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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Kunst_(Vereinigtes_K%C3%B6nigreich)&quot; title=&quot;Kategorie:Kunst (Vereinigtes Königreich)&quot;&gt;Kategorie:Kunst (Vereinigtes Königreich)&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:K%C3%BCnstlergruppe_(Vereinigtes_K%C3%B6nigreich)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Künstlergruppe (Vereinigtes Königreich) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Künstlergruppe (Vereinigtes Königreich)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Coum Transmissions&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (CT) war eine [[subkultur]]elle Gruppe von [[Vereinigtes Königreich|britischen]] [[Musiker]]n, [[Undergroundfilm]]emachern, [[Aktionskunst|Aktions-]] und [[Konzeptkunst|Konzeptkünstlern]], die Anfang der [[1970er]] Jahre durch aggressive, provokante und schockierend-verstörende [[Performance (Kunst)|Performances]] medienpräsent auf sich aufmerksam machte und zu den Wegbereitern des späteren [[Industrial]] zählt. Basierend auf fragmentarischen Ideen des [[Dada]], [[Neo-Dada]], des [[Fluxus]], der [[The Merry Pranksters|Merry Pranksters]], sowie Schriften von [[William S. Burroughs]], [[Aleister Crowley]] oder [[Brion Gysin]] und vor dem Hintergrund der beginnenden [[Punk]]bewegung verfolgte die Gruppe das [[Nonkonformismus|nonkonformistische]] Ziel, jegliche Grenzen des herkömmlichen Kunstverstands, der gesellschaftlichen (und [[Menschlichkeit|menschlichen]]) Konventionen und Normen sowie deren [[Ästhetik]] in Frage zu stellen und zu sprengen. Hauptakteure der Gruppe waren im Wesentlichen [[Genesis P-Orridge]] und [[Cosey Fanni Tutti]], zwei der Gründungsmitglieder der späteren Industrial-Musikgruppe [[Throbbing Gristle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
COUM Transmissions gründeten sich ungefähr Ende 1969 in [[Kingston upon Hull|Hull]], [[Yorkshire]] als „Kunst-Bandprojekt“ mit wechselnder Besetzung um P-Orridge und Cosey Fanni Tutti. Hervorgegangen aus der Performancegruppe &amp;#039;&amp;#039;Transmedia Explorations&amp;#039;&amp;#039; setzte sich die seltsame, exzentrische Truppe größtenteils aus [[Avantgarde|avantgardistischen]] Literaten, Musikern und Undergroundfilmern zusammen und bestand sowohl aus intellektuellen wie kriminell-[[subversiv]]en Mitgliedern. Der eigenen [[Legendenbildung]] zufolge soll eine „innere Stimme“ Genesis P-Orridge den Begriff &amp;#039;&amp;#039;COUM&amp;#039;&amp;#039; zugeflüstert haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=E.Phin |hrsg= |url=http://www.lucid-zoom.de/philosophie/Coum1.html |format= |titel=The History of Coum Transmissions (1) |werk= |datum= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20061012000536/http://www.lucid-zoom.de/philosophie/Coum1.html |archiv-datum=2006-10-12 |zugriff=2009-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; COUM Transmissions waren von Anbeginn auf [[Anarchie|anarchisch]]-radikalen Konfrontationskurs zu ihrem Publikum – respektive der Öffentlichkeit – ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Aktionen ===&lt;br /&gt;
