Eindruck einer direkten Kommunikation zwischen dem Sänger und dem einzelnen Hörer. Die Möglichkeit der massenmedialen Verbreitung via Hörfunk sorgte zudem dafür, dass die frühen Crooner zu den ersten nationalen Superstars der Popmusik wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Taylor, Timothy D.: Music and the Rise of Radio in Twenties America. Technological Imperialism, Socialization and the Transformation of Intimacy. In: Wired for Sound. Engineering and technologies in sonic cultures. Hrsg. von Paul D. Greene und Thomas Porcello. Middleton Connecticut: Wesleyan Press 2005. S. 245–268. S. 260.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der frühe Crooning-Stil ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Vallee, Rudy.jpg|mini|Rudy Vallée]]&lt;br /&gt;
Das Crooning der 1920er Jahre fand seine unbestrittenen [[Star (Person)|Stars]] in der Troika von [[Al Jolson]], [[Rudy Vallée]] und [[Bing Crosby]]. Gerade bei Letzterem sollte man bedenken, dass Crosbys Stil der damaligen Zeit so gut wie nichts mit der Klanglichkeit seiner späteren Karriere zu tun hat. Dass der Sänger von &amp;#039;&amp;#039;[[White Christmas]]&amp;#039;&amp;#039; dieselbe Person sein sollte wie derjenige, der Songs der [[Tin Pan Alley]] in ihren ursprünglichen, für moderne Ohren sehr sentimentalen Versionen popularisierte, ist schwer nachvollziehbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jolson, Vallee und Crosby dominierten die [[Popmusik]] im weißen Amerika des Jazz Age so vollständig, dass über dieses Phänomen sogar parodistische Songs geschrieben wurden. Dass diese Musik nur im oberflächlichsten Sinne [[Jazz]]-Elemente enthielt, war dem breiten Publikum kaum bewusst – bekanntlich verkörperte Jolson 1927 im ersten bedeutenderen [[Tonfilm]] einen &amp;#039;&amp;#039;Jazz Singer&amp;#039;&amp;#039;, obgleich seine stilistische Heimat eindeutig im [[Musical]]- und [[Vaudeville]]-Bereich lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Europa fand der Stil seine Nachahmer. Im Deutschland der Zwischenkriegszeit übernahmen die meisten [[Schlager]]sänger in Ansätzen diese Ästhetik; bekannte Exponenten sind [[Harry Frommermann]] von den [[Comedian Harmonists]], [[Willy Fritsch]] oder [[Rudi Schuricke]]. Ansatzweise ist heute auch [[Max Raabe]] dieser Tradition zuzurechnen, obwohl er den Stil teilweise satirisch überzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die &amp;#039;&amp;#039;Falsetto Craze&amp;#039;&amp;#039; der 1930er Jahre ===&lt;br /&gt;
Aufgrund des kommerziellen Erfolgs dieses Stils beim weißen Publikum übernahmen auch schwarze Musiker, die dem Jazz wesentlich enger verbunden waren, das Crooning, was man sogar in einigen Aufnahmen von [[Louis Armstrong]] aus dieser Zeit hören kann (z.&amp;amp;nbsp;B. im Vokal-[[Refrain]] des durch sein Trompetensolo berühmten &amp;#039;&amp;#039;West End Blues&amp;#039;&amp;#039;). Schwarze Sänger waren es auch, die die „Tenorlastigkeit“ des Stils noch übersteigerten und dadurch in den frühen 1930er Jahren eine kurzfristige Mode der [[Falsett]]-Stimmen auslösten. In der [[Big Band]] von [[Jimmie Lunceford]] übernahm z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Saxophon]]ist [[Dan Grissom]] diese Gesangsparts; auch in [[Andy Kirk]]s &amp;#039;&amp;#039;Twelve Clouds Of Joy&amp;#039;&amp;#039; gab es zahlreiche Vokal-[[Arrangement]]s in dieser Machart. Inwieweit solchen Interpretationen eine [[Parodie|parodistische]] Motivation zugrunde liegt&amp;amp;nbsp;– was man beim Hören der Aufnahmen mit einigen Jahrzehnten Abstand durchaus vermuten könnte&amp;amp;nbsp;–, ist kaum mehr nachprüfbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stilwandel durch Frank Sinatra ===&lt;br /&gt;
