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	<title>Corticosteroide - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T01:24:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Corticosteroide&amp;diff=143629&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zyirkon: Strukturformel nach WP:WEIS##Uniformität_von_Strukturformeln</title>
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		<updated>2025-08-17T16:50:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Strukturformel nach &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:WEIS&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:WEIS (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:WEIS##Uniformität_von_Strukturformeln&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Corticosteroide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kortikosteroide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;cortex&amp;#039;&amp;#039; = ‚Rinde‘; gr. &amp;#039;&amp;#039;stereos&amp;#039;&amp;#039;, στερεός = ‚fest‘), kurz auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Corticoide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kortikoide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cortine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, sind eine Gruppe von ca. 50 in der [[Nebennierenrinde]] (dem &amp;#039;&amp;#039;Kortex&amp;#039;&amp;#039; der Nebenniere) gebildeten [[Steroidhormon]]en sowie chemisch vergleichbaren synthetischen Stoffen. Alle Corticoide entstehen dabei aus dem Ausgangsstoff [[Cholesterin]]. Gemeinsames Grundgerüst der Hormone ist das [[Progesteron]] (Δ4-Pregnen-3,20-dion).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Progesteron2.svg|miniatur|Das Grundgerüst aller Corticoide ist das Progesteron]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Corticosteroide lassen sich nach ihrer biologischen Wirkung bzw. ihrem Bildungsort in drei Gruppen einteilen:&lt;br /&gt;
* [[Mineralocorticoide]] (Hauptvertreter [[Aldosteron]]) werden in der &amp;#039;&amp;#039;Zona glomerulosa&amp;#039;&amp;#039; der Nebennierenrinde gebildet und beeinflussen vorwiegend den [[Kalium]]-[[Natrium]]-Haushalt und damit den Wassergehalt des Körpers.&lt;br /&gt;
* [[Glucocorticoide]] (Hauptvertreter [[Cortisol]]) werden in der &amp;#039;&amp;#039;Zona fasciculata&amp;#039;&amp;#039; der Nebennierenrinde gebildet. Sie vermitteln wichtige Wirkungen im [[Glucose#Biochemie|Glucose]]-, Lipid- und Protein[[stoffwechsel]].&lt;br /&gt;
* [[Androgene]] (Hauptvertreter [[Dehydroepiandrosteron]] (DHEA)) und [[Estrogene]] werden in der &amp;#039;&amp;#039;Zona reticularis&amp;#039;&amp;#039; der Nebennierenrinde gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den natürlichen Glucocorticoiden gehören [[Cortison]], [[Corticosteron]] und [[Cortisol]]; zu den Mineralocorticoiden das [[Aldosteron]] und das bereits 1935 von [[Tadeus Reichstein|Reichstein]] isolierte [[Desoxycorticosteron]]. Synthetische Corticoide sind z.&amp;amp;nbsp;B. [[Prednison]] und [[Prednisolon]], [[Methylprednisolon]], [[Triamcinolon]], [[Dexamethason]], [[Betamethason]] und [[Paramethason]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synthese ==&lt;br /&gt;
Die unterschiedlichen Hormone werden aus Progesteron durch [[Hydroxylierung]] (Einbau von OH-Gruppen) und [[Oxidation]] dieser Gruppen zu Keto- oder Aldehydgruppen an verschiedenen Positionen gebildet. Die Synthese und [[Sekretion]] der Androgene und Glucocorticoide wird durch ACTH (Kortikotropin) aus der Adenohypophyse (Hypophysenvorderlappen der [[Hirnanhangdrüse]]) stimuliert. Die Synthese und Sekretion der Mineralocorticoide wird über Angiotensin II und Kalium stimuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Als lipophile Hormone wirken Corticosteroide auf Rezeptoren im Zytosol und Zellkern, zu denen sie frei durch die [[Zellmembran]] diffundieren können. Inzwischen wird aber auch die Existenz von membranständigen Rezeptoren für Kortikoide angenommen und erforscht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Silbernagl 613&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Hans-Christian Pape, Armin Kurtz, Stefan Silbernagl|Titel=Physiologie|Seiten=613|Auflage=7.|Verlag=Georg Thieme Verlag|Ort=Stuttgart|Jahr=2014|ISBN=978-3-13-796007-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Rezeptoren im Zellinneren kann man in zwei Typen aufteilen. Typ I ist spezifisch für Mineralcorticoide und Typ II für Glucocorticoide.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Silbernagl 613&amp;quot; /&amp;gt; Die Spezifität der Rezeptoren scheint von der Aktivität der [[11β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase 1|11&amp;#039;&amp;#039;β&amp;#039;&amp;#039;-Hydroxysteroid-Dehydrogenase 1]] abhängig zu sein, die durch eine [[Dehydrierung]] der β-OH-Gruppe am C&amp;lt;sub&amp;gt;11&amp;lt;/sub&amp;gt;Atom erfolgt. Dadurch werden die Corticoide bzw. 11-Oxykortikosteroide&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Wilhelm Stepp]]: &amp;#039;&amp;#039;Was leistet die Diät in der modernen Krankenbehandlung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchener Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. 25–31 (Vortrag vor den Ärzten Vorarlbergs in Dornbirn am 20. Mai 1952), hier: S. 28–29.&amp;lt;/ref&amp;gt; (mit Ausnahme des [[Aldosteron]]s) unwirksam. Exzessiver Genuss von [[Lakritze]] kann die 11-Hydroxysteroid-Dehydrogenase hemmen und so zu stärkeren Wirkungen der Mineralcorticoide führen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Silbernagl 613&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überproduktion, Mangel ==&lt;br /&gt;