Der erste Auftritt unter dem Namen COUM Transmissions fand im Dezember 1969 in Hull statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GPO1&amp;quot;&amp;gt;[http://genesisp-orridge.com/index.php?section=article&amp;amp;album_id=34&amp;amp;id=24&amp;amp;print=1 Genesis P-Orridge – COUM Transmissions &amp;amp; Throbbing Gristle Era Actions] (Stand: 22. März 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Besetzung bestand zunächst aus John Krivine, Geoff Pettifer, John Shapeero und Genesis P-Orridge, der zu diesem Zeitpunkt noch unter seinem bürgerlichen Namen &amp;#039;&amp;#039;Neil Andrew Megson&amp;#039;&amp;#039; agierte. Die Freunde bewohnten zu der Zeit ein altes Lagerhaus in Hull, das sie „Ho-Ho-Funhouse“ nannten und das neben Wohnstätte auch Podium ihrer ersten „dadaistischen“ Auftritte war. Im Folgejahr stieß Christine Carol Newby zu der Truppe, die von P-Orridge den [[Nickname]]n „Cosmosis“ erhielt und der später zu „Cosey“ verkürzt wurde. Das gesamte Jahr 1970 hindurch bestand die Besetzung aus Ian „Spydee Gasmantel“ Evetts, Ray Harvey, Tim Poston, Haydn Robb sowie Genesis P-Orridge. Ihr erstes größeres Konzert – CTs Aktivitäten waren bis dato noch auf Musik ausgerichtet – fand am 10. Januar 1971 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Disintegration of Fact&amp;#039;&amp;#039; in Hull statt. Drei Monate später, am 18. April, traten CT erstmals mit einer Session in einer Radiosendung der [[British Broadcasting Corporation|BBC]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GPO1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Absolute Elsewhere&amp;#039;&amp;#039; veranstalteten COUM im Juli 1971 ihre erste Straßenperformance, die wegen [[Erregung öffentlichen Ärgernisses]] von der Polizei gestoppt wurde. Spätestens ab diesem Zeitpunkt stand die Gruppe unter behördlicher Beobachtung, zumal einige Mitglieder bereits wegen Drogendelikten auffällig geworden waren. Im September trat erstmals „Cosmosis“ (Cosey Fanni Tutti) bei CT auf. Im Folgemonat wurden COUM von der Band [[Hawkwind]] als Vorgruppe für ein Konzert in der St. George’s Hall in [[Bradford]] engagiert und daraufhin verstärkt von der Musikpresse wahrgenommen. Neben Cosmosis/Cosey gehörten nun Babbling Brook und John Barry Smith zur Besetzung der Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1971 widmete der legendäre Radio-[[DJ]] [[John Peel]] COUM ein Feature in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Disc and Musicecho&amp;#039;&amp;#039;, das vor allem die ungewöhnlich [[Dissonanz|dissonant]]-[[atonal]]e Musik der merkwürdigen neuen „Band“ behandelte, die im krassen Gegensatz zur ausklingenden, eher auf Harmonie bedachten [[Swinging Sixties]]-[[Hippie]]-Ära stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972–1973 veranstaltete die Gruppe, deren Medienpräsenz mittlerweile nur noch aus Genesis P-Orridge und dessen zahlreichen „Unterprojekten“ wie dem sogenannten „Ministerium für soziale Unsicherheit“ bestand, mehrere zumeist selbstfinanzierte Auftritte. 1973 vereinigten sich COUM Transmissions mit den [[Skinhead]]s und den [[Hells Angels]] von Hull. Cosey Fanni Tutti und P-Orridge zogen etwa zu dieser Zeit nach London, um Kontakte zu der dortigen Kunstszene zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „The Death Factory“ ===&lt;br /&gt;
Im Londoner [[Eastend]] fanden Cosey und Genesis bei Freunden Unterschlupf in einer leerstehenden „toten“ Fabrik in der Martello Street, auf deren Gelände früher [[Pest]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;opfer verbrannt und beerdigt worden sind und sich nun ein Studio befand. Aufgrund der Vorgeschichte des Gebäudes fand sich bald der Name &amp;#039;&amp;#039;Death Factory&amp;#039;&amp;#039; als Hauptquartier für künftige Projekte.&amp;lt;ref&amp;gt;10 Martello Street E8 im Londoner Stadtteil [[London Borough of Hackney|Hackney]] beherbergt noch heute zahlreiche Mietstudios.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Oktober 1972 bis August 1973 fand in London die Ausstellung „[[Fluxus]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;show“ statt, so dass sich schnell ein „ideologischer Brückenschlag“ zwischen den Aktionen von CT mit denen der Fluxuskünstler herstellen ließ. Die meisten der Kontakte entstanden über ein von P-Orridge initiiertes [[Netzwerk]] von Briefkorrespondenzen zu anderen Künstlern, woraus sich bald eine Form der [[Mail Art]] entwickelte. Da Fluxus in England zu diesem Zeitpunkt eine Novität war, nutzen COUM Transmissions die Gelegenheit ihr Projekt in diesem Kontext in der Londoner Kunstszene zu etablieren.&lt;br /&gt;
