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	<title>Corti-Organ - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T21:17:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Corti-Organ&amp;diff=63171&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pluderhose: /* Schallempfindung */ Schreibweise Reißner-Membran nach Ernst Reißner</title>
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		<updated>2025-07-08T23:34:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schallempfindung: &lt;/span&gt; Schreibweise Reißner-Membran nach &lt;a href=&quot;/index.php/Ernst_Rei%C3%9Fner&quot; title=&quot;Ernst Reißner&quot;&gt;Ernst Reißner&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Cochlea-crosssection-de.png|mini|hochkant=2|Schnitt durch die Hörschnecke: Aufbau des Corti-Organs.&amp;lt;br /&amp;gt;Zur Basis des Corti-Organs liegt die Basilarmembran, ein Dach über dem Organ bildet die Tektorialmembran, mittig an der Oberfläche der Haarzellen befindet sich die Lamina reticularis.]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Corti-Organ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cortische Organ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lt. &amp;#039;&amp;#039;Organon spirale&amp;#039;&amp;#039;) auch &amp;#039;&amp;#039;Gehörlabyrinth&amp;#039;&amp;#039; genannt, bezeichnet die Schnittstelle in der [[Hörschnecke|Schnecke]] des [[Innenohr]]s zwischen den [[Akustik|akustischen]] [[mechanisch]]en [[Schwingung]]en und den [[Nervenimpuls|Nervensignalen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mark F. Bear, Barry W. Connors, Michael A. Paradiso |Titel=Neurowissenschaften: ein grundlegendes Lehrbuch für Biologie, Medizin und Psychologie |Auflage=3. Auflage 2009, Nachdruck 2016 |Verlag=Springer Spektrum |Ort=Berlin Heidelberg |Datum=2016 |Reihe=Lehrbuch |ISBN=978-3-662-49932-0 |Seiten=385-398 |Abruf=2023-11-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Corti-Organ wurde nach dem italienischen Anatom [[Alfonso Corti]] benannt, der erstmals dessen feinere Anatomie 1851 beschrieb&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Organ of corti (german).svg|mini|Querschnitt durch das Corti-Organ bei höherer Vergrößerung.]]&lt;br /&gt;
Das Corti-Organ ist der Träger der Sensorzellen im Innenohr aller Säugetiere. Es befindet sich in der [[Ductus cochlearis|Scala media]] der Hörschnecke des Innenohrs zwischen dem [[Scala vestibuli|Vorhof-]] (&amp;#039;&amp;#039;Scala vestibuli&amp;#039;&amp;#039;) und dem [[Scala tympani|Paukengang]] (&amp;#039;&amp;#039;Scala tympani&amp;#039;&amp;#039;). Es besteht aus mechanosensorischen Sinneszellen, sogenannten [[Haarzelle|Haarzellen]] (auch Corti-Hörzellen, Hörrezeptoren oder Haarsinneszellen genannt) sowie Stütz- und Pfeilerzellen, welche die Sinneszellen umgeben&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Basilarmembran trennt das Corti-Organ von der Scala tympani. Zwischen der extrazellulären Flüssigkeit [[Endolymphe]], welche die Scala media füllt, und dem Corti-Organ befindet sich eine dünne Gewebeschicht namens [[Membrana reticularis|Lamina reticularis]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;. Die Haarzellen liegen zwischen diesen beiden Schichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtung Außenseite der Cochlea befinden sich die äußeren Haarzellen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;. Menschen haben in etwa 15.000 bis 20.000 dieser in drei Reihen angeordneten Zellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In Richtung der Innenseite liegen die inneren Haarzellen (ca. 3.500 in einer Reihe angeordnet). Zwischen diesen beiden Typen von Haarzellen befinden sich die Corti-Pfeilerzellen, welche zwischen Basilarmembran und [[Tektorialmembran]] verlaufen und diese beiden Membranen aufspannen und stützen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Haarzellen gibt es äußere und innere Pfeilerzellen und Stützzellen (Phalangenzellen).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die äußeren und inneren Pfeilerzellen bilden einen dreieckigen Kanal, den Corti-Tunnel (&amp;#039;&amp;#039;Cuniculus internus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kenhub.com/de/library/anatomie/organum-spirale-corti-organ |titel=Organum spirale (Corti-Organ) |sprache=de |abruf=2023-11-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Phalangenzellen stehen in zwei bis fünf Reihen und nehmen die inneren Haarzellen auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Die äußeren Pfeilerzellen sind von den äußeren Phalangenzellen durch den &amp;#039;&amp;#039;Nuel-Raum&amp;#039;&amp;#039; getrennt&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Hans-Georg Liebich: &amp;#039;&amp;#039;Funktionelle Histologie der Haussäugetiere: Lehrbuch und Farbatlas für Studium und Praxis&amp;#039;&amp;#039;. Schattauer Verlag, 2004, ISBN 9783794523115, S. 358.