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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Cournotscher_Punkt</id>
	<title>Cournotscher Punkt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T11:05:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cournotscher_Punkt&amp;diff=115773&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mathze: /* Zahlenbeispiel */ Notation korrigiert</title>
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		<updated>2025-11-05T20:20:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zahlenbeispiel: &lt;/span&gt; Notation korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cournotsche Punkt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine besonders im deutschsprachigen Raum bekannte Bezeichnung für denjenigen Punkt auf der [[Preis-Absatz-Funktion]] eines [[Monopol]]unternehmens, an dem sich das Unternehmen im [[Gewinnmaximum]] befindet. Im Mengen-Preis-Diagramm erfasst der Punkt also die zwei Koordinaten &amp;#039;&amp;#039;Menge&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Preis&amp;#039;&amp;#039;. Der cournotsche Punkt ist damit salopp gesprochen die Antwort auf die Frage, welche Preis-Mengen-Kombination für einen Monopolisten gewinnmaximal ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Artur Woll: &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039; 12. Auflage. 1996, ISBN 3-8006-2091-X, S. 205.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist das Ergebnis monopolistischer [[Preisbildung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benannt ist dieser Punkt nach dem [[Frankreich|französischen]] [[Wirtschaftswissenschaften|Wirtschaftswissenschaftler]] [[Antoine-Augustin Cournot]] (1801–1877).&amp;lt;ref&amp;gt;Edwin Böventer, Gerhard Illing: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Mikroökonomie.&amp;#039;&amp;#039; 8., vollst. neu bearb. u. erw. Auflage. R. Oldenbourg, 1997, ISBN 3-486-23070-0, S. 300.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch für den cournotschen Punkt ist, dass dieser links vom [[Erlös]]maximum liegt. Mit anderen Worten: im Gewinnmaximum wird eine geringere Menge des Gutes abgesetzt, als dies im Erlösmaximum der Fall wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cournotscher Punkt 2.png|mini|400px|Cournotscher Punkt graphisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechnung des cournotschen Punkts (&amp;lt;math&amp;gt;C&amp;lt;/math&amp;gt;) mit gewinnmaximalem Preis (&amp;lt;math&amp;gt;p_\mathrm{c}&amp;lt;/math&amp;gt;) und gewinnmaximaler Absatzmenge (&amp;lt;math&amp;gt;x_\mathrm{c}&amp;lt;/math&amp;gt;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum Unternehmen im [[Vollkommener Wettbewerb|vollkommenen Wettbewerb]], das für sein Produkt einen [[Markt]]preis akzeptieren muss, kann der Monopolist den Verkaufspreis gewinnmaximierend festsetzen. Er muss dafür eine [[Nachfragefunktion]], d.&amp;amp;nbsp;h. zu welchem Preis er wie viel von dem Produkt absetzen kann, annehmen.&lt;br /&gt;
Alternativ kann er sich mit seiner Preispolitik schrittweise dem Gewinnoptimum nähern ([[Cobweb-Theorem]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;x=x(p)&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bzw. als Umkehrfunktion die [[Preis-Absatz-Funktion]] als&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;p=p(x)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus bestimmt sich der Gesamterlös &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; als Preis × Menge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;E(x)=p(x)x&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Gesamtkostenfunktion &amp;lt;math&amp;gt;K(x)&amp;lt;/math&amp;gt; erzielt das Unternehmen den Gewinn &amp;lt;math&amp;gt;G(x)&amp;lt;/math&amp;gt; als&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;G(x)= E(x) - K(x)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den maximalen Gewinn zu ermitteln, wird die erste [[Differentialrechnung|Ableitung]] von &amp;lt;math&amp;gt;G(x)&amp;lt;/math&amp;gt; gebildet (d.&amp;amp;nbsp;h. &amp;lt;math&amp;gt;G&amp;#039;(x)&amp;lt;/math&amp;gt;) und gleich Null gesetzt. Die ermittelten [[Nullstelle]]n (bei S-förmigem Kostenverlauf oder anderen nicht-linearen Gewinnverläufen) müssen nun in die zweite Ableitung eingesetzt werden. Die Nullstelle, bei der diese zweite Ableitung negativ ist, ist die gewinnmaximale Ausbringungsmenge &amp;lt;math&amp;gt;x_c&amp;lt;/math&amp;gt;, die den cournotschen Punkt definiert. Um nun den cournotschen Punkt zu erhalten, wird der zu &amp;lt;math&amp;gt;x_\mathrm{c}&amp;lt;/math&amp;gt; gehörende Preis &amp;lt;math&amp;gt;p_\mathrm{c}&amp;lt;/math&amp;gt; aus der Preis-Absatz-Funktion ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da man beim Maximieren der Gewinnfunktion wegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;G&amp;#039;(x)= E&amp;#039;(x) - K&amp;#039;(x)=0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;E&amp;#039;(x) = K&amp;#039;(x)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schreiben kann, folgt, dass sich der &amp;#039;&amp;#039;cournotsche Punkt&amp;#039;&amp;#039; auch berechnen lässt, indem man direkt die [[Grenzkosten]] &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;#039;(x)&amp;lt;/math&amp;gt; dem [[Grenzerlös]] &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;#039;(x)&amp;lt;/math&amp;gt; gleichsetzt. Der &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt;-Wert des Schnittpunkts bildet die gewinnmaximale Absatzmenge &amp;lt;math&amp;gt;x_\mathrm{c}&amp;lt;/math&amp;gt;. Dieser muss in die Preis-Absatz-Funktion eingesetzt werden, um den gewinnmaximalen Preis &amp;lt;math&amp;gt;p_\mathrm{c}&amp;lt;/math&amp;gt; zu bestimmen. Gewinnmaximale Absatzmenge und zugehöriger Preis bilden zusammen den cournotschen Punkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zahlenbeispiel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:cournot.png|mini|400px|Absolute Werte graphisch: dunkelblaue Kurve Erlös, pinke Kurve Kosten und grüne Kurve der sich ergebende Gewinn, die gestrichtelte Linie zeigt den cournotschen Punkt]]&lt;br /&gt;