1974 gesellte sich [[Peter Christopherson]] zu der Gruppe. Christopherson, der [[Bühnenbild|Theaterdesign]] und [[Programmierung]] studiert hatte, war aufgrund seines technischen Know-hows und seiner Interessen an extremer Literatur und sexueller Grenzerfahrung eine Bereicherung für CT. Gleichzeitig verfassten CT ein Manifest, in dem sie ihre zukünftigen eigenen „Selbsterfahrungsprozesse“ vor Publikum legitimierten: Frei angelehnt an [[Aleister Crowley]]s [[Thelema]]-Gesetz &amp;#039;&amp;#039;“Do what thou wilt shall be the whole of the Law.” (Tu was du willst, soll sein das ganze Gesetz)&amp;#039;&amp;#039; inszenierten Cosey Fanni Tutti und P-Orridge vor geladenen Gästen mit laufenden Kameras und Tonbandgeräten rituell-[[Voyeurismus|voyeuristische]] Geschlechtsakte. In der Folgezeit galt es, jedwedes – bevorzugt sexuelles – [[Tabu]] zu brechen und sämtliche „Normen“ aufzuweichen respektive ad absurdum zu führen und so vermischten sich allmählich auch die [[Geschlechterrolle]]n der Akteure. Beispielsweise floss die Thematisierung von [[Transgeschlechtlichkeit]] in die Performances ein, wobei P-Orridge bereits zu dieser Zeit seine spätere Transformation zur Frau vorwegnahm. Fanni Tutti arbeitete zu diesem Zeitpunkt als Aktmodell für [[Sexueller Fetischismus|Fetisch]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;bekleidung sowie als [[Striptease]]-Tänzerin. Um den Verdacht zu umgehen, es handele sich nur um eine perverse „Sexshow“ und um weitere kulturelle Fördermittel zu bekommen, propagierten CT ihre Aktionen kurzerhand als „[[Esoterik|esoterische]] Kunstrituale.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=E.Phin |hrsg= |url=http://www.lucid-zoom.de/philosophie/Coum5.html |format= |titel=The History of Coum Transmissions (5) |werk= |datum= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20070824042512/http://www.lucid-zoom.de/philosophie/Coum5.html |archiv-datum=2007-08-24 |zugriff=2009-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=E.Phin |hrsg= |url=http://www.lucid-zoom.de/philosophie/Coum6.html |format= |titel=The History of Coum Transmissions (6) |werk= |datum= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20061012000629/http://www.lucid-zoom.de/philosophie/Coum6.html |archiv-datum=2006-10-12 |zugriff=2009-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Throbbing Gristle und Industrial Records ===&lt;br /&gt;
Peter „Sleazy“ Christopherson, der dank seiner Bühnen- und Technikerfahrung wusste, wie man real wirkende [[Splatterfilm|Splatter]]-Effekte erzeugt, zeichnete ab 1975 zunehmend für blutige, grausige und sadistische Inszenierungen verantwortlich, die teilweise [[Snuff-Film]]-Charakter annahmen: so wurden scheinbare [[Kastration]]en oder Tötungsrituale vor laufender Kamera simuliert. Im selben Jahr schloss sich [[Chris Carter (Musiker)|Chris Carter]] COUM Transmissions an. Carter befasste sich bevorzugt mit [[Lightshow]]s und [[Synthesizer]]n und ergänzte die Gruppe mit technischem und musikalischem Wissen. Mit Carters Einstieg in die Gruppe wird gleichzeitig die Gründung von [[Throbbing Gristle]] und einhergehend [[Industrial Records]] als [[Musiklabel|Label]] für „musikalische Nebenprojekte“ verbunden. Der Begriff „Industrial Music“ wurde in diesem Zusammenhang von Genesis P-Orridge und [[Monte Cazazza]] eingeführt, das Label „Industrial Records“ jedoch erst später, im Januar 1977, als Markenzeichen eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Fanni Tutti wie auch P-Orridge und Cazazza standen zu diesem Zeitpunkt längst auf dem Index der Ordnungshüter und so suchte man unter dem [[Slogan]] „Entertainment through pain“ nach einem neuen Konzept im „neutraleren“ und kommerziell attraktiveren Gewand einer Musikgruppe und schloss somit den Bogen zu den Anfängen von COUM Transmissions.