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	<title>Crepuscolarismo - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Crepuscolarismo&amp;diff=1015495&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-61452-9: /* Themen der Dichtung */ Linktext</title>
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		<updated>2025-09-15T09:04:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Themen der Dichtung: &lt;/span&gt; Linktext&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Crepuscolarismo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Literatur|literarische]] [[Strömung (Literatur)|Strömung]], die in [[Italien]] zu Beginn des [[20. Jahrhundert]]s entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft des Begriffs ==&lt;br /&gt;
Unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Poesia crepuscolare&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Dämmerdichtung&amp;#039;&amp;#039;) erschien am [[1. September]] [[1910]] in der [[Turin]]er Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[La Stampa]]&amp;#039;&amp;#039; eine [[Rezension]] des Kritikers [[Giuseppe Antonio Borgese]] zu [[Gedicht]]en von [[Marino Moretti]], [[Fausto Maria Martini]] und [[Carlo Chiaves]].&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Borgese, G. A.: „Poesia crepuscolare“ In: &amp;#039;&amp;#039;La Stampa&amp;#039;&amp;#039; (1. September 1910)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die hierin erstmals zur Kennzeichnung einer Literaturströmung verwandte [[Metapher]] der [[Dämmerung]] (italienisch: &amp;#039;&amp;#039;crepuscolo&amp;#039;&amp;#039;) spielte dabei auf den Zustand des Erlöschens an, d.&amp;amp;nbsp;h. auf einen zarten, gedämpften Tonfall, der in den besprochenen Gedichten überwog – Borgese hielt den genannten &amp;#039;&amp;#039;Dämmerungsdichtern&amp;#039;&amp;#039; vor, sie brächten außer einer vagen [[Melancholie]] keine besonderen Gefühle zum Ausdruck und hätten im Grunde gar nichts zu sagen. In der Folge ging der Begriff &amp;#039;&amp;#039;crepuscolare&amp;#039;&amp;#039; in die [[Literaturkritik]] und [[Literaturgeschichte]] ein, um eine Gruppe junger [[Lyrik]]er zu bezeichnen, die zwar keine programmatische [[Dichterschule|Schule]] bildeten, in ihrer stilistischen und thematischen Ausrichtung aber stark übereinstimmten und vor allem eines gemeinsam hatten, nämlich ihre strikte Weigerung, die schwülstigen Formen der [[Heldendichtung|heroisch]]en und erhabenen Dichtung des [[Fin de siècle]] zu übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue dichterische Versuche ==&lt;br /&gt;
In denselben Jahren, als sich auf der Grundlage von [[Vitalismus]] und [[Individualismus]] ein aufständischer [[Zeitgeist]] entwickelte, der dazu neigte, im [[Schriftsteller]] und [[Intellektueller|Intellektuellen]] den Hauptakteur der Zeitläufte und [[Vorstellung|visionären]] Schöpfer der Zukunft zu sehen, unternahmen die &amp;#039;&amp;#039;Crepuscolari&amp;#039;&amp;#039; den gegenläufigen Versuch, die Rolle des Dichters abzuwerten und sein Werk nur als ein Teil in den größeren, [[kollektiv]]en Entwürfen der Gesellschaft zu begreifen. Ihre dichterischen Versuche gingen von einer völligen Ablehnung des überkommenen Selbstverständnisses aus, nach dem das Schreiben – wie größtenteils bei den Zeitgenossen [[Giosuè Carducci]], [[Gabriele D’Annunzio]] und [[Giovanni Pascoli]] – auch und vor allem ein [[sozial]]es, [[bürgerlich]]es und [[politisch]]es Engagement bedeutete. Stattdessen griffen sie den eher unbedeutenden [[Realismus (Literatur)|Realismus]] von [[Vittorio Betteloni]], [[Lorenzo Stecchetti]] u.