Ein Monopolist produziert extraleichte Trekkingschuhe. Die Vertriebsleitung hat festgestellt, dass die Nachfrage &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; [Stück Gebinde] nach diesen Schuhen vom Preis &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt; [Geldeinheiten (GE)] abhängt, und zwar mit der Nachfragefunktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;x(p)=100-0{,}01p&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgekehrt ergibt sich die Preis-Absatz-Funktion (Nachfragefunktion abhängig von &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt;) als&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;p(x)=10.000-100x&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D.&amp;amp;nbsp;h., dass das Unternehmen bei einem Preis von 10.000 GE kein Paar mehr verkauft ([[Prohibitivpreis]]) und selbst bei einem Preis von 0 GE nicht mehr als 100 Gebinde verkauft ([[Sättigungsmenge (Wirtschaft)|Sättigungsmenge]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewertet man die nachgefragte Menge &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; mit dem jeweilig gültigen Preis, erhält man den Erlös als Funktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;E(x)=p(x)x=10.000x-100x^2&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Unternehmen entstehen durch die Produktion der Trekkingschuhe Gesamtkosten, die von der Ausbringungsmenge &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; [Stück Gebinde] abhängig sind. Die Kosten des Unternehmens lassen sich in der Kostenfunktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;K(x)=50.000+3.000x&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zusammenfassen. Der Gewinn berechnet sich dann als Erlös minus Kosten, also&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;G(x)=E(x)-K(x)=10.000x-100x^2-50.000-3.000x&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so dass man als Gewinnfunktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;G(x)= 7.000x-100x^2-50.000&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Gewinnmaximum im cournotschen Punkt zu erhalten, bestimmt man das Maximum der Gewinnfunktion durch Differenzieren von &amp;lt;math&amp;gt;G(x)&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;G&amp;#039;(x)= 7.000-200x&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nullsetzen der Ableitung ergibt dann die Lösung &amp;lt;math&amp;gt;x_\mathrm{c}=35&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;G(x_c)=72.500&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die zweite Ableitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;G&amp;#039;&amp;#039;=-200&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kleiner als Null ist, handelt es sich bei der Lösung um ein Gewinnmaximum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur &amp;#039;&amp;#039;cournotschen Menge&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;x_\mathrm{c} = 35 &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gehört der &amp;#039;&amp;#039;cournotsche Preis&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;p(x_\mathrm{c})=10000-100x_\mathrm{c}&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
also&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;p(35)=10000-100\cdot35&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
also&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;p_\mathrm{c}=6500&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Preis von 6500 GE können also 35 Gebinde Schuhe verkauft werden. Damit erzielt das Unternehmen 72.500 GE Gewinn. (&amp;lt;math&amp;gt;G(35)=7000\cdot35-100\cdot35^2-50.000&amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben erklärt, ist es auch möglich, gleich &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;#039; = K&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt; zu setzen. Dies liefert dieselben Ergebnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Lösung der Gewinnoptimierung bei Wettbewerb sowie bei begrenzter Kapazität findet sich in [Gudehus 2007]. Wenn zur Kapazitätssteigerung investiert werden muss, sind auch die Fixkosten bei der Berechnung des absoluten Cournot-Punktes zu berücksichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* T. Gudehus: &amp;#039;&amp;#039;Dynamische Märkte, Praxis, Strategien und Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin / Heidelberg / New York 2007, ISBN 978-3-540-72597-8, 12.4 &amp;#039;&amp;#039;Gewinnmaximierung.&amp;#039;&amp;#039; und 12.5 &amp;#039;&amp;#039;Cournotscher Punkt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/monopolistische-preisbildung-41281 monopolistische Preisbildung] – Definition im Gabler-Wirtschaftslexikon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mathze</name></author>
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