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Radikalisierung der Kunst ===&lt;br /&gt;
Beginnend mit relativ unprätentiöser [[Konzeptkunst|konzeptioneller]] [[Installation (Kunst)|Installationskunst]] wie beispielsweise der &amp;#039;&amp;#039;Window-Music&amp;#039;&amp;#039; (1973), bei der Passanten an einem Fenster über [[Fotozelle]]n einen [[Tongenerator]] auslösten, der zufällige Geräuschsequenzen erzeugte (Throbbing Gristle experimentierten später mit der [[Psychoakustik|psychoakustischen]] Wirkung von [[Weißes Rauschen (Physik)|weißem Rauschen]] und anderen [[Frequenzmodulation]]en auf den menschlichen Körper mittels [[Rauschgenerator|Rausch-]] und [[Signalgenerator]]en&amp;lt;ref name=&amp;quot;richard&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Birgit Richard |hrsg= |url=http://www.birgitrichard.de/goth/texte/industrial.htm |format= |titel=Die Industrial Culture-Szene |werk= |datum= |zugriff=2008-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) steigerte sich das künstlerische Konzept von CT bald durch eine willkürliche [[Egozentrik|Ich-Bezogenheit]] der Akteure ohne Rücksichtnahme auf etwaige psychische Empfindungen ihres Publikums, respektive dessen Teilnahme, in das Extreme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schockierenden Aktionen von COUM Transmissions unterschieden sich bald kaum noch von denen der [[Wiener Aktionismus|Wiener Aktionisten]] wie beispielsweise [[Günter Brus]] oder [[Otto Muehl]]s: Schonungslos inszenierte und filmte die Gruppe zahlreiche [[Orgie|orgiastische]] Spektakel aus Blut, Erbrochenem, Urin und Sperma und enervierte mit heftigen Vorführungen von [[Pornografie|Hardcore]]-Sex und [[Fisting|Fistfucking]]-Filmen bis hin zu [[Okkultismus|okkulten]] [[Schwarze Magie|schwarzmagischen]] [[Ritus|Riten]], Gewalt, [[Pädophilie]] und Tod und stellte somit die Abnormität der Normalität gleich. Das Symbol von COUM Transmissions stellte einen erschlaffenden Penis nach dem Orgasmus dar, zu dem [[Sarkasmus|sarkastische]] [[Wahlspruch|Wahlsprüche]] wie &amp;#039;&amp;#039;“We guarantee disappointment”&amp;#039;&amp;#039; (Wir garantieren Enttäuschung bzw. Nichterfüllung) oder &amp;#039;&amp;#039;“Your local dirty band”&amp;#039;&amp;#039; gestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Aktion „Prostitution“ im ICA ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Institute of Contemporary Arts in London 2004.jpg|mini|Das ICA in London]]&lt;br /&gt;
Eine der letzten Aktionen von COUM Transmissions und zugleich die aufsehenerregendste, fand am 18. Oktober 1976 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Prostitution&amp;#039;&amp;#039; im renommierten [[Institute of Contemporary Arts]] (ICA) in [[London]] statt: zu den drastischen Exponaten wie Gläsern mit blutigen Präparaten, Eingeweiden, Fäkalien, Maden, Tampons, Dildos, Ketten, Peitschen u.&amp;amp;nbsp;ä. agierte Cosey als Stripperin zur Demonstration von harter [[Pornografie]] und [[BDSM]]-Praktiken. Nebenbei traten u.