&amp;amp;nbsp;a. neu auf und orientierten sich am frühen Pascoli der &amp;#039;&amp;#039;[[Myricae]]&amp;#039;&amp;#039; (1891) sowie an D’Annunzios &amp;#039;&amp;#039;[[Poema paradisiaco]]&amp;#039;&amp;#039; (1893). Gleichzeitig machte sich in ihrer direkten, schmucklosen Sprache und ihrem Interesse an den einfachen Dingen des [[Alltag]]s der Einfluss von [[Paul Verlaine]] und einiger anderer [[Frankreich|französischer]] und [[Belgien|belgischer]] Dichter des [[Symbolismus (Literatur)|Symbolismus]] bemerkbar ([[Jules Laforgue]], [[Albert Samain]], [[Francis Jammes]], [[Georges Rodenbach]] und [[Maurice Maeterlinck]]). Dabei waren sie sich der Abgegriffenheit ihrer klassischen Vorbilder durchaus bewusst, denen sie gleichwohl treu blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Suche nach der Alltäglichkeit ==&lt;br /&gt;
Jedwede Projektion in die [[Zukunft]] wurde von den &amp;#039;&amp;#039;Crepuscolari&amp;#039;&amp;#039; mit Absicht vermieden, wodurch sie sich u.&amp;amp;nbsp;a. von der in ihrer Nachfolge stehenden Strömung des [[Futurismus]] unterscheiden. Anstatt die [[Abstraktum|abstrakten]] Kräfte der Welt zu verherrlichen, erhoben sie das konkrete Alltagsleben in seinen schlichtesten und banalsten Aspekten zum Gegenstand ihrer [[Dichtung]], bar jeglicher [[Verzierung|Zierden]] und gewichtiger [[Tradition]]en.&lt;br /&gt;
In dem [[Melancholie|melancholischen]] Bedürfnis, ihr [[subjektiv]]es [[Leid]] zu bekennen und den verloren gegangenen [[kultur]]ellen [[Wert (Philosophie)|Wert]]en nachzutrauern, kamen die Vertreter sowohl der [[Turin]]er Gruppe um [[Guido Gozzano]] als auch ihres [[Rom|römischen]] Pendants um [[Sergio Corazzini]] überein. Ihre nie enden wollende Unzufriedenheit äußerte sich nicht in [[Aufruhr]], sondern in der Suche nach den stillen Winkeln der Welt, den bekannten Zufluchtsorten der [[Seele]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Themen der Dichtung ==&lt;br /&gt;
Als einer der ersten Vertreter der Strömung und Mitwirkender in der römischen Gruppe zählt [[Corrado Govoni]] 1904 in einem Brief an seinen Freund [[Gian Pietro Lucini]] die wichtigsten Themen des &amp;#039;&amp;#039;Crepuscolarismo&amp;#039;&amp;#039; exemplarisch auf: „die [[traurig]]en Dinge, die [[Wandermusik]], von den Alten in Gaststätten gesungene [[Liebeslied]]er, die [[Gebet]]e von [[Ordensschwester]]n, malerisch zerlumpte, kranke [[Bettler]], [[Rekonvaleszent]]en, melancholische, abschiedsreiche [[Herbst]]e, die nahezu bangen [[Frühling]]e im [[Internat]], [[magnetisch]]e Felder, [[Kirchengebäude|Kirche]]n, in denen die [[Kerze]]n ungerührt weinen, sich entblätternde [[Rosen]] in den kleinen [[Altar]]nischen der verwaisten [[Straße]]n, auf denen das [[Gras]] wächst…“&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert in {{Webarchiv | url=http://studi-italiani.fltr.ucl.ac.be/etudes/notes/exercices/explication/quarta/primonove.htm | wayback=20030924084724 | text=&amp;#039;&amp;#039;Crepuscolari&amp;#039;&amp;#039;}}: „Le cose tristi, la musica girovaga, i canti d&amp;#039;amore cantati dai vecchi nelle osterie, le preghiere delle suore, i mendicanti pittorescamente stracciati e malati, i convalescenti, gli autunni melanconici pieni di addii, le primavere nei collegi quasi timorose, le campagne magnetiche, le chiese dove piangono indifferentemente i ceri, le rose che si sfogliano su gli altarini nei canti delle vie deserte in cui cresce l&amp;#039;erba…“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Sprache der &amp;#039;&amp;#039;Crepuscolari&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
