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	<title>Credneria - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Credneria&amp;diff=2496594&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Verlinkung</title>
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		<updated>2025-11-11T21:10:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Modus            = Paläobox&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Credneria&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Jonathan Karl Zenker|Zenker]], 1833&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Platanengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Platanaceae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Silberbaumartige&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Proteales&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Eudikotyledonen&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Bedecktsamer&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Magnoliopsida&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Samenpflanzen&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Spermatophytina&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Unterabteilung&lt;br /&gt;
| Bild             = Credneria triacuminata.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Abdruck (Geologie)|Abdruck]] eines Blattes von &amp;#039;&amp;#039;Credneria triacuminata&amp;#039;&amp;#039; aus Blankenburg im [[Botanischer Garten Dresden|Botanischen Garten Dresden]]&lt;br /&gt;
| ErdzeitalterVon   = [[Oberkreide]]&lt;br /&gt;
| ErdzeitalterBis   = &lt;br /&gt;
| MioVon            = {{Erdzeitalter/Beginn|fmt=1|Santonium}}&lt;br /&gt;
| MioBis        = &lt;br /&gt;
| Fundorte          = &lt;br /&gt;
* [[Europa]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Credneria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[fossil]]e Formgattung der [[Laubblatt|Laubblätter]] von [[Platanengewächse]]n aus der [[Oberkreide]] Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Formell [[Erstbeschreibung|erstbeschrieben]] wurden diese Blätter von [[Jonathan Karl Zenker|Jonathan Carl Zenker]] im Jahr 1833, der ihnen auch ihren Namen gab. Die entsprechenden „[[Fossilien|Petrefacten]]“ waren aber schon vorher bekannt. Der Name der Gattung ehrt den deutschen [[Theologe]]n [[Karl August Credner]]&amp;lt;ref&amp;gt;Zenker (1833), [https://archive.org/stream/beitrgezurnatur00zenkgoog#page/n29/mode/1up S.&amp;amp;nbsp;16] (archive.org)&amp;lt;/ref&amp;gt; (1797–1857), den Bruder des [[Geologen]] [[Heinrich Credner]], der Zenker mehrere solcher Exemplare zur Untersuchung überlassen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale und Arten ==&lt;br /&gt;
Zenker beschrieb die Blätter als gestielt mit im Umriss verkehrteiförmiger (obovater) Spreite mit einer charakteristischen Blattaderung; nach moderner Nomenklatur sind die Blattspreiten fiedernervig aktinodrom (strahlenläufig), mit drei an der Basis der Spreite von einem Punkt verzweigenden Primärnerven bzw. nach anderer Interpretation das erste Paar Seitennerven stärker entwickelt als die übrigen und in der Erscheinung den Primärnerven ähnlich. Von diesen gingen im Winkel von etwa 45 bis 75 Grad untereinander ähnliche gerade Seitennerven ab. Die Spreiten konnten am Rand drüsig gezähnt sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tschan&amp;quot;&amp;gt;Georg F. Tschan, Thomas Denk, Maria von Balthazar (2008): Credneria and Platanus (Platanaceae) from the Late Cretaceous (Santonian) of Quedlinburg, Germany. Review of Palaeobotany and Palynology 152: 211–236. [[doi:10.1016/j.revpalbo.2008.05.004]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Spreiten war entweder ganzrandig oder, wie bei der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Platanus&amp;#039;&amp;#039;, handförmig gelappt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nachdem, ob der Rand der Blattspreite ungeteilt bzw. eingeschnitten (gelappt) war, dann nach der Zahl der Unterteilungen und der Zähnung des Spreitenrands unterschied Zenker vier Arten. Diese wurden später in einer Neubearbeitung durch den Quedlinburger Botaniker Paul Boguslav Richter zu Varietäten einer Art zurückgestuft, die er &amp;#039;&amp;#039;Credneria zenkeri&amp;#039;&amp;#039; nannte. Zusätzlich berücksichtigte Richter aber noch acht Arten, teilweise noch mit mehreren Varietäten&amp;lt;ref&amp;gt;Paul B. Richter: Beiträge zur Flora der oberen Kreide Quedlinburgs und seiner Umgebung. Teil I: Die Gattung Credneria und einige seltenere Pflanzenreste. Verlag von Wilhelm Engelmann, Leipzig 1905. 