&amp;amp;nbsp;a. die Musikerinnen der gerade neu gegründeten [[Punkrock]]-Gruppe [[The Slits]] sowie [[Billy Idol]] mit der Gruppe [[Chelsea (Band)|Chelsea]] (später als [[Generation X (Band)|Generation X]] bekannt) auf. Zur Ausstellungseröffnung gab es Bier statt Wein und so endete die Veranstaltung in einem kollektiven, von Drogen geschwängerten, Besäufnis. Mit diesem Event verursachte COUM Transmissions einen handfesten nationalen Medienskandal, mit dem sich im Anschluss sogar das [[Britisches Parlament|britische Parlament]] befasste. Mit der Aussage &amp;#039;&amp;#039;“Prostitution was meant as a paradigm of general conditions under capitalism, for both men and women” (Prostitution war als ein [[Paradigma]] der allgemeinen Zustände unter dem [[Kapitalismus]] gedacht, sowohl für Männer wie für Frauen.)&amp;#039;&amp;#039; Ergo sei [[Prostitution]] nichts anderes als normale bezahlte „sexuelle Arbeit“, also ein „Job wie jeder andere“ verunglimpften CT die familiären und gesellschaftlichen Grundwerte des [[Konservatismus|konservativen]] Großbritanniens der damaligen Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |hrsg= |url=http://www.maggs.com/title/MO47135.asp |format= |sprache=en |titel=Prostitution. Coum Transmissions At The ICA Arts Centre… |werk= |datum= |zugriff=2008-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den Parlamentsabgeordneten wurde die Gruppe als „Wreckers of Civilization“ (Plünderer/Zerstörer der Zivilisation) abklassifiziert; die Bezeichnung wurde alsbald von den Medien kolportiert und schließlich von CT selbst und einhergehend damit, von Throbbing Gristle übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Cease to Exist“ – Das Ende von COUM Transmissions ===&lt;br /&gt;
Als Folge des Skandals wurden alle weiteren Auftritte von CT in Großbritannien unter [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] gestellt und die Gruppe splittete sich bald in die bereits aus den vier Basismitgliedern bestehenden Throbbing Gristle, respektive in andere, zumeist musikorientierte Einzelprojekte auf. Cosey Fanni Tutti und Genesis P-Orridge gingen kurz nach der Prostitution-Aktion auf Tournee nach Übersee. Sie verzichteten jedoch auf einen Auftritt in Kanada, da sie auf Betreiben der britischen Ministerien keine Einreisegenehmigung erhalten hatten. Die USA hingegen gewährten problemlos die Einreise und so führten Fanni Tutti und P-Orridge im November 1976 fünf Performances unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Cease to Exist&amp;#039;&amp;#039; auf. Der Titel war einem Song von [[Charles Manson]] entnommen, der 1968 als &amp;#039;&amp;#039;Never Learn Not to Love&amp;#039;&amp;#039; auf der B-Seite der [[Beach Boys|Beach-Boys]]-Single &amp;#039;&amp;#039;Bluebirds over the Mountain&amp;#039;&amp;#039; erschien. Um einen thematischen Zusammenhang zu implizieren, waren die Performances durchnummeriert: &amp;#039;&amp;#039;Nos. 1–3&amp;#039;&amp;#039; fanden in [[Chicago]], &amp;#039;&amp;#039;No. 4&amp;#039;&amp;#039; in [[Los Angeles]] und &amp;#039;&amp;#039;No. 5&amp;#039;&amp;#039; in [[Santa Monica]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Cease to Exist&amp;#039;&amp;#039; handelte von Liebe, Tod und Unterwerfung und zeigte, von Fanni Tutti und P-Orridge in radikalen Extremperformances vorgetragen, schonungslos sadomasochistische Praktiken von derartiger Grenzwertigkeit, dass spätestens bei der vierten Aufführung &amp;#039;&amp;#039;Cease to Exist No.4&amp;#039;&amp;#039; in Los Angeles die meisten Zuschauer den Veranstaltungsort verließen; so fügten sich die beiden nackten Protagonisten mittels Injektionsnadeln, Scherben und Rasierklingen blutende Verletzungen an den Extremitäten und Genitalien zu, während auf der sich ausbreitende Blutlache masturbiert, ejakuliert oder erbrochen wurde. Schließlich vollführten Cosey