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	<title>Counseling - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Counseling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (aus dem amerikanischen Englisch, im britischen Englisch: &amp;#039;&amp;#039;Counselling&amp;#039;&amp;#039;) ist die professionelle [[psychosoziale Beratung]] von Einzelnen oder Gruppen mit dem Ziel, Problemlösungs- oder Veränderungsprozesse innerhalb eines vergleichsweise kurzen Zeitraums anzustoßen und zu evaluieren. Die im Counseling verwendeten kognitiv-emotionalen Interventionsmethoden sollen die Fähigkeit zu Selbststeuerung und die Selbsthilfebereitschaft fördern, Counselors arbeiten daher mit Gesprächs- und [[Intervention (Pädagogik)|Interventionstechniken]], die nur zum Teil mit denen von [[Psychotherapeut]]en zu vergleichen sind. In der Regel ist die Interventionstiefe geringer und der Ansatz [[Holismus|holistisch]], das heißt, das gesamte soziale Umfeld der Klienten und ihre Unterstützungssysteme geraten stärker ins Blickfeld (sog. „kontextuelles Paradigma“ des Counseling). Eine psychologische Ausbildung ist nicht zwingend erforderlich; in den USA findet die Ausbildung häufig an Fachbereichen für Erziehungswissenschaften statt. Hingegen sind z.&amp;amp;nbsp;B. Feldkenntnisse und Berufserfahrungen aus benachbarten Bereichen von Vorteil – so z.&amp;amp;nbsp;B. im &amp;#039;&amp;#039;Career-counseling&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Sonderfall stellt das &amp;#039;&amp;#039;[[Peer-Beratung|Peer-to-peer-counseling]]&amp;#039;&amp;#039; dar (im therapeutischen Bereich: &amp;#039;&amp;#039;[[Co-Counseling]]&amp;#039;&amp;#039;), die gegenseitige [[Beratung]] untereinander von Personen (meist Laien) mit gleichen Interessen oder ähnlichen Erfahrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Konzept des Counseling im Erziehungssystem geht zurück auf das Buch „Choosing a Vocation“&amp;lt;ref&amp;gt;Boston: Houghton Mifflin, 1909 (posthum).&amp;lt;/ref&amp;gt; des Ingenieurs, Juristen und Sozialreformers [[Frank Parsons (Sozialreformer)|Frank Parsons]] (1854–1908), der das &amp;#039;&amp;#039;Boston Covational Bureau&amp;#039;&amp;#039; für berufsbezogene Beratung und Begleitung gründete. Damals wurde diese Tätigkeit meist &amp;#039;&amp;#039;Guidance&amp;#039;&amp;#039; (Berufsberatung) genannt; sie verstand sich aber als nicht-direktiv. Ihr Ziel war, dass sich die Schüler ein hinreichendes Wissen über sich selbst, ihre Fähigkeiten und die Anforderungen der Arbeitsplätze erarbeiten sollten. 1907 etablierte der von [[John Dewey]] beeinflusste Jesse B. Davis in [[Grand Rapids (Michigan)]] eine Beratungsstunde pro Woche für Schüler im Rahmen des Englischunterrichts. 1913 wurde die erste Counseling-Gesellschaft der USA (&amp;#039;&amp;#039;NVGA National Vocational Guidance Association – multiprofessional – knowledge of work, knowledge of self, matching the two = vocational guidance&amp;#039;&amp;#039;) gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bvppt.de/files/counseling_vortrag_dr._k.lumma.pdf |wayback=20150928231252 |text=bvppt.de |archiv-bot=2023-12-07 15:30:06 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Analoge Strömungen entstanden im Bereich der Gesundheitsversorgung; einer der Wegbereiter des Health bzw. Mental Health Counseling war [[Clifford Beers]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1920er Jahren entwickelte sich das Counseling im Rahmen der Etablierung professioneller Hilfeformen in den Bereichen Bildung, Beruf und Gesundheit. In Boston und New York wurden die ersten Counselors zertifiziert. 1928 publizierte Edward Strong das &amp;#039;&amp;#039;Strong Vocational Interest Inventory&amp;#039;&amp;#039; (SVII), einen Interessentest zur Berufswahl. 1931 tauchte der Begriff des Counseling zuerst in diesem Kontext auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Samuel T. Gladding: &amp;#039;&amp;#039;Counseling. A comprehensive profession.