Diesen [[desillusion]]ierenden Inhalten entsprach auch die sprachliche Gestalt der sogenannten „Dämmerdichtung“, denn die &amp;#039;&amp;#039;Crepuscolari&amp;#039;&amp;#039; tendierten dazu, ihre Lyrik zur [[Prosa]] zu verkürzen: Sie bildeten [[Vers]]e, die zwar einen poetischen [[Verslehre|Rhythmus]] wahrten, doch mit der herkömmlichen [[Verslehre|Metrik]] brachen und daher eher der ungebundenen Rede zuzuordnen sind. Ihr Verlangen nach einer nüchternen, prosaischen Sprache ohne irgendwelche [[höfisch]]en oder [[Klassizismus|klassizistischen]] Formen hatte nicht zuletzt zur Folge, dass sich der &amp;#039;&amp;#039;[[verso libero]]&amp;#039;&amp;#039; voll und ganz behaupten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertreter ==&lt;br /&gt;
* [[Sandro Camasio]] (1884–1913)&lt;br /&gt;
* [[Carlo Chiaves]] (1883–1919)&lt;br /&gt;
* [[Guelfo Civinini]] (1873–1954)&lt;br /&gt;
* [[Sergio Corazzini]] (1886–1907)&lt;br /&gt;
* [[Corrado Govoni]] (1884–1965), nach 1910 Futurist&lt;br /&gt;
* [[Guido Gozzano]] (1883–1916)&lt;br /&gt;
* [[Gian Pietro Lucini]] (1867–1914)&lt;br /&gt;
* [[Fausto Maria Martini]] (1886–1931)&lt;br /&gt;
* [[Marino Moretti]] (1885–1979)&lt;br /&gt;
* [[Nino Oxilia]] (1889–1917)&lt;br /&gt;
* [[Aldo Palazzeschi]] (1885–1974), nach 1910 Futurist&lt;br /&gt;
* [[Carlo Vallini]] (1885–1920)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sanguineti, Edoardo: &amp;#039;&amp;#039;Tra liberty e crepuscolarismo&amp;#039;&amp;#039;. 1961&lt;br /&gt;
* Livi, François: &amp;#039;&amp;#039;Tra crepuscolarismo e futurismo. Govoni e Palazzeschi&amp;#039;&amp;#039;. Mailand: Istituto propaganda libraria, 1980&lt;br /&gt;
* Marinari, Dora: &amp;#039;&amp;#039;Gozzano e i poeti «crepuscolari»&amp;#039;&amp;#039;. Rom: Bonacci, 1985&lt;br /&gt;
* Livi, François: &amp;#039;&amp;#039;La parola crepuscolare. Corazzini, Gozzano, Moretti&amp;#039;&amp;#039;. Mailand: Istituto propaganda libraria, 1986&lt;br /&gt;
* Quatela, Antonio: &amp;#039;&amp;#039;Invito a conoscere il crepuscolarismo&amp;#039;&amp;#039;. Mailand: Mursia, 1988&lt;br /&gt;
* Savoca, Giuseppe / Tropea, Mario: &amp;#039;&amp;#039;Pascoli, Gozzano e i crepuscolari&amp;#039;&amp;#039;. Rom: Laterza, 1988&lt;br /&gt;
* Grisi, Francesco: &amp;#039;&amp;#039;I crepuscolari. Da Gozzano a Palazzeschi, da Govoni a Oxilia, da Corazzini a Moretti&amp;#039;&amp;#039;. Rom: Newton Compton, 1990&lt;br /&gt;
* Aymone, Renato: &amp;#039;&amp;#039;Circostanze crepuscolari&amp;#039;&amp;#039;. Neapel: Edizioni Scientifiche Italiane, 1991&lt;br /&gt;
* Villa, Angela Ida: &amp;#039;&amp;#039;Neoidealismo e rinascenza latina tra Otto e Novecento. La cerchia di Sergio Corazzini. Poeti dimenticati e riviste del Crepuscolarismo romano (1903-1907)&amp;#039;&amp;#039;. Mailand: LED, 1999&lt;br /&gt;
* Fantasia, Rita: &amp;#039;&amp;#039;Poesia e rivoluzione. Simbolismo, crepuscolarismo, futurismo&amp;#039;&amp;#039;. Mailand: Angeli, 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.lannaronca.it/arte%20decadentismo/Crepuscolarismo.htm lannaronca.it] (italienisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturgeschichte|Crepuscolarismo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Italienisch)|Crepuscolarismo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)|Crepuscolarismo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik|Crepuscolarismo]]&lt;/div&gt;</summary>
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