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	<title>Corpus Delicti - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Corpus Delicti&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Körper des Verbrechens“, [[Latein|lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;corpus&amp;#039;&amp;#039; – Körper, &amp;#039;&amp;#039;delictum&amp;#039;&amp;#039;  – Verbrechen oder Vergehen; Plural: Corpora Delicti) bezeichnete man in der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] die äußeren Merkmale, in denen eine [[Strafrecht#Straftat|Straftat]] zum Ausdruck kommt, insbesondere ein [[Beweismittel|Beweisstück]], durch welches ein bestimmter [[Täter (Strafrecht)|Täter]] einer Tat überführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch stammt die Lehre vom Corpus Delicti aus der Beweislehre des kanonisch-italienischen [[Inquisitionsverfahren|Inquisitionsprozesses]] des 13. Jahrhunderts, die im Rahmen der [[Rezeption des römischen Rechts|Rezeption]] in das deutsche Strafverfahrensrecht vordrang.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Eisele: &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung der Lehre vom „corpus delicti“ im Strafverfahren der Frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, {{Toter Link |datum=2023-04 |url=https://www.historicum.net/purl/44zoo/ |text=online |archivebot=2023-04-05 00:35:01 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist in Art. 6 der [[Constitutio Criminalis Carolina]] von 1532 formuliert: Erst nachdem in einer  [[Verhörprotokoll#Generalinquisition|Generalinquisition]] festgestellt worden war, ob überhaupt ein Verbrechen vorlag (&amp;#039;&amp;#039;constare de delicto&amp;#039;&amp;#039;), durfte ein der Tat Verdächtiger dazu vernommen werden. Von der Tat ausgehend, die an bestimmten Corpora Delicti festgemacht werden musste, wurde der Täter ermittelt. Zum Beweis einer Tat diente etwa die Inaugenscheinnahme einer getöteten Person (&amp;#039;&amp;#039;constare de corpore mortuo&amp;#039;&amp;#039;). Um sodann die Täterschaft eines bestimmten Beschuldigten festzustellen ([[Verhörprotokoll#Spezialinquisition|Spezialinquisition]]), wurden vor allem Zeugen vernommen oder aber der Verdächtige der [[Peinliche Befragung|peinlichen Befragung]] (Folter) unterzogen, die ein Geständnis herbeiführen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Ernst Meinhardt: &amp;#039;&amp;#039;Das peinliche Strafrecht der freien Reichsstadt Frankfurt am Main im Spiegel der Strafpraxis des 16. und 17. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1957, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff wandelte sich im 18. Jahrhundert immer mehr vom körperlichen Objekt zum abstrakten, juristischen Verbrechensbegriff des [[Tatbestand#Strafrecht|Tatbestands]] (von lat. &amp;#039;&amp;#039; existentia facti&amp;#039;&amp;#039;). [[Ernst Ferdinand Klein]] definierte 1797: „Diejenigen Thatsachen, welche zusammengenommen den Begriff einer gewissen Gattung von Verbrechen bestimmen, machen den Thatbestand aus (corpus delicti).“&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Ferdinand Klein: &amp;#039;&amp;#039;Grundsätze der natürlichen Rechtswissenschaft nebst einer Geschichte derselben&amp;#039;&amp;#039;, Halle 1797, S. 57, nach Jörg Eisele: &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung der Lehre vom „corpus delicti“ im Strafverfahren der Frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, {{Toter Link |datum=2023-04 |url=https://www.historicum.net/purl/44zoo/ |text=online |archivebot=2023-04-05 00:35:01 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Paul Johann Anselm von Feuerbach]] beschrieb 1832 den „Thatbestand des Verbrechens (corpus delicti)“ als den „Inbegriff der Merkmale einer besonderen Handlung oder Thatsache, welche in dem gesetzlichen Begriff von einer bestimmten Art rechtswidriger Handlungen enthalten sind.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Tatbestand als Voraussetzung der Strafbarkeit wird in der modernen Strafrechtsdogmatik die abstrakte Umschreibung eines strafrechtlich relevanten Sachverhalts in Gestalt einer menschlichen Handlung oder Unterlassung bzw. die Umschreibung des verbotenen Verhaltens verstanden. Die Gründe eines Strafurteils müssen „die für erwiesen erachteten Tatsachen angeben, in denen die gesetzlichen Merkmale der Straftat gefunden werden“ ({{§|267|stpo|juris}} Abs. 1 StPO). Der Begriff des Corpus Delicti hat dagegen keine eigenständige prozessuale Bedeutung mehr. Als &amp;#039;&amp;#039;Corpus Delicti&amp;#039;&amp;#039; wird umgangssprachlich zumeist der Beweisgegenstand, d. h. das Überführungsstück verstanden,&amp;lt;ref&amp;gt;Creifelds Rechtswörterbuch, 19. Aufl. 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; mitunter aber auch das Verletzungswerkzeug bzw. das [[Tatmittel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Tilch/Arloth, Deutsches Rechtslexikon, 3. Aufl. 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemeinsprachlich bezeichnet der Begriff auch oft eine Sache, an der sich eine spezielle Handlung oder eine Handlungsabfolge festmachen lässt. Diese Verwendung bezieht sich auch auf banale Vergehen. Demnach wird auch z.&amp;amp;nbsp;B. der Fußball, der die Fensterscheibe durchschlagen hat, oder etwa der unerwünschte „Hundehaufen“ im Vorgarten umgangssprachlich als &amp;#039;&amp;#039;Corpus Delicti&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Latein im Recht]]&lt;br /&gt;
* Historisches Beispiel: [[Beichlingscher Ordenstaler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prozessrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtssprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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