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage New York, Toronto usw. 1992, S. 9 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Geprägt wurde es von Einflüssen der Kognitions-, Motivations-, Verhaltens- und Lerntheorie, aber weitgehend unabhängig von der (nicht-medizinischen) Psychotherapie.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Nestmann: &amp;#039;&amp;#039;Beratungspsychologie/Counselling Psychology.&amp;#039;&amp;#039; In: Frank Nestmann, Frank Engel, Ursula Sickendiek (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Handbuch der Beratung.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Disziplinen und Zugänge.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2004, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1930er Jahren wuchs auch das Interesse der amerikanischen Regierung am Fach Counseling, als der U.S. Employment Service gegründet wurde. 1951 benutzte [[Carl Rogers]] den Begriff für Formen der Unterstützung hilfebedürftiger Klienten, die ihnen jedoch die volle Verantwortlichkeit und Entscheidungsfreiheit überlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl R. Rogers: &amp;#039;&amp;#039;Client-centered therapy: Its current practice, implications, and theory.&amp;#039;&amp;#039; Boston: Houghton Mifflin, 1951, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aus- bzw. Fortbildung der Counselors ist heute meist in den Fächern Pädagogik, Sozialpädagogik oder Counseling Psychology verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in Deutschland ==&lt;br /&gt;
1999 publizierte Klaus Lumma das erste deutschsprachige Buch zum Begriff des Counseling. Dieses Nachschlagewerk zur Beratungspädagogik beschreibt die Grundlagen eines neuen Rahmens für pädagogisch-therapeutische Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2003 einigten sich 35 deutsche Beratungsverbände, die heute in der Deutschen Gesellschaft für Beratung – DGfB – zusammengeschlossen sind, auf ein gemeinsames Beratungsverständnis. In der Folge wurden Mindeststandards für die Weiterbildung zum Counselor festgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dachverband-beratung.de/dokumente/Beratung.pdf Website der DGfB]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Konsequenz des von der OECD und der Europäischen Kommission veröffentlichten Handbuches „Career Guidance and Public Policy: Bridging the Gap“&amp;lt;ref&amp;gt;OECD Paris, R. G. Sultana: &amp;#039;&amp;#039;Guidance Policies in the Knowledge Society.&amp;#039;&amp;#039; (= [[Cedefop]] Panorama Series 85). Büro für Offizielle Publikationen der Europäischen Gemeinschaften, Luxemburg 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.oecd.org/edu/oecdfordertreformenbeiderberufs-undkarriereberatung.htm |titel=OECD fordert Reformen bei der Berufs- und Karriereberatung |hrsg=OECD |datum=2014-02-16 |zugriff=2015-09-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hat die deutsche Bundesregierung das Nationale Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung (nfb)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.forum-beratung.de/ Website des Forums]&amp;lt;/ref&amp;gt; initiiert und gefördert, das seit 2006 Standards für Beratung in der lebenslangen Begleitung in Bildung, Beruf und Beschäftigung entwickelt und 2014 veröffentlichte. Im nfb sind zahlreiche Beratungsträger dieses Teilbereiches von Counseling zusammengeschlossen. Allerdings ist der Begriff in Deutschland anders als in den USA nicht geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in den USA ==&lt;br /&gt;