Krankhafte Überproduktion, etwa bei [[Metabolischer Stress|Stress]], oder langdauernde Einnahme von Glucocorticoiden erzeugen ein charakteristisches Krankheitsbild ([[Cushing-Syndrom]]) mit [[Osteoporose]], [[Diabetes mellitus]], Fettsucht (v. a. [[Stammfettsucht]]) und Muskelschwund. Zu hohe Mineralocorticoid-Konzentrationen stören den Wasser-Elektrolythaushalt und schädigen die Nieren ([[Conn-Syndrom]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mangel an Nebennierenrindenhormonen erzeugt den [[Morbus Addison]], eine lebensbedrohliche Erkrankung mit Kreislaufschwäche, Austrocknung und [[Kachexie]]. Ein bestimmter Gendefekt, bei dem zu viel Androgene und zu wenig Aldosteron produziert werden, verursacht [[Virilismus]] und Wassereinlagerung; das Vollbild der Krankheit wird als [[adrenogenitales Syndrom]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abbau ==&lt;br /&gt;
Corticoide werden in der [[Leber]] durch [[Reduktion (Chemie)|Reduktion]] zu inaktiven Derivaten (17-Hydroxysteroide, 17-Ketosteroide) umgewandelt und über Urin und Gallenflüssigkeit ausgeschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Außer bei den o.&amp;amp;nbsp;g. Mangelzuständen werden vor allem Glucocorticoide in zahlreichen Immunerkrankungen und Notfallsituationen als Medikament eingesetzt. Die natürlichen Corticoide sind gegenüber den künstlichen Corticoiden schwächer wirksam. Medikamente mit einer höheren Affinität binden sich leichter an die Rezeptoren und haben bei gleicher Arzneimittelkonzentration eine größere Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Peroral|orale]] und intravenöse Therapie werden Äquivalenzdosen (die gleichwirksame Dosis Cortison) angegeben. [[Prednison]] (17&amp;#039;&amp;#039;α&amp;#039;&amp;#039;,21-Dihydroxy-1,4-pregnadien-3,20-dion) ist ein künstliches Corticoid, welches einer dehydrierten Variante des Cortisons entspricht. Seine Wirkung liegt etwa bei der vier- bis fünffachen des Cortisons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Corticoide werden zur Behandlung von u.&amp;amp;nbsp;a. [[Autoimmunerkrankung]]en wie [[Asthma]], [[Cluster-Kopfschmerz]], [[Ekzem]]en, [[Epilepsie]], [[Hörsturz]] sowie akutem [[Tinnitus]],&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Wirksamkeit ist hier jedoch nicht zuverlässig und stichhaltig belegt.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Nephritis]], [[Neurodermitis]] und bei bestimmten [[Chemotherapie]]n ([[Morbus Hodgkin]], [[Non-Hodgkin-Lymphom|NHL]]) eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unerwünschte Wirkungen ==&lt;br /&gt;
Da Corticosteroide eine Magensäureüberproduktion induzieren, sollte bei dauerhafter Gabe zusätzlich ein [[Protonenpumpenhemmer]] genommen werden, um die Entstehung eines [[Magengeschwür|Magenulkus]] zu verhindern. Allgemein kann, insbesondere bei langfristiger und/oder hochdosierter Anwendung, eine große Zahl von Nebenwirkungen auftreten, insbesondere Störungen in der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse mit der Folge einer sekundären Nebennierenrinden-Insuffizienz&amp;lt;ref&amp;gt;M. M. Liu, A. B. Reidy, S. Saatee, C. D. Collard: &amp;#039;&amp;#039;Perioperative Steroid Management – Approaches Based on Current Evidence.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anesthesiology.&amp;#039;&amp;#039; Band 127, 2017, S. 166–172.&amp;lt;/ref&amp;gt; (z. B. [[Cushing-Syndrom]], siehe auch Absatz [[Corticosteroide#Überproduktion, Mangel|Überproduktion]]), die eine sorgfältige Abwägung bei der Anwendung erforderlich machen. Bei einer Stoßtherapie im Bereich der Behandlung von [[Epilepsie]] oder eines [[Multiple Sklerose|Multiple-Sklerose]]-Schubes muss etwa eine Stunde nach der Einnahme einer Dosis ein Magenschutzmittel verabreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Immunsuppression|immunsuppressive]] Wirkung von Glucocorticoiden treten bei Patienten aufgrund der geschwächten Immunabwehr gehäuft Infektionen mit Viren, Bakterien oder Pilzen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Brendler: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/kortison-spritzen-warum-kortison-oft-mehr-schadet-als-nuetzt-15246589.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0 Fatale Spritzen.]&amp;#039;&amp;#039; Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 23. Oktober 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jeremy M. Berg, John L. Tymoczko, [[Lubert Stryer]]: &amp;#039;&amp;#039;Biochemie.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2007. ISBN 978-3-8274-1800-5.&lt;br /&gt;
* Donald Voet, Judith G. Voet: &amp;#039;&amp;#039;Biochemistry.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, John Wiley &amp;amp; Sons, New York 2004. ISBN 0-471-19350-X.&lt;br /&gt;
* [[Bruce Alberts]], Alexander Johnson, Peter Walter, Julian Lewis, Martin Raff, Keith Roberts: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Biology of the Cell&amp;#039;&amp;#039;, 5. Auflage, Taylor &amp;amp; Francis 2007, ISBN 978-0-8153-4106-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steroidhormon| Corticosteroide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:4-Estren| Corticosteroide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alkylcyclohexen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zyirkon</name></author>
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