und Genesis einen Geschlechtsakt in diesem Gemisch aus Körpersekreten. Die unverhohlene Darstellung von Lust und Schmerz in &amp;#039;&amp;#039;Cease to Exist No.4&amp;#039;&amp;#039; übertraf sämtliche bisherigen CT-Aktionen und verdeutlichte die Radikalisierung der Kunst mittels in aller Öffentlichkeit ausgelebter Tabubrüche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Abschluss bildete die vergleichsweise harmlose fünfte Aufführung, &amp;#039;&amp;#039;Cease to Exist No. 5&amp;#039;&amp;#039; in Santa Monica, in der die Requisiten der vorangegangenen Performances in einem zeremoniellen Akt zusammengetragen wurden und das Projekt mit einem Kuss der beiden Akteure „verabschiedet“ wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte COUM-Einzelaktion, ausgeführt von Genesis P-Orridge, fand im Mai 1978 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Scenes of Victory&amp;#039;&amp;#039; an der [[Universität Antwerpen]] statt. P-Orridge zog sich bei dieser Performance eine schwere Blutvergiftung zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GPO1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachwirkungen ===&lt;br /&gt;
Viele CT-Mitglieder, wie beispielsweise Monte Cazazza gehörten gleichzeitig oder in Folge auch der Mail Art an und bewegten sich zumeist an der Grenze zur [[Illegalität]]; so finden sich in Cazazzas Vita zahlreiche Gefängnisaufenthalte, während Genesis P-Orridge später unter anderem für [[obszön]]e Mail Art-Postkarten und weitere anstößige Handlungen in Zusammenhang seiner Aktivitäten mit Throbbing Gristle und später auch [[Psychic TV]] gerichtlich belangt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;richard&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ICA-Auftritt von COUM Transmissions wurde 2002 in der [[Kompilation (Musik)|Kompilation]] &amp;#039;&amp;#039;24 Hours of Throbbing Gristle&amp;#039;&amp;#039; als CD-Boxset dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Simon Ford: &amp;#039;&amp;#039;Wreckers of Civilisation.&amp;#039;&amp;#039; Black Dog Publishing Company, London 2001, ISBN 1-901033-60-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen, Einzelnachweise und Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.lucid-zoom.de/philosophie/Coum1.html | wayback=20061012000536 | text=Ausführliche Abhandlung über COUM Transmissions}}&lt;br /&gt;
* [http://www.birgitrichard.de/goth/texte/industrial.htm Birgit Richard: Die Industrial-Culture-Szene]&lt;br /&gt;
* [http://www.grenzwellen.com/gw_redaktion/modules/archiv/index.php?id_art=59&amp;amp;PHPSESSID=5c3e5904db7cb2dd7fa06b0c065cd555 Grenzwellen-Lexikon über COUM Transmissions und Throbbing Gristle]&lt;br /&gt;
* [http://www.genesisp-orridge.com/index.php?section=article&amp;amp;album_id=34&amp;amp;id=24 Genesis P-Orridge: COUM Transmissions &amp;amp; Throbbing Gristle Era Actions] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.maggs.com/title/MO47135.asp Prostitution. COUM Transmissions at the ICA – Artikel] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.imdb.com/title/tt0177620/ Cease to Exist No. 1] in der [[Internet Movie Database]] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=7679234-1|LCCN=no2004077744|VIAF=132879433}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstlergruppe (Performance)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstlergruppe (Vereinigtes Königreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aktionskunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzeptkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industrial]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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