Im März 2010 haben sich aufgrund einer Initiative der [[American Counseling Association]] (ACA) führende professionelle Gruppen der USA in einer einjährigen Diskussion auf eine gemeinsame Counseling-Definition geeinigt: Die an diesem Prozess beteiligten Organisationen verpflichten sich, diese Definition in ihrer Tätigkeit aktiv zu vertreten: “Counseling is a professional relationship that empowers diverse individuals, families and groups to accomplish mental health, wellness, education and career goals;”&amp;lt;ref&amp;gt;National Career Development Association (NCDA): &amp;#039;&amp;#039;Career Convergence Web Magazine.&amp;#039;&amp;#039; August 2011, http://associationdatabase.com/aws/NCDA/pt/sd/news_article/46430/_PARENT/layout_details_cc/true, abgerufen am 2. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; die sinngemäße deutsche Übersetzung des NBCC Deutschland lautet: „Counseling ist eine professionelle Beziehung, die einzelne Menschen, Familien oder Gruppen mit vielfältigem Hintergrund in die Lage versetzt, selbst gesteckte Ziele in Bezug auf ihre psychische Gesundheit, ihr Wohlbefinden, ihre Bildung und ihren Berufsweg zu erreichen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeitsprofil ==&lt;br /&gt;
Der Begriff wurde durch die Arbeiten von [[Carl R. Rogers]] bekannt, doch ist modernes Counseling nicht auf die Methoden der Rogers-Schule beschränkt. Zwar bildet die Theorie der [[Psychologische Beratung|psychologischen Beratung]] (amerik.-engl. &amp;#039;&amp;#039;Counseling Psychology&amp;#039;&amp;#039;, brit.-engl. &amp;#039;&amp;#039;Counselling Psychology&amp;#039;&amp;#039;) eine wichtige Grundlage des Counseling, doch stammt das breite Methodeninventar auch aus der amerikanischen [[Pragmatismus|pragmatischen]], [[interaktion]]istischen, [[Systemtheorie|systemtheoretischen]] oder auch [[lebenswelt]]orientierten [[Pädagogik]] und [[Sozialarbeit]], d.&amp;amp;nbsp;h. aus der Arbeit mit (relativ) gesunden Menschen, die jedoch desorientiert sind und bestimmte Probleme nicht allein lösen können und deren Lösung teilweise an Experten delegieren. In dem Maße, in dem sich überlieferte Sozialmodelle (z.&amp;amp;nbsp;B. die &amp;quot;Normalbiographie&amp;quot; oder die &amp;quot;gesunde Familie&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Robert L. Smith, Patricia Stevens-Smith (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Family Counseling and Therapy.&amp;#039;&amp;#039; ERIC, Ann Arbor 1992, S. 6 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;) als zu idealistisch erweisen, entsteht Beratungsbedarf und steigt die Fremdwissensabhängigkeit bei der Suche nach Lösungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft arbeiten Counselors mit Angehörigen benachteiligter Gruppen an der Lösung konkreter Alltagsprobleme bzw. sind in der Prävention tätig. [[Diversity]] ist daher ein wichtiges Thema der Ausbildung geworden. Ziele sind z.&amp;amp;nbsp;B. der Erwerb sozialer Kompetenzen, die Steigerung der [[Entscheidungsfähigkeit]] und der Eigenverantwortung für beruflichen Erfolg oder Gesundheit oder die Armutsprävention. Der Übergang zum [[Coaching]] ist wegen der auch im Counseling deutlichen Betonung der [[Hilfe zur Selbsthilfe]] fließend. Während Coaching mehr an der Beseitigung von Defiziten ansetzt, ist Counseling oft stärkenorientiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Beim Career Counseling geht es z.&amp;amp;nbsp;B. um das Auffinden und den Ausbau übertragbarer Fähigkeiten, die den Klienten teils gar nicht bewusst sind; siehe etwa http://www.job-promotor.de/dokumente/LeistungsbeschreibungJP.pdf S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten des Counseling ==&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Spezialisierungen des Counseling (Familien-Counseling, Familienplanungs-Counseling, Gesundheits-Counseling / [[Gesundheitsberatung]], Schul- und Erziehungs-Counseling, Career Counseling,&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Parether: &amp;#039;&amp;#039;Career Counseling/Karriereberatung: Ein Literaturvergleich zwischen englisch- und deutschsprachigem Raum mit dem Fallbeispiel Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Diplomica, Hamburg 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Employment Counseling, Adventure-Based Counseling / [[Erlebnispädagogik]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jugendherberge.de/jh/rheinland/hellenthal/programme/fortbildungen/reise17055.shtml.de?m jugendherberge.