Das Crooning im modernen Sinne ist untrennbar verbunden mit dem Namen Frank Sinatras. Er wurde 1940 der &amp;#039;&amp;#039;Boy Singer&amp;#039;&amp;#039; des [[Tommy Dorsey|Tommy-Dorsey]]-Orchesters und revolutionierte mit seiner [[Bariton (Stimmlage)|Bariton]]-Stimme die Ästhetik des männlichen Gesangs in der Popularmusik. Sinatras neues Crooning  wirkte auch dadurch so aufreizend auf sein junges weißes Publikum, weil er in relativ starkem Maße jazzmäßig phrasierte und artikulierte. In der Folge passte sogar Bing Crosby, der ursprünglich Sinatras Idol gewesen war, seinen Gesang an das neue Stimmideal an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lauf der vierziger und fünfziger Jahre verfeinerte Sinatra seinen Stil zu einer Mischung jazziger Elemente und gewisser Zugeständnisse an den jeweiligen Zeitgeschmack, mit dem er weltberühmt wurde. Erst mit dem Aufkommen des [[Rock ’n’ Roll]] relativierte sich Sinatras Dominanz unter den männlichen Sängern; dennoch blieb der von ihm geprägte Sound bis heute eine wichtige Inspiration für viele populäre Sänger, darunter z.&amp;amp;nbsp;B. [[Dean Martin]], [[Sammy Davis Jr.]], [[Tony Bennett]] und [[Bobby Darin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem gewissen Ausmaß wirkte Sinatras Erfolg auch wieder zurück in den engeren Bereich des Jazz, wo Sänger wie [[Billy Eckstine]] oder [[Johnny Hartman]] Elemente der Stilistik ihres weißen Kollegen übernahmen. Der Saxophonist [[Lester Young]] bezeichnete Sinatra in den späteren Jahren seiner Karriere als seinen wichtigsten künstlerischen Einfluss, von [[Miles Davis]] sind ähnliche Aussagen überliefert. Hieran mag wiederum bemerkenswert sein, dass Young von [[Marvin Gaye]] als entscheidende Inspiration genannt wird, als er seinem [[Soul]]-Gesang eine stark vom Crooning geprägte Färbung zu geben begann.&amp;lt;ref&amp;gt;Klappentext zu &amp;#039;&amp;#039;What&amp;#039;s Going On&amp;#039;&amp;#039;, 1970/71&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elemente des älteren und des modernen Crooning finden sich bei etlichen, stilistisch recht verschiedenen Sängern, denen gemeinsam ist, dass sie über eine weniger „volltönende“, technisch etwas unausgebildete Tenorstimme verfügen und sie über den Umweg über ihr Hauptinstrument zum Gesang kamen, z.&amp;amp;nbsp;B. dem (weißen) Jazz-[[Trompete]]r [[Chet Baker]], seinem (schwarzen) [[Klavier|Pianistenkollegen]] [[Nat King Cole|Nat „King“ Cole]] oder dem [[Brasilien|brasilianischen]] [[Gitarre|Gitarristen]] [[João Gilberto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des neuen Jahrtausends wird der Stil von Künstlern wie [[Louie Austen]], [[Harry Connick]], [[Michael Bublé]], [[Tom Gaebel]], [[Juliano Rossi]], [[Jamie Cullum]] und [[Mario Biondi (Sänger)|Mario Biondi]] gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Literatur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Christian Bielefeldt: &amp;#039;&amp;#039;Stimme im Jazz–Age&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Musik und Ästhetik.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 51, 2009, S. 41–53.&lt;br /&gt;
* Will Friedwald: &amp;#039;&amp;#039;Swinging Voices of America. Ein Kompendium großer Stimmen&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Amerikanischen von Klaus Scheuer. Hannibal Verlag, St. Andrä-Wördern 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Englische Literatur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Steven Banfield: &amp;#039;&amp;#039;Stage and screen entertainers in the twentieth century.&amp;#039;&amp;#039; In: John Potter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Cambridge Companion to Singing.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge Univ. Press, Cambridge 2000, S. 63–82.&lt;br /&gt;
* Peter Gammon: &amp;#039;&amp;#039;The Oxford companion to popular music.&amp;#039;&amp;#039; 1991.&lt;br /&gt;
* Michael Pitts und Frank Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;The Rise of the Crooners&amp;#039;&amp;#039;. Lanham (u.&amp;amp;nbsp;a.): Scarecrow Press 2002.&lt;br /&gt;
* Timothy D. Taylor: &amp;#039;&amp;#039;Music and the Rise of Radio in Twenties America. Technological Imperialism, Socialization and the Transformation of Intimacy.&amp;#039;&amp;#039; In: Paul D. Greene, Thomas Porcello (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wired for Sound. Engineering and technologies in sonic cultures.&amp;#039;&amp;#039; Wesleyan Press, Middleton Connecticut 2005, S. 245–268.&lt;br /&gt;
* [[Scott Yanow]]: &amp;#039;&amp;#039;Swing. Great musicians, influential Groups.&amp;#039;&amp;#039; San Francisco 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesangstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Marcus Cyron</name></author>
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