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	<title>Cranium humanum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T21:32:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cranium_humanum&amp;diff=2655396&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bullenwächter: HC: Ergänze Kategorie:Medizin (Neuere Geschichte)</title>
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		<updated>2025-11-20T12:38:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Medizin_(Neuere_Geschichte)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Medizin (Neuere Geschichte) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Medizin (Neuere Geschichte)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Museum für Sepulkralkultur 040.JPG|miniatur|Apothekerflasche für Cranium Humanum (ca. 17./18. Jh.)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cranium humanum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Lateinische Sprache|lateinisch]] für &amp;#039;&amp;#039;Menschlicher Schädel&amp;#039;&amp;#039;) ist ein aus menschlichen [[Schädel]]n hergestellter [[Arzneistoff]], der über viele Jahrhunderte in der europäischen [[Medizin]] Verwendung fand. Es wurde in zahlreichen [[Arzneibuch|Arzneibüchern]] des 16. bis 18. Jahrhunderts beschrieben und verlor im Zuge der wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Medizin ab dem 18. Jahrhundert vollständig seine Bedeutung als Arzneimittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Bei der Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;cranium humanum&amp;#039;&amp;#039; lag in der [[Medizin des Mittelalters|Medizin des ausgehenden Mittelalters]] und verstärkt in der [[Medizin der Renaissance]] die Ansicht zugrunde, dass Heilkräfte aus der Allmacht der [[Schöpfung]] Gottes aus pflanzlichen, mineralischen und tierischen Wirkstoffen hervorgehen. Dabei wurden dem Menschen als Krönung der Schöpfung innerhalb des Tierreichs&amp;lt;ref&amp;gt;{{&amp;quot;|weil der Mensch von allen Tieren das allervollkommenste ist|[[Christoph Glaser]]|&amp;#039;&amp;#039;Novum Laboratorium medico-chymicum.&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg 1677, S. 339}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und vor allem dem Kopf als vornehmsten Teil des menschlichen Leibes&amp;lt;ref&amp;gt;{{&amp;quot;|Caput, der Kopf, das Haupt der vornehmste Theil an eines Menschenleibe|[[Johann Heinrich Zedler]]|&amp;#039;&amp;#039;Grosses vollständiges Universal Lexicon aller Wissenschaften und Künste&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig, Bd. 5 1733, S. 387 und Bd. 13 1739, S. 100}}&amp;lt;/ref&amp;gt; besondere [[Heilung|Heilkräfte]] zugesprochen. Das dem &amp;#039;&amp;#039;cranium humanum&amp;#039;&amp;#039; zugeschriebene Wirkungsprinzip lag jedoch nicht in seinen [[Chemie|chemischen]] oder [[Physik|physikalischen]] Eigenschaften begründet, sondern vielmehr in [[Unsichtbarkeit|unsichtbaren]], [[Spiritualität|spirituellen]] [[Lebenskraft|Lebenskräften]], die auch noch über den Tod des Menschen hinaus wirken. &amp;#039;&amp;#039;Cranium humanum&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete dabei nicht zwingend Arzneistoffe, die aus dem menschlichen Schädel gewonnen wurden, häufig stand es auch als Synonym für andere [[Knochen]] aus dem menschlichen [[Skelett]], die zu Heilzwecken eingesetzt wurden. Die zur Arzneimittelherstellung benötigten Knochen stammten meist von [[Hinrichtung|hingerichteten]] Personen. Dies nutzten oftmals [[Scharfrichter]] und [[Erhängen|Henker]], um sich durch den Verkauf von Körperteilen ihrer [[Delinquent]]en an Ärzte oder Apotheker einen Nebenverdienst zu sichern. Neben &amp;#039;&amp;#039;cranium humanum&amp;#039;&amp;#039; wurden in historischen Arzneibüchern häufig auch [[Mumia]] und [[Menschenfett]] (&amp;#039;&amp;#039;axungia hominis&amp;#039;&amp;#039;) als Arzneistoffe menschlicher Herkunft aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Cranium humanum&amp;#039;&amp;#039; wurde vor allem bei Erkrankungen eingesetzt, die mit dem damaligen Kenntnisstand nicht erklärbar waren und deren Ursachen schließlich [[Magie|magischen]] oder [[Dämon|dämonischen]] Einflüssen zugeschrieben wurden wie [[Lähmung]]en, [[Schlaganfall|Schlaganfällen]], [[Krampfanfall|Krampfanfällen]], [[Epilepsie]] oder außergewöhnlich starke [[Menstruation|Regelblutungen]]. Im Gegensatz zu vielen als gottgegebene Strafe angesehenen [[Krankheit]]en galt hier der Befall des [[Patient]]en durch böse Mächte als Auslöser, dessen Heilung nur durch die Vertreibung des Bösen und einer Befreiung des Patienten mit Hilfe der Kraft des &amp;#039;&amp;#039;cranium humanum&amp;#039;&amp;#039; möglich war. So nennt das [[Nürnberg]]er Arzneibuch &amp;#039;&amp;#039;Dispensarium magistri Nicolai Praepositi ad aromatarios&amp;#039;&amp;#039; von 1536 &amp;#039;&amp;#039;cranium humanum&amp;#039;&amp;#039; als wirksames Mittel gegen Epilepsie. Der 1620 in [[Mähren]] [[Andreas Glorez]] beschreibt die [[Applikationsform|Applikation]] des Arzneimittels bei starken Regelblutungen: &lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Schabe oder feile ein Quentlein, und laß es in einem Glas voll weißen Wein eine Nacht über kalt einweichen und nimm es des Morgens nüchtern ein, allezeit über den zweiten Tag, so wird im zweiten oder drittenmal der Fluß gestillet seyn.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Andreas Glorez]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Des Mährischen Albertus Magnus, Andreas Glorez, Klostergeistlicher und Naturkundiger, Eröffnetes Wunderbuch von Wassersalben, s. g. zauberischen Krankheiten, Wunderkuren, wie sie die heilige Schrift lehrt [...]&amp;#039;&amp;#039;. Regensburg und Stadtamhof 1700&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor = Sabine Bernscheider-Reif, Timo Gruber | Titel = Cranium humanum – Heilmittel in den Apotheken des Abendlandes | Herausgeber = Alfried Wieczorek, [[Wilfried Rosendahl]] | Sammelwerk = Schädelkult – Kopf und Kultur in der Kulturgeschichte des Menschen | Verlag = Schnell und Steiner | Ort = Regensburg | Jahr = 2011 | ISBN = 978-3-7954-24541 | Seiten = 254 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
Mit der zunehmenden [[Wissenschaft|Verwissenschaftlichung]] der Medizin im 18. Jahrhundert wurden diese Wirkungsprinzipien und die Verwendung menschlicher Arzneistoffe neu bewertet und vielfach der [[Quacksalber]]ei und [[Scharlatan]]erie zugeordnet und verloren fast vollständig an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Totenhand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor = Sabine Bernscheider-Reif, Timo Gruber | Titel = Cranium humanum – Heilmittel in den Apotheken des Abendlandes | Herausgeber = Alfried Wieczorek, Wilfried Rosendahl | Sammelwerk = Schädelkult – Kopf und Kultur in der Kulturgeschichte des Menschen | Verlag = Schnell und Steiner | Ort = Regensburg | Jahr = 2011 | ISBN = 978-3-7954-2455-8 | Seiten = 250-255 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/nid/20004378814 Cranium humanum] In: Lemery, Nicholas: &amp;#039;&amp;#039;Vollständiges Materialien-Lexicon.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig, 1721, S 363. Auf [[Zeno.org]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizingeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharmaziegeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schädel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin (Neuere Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bullenwächter</name></author>
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