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Gerontologie|gerontologisches]] Counseling, Behavioral Health Counseling, Domestic Violence Counseling, Drug Addiction bzw. Chemical Dependency Counseling, Gemeinde-Counseling, Haushalts-, Kredit- oder Schuldner-Counseling&amp;lt;ref&amp;gt;Ronald W. Wall: &amp;#039;&amp;#039;Financial Counseling in Practice: A Practical Guide for Leading Others to Financial Wellness.&amp;#039;&amp;#039; Financial Wellness Associates, Honolulu 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; / [[Schuldnerberatung]], Retreat Counseling, Ehe-Counseling / Marriage Counseling&amp;lt;ref&amp;gt;Robert L. Smith, Patricia Stevens-Smith (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Family Counseling and Therapy.&amp;#039;&amp;#039; ERIC, Ann Arbor 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt; / [[Eheberatung]], Pastorales Counseling im kirchlichen Umfeld&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe z.&amp;amp;nbsp;B. {{Webarchiv|text=Archivlink |url=http://www.ccuniversity.edu/seminary/blog/mdiv/ |wayback=20100527100612 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  usw.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Berufsverband für Beratung, Pädagogik &amp;amp; Psychotherapie&amp;#039;&amp;#039; nennt neun Einsatzbereiche und hat für die Mitgliedschaft 25 Methoden anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bvppt.de/index.php?article_id=44 |wayback=20150928221600 |text=bvppt.de |archiv-bot=2023-12-07 15:30:06 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die (…) die &amp;#039;&amp;#039;American Counseling Association&amp;#039;&amp;#039; hat 19 spezialisierte Fachbereiche (&amp;#039;&amp;#039;Divisions&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.counseling.org/AboutUs/DivisionsBranchesAndRegions/TP/Divisions/CT2.aspx Zugriff 25. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche amerikanische Hochschulen bieten z.&amp;amp;nbsp;T. extrem spezialisierte Ausbildungen und kurze Fortbildungen für diese Berufsbilder an, was den holistischen Anspruch und die theoretische Fundierung des Berufsbildes allerdings oft in Frage stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterschied zwischen Therapie und Counseling kann am Beispiel des Gruppen-Counseling verdeutlicht werden, das eine Hilfe für gesunde Menschen mit „difficulties they wish to resolve that are of a personal, educational, social, or vocational nature“&amp;lt;ref&amp;gt;Samuel T. Gladding: &amp;#039;&amp;#039;Effective Group Counseling.&amp;#039;&amp;#039; ERIC, Greensboro, NC 1994, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; darstellt.&lt;br /&gt;
[[Peer Counseling]] – d.&amp;amp;nbsp;h. die Beratung durch Menschen in ähnlichen Lebenssituationen, z.&amp;amp;nbsp;B. durch andere Menschen, die ebenfalls mit einer Behinderung leben – ist meist ein Instrument der qualifizierten [[Laienhilfe]]. [[Co-Counselling|Co-Counseling]] steht der Gruppenpsychotherapie näher, kommt jedoch ohne Therapeuten aus. Andere Formen der Laienhilfe, die mit Counseling-Methoden arbeiten, gibt es im Gesundheitsbereich, so z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Mental Health Facilitator]]. Das gruppenbezogene Counseling nutzt oft Methoden aus dem Repertoire der [[Empowerment]]-Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In rascher Entwicklung vor allem in den USA befindet sich das sog. &amp;#039;&amp;#039;E-Counseling&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Online-Counseling&amp;#039;&amp;#039;, für das es dort bereits seit 2001 ethische Richtlinien&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Beiglböck, Senta Feselmayer, Elisabeth Honemann: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der klinisch-psychologischen Behandlung.