18 Seiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei er auf der Bearbeitung durch den Apotheker und Botaniker [[Ernst Hampe]] (in [[August Wilhelm Stiehler]]s &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Kenntniss der vorweltlichen Flora des Kreidegebirges im Harze&amp;#039;&amp;#039;) aufbaute.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stiehler&amp;quot;&amp;gt;A.W: Stiehler (1857): Beiträge zur Kenntniss der vorweltlichen Flora des Kreidegebirges im Harze. 3. Teil Ueber die fossile Pflanzengattung Credneria Zenker von Blankenburg und die Nothwendigkeit, davon die dazu gebrachten Pflanzenreste von andern Fundorten zu trennen und sie in einer neuen Gattung Ettingshausenia mihi zu vereinigen. Palaeontographica 5: 57–69.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Neubearbeitung durch Georg Florian Tschan und Kollegen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tschan&amp;quot; /&amp;gt; sind die zur Artdiagnose verwendeten Merkmale bei den [[rezent]]en &amp;#039;&amp;#039;Platanus&amp;#039;&amp;#039;-Arten innerhalb der Art so variabel, dass sie auch bei den fossilen Formen wohl keine Trennung zuließen. Dementsprechend [[Synonym (Taxonomie)|synonymisieren]] sie die von Zenker, Hampe und Richter beschriebenen Arten in einer weit gefassten und variablen Art &amp;#039;&amp;#039;Credneria denticulata&amp;#039;&amp;#039; Zenker emend. Tschan, Denk and von Balthazar, von ihnen gleichzeitig zur [[Typusart]] der Gattung bestimmt. &amp;#039;&amp;#039;Credneria&amp;#039;&amp;#039; sensu Tschan et al. unterscheidet sich von &amp;#039;&amp;#039;Platanus&amp;#039;&amp;#039;, die in den Quedlinburger Fossillagerstätten durch die Arten &amp;#039;&amp;#039;Platanus intermedia&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Platanus quedlinburgensis&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls vertreten ist, durch die verkehrteiförmige (nie eiförmige) Blattspreite und die niemals palmate Blattnervatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fundorte ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Credneria&amp;#039;&amp;#039; im Sinne von Tschan et al. ist beschränkt auf das [[Santonium]] und eventuell das frühe [[Campanium]] (Oberkreide). Die Typuslokalität ist [[Blankenburg (Harz)]], weitere Funde stammen aus der Umgebung Quedlinburgs, etwa aus [[Westerhausen (Thale)|Westerhausen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tschan&amp;quot; /&amp;gt; Besonders bekannt sind Fundorte an der [[Teufelsmauer (Harz)|Teufelsmauer]], einem langgestreckten [[Klippe]]nzug vor dem Nordrand des Harzes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pott&amp;quot; /&amp;gt; Dort wurden und werden noch immer viele Abdrücke kreidezeitlicher Blätter gefunden. Sichere Funde abseits davon stammen aus dem Rheinland, aus der Grenzregion Deutschlands, Belgiens und der Niederlande, so etwa aus der Aachen-Formation.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut &amp;amp; Marlies Knoll (2012): Raritäten: Laubblätter aus der Aachener Oberkreide. Fossilien 4/12: 246-249.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stücke, beschrieben als &amp;#039;&amp;#039;Credneria triacuminata&amp;#039;&amp;#039; ([[Santonium]]), befinden sich heute etwa in der Geologisch-Paläontologischen Sammlungen der [[Universität Münster]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pott&amp;quot;&amp;gt;Richard Pott: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Geobotanik. Biogeosysteme und Biodiversität.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 2005, ISBN 3-540-23058-0, [https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=ELkjBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA76&amp;amp;dq=credneria S.