<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Corvinushaus</id>
	<title>Corvinushaus - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Corvinushaus"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Corvinushaus&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T07:01:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Corvinushaus&amp;diff=2224006&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Elmar Nolte am 12. April 2026 um 08:05 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Corvinushaus&amp;diff=2224006&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-12T08:05:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Romhof Warburg.jpg|miniatur|Das Corvinushaus, früher Romhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Corvinushaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher &amp;#039;&amp;#039;Romhof&amp;#039;&amp;#039;) ist die Bezeichnung eines überwiegend aus dem [[15. Jahrhundert]] stammenden, ehemaligen Adelshofes der Familie von [[Haxthausen (Adelsgeschlecht)|Haxthausen]] in der Sternstraße 19 in [[Warburg]], [[Kreis Höxter]]. Es ist als [[Kulturdenkmal]] ausgewiesen und wird heute als Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Warburg genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der älteste Teil der Anlage ist ein zweigeschossiges steinernes Saalhaus aus dem frühen 15. Jahrhundert. Seine mächtigen, ursprünglich freistehenden Staffelgiebel sind von drei, früher freistehenden, Steinpfeilern bekrönt. Der straßenseitige Giebel ist von drei [[Maßwerk]]-Windlöchern durchbrochen, eine vierte  Öffnung in Giebelmitte ist heute vermauert. Im Bodenraum auf der Innenseite ist noch der Ansatz des früher ein Geschoss niedriger liegenden ehemaligen Satteldaches erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488 verkaufte Dietrich von Haxthausen den Hof an zwei aus Warburg stammende Mainzer [[Kleriker]], den [[Propst]] Konrad Thues und den [[Stiftsherr]]n Johannes Thues. Diese erweiterten das Steinhaus zunächst durch ein unterkellertes Saalgeschoss-Hinterhaus und erhöhten anschließend das Haupthaus um einen seitlich vorkragenden Speicherstock aus Fachwerk. Dabei wurden die Staffelgiebel überwiegend in die Fassade eingebaut. Zur Verbesserung der Belichtung wurden die steinernen Traufwände durch Fachwerkwände mit großen Fensteröffnungen ersetzt. Das Fachwerk zeigte dabei die typischen Formen der Zeit wie profilierte Brustriegel, gebogene [[Fußstrebe]]n und gekehlte [[Knagge (Fachwerk)|Knaggen]]. 1491 schenkten die Brüder Thues den Hof der [[Kaland]]sbruderschaft; diese im Mittelalter bestehende Fraternität ist wie viele in Ostwestfalen mit Ausnahme der von [[Kalandsbruderschaft Neuenheerse|Neuenheerse]] zwischenzeitlich erloschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1750 verkaufte der Kaland den Hof an den [[Vikar]] der Neustadt, Otto von [[Hiddessen (Adelsgeschlecht)|Hidessen]], behielt sich aber die Nutzung des Speicherraumes (den „Kalandsboden“) bis 1886 vor. Während des [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieges]] ereignete sich der „Tumult um den Romhof“. Der [[Gograf|Go- und Freigraf]] Petrus Ignatius von Hiddessen, ein Bruder des Vikars, hatte in der Notzeit Mehl angekauft und auf dem Kalandsboden im Romhof gelagert, um es nach auswärts zu verkaufen. Als dieses der hungernden Bevölkerung bekannt wurde, stürmte eine erregte Volksmenge das Haus und erbeutete die Vorräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erben des Vikars verkauften den Hof an den [[Königreich Preußen|preußischen Staat]], der 1804 das königliche Justizamt und 1818 das königliche [[Zollamt]] dort einrichtete. 1833 wurde das Gebäude von der Stadtverwaltung zur Unterbringung des [[St.-Petri-Hospital Warburg|städtischen Krankenhauses]] übernommen und 1850/51 durch einen noch bestehenden Seitenflügel aus Ziegelsteinen erweitert. 1886, nach fast vierhundert Jahren, endete die Nutzung des Speicherraumes durch die Kaland-Bruderschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 kam das Haus schließlich im Tausch gegen Räume im [[Gymnasium Marianum (Warburg)|ehemaligen Dominikanerkloster]] in Besitz der [[evangelische Kirchengemeinde Warburg-Herlinghausen|evangelischen Kirchengemeinde Warburg]], die es nach einem durchgreifenden Umbau als ihr Gemeindehaus nutzt und nach dem aus Warburg stammenden Reformator [[Antonius Corvinus]] „Corvinushaus“ genannt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Dehio]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler - Westfalen&amp;#039;&amp;#039;, bearb. von Dorothea Kluge und Wilfried Hansmann, Deutscher Kunstverlag, München-Berlin 1969, S. 578&lt;br /&gt;
* Elmar Nolte: &amp;#039;&amp;#039;Zum Profanbau der mittelalterlichen Stadt Warburg.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Franz Mürmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Stadt Warburg. 1036–1986. Beiträge zur Geschichte einer Stadt.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Hermes, Warburg 1986, ISBN 3-922032-07-9, S. 137–176.&lt;br /&gt;
* Elmar Nolte: &amp;#039;&amp;#039;Treppengiebel in Warburg/Westfalen&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Arbeitskreis für Hausforschung]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Bauforschung über Spätmittelalter und frühe Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;, [[Jonas Verlag]], Marburg 1991, ISBN 3-89445-114-9&lt;br /&gt;
* Nikolaus Rodenkirchen: &amp;#039;&amp;#039;Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Bd. 44, Kreis Warburg.&amp;#039;&amp;#039; Mit geschichtlicher Einleitung von [[Gerhard Pfeiffer (Historiker)|Gerhard Pfeiffer]]. [[Aschendorff Verlag]], Münster 1939.&lt;br /&gt;
* [[Denkmaltopographie der Bundesrepublik Deutschland]], &amp;#039;&amp;#039;Katalog der Denkmäler in der Kernstadt, Warburg, Sternstraße 19/21/23&amp;#039;&amp;#039;, [[Michael Imhof Verlag|Imhof-Verlag]], Petersberg 2015, ISBN 978-3-7319-0239-3  S. 321–323&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51.48766|EW=9.14928|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Warburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 15. Jahrhundert|Warburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Warburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Warburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Elmar Nolte</name></author>
	</entry>
</feed>