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Wien 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; und seit 2011 auch Zertifizierungen&amp;lt;ref&amp;gt;Distance Credentialed Counselor (DCC), siehe {{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://cce-flobal.org/DCC |text= |archivebot=2018-04-05 01:27:33 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt. Inzwischen hat sich der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Distance Counseling&amp;#039;&amp;#039; durchgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe z.&amp;amp;nbsp;B. {{Webarchiv|text=Distance Credentialed Counselor (DCC) |url=http://www.cce-global.org/Downloads/Apps/DCCapp.pdf |wayback=20120127212452 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Weiterentwicklung ist die Kombination von Präsenz- und Online-Beratung als &amp;#039;&amp;#039;Blended Counseling&amp;#039;&amp;#039;, z.&amp;amp;nbsp;B. in Form einer app-gestützten Suchtberatung.&amp;lt;ref&amp;gt;Wie etwa [https://www.rauchmelder-bac.de/ Rauchmelder.B.A.C.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berufsorganisationen und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Der Berufsverband für Beratung, Pädagogik und Psychotherapie&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bvppt.de/ bvppt.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; – Professional Association für Counseling, Education &amp;amp; Psychotherapy ist eine methodenübergreifende Vertretung deutscher Counselor. Er hat auf der Grundlage des Beratungsverständnisses der DGfB die Standards, die zur Mitgliedschaft berechtigen, in einer Richtlinie zusammengefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2023-12 |url=http://www.bvppt.de/files/richtlinien_feb.2017.pdf |text= |archivebot=2023-12-07 15:30:06 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben gibt es einige methodengebundene Organisationen, die Mitglieder der DGfB sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA ist die Counseling-Ausbildung meist in den Erziehungswissenschaften verankert (in den &amp;#039;&amp;#039;Departments of Education&amp;#039;&amp;#039;). &amp;#039;&amp;#039;Licensed Professional Counselor&amp;#039;&amp;#039; ist eine geschützte Berufsbezeichnung und setzt einen akademischen [[Master]]abschluss, klinische Erfahrung und [[Supervision]]serfahrung voraus.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.guidetopsychology.com/cln_cns.htm - die verschiedenen Regelungen finden sich unter http://www.counseling.org/&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abschlussprüfung bzw. Zulassung wird durch Bundesgesetze und Gesetze der Bundesstaaten – so z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Colorado]], [[Iowa]] und [[South Carolina]] – geregelt. Übliche Examina sind z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;National Counselor Examination for Licensure and Certification&amp;#039;&amp;#039; (NCE) oder das &amp;#039;&amp;#039;National Certified Mental Health Counselor Examination&amp;#039;&amp;#039; (NCMHCE). In den USA grenzt sich die Disziplin über eigene Berufsverbände (&amp;#039;&amp;#039;American Counseling Association&amp;#039;&amp;#039; – ACA, &amp;#039;&amp;#039;[[National Board for Certified Counselors]]&amp;#039;&amp;#039; – NBCC, &amp;#039;&amp;#039;[[Council for Accreditation of Counseling &amp;amp; Related Educational Programs]]&amp;#039;&amp;#039; – CACREP, &amp;#039;&amp;#039;[[Chi Sigma Iota]]&amp;#039;&amp;#039; – CSI) deutlich von den Psychotherapeuten ab. Die Verbände achten auf die Einhaltung ihres Ethikcodex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Großbritannien steht die Tätigkeit des &amp;#039;&amp;#039;Counsellors&amp;#039;&amp;#039; dem des [[Psychotherapeut]]en näher als in den USA, während in Deutschland in vielen Berufen, in denen in den USA Counselors mit erziehungswissenschaftlichem Hintergrund arbeiten, [[Klinische Psychologie|klinische Psychologen]] beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die amerikanischen Counseling-Modelle werden in Europa, Asien und Lateinamerika, neuerdings