&amp;amp;nbsp;76&amp;amp;nbsp;f.] (Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gattung zugeordnete Funde wurden auch in anderen Regionen beschrieben. Funde aus dem nördlichen [[Tschechien]] (Březno Formation), unter anderem beschrieben als &amp;#039;&amp;#039;Credneria bohemica&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Credneria superstes&amp;#039;&amp;#039;, wurden teilweise auch in die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Platanus&amp;#039;&amp;#039; gestellt. Später wurde für sie die von Stiehler beschriebene&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stiehler&amp;quot; /&amp;gt; Morphogattung &amp;#039;&amp;#039;Ettingshausenia&amp;#039;&amp;#039; reaktiviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam T. Halamski &amp;amp; Jiří Kvaček (2016): The Coniacian leaf flora from the northeastern part of the Bohemian Cretaceous Basin. Bulletin of Geosciences 91(2): 297–318.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jiří Kvaček &amp;amp; Zuzana Váchová (2006): Revision of platanoid foliage from the Cretaceous of the Czech Republic. Časopis Národního muzea, Řada přírodovědná 175 (3–4): 77–89.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demgemäß kommt &amp;#039;&amp;#039;Credneria&amp;#039;&amp;#039; vermutlich nicht in Tschechien vor. Ähnliche Funde aus Sibirien (und Nordamerika) wurden in eine Gattung &amp;#039;&amp;#039;Pseudoprotophyllum&amp;#039;&amp;#039; gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;L.B. Golovneva (2009): The Morphology, Taxonomy, and Occurrence of the Genus Pseudoprotophyllum Hollick (Platanaceae) in Late Cretaceous Floras of Northern Asia. Paleontological Journal 43 (10): 1230–1244.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Obwohl ausschließlich vegetative Funde von Laubblättern vorliegen, wird &amp;#039;&amp;#039;Credneria&amp;#039;&amp;#039; meist, wegen der Ähnlichkeit der Blattgestalt zur rezenten &amp;#039;&amp;#039;Platanus&amp;#039;&amp;#039;, in die Familie [[Platanaceae]] gestellt. Diese war in der Kreide weitaus artenreicher und vielgestaltiger als heute, mit zahlreichen an der Blattform unterscheidbaren Gattungen&amp;lt;ref&amp;gt;Else Marie Friis, Peter R. Crane, Kaj Raunsgaard Pedersen: Early Flowers and Angiosperm Evolution. Cambridge University Press, 2011. ISBN 978-0-521-59283-3, Chapter 12.6.2 Platanaceae.&amp;lt;/ref&amp;gt;, während rezent nur noch die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Platanen|Platanus]]&amp;#039;&amp;#039; existiert. Ihr Auftauchen im [[Fossilbericht]] zeigt das Anwachsen von Zahl und Vielfalt bei den in der Kreidezeit aufstrebenden [[Angiospermen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Credneria&amp;#039;&amp;#039; repräsentierte lange Zeit den geologisch ältesten fossilen bedecktsamigen [[Laubbaum]] Deutschlands.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pott&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beachtsam ist, dass man Crednerien in [[Landkreis Blankenburg|Blankenburg]] meist einzeln im sonst fossilfreien [[Sandstein]] findet. Zudem sind die Blätter des Steinbruches Blankenburg meistens am Rand oder zur Gänze tütenähnlich eingerollt. Dadurch entstand die Annahme, dass sie durch Austrocknung verkrümmt wurden und so in Sanddünen eingebettet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pott&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jonathan Carl Zenker: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Naturgeschichte der Urwelt. Organische Reste (Petrefacten) aus der Altenburger Braunkohlen-Formation, dem Blankenburger Quadersandstein, jenaischen bunten Sandstein und böhmischen Übergangsgebirge.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich Mauke, Jena 1833, [https://archive.org/stream/beitrgezurnatur00zenkgoog#page/n28/mode/1up S.&amp;amp;nbsp;15–22] (archive.org).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://paleobiodb.org/classic/basicTaxonInfo?taxon_no=56052 Credneria]&amp;#039;&amp;#039; in der Paleobiology Database&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bedecktsamer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magnoliopsida]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausgestorbene Pflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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