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf die äußeren Phalangenzellen folgen die Hensen- und darauf die Claudius-Zellen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;. Letztere gehen in die [[Stria vascularis]] über.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tektorialmembran bedeckt die Stereocilien (auch Zellhärchen genannt), die auf den Haarsinneszellen sitzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Auf jeder Haarsinneszelle können sich bis zu hundert Stereocilien befinden, die durch die Lamina reticularis bis in die Endolymphe reichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Bei den inneren Haarzellen enden die Stereocilien direkt unter der Tektorialembran, bei den äußeren reichen diese bis in die Membran hinein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Auslenkung der Stereocilien der inneren Haarzellen löst die Reiztransduktion und somit das Hörempfinden aus. Im Gegensatz zu den Haarzellen des [[Gleichgewichtsorgan]]s haben die Haarzellen der Cochlea keine [[Kinozilium|Kinozilien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haarzellen bilden gemeinsam mit Neuronen des [[Ganglion spirale|Spiralganglions]] [[Synapse]]n. Die [[Axon]]e der Spiralganglien ragen in den Hörnerv ein&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schallempfindung ==&lt;br /&gt;
Eine Schallwelle wird über das [[Trommelfell]] und die Gehörknöchelchen im [[Mittelohr]] auf die [[Scala vestibuli]] übertragen, die wie die Scala tympani mit [[Perilymphe]] gefüllt ist. Die Druckwelle in der Scala vestibuli führt zur Auslenkung der Reißner-Membran, der Scala media und des gesamten Corti-Organs Richtung Scala tympani. Dadurch kommt es zu einer Scherbewegung der Tektorialmembran gegen die Haarzellen:&lt;br /&gt;
Die Stereovilli der äußeren Haarzellen werden abgebogen, und diese Zellen dadurch erregt. Die meisten Stereovilli sind durch sogenannte ‚tip links‘ mit dem dahinter stehenden Villus verbunden, so dass diese gemeinsam ausgelenkt werden. Durch die Verschiebung öffnen bzw. schließen sich zur Endolymphe gerichtete [[Kation]]en-Kanäle in der Haarzelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kalium]]-[[Ion]]en-Konzentration ist in der Endolymphe und in den Haarzellen etwa gleich hoch. Die Endolymphe ist jedoch mit etwa 85&amp;amp;nbsp;[[Volt|mV]] positiv geladen, die Haarzellen haben dagegen ein negatives Ruhemembranpotential von etwa −70&amp;amp;nbsp;mV. Bei offenen Kalium-Kanälen fließen die positiv geladenen Kalium-Ionen daher in die Haarzellen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dadurch hervorgerufene [[Depolarisation (Physiologie)|Depolarisation]] der [[Zellmembran]] führt bei den äußeren Haarzellen zu einer oszillierenden Längenänderung, die sich auf die Basilarmembran überträgt. Dabei kann eine Frequenz von bis zu 20.000 Schwingungen pro Sekunde erreicht werden. Für eine bestimmte Tonhöhe kommt es nur an einer Stelle der Gehörschnecke zu einer solchen Verstärkung. Nur hier kommt es zu einer massiven Verstärkung in der Strömung der Endolymphe unter der Tektorialmembran. Dadurch werden an dieser Stelle auch die inneren Haarzellen erregt. Diese lokale Begrenzung der Erregungsverstärkung erlaubt eine Unterscheidung verschiedener Tonhöhen (siehe auch [[cochleärer Verstärker]] und [[Wanderwelle]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die inneren Haarzellen werden ebenfalls depolarisiert. Dies führt am unteren Ende der Zellen zur Freisetzung des [[Neurotransmitter]]s [[Glutaminsäure|Glutamat]]. Es diffundiert durch den synaptischen Spalt zur benachbarten Nervenzelle und führt dort zur Bildung von [[Aktionspotential]]en, welche die Information über den gehörten Ton elektrisch an das [[Gehirn]] weiterleiten. Dies erfolgt über den [[Hörnerv]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Repolarisation der Haarzellen erfolgt über kaliumspezifische Kanäle an der seitlichen Zellmembran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Otoakustische Emissionen]]&lt;br /&gt;
* [[Membrana reticularis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{BibISBN|9783642016509|Seiten=321–328}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie des Ohrs]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pluderhose</name></author>
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