auch in Teilen Afrikas in unterschiedlicher Form adaptiert, was auch mit der je unterschiedlichen Konkurrenz von Berufsverbänden zu tun hat. [[NBCC international]] mit Sitz in [[Greensboro (North Carolina)]] ist mit Zweigstellen in vielen Ländern der Welt vertreten. Die starke Bindung an die US-amerikanische Counseling-Tradition führt gelegentlich zum Vorwurf, dass die Methodik des Fachs einem kulturellen [[Verzerrung (Empirie)|Bias]] unterliege und nicht auf asiatische und andere Länder übertragbar sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Allen E. Ivey, Mary Bradford Ivey, Carlos P. Zalaquett: &amp;#039;&amp;#039;Intentional interviewing and counseling: facilitating client development in a multicultural socienty.&amp;#039;&amp;#039; Ingram 2009. In diesem Band verweist Weijun Zhang auf die geringe soziale Relevanz von individuellen Gefühlen in Asien, angesichts welcher typische Councelor- oder Therapeutenfragen wie: &amp;quot;How do you feel about this?&amp;quot; leerlaufen (S. 183).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die transkulturelle Adaption der in den USA und Europa entwickelten Methoden stellt mithin eine massive Herausforderung er Disziplin dar,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe z.&amp;amp;nbsp;B. Teresa D. LaFromboise, Joseph E. Trimble, Gerald V. Mohatt: &amp;#039;&amp;#039;Counseling Intervention and American Indian Tradition: An Integrative Approach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Counseling Psychologist.&amp;#039;&amp;#039; vol. 18, no. 4, Oktober 1990, S. 628–654.&amp;lt;/ref&amp;gt; was ihrer steigenden Bedeutung gerade in Asien keinen Abbruch tut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studien- und Weiterbildungsangebote in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Die Deutsche Gesellschaft für Beratung/DGfB hat in einer Synopse die zahlreichen Weiterbildungsangebote ihrer Mitgliedsverbände zum Counselor veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dachverband-beratung.de/dokumente/DGfB_Synopse_2014.pdf dachverband-beratung.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch einige Hochschulen bieten die Möglichkeit einer berufsbegleitenden Weiterbildung im Rahmen eines Masterstudiengangs an. So bieten die [[Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit Dresden]] ein weiterbildendes Studium zum &amp;quot;Master of Counseling&amp;quot; (Master Beratung)&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.ehs-dresden.de/index.php?id=923 Master Beratung (Master of Counseling)&amp;lt;/ref&amp;gt; und die [[Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen]] einen M.A. in Counseling für Ehe-, Familien- und Lebensberatung an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.katho-nrw.de/koeln/studium-lehre/fachbereich-sozialwesen/ehe-familien-und-lebensberatung-master-of-counseling/ |wayback=20200927234626 |text=www.katho-nrw.de |archiv-bot=2023-12-07 15:30:06 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; An der [[OHM Professional School|Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg]] wird ein M.A.Beratung und Coaching (Counseling and Coaching) angeboten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.th-nuernberg.de/ |titel=Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm – Startseite |abruf=2021-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Beim Institut für Humanistische Psychologie Eschweiler (IHP) wird eine dreieinhalb- bis viereinhalbjährige Zusatzausbildung zum Counselor, grad. BVPPT angeboten. Eine international eingeführte und zertifizierte Weiterbildung im Bereich des Career Counseling ist der [[Global Career Development Facilitator]], die in Deutschland durch das IUK-Institut in Dortmund angeboten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel ist eine Counselor-Ausbildung nicht einer bestimmten theoretischen Schule verhaftet. So gelangen Methoden der klientenzentrierten Gesprächsführung ebenso zum Einsatz wie [[Supervision]]stechniken, Methoden der [[Systemische Beratung|systemischen Beratung]] oder der reflexiven [[Sozialforschung]]. Bei Interventionen in den Anwendungsbereichen Gesundheit, Sucht und Stress gelangen oft Techniken des [[Cognitive behavioral training]] zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsmarkt ==&lt;br /&gt;
Der sich in Deutschland erst allmählich entwickelnde Arbeitsmarkt für Counselors überschneidet sich mit den Arbeitsmärkten für [[Sozialpädagoge]]n, [[Sozialarbeiter]], [[Pädagoge]]n, [[Case Manager]], [[Gesundheitserziehung]] und z.&amp;amp;nbsp;T. auch klinischen [[Psychologe]]n. Counselors werden als Fachkräfte u.&amp;amp;nbsp;a. in der [[Familienhilfe]], [[Jugendhilfe]], [[Rehabilitation]], [[Suchtberatung]], [[Berufsberatung]], [[Arbeitsvermittlung]] und Arbeitslosenbetreuung, [[Erziehungsberatung]] oder [[Supervision]] – auch als Selbstständige – tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerard Egan]]: &amp;#039;&amp;#039;The Skilled Helper: a problem management and opportunity development approach to helping.&amp;#039;&amp;#039; 10. Auflage, Pacific Grove, CA: Brooks Cole, 2014 (zuerst 1975).&lt;br /&gt;
* Klaus Lumma: &amp;#039;&amp;#039;Counseling. Theorie und Praxis der Beratungspädagogik&amp;#039;&amp;#039;, Halbjahrbuch Humanistische Psychologie 1/99, Eschweiler (IHP) 1999.&lt;br /&gt;
* Klaus Lumma: &amp;#039;&amp;#039;Counseling: Plädoyer für eine professionalisierte Beratungspädagogik&amp;#039;&amp;#039;, in: Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH): &amp;#039;&amp;#039;Innensichten 2: Beratung. Eine Schlüsselqualifikation in der Sozialen Arbeit&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2002, S. 91–102.&lt;br /&gt;
* Carl R. Rogers: &amp;#039;&amp;#039;Counseling and Psychotherapy.&amp;#039;&amp;#039; Houghton Mifflin, Boston 1943. (deutsch: Carl R. Rogers: &amp;#039;&amp;#039;Die nicht-direktive Beratung.&amp;#039;&amp;#039; Kindler, München 1972 und Fischer Taschenbuch, Frankfurt 1985)&lt;br /&gt;
* John D. West, Cynthia J. Osborn, Donald L. Bubenzer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Leaders and Legacies: Contributions to the Profession of Counseling.&amp;#039;&amp;#039; Brunner-Routledge, 2003.&lt;br /&gt;
* F. Nestmann, F. Engel, U. Sickendiek (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Handbuch der Beratung 1: Disziplinen und Zugänge.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. DGVT, 2007.&amp;lt;!--- Seiten?? ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
* F. Nestmann, F. Engel, U. Sickendiek (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Handbuch der Beratung 2: Ansätze und Methoden.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. DGVT, 2007.&amp;lt;!--- Seiten?? ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
* F. Nestmann, F. Engel, U. Sickendiek (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Handbuch der Beratung 3: Neue Beratungswelten – Fortschritte und Kontroversen&amp;#039;&amp;#039;. DGVT, 2013.&amp;lt;!---Seiten??---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bvppt.de/ Website des Berufsverbands für Beratung, Pädagogik und Psychotherapie e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [http://www.forum-beratung.de/ Website des Nationalen Forums Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung]&lt;br /&gt;
* [http://www.europeanbcc.eu/ Website des European Board for Certified Counselors]&lt;br /&gt;
* [http://www.dachverband-beratung.de/ Deutsche Gesellschaft für Beratung - German Association for Counseling (DGfB)]&lt;br /&gt;
* [http://www.vhbc.de/ Vereinigung von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern zur Förderung von Beratung/Counseling in Forschung und Lehre]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angewandte Psychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berufsberatung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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